Nilla Fischer verlässt den VfL Wolfsburg

Von am 2. Oktober 2018 – 10.14 Uhr 43 Kommentare

Frauenfußball-Bundesligist VfL Wolfsburg wird ab der kommenden Saison ohne seine Kapitänin Nilla Fischer auskommen müssen. Die Schwedin kehrt im kommenden Jahr in ihre Heimat zurück.

Nilla Fischer in Aktion für den VfL Wolfsburg

Nilla Fischer kehrt 2019 vorzeitig in ihre Heimat zurück © imago / Hübner

Nilla Fischer erhält im Sommer 2019 einen Zweieinhalbjahresvertrag bei Linköpings FC. Von dort war die 34-Jährige nach Wolfsburg gewechselt, wo ihr Vertrag ursprünglich noch bis zum 30. Juni 2020 datiert war. Doch die Innenverteidigerin macht Gebrauch von einer Ausstiegsklausel.

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Keine leichte Entscheidung

Nilla Fischer erklärt: „Der Entschluss ist mir nicht leichtgefallen. Ich habe sonst immer meine Entscheidungen als Fußballerin getroffen, dieses Mal habe ich mich aber als Mutter zu diesem Schritt entschlossen, weil es für uns wichtig ist, dass unser Sohn im familiären Umfeld aufwächst. Es war also keine Entscheidung gegen den VfL Wolfsburg sondern für die Familie.“

„Unvergessliche Zeit“

Über ihre Zeit in Deutschland meint sie: „Es war für mich eine unvergessliche Zeit in Wolfsburg und ich bin sehr dankbar für die Möglichkeit, hier in diesem menschlich tollen und professionellen Umfeld spielen zu dürfen. Man kann jeder Fußballerin nur wünschen, dass sie die Chance erhält, bei einem Klub wie dem VfL spielen zu können. Ich werde das letzte Jahr im VfL-Trikot noch einmal in vollen Zügen genießen und alles dafür geben, dass wir als Team weiterhin auf der Erfolgsspur bleiben und zusammen noch so viele Titel wie möglich holen.“

„Respektieren und verstehen die Entscheidung“

Wolfsburgs Sportlicher Leiter Ralf Kellermann meint: „Nilla Fischer hat sich enorme Verdienste um den VfL Wolfsburg erworben und wird bei uns im AOK Stadion immer willkommen sein. Natürlich hätten wir sie gerne noch mindestens ein weiteres Jahr im grün-weißen Trikot gesehen, aber wir respektieren und verstehen natürlich auch ihre Entscheidung zugunsten ihrer Familie und wünschen ihr alles erdenklich Gute. Beiden Seiten war wichtig, dass frühzeitig Klarheit herrscht und wir so Planungssicherheit haben. Aber jetzt freuen wir uns erst einmal auf die restliche Saison mit Nilla, die wir gemeinsam zu einem erfolgreichen Ende bringen wollen.“

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

43 Kommentare »

  • Altwolf sagt:

    @Zaunreiter

    Mit ist es unverständlich, warum auch Du das von mir geäußerte Wort „übel“ mit der Formulierung „lesbisch zu sein“ verbindest.

    Ich habe doch eindeutig darauf hingewiesen, das es die „übele Seite“ von @Sheldon/Fan2 ist, die, egal was er da formuliert, von Einzelnen auf alle Spielerinnen verallgemeinert.
    Es geht dabei nicht darum, ob da lesbisch, homophil oder sonst für e. Eigenschaft von Menschen von ihm formuliert wird, sondern allein darum, das er Pauschalbeurteilungen abgibt.

    Euch muß ich den Vorwurf machen, allein die Worte „übel“ u.“lesbisch“ offenbar ohne den Sinn meiner Aussage genauer zu überdenken, mit einer negativen Bewertung assoziiert zu haben.

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  • SCF Klausi sagt:

    Mir ist es egal in welcher Beziehungsform ein/e Spieler/in lebt.Das ist deren Privatsache und geht uns Fans im Grunde nichts an.Wichtig ist doch nur,wie der/die Spieler/in auf und neben dem Platz auftritt und diesbezüglich hat sich Frau Fischer nichts zu Schulden kommen lassen und immer gute Leistungen gezeigt.

    Ich wünsche Frau Fischer und ihrer Familie viel Glück und Erfolg,aber vor allem Gesundheit auch für die Zeit nach ihrem Gastspiel in Wolfsburg.

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  • Detlef sagt:

    @SCF Klausi,
    Kann Deinem Post nur absolut zustimmen!!!
    Wen die Mädels abens mit ins Bett nehmen geht keinen etwas an, außer die Betroffenen!!!
    Für uns Fans ist es nur wichtig, daß sie damit glücklich sind, und sich privat rundum wohlfühlen!!!
    Dann können sie auch auf dem Platz 100% und mehr geben, wenn der Kopf frei ist!!!

    Die Diskussion, die Sheldon hier befeuert hat ist doch ziemlich unsinnig!!!
    Es gibt Spielerinnen, die absolut offen mit ihrem Privatleben umgehen, und es gibt halt welche, die sich ziemlich bedeckt halten!!!
    Beides muß man respektieren!!!

    Niemand hat ein Recht darauf, alles über seine Lieblingskickerinnen wissen zu dürfen, und das hat auch überhaupt nix mit professioneller Einstellung zu tun!!!
    Privat ist privat, und muß dies auch bleiben!!!

    @Sheldon,
    Wenn Du mehr über die sexuellen Neigungen von Frauen wissen möchtest, dann wende Dich doch einfach an die Damen, die damit ihren Lebensunterhalt verdienen-, und sich schon deshalb in der Öffentlichkeit präsentieren müssen!!!

    Laß bitte die Fußballerinnen in Ruhe, deren Aufgabe ist dies nicht!!!

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