Bayern München gewinnt Verfolgerduell

Von am 28. Oktober 2018 – 16.17 Uhr 6 Kommentare

Der FC Bayern München hat am 7. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga mit einem Auswärtssieg bei der SGS Essen Tabellenplatz 2 gefestigt. Potsdam schlägt Freiburg und Hoffenheim setzt sich in der oberen Tabellenhälfte fest.

Fridolina Rolfö traf für die Bayern zur Entscheidung © imago / foto2press

Die Münchenerinnen gewannen vor rund 1.800 Zuschauern im Stadion Essen mit 2:0 (0:0). Sara Däbritz per Kopf (64.)und die eingewechselte Fridolina Rolfö bei einem Konter (86.) sorgten dafür, dass der FC Bayern Tabellenplatz 2 untermauerte.

Anzeige

Potsdam schlägt Freiburg

Der 1. FFC Turbine Potsdam gewann gegen den SC Freiburg mit 2:0 (1:0) und ist somit neuer Tabellendritter. Svenja Huth (12.) und Johanna Elsig (61.) trafen für die Gastgeberinnen.

Heimsieg für Frankfurt

Der 1. FFC Frankfurt gewann vor 1.032 Zuschauern im Stadion am Brentanobad mit 2:1 (1:0) gegen den SV Werder Bremen. Laura Feiersinger brachte die Gastgeberinnen in Führung (35.). Katharina Schiechtl gelang anfangs der zweiten Halbzeit der Ausgleich (53.). Für den Siegtreffer der Frankfurterinnen sorgte dann Laura Freigang (77.).

Hoffenheim souverän

Die TSG 1899 Hoffenheim verbesserte sich mit einem 4:1 (2:1)-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach auf Platz 5. Vor 350 Zuschauern im Dietmar-Hopp-Stadion sorgte Lena Lattwein früh für den Führungstreffer (10.). Kelly Simons gelang für die Gäste zwar der Ausgleich (41.), doch sie verletzte sich dabei und musste vom Platz.

Jetzt lesen
Champions League: Siege für Bayern und Wolfsburg

Noch vor der Pause brachte Nicole Billa Hoffenheim wieder in Führung (45.+1). In der zweiten Halbzeit sorgte dann ein Doppelschlag für die Entscheidung: Erst traf erneut Lattwein (66.), dann verwandelte kurz darauf Leonie Pankratz einen an Judith Steinert verursachten Foulelfmeter (67.).

Sand siegt dank Vojteková

Der SC Sand gewann mit 1:0 (1:0) gegen den MSV Duisburg. 328 Zuschauern im ORSAY-Stadion sahen, wie Jana Vojteková bereits früh den einzigen Treffer der Partie markierte (13.).

Wolfsburg weiter unantastbar

Bereits am Samstag gewann der VfL Wolfsburg vor 1.428 Zuschauern im AOK-Stadion mit 7:0 (3:0) gegen Bayer 04 Leverkusen und festigte damit die Tabellenspitze.

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

6 Kommentare »

  • balea sagt:

    Das war ein fast allen Belangen überzeugender Sieg von Potsdam. Sie müssen sich allerdings vorwerfen lassen, mind 6 100%ige Chancen versemmelt zu haben. Ein 4:0 wäre das leistungsgerechte Ergebnis gewesen.
    Von Freiburg war ich sehr enttäuscht. Sie hatten nur in wenigen Szenen mal etwas Spielanteile, die sie aber auch nicht für gefährliche Szenen genutzt haben. Ansonsten völlig ohne Biss.
    Ich hoffe, Potsdam nimmt den Schwung mit und tut etwas für das Torverhältnis.

    (15)
  • Bernd sagt:

    @ balea
    Von der Tendenz her eine richtige Zusammenfassung, nur leider etwas übertrieben. Wenn du bei Potsdam noch sechs 100%ige (was ist das überhaupt) gesehen hast und keine gefährliche Szene für Freiburg entspricht das nicht der Realität. Warst du z.B. beim Kopfball von Giulia Gwinn gerade Glühwein holen? Potsdam hat absolut verdient gewonnen. Wenn Svenja Huth in der Schlussphase nicht so grosse Schwierigkeiten gehabt hätte, den Ball unter Kontrolle zu bringen (ich stand direkt hinter dem Tor), hätten durchaus noch mehr gute Chancen entstehen können. Jede Torchance von Potsdam aber gleich als 100 %ige zu sehen ist mir allerdings etwas zu einseitig. Mich hat viel mehr das intensive Pressing durch alle Potsdamer Spielerinnen, besonders in Hälfte eins, beeindruckt, wodurch man Freiburg nur selten ins Spiel kommen ließ.

    (10)
  • Pauline Leon sagt:

    hab auch noch zwei eindrücke:

    das dfb-video vom diesjährigen pokal-viertelfinale sgs-sc freiburg zeigt, das linda dallmann nicht nur gefühlt an allen, sondern auch, nochmal gesehen, praktisch an allen fünf essener toren beteiligt war. ihr fehlen ist (noch) nicht zu kompensieren.
    den essener offensivaktionen fehlte am sonntag der esprit und die übersicht einer l.d.

    zweitens, die eckbälle der wölfinnen waren am samstag klar der gold standard für produktive eckbälle. essen und münchen waren auch ganz gut im ausführen derselben.
    kurz gespielte ecken sollten von jedem/r trainer/in strengstens sanktioniert werden.
    gerade auch leverkusen sollte aus ihnen gelernt haben. wäre schön.

    (2)
  • balea sagt:

    @Bernd
    genau, was ist eine 100%ige Chance? Vielleicht waren es also nur 5 hochprozentige. Ich stand nicht auf der Tribüne um Strichliste darüber zu führen. Aber ich war nicht der Einzige, der sich mächtig die Haare gerauft hat, angesichts des Bemühens den Ball ins Tor zu tragen anstatt ihn einfach mal reinzuschiessen. Im Video habe ich auch nochmal gesehen, dass ein paar Minuten vor Schluss Gwinn eine sehr gute Möglichkeit hatte. Da war aber bereits jedem mehr oder weniger klar, dass der Drops bereits gelutscht war. Hut aber vor Trainer Scheuer, der auf der PK die Situation sehr klar eingeschätzt hat.

    (3)
  • Bernd sagt:

    @balea
    Schön, dass du wenigstens im Video eine gefährliche Szene für den SC Freiburg wahrgenommen hast!
    Nein, ich stand auch nicht auf der Tribüne um eine Strichliste zu führen! Was soll diese blöde Polemik?
    Was ein Anschlusstreffer in den Schlussminuten für Kräfte freimachen kann, haben schon sehr viele Teams erfahren (müssen)!
    Zu glauben, dass der Drops bei einem 2:0 bereits gelutscht ist, ist einer der klassischen Fehler im Fussball.
    Auch bessere Frauenteams als Potsdam mussten diese Erfahrung schon machen, so zum Beispiel der VFL Wolfsburg der auch zuhause nach 90 Minuten 2:0 gegen den SC Freiburg führte:
    https://www.weltfussball.de/spielbericht/frauen-bundesliga-2015-2016-vfl-wolfsburg-sc-freiburg/
    Nochmal, Turbine Potsdam hat gegen den SC Freiburg absolut verdient gewonnen. Die hervorragene Defensivarbeit hatte daran einen grossen Anteil. Deshalb muss man aber nicht jede eigene Torchance als eine 100%ige darstellen und Chancen des Gegners unterschlagen.

    (5)
  • Pauline Leon sagt:

    hier ein schöner artikel, copyrights sicher bei der bundeszentrale für politische bildung. trotzdem ein kommentar, der glatt über wolfsburg sein könnte. oder das spiel der bayer11 gegen den msv.:

    „Das, was wir am Samstagnachmittag zu sehen bekamen, war ohne Übertreibung das beste, was bisher in dieser Sportart geboten wurde. Die deutschen Damen haben seit dem letzten Spiel gegen Holland in jeder Hinsicht eine ganze Menge dazu gelernt. Einfach hinreißend, mit welcher Eleganz sie ihr Spiel aufzogen, das alles bot, was man von einem guten Fußballspiel nur erwarten kann. Was es da an sauberen Vorlagen, gekonnt vorgetragene Kombinationen wie vom Fließband, rasanten Flügelläufen und wie gestochen hereinfliegenden Flankenbällen sowie an kraftvollen Torschüssen und prächtigen Abwehrparaden der Torhüterinnen zu sehen gab, musste jedes Fußballherz höher schlagen lassen.“
    Geislinger Zeitung, 21.8.1961

    eckbälle: auch bayer sollte nicht vergessen, der aufstiegstreffer von frede kempe im spiel gegen freiburg 2, letzte saison, war aus dem bilderbuch. super-ecke richtung 11er von louise ringsing und frede mit schmackes und höhe.

    (2)

Kommentar schreiben