2. Liga: Saarbrücken patzt, Verfolger holen auf

Von am 23. September 2018 – 18.11 Uhr 6 Kommentare

Am 4. Spieltag der 2. Frauenfußball-Bundesliga ließ Tabellenführer 1. FC Saarbrücken erstmals Punkte liegen. Da ließen sich die Verfolger nicht zweimal bitten und feierten nahezu allesamt Siege.

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Nach drei Siegen aus den ersten drei Spielen kam der 1. FC Saarbrücken gegen den FSV Gütersloh 2009 nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus. Die Gäste gingen durch Shpresa Aradini (13.) in Führung und träumten bereits vom Auswärtssieg, doch Lea-Marie Grünnagel rettete den Gastgeberinnen spät zumindest einen Punkt und somit auch die Tabellenführung (85.).

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Weidauer schießt Turbine auf Platz 2

Auf Tabellenplatz 2 schob sich der 1. FFC Turbine Potsdam II durch einen 4:1 (2:0)-Sieg im Ostderby beim FF USV Jena. Ein Doppelschlag von Sophie Weidauer brachte die Gäste bereits in der Anfangsviertelstunde auf Kurs (10., 15.), Sandra Müller verkürzte für die Gastgeberinnen zu Beginn der zweiten Halbzeit (56.). Doch Nathalie Bretschneider (77.) und erneut Weidauer (90.+2) machten den Gästeerfolg perfekt.

Köln schlägt Bayern
Erstliga-Absteiger 1. FC Köln setzte sich gegen den FC Bayern München II mit 3:1 (3:1) durch. Karoline Kohr (2., 14.) brachte ihr Team schnell auf Kurs, ehe Gia Corley verkürzte (16.) und Peggy Nietgen in einer turbulenten Anfangsphase postwendend den Zwei-Tore-Vorsprung wiederherstellte (18.), der bis zum Abpfiff Bestand haben sollte.

Heimniederlage für Wolfsburg
Der VfL Wolfsburg II verlor auf eigenem Platz gegen die TSG 1899 Hoffenheim II mit 0:1 (0:1). Chantal Hagel erzielte den Siegtreffer für die Elf aus dem Kraichgau bereits in der ersten Halbzeit (25.).

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Winczo trifft doppelt bei Cloppenburg-Sieg

Der BV Cloppenburg bezwang den 1. FFC Frankfurt II mit 3:0 (1:0). Lisa Josten (36.) sowie zwei Tore von Agnieszka Winczo (56., 66.) sorgten für einen klaren Sieg der Gastgeberinnen.

Klatsche für Wetzlar

Der SV Meppen kam beim FSV Hessen Wetzlar zu einen hohen 5:0 (1:0)-Auswärtssieg. Die Tore erzielten Jalila Dalaf (34., 90.), Maike Berentzen (46., 77.) und Linda Preuß (55.).

Essen weiter ohne Punktgewinn

Die SGS Essen II wartet nach der 2:4 (1:4)-Niederlage gegen den SV 67 Weinberg weiter auf den ersten Punktgewinn. Den Gästen gelang durch einen Doppelschlag von Maren Haberäcker (3., 7.) ein Blitzstart. Ellen Riess baute die Führung weiter aus (24.), ehe Essen durch Annalena Rieke der Anschlusstreffer gelang (28.). Doch noch vor der Pause erhöhten die Gäste durch Nina Heisel erneut (34.). Isa Rosin konnte in der zweiten Halbzeit dann nur noch Ergebniskosmetik betreiben (62.).

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

6 Kommentare »

  • Pauline Leon sagt:

    die erste halbzeit in köln war eine sehr unterhaltsame angelegenheit, mit der abgebrühteren coolness auf kölner seite. da zeigte sich wie wertvoll erfahrung ist.
    in punkto härte, zweikampf und spielwitz haben sich beide teams eher die waage gehalten. das spricht dann mehr für die jugend (bayern II)
    vielleicht hat frau nietgen in einigen szenen die meisten zähne gezeigt. gelb wäre eigentlich schon in der ersten hälfte fällig gewesen.
    wäre, wäre, fahrradkette…

    anna gerhardts rückkehr an die spielplätze ihrer kindheit und jugend verlief eher unspektakulär, völlig ignoriert vom kaum vorhandenen publikum.
    ihr spiel (in der innenverteidigung???) war auch noch sehr zurückhaltend, verständlicherweise. sicher hat sie auch die schweren verletzungen ihrer kolleginnen im hinterkopf.

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  • Zaunreiter sagt:

    Was in Wetzlar passierte als „Fabienne“ den Spielerinnen das Leben schwer machte, kann ich nicht beantworten, denn ich musste Luftlinie geschätzt 400-500 m entfernt die Couch mit einer bakteriellen Bindehautentzündung hüten.
    Und hier ging nach 15 Uhr fast die Welt unter. Deshalb finde ich es auch erstaunlich, dass das Spiel nicht unter- bzw. abgebrochen wurde.
    Stattdessen habe ich mich dann auf Sport1 dem Spiel in Essen gewidmet.

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  • Aldur sagt:

    Mal interessehalber:
    Was ist eigentlich aus Julia Arnold geworden? Anders als z.B. Peggy Nietgen oder Isabell Linden scheint sie den Abstieg nicht mitgemacht zu haben. Zumindest taucht sie im inzwischen aktualisierten Kader auf der Kölner-HP nicht mehr auf. An ein so frühes Karriereende mag ich bei ihrem Alter und ihren Fähigkeiten aber auch nicht glauben. Weiß da zufällig jemand Näheres?

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  • Marolin sagt:

    War es die Sturmwarnung, der ungewohnt frühe Spielbeginn oder der Ausfall von Mannschaftskapitänin und Spielgestalterin Lena Ripperger? Auf jeden Fall zeigen die Saarbrücker Frauen in der ersten Halbzeit eine ganz schwache Leistung gegen den FSV Gütersloh. Viele Abspielfehler und Unkonzentriertheiten, nach vorne kaum Gefahr, höchstens noch durch ein paar schöne Dribblings von Chiara Loos.

    Die Gäste dagegen standen hinten sehr sicher und waren durch überlegten Spielaufbau immer wieder gefährlich. So nutzte die auch sonst sehr agile Shpresa Aradini einen Patzer der Saarbrücker Hintermannschaft zur verdienten Führung. Glück für Saarbrücken, dass noch in der ersten Halbzeit ein Kopfball einer Gästespielerin nach einer Ecke am Pfosten landete.

    In der zweiten Halbzeit konnten sich die FCS-Frauen erheblich steigern, was auch an der Einwechslung der beiden Youngsters Hannah Griffin und Lea-Marie Grünnagel gelegen hat.
    Saarbrücken erspielte sich nun einige klare Chancen, wobei auch Gütersloh stets gefährlich blieb. Torjägerin Jaqui de Backer konnte diesmal 2 Riesenmöglichkeiten nicht nutzen, einmal konnte die sehr starke Torhüterin Sarah Rolle per Fußabwehr klären, einmal stand eine Abwehrspielerin auf der Linie. Nachdem selbst eine Serie von 5 Eckbällen nichts einbrachte, schien die Heimniederlage des Spitzenreiters besiegelt. Der Ausgleich gelang dann doch noch 5 Minuten vor Schluss durch Lea Grünnagel mit ihrem ersten Zweitligator nach schöner Vorarbeit von de Backer.
    Saarbrücken warf nun alles nach vorne, um noch das Siegtor zu erzielen. Dies wäre jedoch beinahe noch den Gästen gelungen, als in der Nachspielzeit eine Riesenchance von Gütersloh mit letztem Einsatz der Saarbrücker Abwehr geklärt werden konnte.

    Fazit:
    Nach dem Spiel war keine der Mannschaften zu 100 Prozent zufrieden. Saarbrücken hat nach einer deutlichen Steigerung nach der Pause wenigstens noch einen Punkt geholt und die Tabellenführung verteidigt.
    Gütersloh hat mit der nach eigener Aussage besten Saisonleistung völlig verdient ebenfalls einen Punkt geholt, auch wenn man gerne die Führung nach Hause gebracht hätte. Auf dieser Leistung lässt sich jedenfalls aufbauen.

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  • Pauline Leon sagt:

    @Aldur:
    die julia arnold (ich nehme an, das es julia war :-)) war zusammen mit paula radtke beim saisonaftakt in leverkusen. zumindest scheint sie im rheinland zu sein und immer noch an fussball interessiert. ohne schienen oder gehhilfen unterwegs, also scheinbar unverletzt.
    hätte sie fragen sollen…

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  • Pauline Leon sagt:

    ach ja, nur so:
    es gibt ja sowas wie den titel des brillenträgers des jahres. um bei liga zwei zu bleiben, julia pollak vom fc bayern 2 sollte es mit ihrem gesichts“schmuck“ locker in jede endauswahl schaffen.

    cooler kann man/frau mit brille nicht aussehen als julia pollak auf dem platz!!!

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