2. Liga: Hoffenheim neuer Spitzenreiter

Von am 4. November 2018 – 18.22 Uhr 1 Kommentar

Der 8. Spieltag der 2. Frauenfußball-Bundesliga brachte einen neuerlichen Wechsel an der Spitze. Neuer Tabellenführer ist die TSG 1899 Hoffenheim II, da der VfL Wolfsburg II verlor und das Spiel zwischen Saarbrücken und Bayern remis endete.

Logo der 2. Frauenfußball-Bundesliga

Logo der 2. Frauenfußball-Bundesliga © DFB

Die TSG 1899 Hoffenheim II gewann beim 1. FC Köln mit 1:0 (0:0). Annika Eberhardts Tor in der 58. Minute sorgte dafür, dass die Elf aus dem Kraichgau die Tabellenspitze übernahm.

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Wolfsburg patzt, Voňková rettet Bayern-Remis

Denn der bisherige Tabellenführer VfL Wolfsburg II unterlag beim BV Cloppenburg mit 0:1 (0:0). Natsuki Kishikawa erzielte den einzigen Treffer der Partie (66.).

Das Verfolgerduell zwischen dem 1. FC Saarbrücken und dem FC Bayern München II endete 3:3 (1:0). Ein Eigentor von Jana Kappes (15.) sorgte für die Führung der Gastgeberinnen, die durch Chiara Loos sogar auf 2:0 davonzogen (54.). Lucie Voňková gelang der Anschlusstreffer (68.), ehe Anja Pfluger per Elfmeter den Ausgleich markierte (76.). Jacqueline De Backers später Treffer ließ Saarbrücken vom Sieg träumen (89.), doch Voňková sorgte mit ihrem zweiten Treffer für den Ausgleich (90.).

Jenas Tina Kremlitschka (li. ) kann Essens Hannah Lenzen nicht am Schuss hindern © Holger Peterlein

Heimsiege für Jena und Gütersloh

Der FF USV Jena gewann gegen die SGS Essen II mit 3:1 (2:1). Den frühen Rückstand durch Annalena Rieke (3.) drehten Susann Utes (33.) und Anna Weiß (45.+1). Lara Schmidt sorgte für den Endstand (69.). Ebenfalls nach Rückstand gewann der FSV Gütersloh 2009 mit 2:1 (0:1) gegen den 1. FFC Turbine Potsdam II. Die Gäste gingen fast mit dem Pausenpfiff durch Corinna Statz in Führung (45.). Doch in der zweiten Halbzeit drehten Melanie Ott (59.) und Shpresa Aradini die Partie (71.).

Ebert trifft doppelt bei Frankfurt-Remis

Der SV Meppen und der 1. FFC Frankfurt trennten sich 2:2 (0:1). Die Gästeführung durch Lisa Ebert (23.) glich Elisa Senß aus (49.). Nach der Meppener Führung durch Shiho Shimoyamada (57.) rettete Ebert mit ihrem zweiten Treffer den Frankfurterinnen zumindest einen Punkt (75.).

Last-Minute-Sieg für Weinberg

Der FSV Hessen Wetzlar unterlag auf eigenem Platz mit 1:2 (1:1) gegen den SV 67 Weinberg. Julia Schermuly sorgte für die Führung (21.), doch den Gäste gelang postwendend durch Annika Kömm der Ausgleich (25.). In der zweiten Minute der Nachspielzeit sorgte dann Sara Hofmann noch für einen Erfolg der Weinbergerinnen (90.+2).

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

1 Kommentar »

  • Zaunreiter sagt:

    FSV Hessen Wetzlar – SV 67 Weinberg 1:2 (1:1)

    Auch wenn es euch vielleicht auf den Geist geht, ich fange einfach mit meiner Litanei über das Laufenlassen des Spiels durch die Schiedsrichterin und der durch sie seltenen Kartenvergabe an. Das Objekt meiner Kritik ist diesmal die Sportkameradin „Annika Paszehr“ aus Schwerte und Schiedsrichterinnendarstellerin.
    Von Beginn an standen beide Abwehrreihen hoch und daher fand die meiste Zeit das Spiel im Mittelfeld statt. Der Ball ging nach hüben und drüben, kontrollierte Ballstaffetten gab es selten. Dadurch das auch die Weinberger Abwehrreihe hoch stand und sich im Mittelfeld viele Spielerinnen tummelten gestaltete sich auch das Aufbauspiel durch Maike Simbeck, Jacky Klippert oder Hannah Wünsche schwierig. Wenn dann mal ein Ball durch die jeweiligen Schnittstellen gesteckt werden konnte, entwickelte sich dann hier ein vielversprechender Angriff und dort ein gefährlicher Konter. So entstanden auch das 1:0 für uns in der 21. Minute durch Julia Schermuly, die den langen Ball ihrer Schwester Kathrin an der gegnerischen Torhüterin vorbei ins Netz spitzeln konnte. Und wie so oft in dieser Saison oder in der letzten war Wetzlar nach Wiederbeginn leicht unkonzentriert, deshalb konnte nach einem Angriff nur 4 Minuten später die Weinbergerin Annika Kömm ungehindert ausgleichen.
    Das Spiel wogt hin und her, es ist kämpferisch – und da beginnt halt mein Schiedsrichterlamento. Ein taktisches Foul von Weinberg bleibt kartenlos und nur ein paar Minuten später gegen Ende der 1. Halbzeit bekommt Jacky Klippert eben gelb für ein taktisches Foul. So geht es gerechtermaßen unentschieden in die Kabinen.
    Nach Wiederbeginn stockte den heimischen Zuschauern der Atem, denn – dejavu – es gab eine Chance für Weinberg, die daneben ging, wo ich dachte, dass sie mit ihren Köpfen noch beim Pausentee seien. Doch die Frauen von der Lahn besannen sich ganz schnell und es gab eine Möglichkeit für Lea Hartmann, die aus der 2. Reihe abzog, doch der Ball ging über die Latte.
    Wir wurden nun stärker, es gab noch ein paar Schüsse aus der 2. Reihe, die nichts einbrachten, weil Weinberg eine Festung um das Tor baute.
    Nebenbei: Je länger das Spiel dauerte, desto weniger konnte das Hochstellen der Weinberger Abwehr umgesetzt werden. Das konnte ich gut beobachten, weil ich stets auf der linken Tribünenseite sitze und die Einheimischen da dann auf „mein“ Tor spielten. Das Spiel wurde kämpferischer, es gab auch mehr Fouls als vor der Pause, aber die Schiri lief es halt laufen, bzw. wenn sie Foul pfiff, gab es keine Karte. Oder die Frau an der Außenlinie sah eine Wetzlarerin im Abseits, wo keins war.
    Mit den Einwechslungen von Besarta Hisenay und später mit Anna Efimenko wurde das Spiel der Domstädterinnen variabler, weil auch mal schnell von der Außenlinie in die Box geflankt werden konnte. Wetzlar erarbeitete sich mehr vom Spiel, Weinberg blieb aber bei Kontern gefährlich.
    In der 85. Minute gab es Gewusel am Strafraum, eine Wetzlarerin wollte durchbrechen und wurde gelegt. Da gab es noch unnötige Diskussionen einer Weinbergerin, der ich – wäre ich Schiri gewesen – gelb gezeigt hätte. Es gab einen Elfmeter, aber keine gelbe Karte für die Frau im gelben Trikot! Kathrin Schermuly legt sich den Ball zu recht, nimmt Anlauf, schießt – doch die Keeperin Anja Treiber kann den Ball an die Latte fausten und der fällt ins Feld zurück, wo sie ihn in ihre Hände bekommt. Kein Tor! Es war zum Haareraufen…
    Gegen Ende wird es turbulent, in der 90. Minute wird Julia Schermuly am Rand der Box gefoult, doch Frau Paszehr winkt ab und lässt das Spiel weiter laufen. In der Nachspielzeit ist Weinberg an unserem Strafraum präsent, es kommt zu mehreren Kopfbällen zwischen Verteidigung und Angriff und am Ende im Gewusel ist es dann Sara Hofmann, die für Weinberg das Tor zum 1:2 durch die Hosenträger des Geburtstagskindes Janina Beffart ins Tor einschieben kann. Danach wurde gleich abgepfiffen und mir fiel die Kinnlade herunter.
    Da hat man letzte Woche in Aschheim gewonnen und verliert dann heute gegen Weinberg. Unglaublich.
    Ach…und wenn ein Schiedsrichterbeobachter anwesend war und hier vielleicht mitliest, dann soll er oder sie doch bitte mal Annika Paszehr kritisch beurteilen.

    (-6)

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