Kreuzbandriss bei Nicole Rolser

Von am 20. November 2018 – 16.59 Uhr 13 Kommentare

Die Serie der Kreuzbandrisse im deutschen Frauenfußball reißt nicht ab: Jetzt erwischte es Stürmerin Nicole Rolser vom FC Bayern München.

Nicole Rolser am Ball

Muss um die WM-Teilnahme bangen: Nicole Rolser © imago / foto2press

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Die 26-Jährige zog sich beim 3:0-Sieg im DFB-Pokal gegen den SV Werder Bremen am vergangenen Samstag nur kurz nach ihrer Einwechslung einen Kreuzbandriss im linken Knie zu.

Saison-Aus

Rolser, die in diesem Jahr ihr Debüt in der deutschen Frauenfußball-Nationalelf feierte, wird mehrere Monate pausieren müssen und somit in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen können.

WM-Nominierung fraglich

Auch eine Nominierung für den Kader der deutschen Frauenfußball-Nationalelf für die Frauenfußball-WM 2019 in Frankreich (7. Juni bis 7. Juli 2019) erscheint fraglich.

Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

13 Kommentare »

  • strike sagt:

    Gute Besserung! Das ist bitter für jede Spielerin. Und in der englischen Woche im Dezember gehts nochmal ab! Kälte, 3 Spiele in einer Woche, dass ist doch Schwachsinn ! Zuschauer kommen im Dezember auch keine !

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  • Dori sagt:

    Es hört einfach nicht auf… Auch von mir gute Besserung!

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  • SCF Klausi sagt:

    Nicht schon wieder die Verletzung mit dem bösen K- Wort,nimmt das denn gar kein Ende ?

    Schade das wegen dieser Verletzung nun auch aller Voraussicht nach die WM für Nicole Rolser kein Thema mehr ist .

    Gute Besserung an Nocole Rolser.

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  • Liza sagt:

    Echt bitter!! Gute Besserung, auf dass sie sich nicht davon unterkriegen lässt.

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  • FFFan sagt:

    Ganz bitter für Nicole Rolser nach einem Jahr, in dem sie sich enorm positiv entwickelt und es im reifen Alter von 26 Jahren noch in die Nationalmannschaft geschafft hat. Die WM-Teilnahme ist nun nicht nur „fraglich“, sondern leider so gut wie ausgeschlossen!

    Gute Besserung, ‚Nici‘!

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  • Altwolf sagt:

    Wenn man solche Meldungen als Fußball-Fan erhält, dann kommen natürlich immer wieder auch die Fragen auf, warum es so viele Frauen betrifft, da Männer deutlich weniger häufig betroffen sind.

    Aufgrund der anatomischen Vorraussetzungen mit weniger Stabilität im Kniegelenk, schmaleren Kreuzbänden, mehr X-Beinstellungen, wie auch die hormonellen Einflüsse (ein Grund, warum auch Frauen im Leistungssport die Pille einnehmen, allerdings mit dem Risiko beim Ab-/Aussetzen eine erhöhte Thrombosegefahr einzugehen – siehe Maro)spielen dabei eine wesentliche Rolle.

    Insbesondere Belastungen beim Stoppen, bei Drehbewegungen und nach Sprüngen mit Aufkommen bei durchgestrecktem Knie treten diese Verletzungen auf und nach Untersuchungen von Sportmedizinern zu 2/3 ohne Fremdeinwirkungen.

    Da stellt sich wieder einmal die Frage, ob noch weitere Parameter gerade diese Verletzungen so häufig auftreten lassen.
    Sicherlich die Sohlengestaltung der Fußballschuhe, die z. B. durch die Noppen-/Stollenanordnung u. Form e. seitliches Drehen oder Wegrutschen vermeiden sollen, dann natürlich auch die Vorbereitung auf den Einsatz o. das Training mit nicht adäqutem Aufwärmen. Mit entsprechend ausgearbeiteten Programmen konnten die Häufigkeiten e. Kreuzbandrisses nachweislich verringert werden.

    Auch wenn das etwas spekulativ ist, denke ich, das ein wesentlicher Fakt dabei auch die Platzverhältnisse sind, denn da gibt es doch leider immer noch sehr große Unterschiede in der Beschaffenheit/Unebenheit nicht nur bei den offiziellen Spielplätzen, sondern auch auf den Trainingsplätzen.

    Ein Beispiel hierfür ist der Platz in Duisburg, wo es schon viele MSV-Spielerinnen selbst getroffen hat u. ich kann mich auch noch gut als Zuschauer vor Ort an die Verletzung von S.Wagner erinnern, die dort auch ohne Fremdeinwirkung, ihren 2. Kreuzbandriß (am anderen Knie) erlitten hatte. Ich hatte auch den Eindruck , das A.Schult sich auch aufgrund der Platzunebenheiten die aktuelle Fußverletzung zugezogen hatte.
    Natürlich müßte man auch die Häufigkeit dieser Verletzungsart auf anderen Plätzen untersuchen. Es soll jetzt auch nicht als Vorwurf, sondern als Auffälligkeit verstanden werden, denn es gibt genügend Erklärungen und Gründe dafür, warum nicht alle Clubs möglichst optimale Plätze zur Verfügung haben.

    Auch ein Grund ist sicherlich die Terminplanung des DFB mit dem Wissen, das gerade in der Phase der winterlichen Bedingungen Spielausfälle zustandekommen und dann auch wieder sogg. „englische Wochen“ angesetzt werden müssen, die für die Spielerinnen noch zusätzliche Belastungen bedeuten.
    Warum der DFB die Saison der AFBL terminlich so einengt, mit spätem Beginn im Herbst u. frühem Ende im nächsten Jahr, kann doch nicht immer nur mit irgendwelchen U-17-20 N-11 Turnieren begründet werden und genauso die Terminplanung für noch international spielende Teams der AFL dann, je nach deren Erfolge, zu mehreren „englischen Wochen“ hintereinander führen, zumal ja auch noch Pokalspiele anstehen. Hier behindert der DFB doch die eigenen Mitglieder.
    Ich habe von solcher „Planung“ z.B. in Frankreich noch nichts mitbekommen, eher doch Unterstützung z.B. für OL, wo dann auch mal ein kompletter Spieltag abgesetzt wurde, um OL nicht in solche Zwangslage zu bringen.

    Aber vielleicht kann mich da jemand mit mehr Kenntnissen darüber aufklären, um dem DFB nicht zu Unrecht fehlende Professionalität im FF vorzuwerfen.

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  • Huehnerauge sagt:

    @Altwolf,

    soweit ich weiß, hat sich Selina Wagner in Leverkusen den 2. Kreuzbandriss zugezogen.

    Meiner Meinung nach handelt es sich bloß um eine Vermutung, dass hohe Belastungen und englische Wochen zu Kreuzbandrissen führen. Wir hatten gerade zu Anfang der Saison eine hohe Anzahl von Kreuzbandrissen in der AFBL. Und da gab es keine englischen Wochen.

    Damit ich nicht falsche verstanden werde. Ich finde die diesjährige Terminplanung wirklich schlecht und die Anzahl der englischen Wochen ärgerlich.

    Und die Terminplanung wird auch sicherlich zu Verletzungen führen.

    Aber gerade bei Kreuzbandverletzungen ist mir keine Korrelation Belastung – Anzahl der Verletzung aufgefallen.

    Was mich wundert ist die hohe Anzahl dieser Verletzungen gerade in Deutschland. Ich verfolge auch andere Ligen. Dort gibt es auch bei Frauen eine höherer Anzahl als bei Männern, was in der Tat mit der Anatomie erklärt werden kann.

    Aber die Anzahl in Deutschland ist wesentlich höher als zum Beispiel in den USA. Woran liegt das? Ich vermute nicht am Schuhwerk. Anderes Training (mehr auf Frauen ausgerichtet), besser ausgebildete Muskulatur?

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  • Altwolf sagt:

    @Huehnerauge

    Ich habe die Situation noch vor Augen, aber es ist wohl richtigerweise noch im Haberland-Stadion passiert und nicht in Duisburg.
    Danke für die Richtigstellung.

    Die von mir erwähnten Vorbereitungsprogramme sind in den USA u. Norwegen ausgearbetet u. beobachtet worden.

    Das nun die Kreuzbandrisse hauptsächlich in „englischen Wochen“ auftreten ist sicherlich nicht zu beobachten, wenn jedoch die größere Häufigkeit in Deutschland verwundert, muß man auch an die evtl. größere Gesamtbelastung denken, denn mir ist nicht bekannt, ob in anderen Ligen ( evtl. in England ?) überhaupt solche Spielverdichtungen vorkommen.

    Kunstrasenplätze sind sicherlich nicht der ideale Untergrund für Fußballspiele, sind jedoch vom Prinzip her nicht so uneben wie die meisten Rasenplätze u. wohl hauptsächlich in Nordamerika u. Skandinavien vorhanden, bedingen jedoch andere Verletzungsarten.

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  • Rudi sagt:

    @Altwolf,
    bereits im Juni habe ich per Mail beim DFB folgende Anfrage gemacht. „Warum beginnt die Frauenbundesliga wieder erst so spät Mitte September. Da sind doch die Spielausfälle in den Wintermonaten Dezember und Februar schon vorprogrammiert und Alles staut sich dann wieder so wie heuer im März bis Mai. Vor Allem unsere beiden Vereine welche an der CL teilnehmen sind dadurch wieder durch sogenannte „englischen Wochen“ massiv benachteiligt“.
    Hier die Antwort von Seiten des DFB:“vielen Dank für Ihre Anfrage, die wir nachfolgend gerne beantworten. Der Rahmenterminkalender wurde in enger Abstimmung mit der Kommission Frauen-Bundesligen und den Vereinen der Allianz Frauen-Bundesliga und 2. Frauen-Bundesliga erstellt. Insbesondere Vertreter unserer beiden Vereine in der UWCL haben sich sehr dafür eingesetzt, lieber später zu starten und dafür „englische Wochen“ zu spielen.Hauptgrund für den späten Saisonstart sind die internationalen Vorgaben. Im August wird die FIFA U20-Frauen-WM in Frankreich ausgetragen (bis 25.08.2018). Ein Start während dieses Turniers wurde nachvollziehbar abgelehnt. Das hätte entweder dazu geführt, dass Vereine auf Talente hätten verzichten müssen bzw. Spiele hätten verlegt werden müssen (bei Abstellung von 2 oder mehr Spielerinnen). Unmittelbar nach der U20-WM ist eine UEFA-Abstellungsperiode angesetzt (WM-Qualifikationsspiele). Am Wochenende danach wird DFB-Pokal (2. Runde) gespielt. Ein Saisonstart unmittelbar nach einer Abstellungsperiode wird von den Vereinen nicht gewünscht (Trainer sehen ihre Spielerinnen zuvor 10 Tage nicht = schlechte Vorbereitung auf Spiel). So kommt es dazu, dass die Saison erst am 15./16.09.2018 starten kann.
    Es gibt einfach zu viele Termine (Abstellungsperioden und Endrunden der UEFA/FIFA, 22 Spieltage AFBL, 5 Runden DFB-Pokal plus Finale, 4 Runden = 8 Spiele UWCL plus Finale) und zu wenig Wochenenden in der attraktiven Spielzeit“.

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  • Altwolf sagt:

    @Rudi

    Danke für die Informationen, die so schon irgendwie diese Spiele verdichtung erklären.
    Wenn man mal von den Spielausfällen wegen der Unbespielbarkeit der Plätze in der Winterzeit absieht, sind denn in Frankreich, die ja in der Regel auch ein ähnliches Programm und auch Abstellungen haben, englische Wochen für OL oder PSG gerade auch in der Rückrunde und in der daran anknüpfenden Phase der Titelentscheidungen ein belastendes Thema?

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  • Aldur sagt:

    Wenn man sich den deutschen Kader der diesjährigen U20-WM anschaut, hätte ein Saisonstart parallel zum Turnier insbesondere für Frankfurt (Freigang, Hechler, Kleinherne, Pawollek) und Freiburg (Bühl, Gwinn, Minge) eine extreme Benachteiligung bedeutet. Wenn wir anfangen, Mannschaften dafür zu bestrafen, dass sie Talenten frühzeitig in ihren Bundesligakadern Spielpraxis gewähren, können wir uns von der Nachwuchsförderung verabschieden.

    Am Wochenende nach der U20-WM folgte die Nationalmannschafts-Abstellungsphase. Von daher hätte die Saison maximal ein Wochenende eher starten können, als sie gestartet ist.

    Für die Terminierung von U-20 WM und Abstellungsphase kann man aber kaum dem DFB die Schuld geben. Das liegt wohl eher in FIFA- bzw. UEFA-Verantwortung.

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  • Rudi sagt:

    @Aldur,

    ich mache dem DFB ja keinen Vorwurf. Ich wollte nur eine Erklärung für den späten Spielbeginn der Bundesliga habe. Welche ich dann ja auch erhalten habe. Was mich nur umtreibt ist, die Frauen haben eine 12er-Liga die DFB-Pokalrunden und auch die CL-Runden sind auch überschaubar im Gegensatz zu den Männern.Warum gibt es dann hier solche Terminprobleme?

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  • Rudi sagt:

    @Altwolf,

    wie das in Frankreich mit den Terminen bei PSG und Lyon gehandhabt wird kann ich dir leider nicht beantworten.

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