Wolfsburg im Torrausch, Hoffenheim rettet Punkt

Von am 25. November 2018 – 17.10 Uhr 24 Kommentare

Am 9. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga hat Spitzenreiter VfL Wolfsburg dem SC Sand eine Lehrstunde erteilt. Die TSG 1899 Hoffenheim rettete in letzter Minute einen Punkt gegen den MSV Duisburg.

Zweikampf zwischen Hoffenheims Luana Bühler (re.) und Duisburgs Barbara Dunst

Luana Bühler (re.), hier im Zweikampf mit Barbara Dunst, rettete Hoffenheim einen Punkt © imago / foto2press

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Meister und Tabellenführer VfL Wolfsburg gewann beim SC Sand vor 1.025 Zuschauern im ORSAY-Stadion mit 9:0 (3:0) und lieferte eine eindrucksvolle Darbietung seiner Überlegenheit.

Wolfsburg verpasst Sand blaues Auge

Kristine Minde (19., 23.) brachte die Wolfsburgerinnen mit einem Doppelschlag auf Kurs, noch vor der Pause sorgte Pernille Harder für die Entscheidung (31.).

Torreigen in Halbzeit zwei

In der zweiten Halbzeit kam es für die Gastgeberinnen sogar noch schlimmer: Alex Popp (54., 65.), Ewa Pajor (70.), Zsanett Jakabfi (79., 82.) und Caroline Graham Hansen (87. Elfmeter) sorgten für einen fulminanten Kantersieg.

Islacker trifft doppelt bei Bayern-Sieg

Der FC Bayern München gewann vor 324 Zuschauern im Stadion an der Grünwalder Straße mit 4:1 (1:0) gegen den SV Werder Bremen. Sara Däbritz brachte die Münchenerinnen früh auf Kurs (6.). Mandy Islacker schraubte mit zwei Treffern (55., 76.) das Ergebnis in die Höhe. Fridolina Rolfö erzielte den vierten Bayern-Treffer (84.), ehe Verena Volkmer der Ehrentreffer gelang (85.).

Potsdam souverän

Vor 1.226 Besuchern im Karl-Liebknecht-Stadion gewann der 1. FFC Turbine Potsdam gegen Bayer 04 Leverkusen mit 3:0 (2:0). Lena Petermann (17.) und Laura Sieger (45.+2) trafen vor der Pause, in der zweiten Halbzeit war dann Lara Prašnikar (53.) erfolgreich.

Spektakuläres Remis

Zwischen der TSG 1899 Hoffenheim und dem MSV Duisburg gab es ein unterhaltsames 3:3 (0:1). Dörthe Hoppius brachte die Gäste vor 526 Zuschauern im Dietmar-Hopp-Stadion gegen den Spielverlauf Mitte der ersten Halbzeit in Führung (26.). Nicole Billa gelang gleich nach Wiederanpfiff der Ausgleich (48.). Barbara Dunst sorgte im Gegenzug für die neuerliche Gäste-Führung (49.), doch Tabea Waßmuth konnte für die Gastgeberinnen wieder ausgleichen (64.).

Gerstner: „Schmeichelhaftes Ergebnis“

Doch damit noch nicht genug: Hoppius brachte die Duisburgerinnen mit ihrem zweiten Treffer wieder in Front (68.), erneut hatte Hoffenheim eine Antwort parat: Luana Bühler gelang in der Nachspielzeit der mehr als verdiente Ausgleich (90.+3). „Ein mehr als schmeichelhaftes Ergebnis, für das wir wahrscheinlich das Glück für eine ganze Saison aufgebraucht haben“, räumte Duisburgs Trainer Thomas Gerstner ein.

Zwei Ergebnisse vom Samstag

Bereits am Samstag gewann der 1. FFC Frankfurt gegen Borussia Mönchengladbach mit 8:0. Die SGS Essen und der SC Freiburg trennten sich 2:2.

Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

24 Kommentare »

  • FFFan sagt:

    @ D.D:

    Zum ‚Ballhalten‘ der Torleute: die erlaubten sechs Sekunden werden praktisch immer überschritten, geahndet wird dies nahezu nie (eine berühmt gewordene, weil ziemlich spielentscheidende Ausnahme gab es im Halbfinale der Olympischen Spiele 2012, als die kanadische Torhüterin E.McLeod den Ball (viel) zu lange in ihren Händen hielt, der anschließende indirekte Freistoß zu einem Handelfmeter und dieser wiederum zum Ausgleichstreffer für die USA führte)!

    Ein anderes Beispiel für eine Regel, die nicht beachtet wird, betrifft das Verhalten beim Elfmeter: fast immer bewegt sich der Torwart zu früh nach vorn, fast immer rennen Spieler beider Mannschaften zu früh in den Strafraum, doch nur äußerst selten wird deswegen ein Elfmeter wiederholt!

    Bei der Rückpassregel ist mir bislang nicht extrem aufgefallen, dass diese nicht eingehalten wird. Die Regel gilt ja nur für absichtliche Rückpässe und dieser Begriff wird von den Schiedsrichtern recht eng ausgelegt.

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  • Dussel Duck sagt:

    @ FFFan
    Ich werde nie das WM-Endspiel USA gegen China (1999?) vergessen, bei dem im Elfmeterschießen die US-Keeperin grundsätzlich erst einmal drei Meter nach vorn spurtete … und so einige Bälle hielt. Was habe ich an dem Tag über die Schiedsrichterin geflucht. Geradezu heroisch, wie ruhig die Chinesinnen diesen Beschiss der übelsten Sorte hinnahmen.
    Ich vermute, zumindest im Nachhinein muss es bei der FIFA einige interne Diskussionen gegeben haben. Einen ähnlich drastischen Regelbruch habe ich jedenfalls später nicht wieder gesehen.

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  • pinkpanther sagt:

    So hatte ich das gar nicht mehr in Erinnerung. Die US-Keeperin ist da ja schon fast am 11m-Punkt angekommen bei Ausführung der chinesischen Schützinnen – echt krass!

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