WM-Quali: DFB-Frauen mit Rall und Rolser

Von am 22. August 2018 – 13.46 Uhr 20 Kommentare

Interimstrainer Horst Hrubesch hat 22 Spielerinnen in den Kader der entscheidenden WM-Qualifikationsspiele der deutschen Frauenfußball-Nationalelf berufen.

Logo der FIFA Frauenfußball-WM 2019 in Frankreich

Logo der FIFA Frauenfußball-WM 2019 in Frankreich © FIFA

Bei den Spielen auf Island am 1. September (16.55 Uhr, ZDF live) und den Färöer-Inseln am 4. September (17 Uhr, ARD live) berufen sind neben den beiden Neulingen Nicole Rolser und Maximiliane Rall auch Felicitas Rauch und Carolin Simon wieder dabei. Kern des Aufgebots sind die Spielerinnen, die Mitte August ein dreitägiges Kurztrainingslager in Harsewinkel absolviert haben.

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Fünf Ausfälle

Aus Krankheits- beziehungsweise Verletzungsgründen fehlen Kapitänin Dzsenifer Marozsán (Olympique Lyon), Hasret Kayikci (SC Freiburg), Kathrin Hendrich, Simone Laudehr (beide FC Bayern München) und Lena Petermann (1. FFC Turbine Potsdam).

Hrubesch: „Sind auf einem guten Weg“

Hrubesch erklärt: “Die Spielerinnen wissen, was gegen Island auf sie zukommt und was sie besser als im Hinspiel machen müssen. Dass wir auf einem guten Weg sind, haben wir zuletzt im Juni beim Spiel in Kanada gesehen, als wir uns nach einem Rückstand klasse zurückgekämpft haben. Die Eindrücke bei unserem Kurztrainingslager vor einer Woche waren ebenfalls positiv. Unsere Mannschaft hat die Qualität, um die WM-Qualifikation erfolgreich zu bestreiten, und ich bin davon überzeugt, dass sie diese auch gegen Island abrufen wird.”

Sieg auf Island Pflicht

Die DFB-Frauen belegen derzeit in Gruppe 5 der WM-Qualifikation hinter Island (16 Punkte) mit 15 Punkten Platz zwei. Nur der Gruppenerste qualifiziert sich direkt für die WM 2019 in Frankreich. Unter den besten vier Zweiten der insgesamt sieben Gruppen wird im Rahmen von Playoffs im Oktober und November der letzte europäische Teilnehmer für die Endrunde ermittelt.

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DFB-Frauen machen WM-Teilnahme perfekt

DFB-Kader im Überblick

Tor: Almuth Schult, Lisa Schmitz, Carina Schlüter

Abwehr: Joelle Wedemeyer, Leonie Maier, Babett Peter, Lena Goeßling, Kristin Demann, Sara Doorsoun, Verena Schweers, Maximiliane Rall, Carolin Simon, Felicitas Rauch

Mittelfeld: Sara Däbritz, Linda Dallmann, Melanie Leupolz, Svenja Huth, Lina Magull

Sturm: Lea Schüller, Alexandra Popp, Turid Knaak, Nicole Rolser

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

20 Kommentare »

  • Fan2 sagt:

    Ein ziemlich heißer Ritt erwartet uns da an den letzten beiden Spieltagen. Für Spannung ist gesorgt.
    Spanien und Italien haben mittlerweile ihr Ticket sicher, dahinter haben noch 11 Teams realistische Chancen auf die verbleibenden 6 Plätze.
    Während in Gruppe 1-5 sich folgende Teams um Platz 1 und 2 duellieren:
    Wales/England, Schweiz/Schottland, Niederlande/Norwegen, Schweden/Dänemark und eben Island/Deutschland,

    hat Belgien in Gruppe 6 Platz 2 hinter Italien sicher und noch Playoff-Chancen, während Österreich so gut wie keine Chancen in Gruppe 7 mehr hat, unter die Top4 der Gruppenzweiten zu kommen.

    Für Deutschland heißt es: Bei nem Sieg ist man so gut wie durch, bei einem Unentschieden ist man bei dem aktuellen Torverhältnis sicher in den Playoffs und kann noch auf den Ausrutscher von Island am letzten Spieltag hoffen.

    Bei der Niederlage allerdings kann es allerdings, wenn es ganz dicke kommt, sogar nicht mal für die Playoffs reichen. Denn 18 Punkte könnten dann nicht reichen, wenn 4 der folgenden fünf Szenarien eintreffen (vorausgesetzt, die Top 2 gewinnen ihre jeweils anderes Spiel gegen das unterklassige Team):

    Wales gewinnt gegen England – Wales 20, England 19
    Schottland verliert nicht gegen die Schweiz – Schweiz 22, Schottland 19 oder Schweiz 21, Schottland 21
    Norwegen verliert nicht gegen Holland – Holland 20, Norwegen 19 oder Norwegen 21, Holland 19
    Schweden spielt unentschieden gegen Dänemark – Schweden 19, Dänemark 19
    Belgien gewinnt gegen Italien – Belgien 19

    Viel Spannung also drin und alles geboten am letzten Spieltag! Wobei es durchaus am wahrscheinlichsten ist, dass Belgien und Wales es nicht in die Playoffs schaffen werden und die Gruppen 2-5 die Teilnehmer stellen werden!

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  • bale sagt:

    fan 2 vielen dank für deine mühe mit diesen ganzen wm qualipunkten,ja es wird spannend und steht island auch hinter ihrem frauenteam wie läuft der Vorverkauf wieviele passen ins Stadion?
    es wird in vielen Gruppen einen heissen fussballtanz um die plätze für WM geben

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  • FFFan sagt:

    @ Fan2:

    Dein Kommentar ist zwar in der Tendenz richtig (Deutschland könnte bei einer erneuten Niederlage gegen Island theoretisch sogar die Playoff-Runde noch verpassen), aber die errechneten Punktzahlen stimmen nicht! Für den ‚Quervergleich‘ der Gruppenzweiten zählen die Ergebnisse gegen den jeweiligen Gruppenletzten (in unserer Gruppe also die Färöer-Inseln) nicht mit.

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  • Fan2 sagt:

    @FFFan: Bis auf Änderungen im Torverhältnis, die in der Tendenz eher sogar gegen Deutschland sprechen würden, wobei Deutschland immer noch, was das Torverhältnis betrifft, aktuell noch 1. bleiben würde, ändert das nichts, da keiner gegen den letztplatzierten Punkte liegen gelassen hat.

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  • FFFan sagt:

    Auch der isländische Trainer F.Alexandersson hat seinen Kader schon bekanntgegeben. Ohne D.Brynjarsdottir, mit S.B.Gunnarsdottir.

    https://www.dfb.de/news/detail/das-ist-islands-kader-gegen-deutschland-191444/

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  • holly sagt:

    Merle Frohms wurde für die verletzte Carina Schlütter nach nominiert

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  • Markus Juchem sagt:

    @holly: Siehe Kurznews.

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  • Bernd sagt:

    Regen, Kälte und Wind erwartet die DFB-Frauen in Reykjavik. Anreise ist erst am Freitag und das Spiel am Samstag. Hoffentlich können sich die Spielerinnen vor dem entscheidenden Gruppenspiel so schnell auf die derzeit ungewohnten Bedingungen umstellen. Damit musste man in Island rechnen. Halte die Planung daher für etwas gewagt.

    http://www.wetteronline.at/?gid=04030&lat=64.153&lon=-21.995&pcid=pc_city_weather&pid=p_city_weather&sid=MediumTerm

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  • holly sagt:

    wirklich warm ist es in Island nie. da sind knappe 20 Grad schon fast eine rekordhitze.

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  • Zaunreiter sagt:

    Hab ich es nicht gesagt, dass Island ohne Dagny spielt? Wollt mir ja keiner glauben…

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  • Volker sagt:

    Darf ich mal anders? als schon im Vorfeld Gründe für ein möglches Scheitern zu suchen.
    Starker Wind, eine unfähige Schiedsrichterin, brutale Gegenspielerinnen, Kunstrasen und ein 2 zu 1 Rückstand. Die Frauschaft hat schon bewiesen das sie es können. Das gegen die Kanadierinnen mit einer „B“ Auswahl. Das die Isländer nun besser sind als Kanada wird hier wohl keiner behaupten. Das es in Island kalt ist weiß man schon seit der Antike ganz sicher auch unsere Natio. Zudem lässt es sch bei 9Grad besser Fußball spielen als bei 30. Es gibt Fußballer/innen die sogar einen nassen Rasen bevorzugen weil der Ball schneller läuft.
    Ich gebe zu das ich auch gespannt und auch etwas nervös bin,will aber auch unseren Mädels etwas Vertrauen und Zuversicht mitgeben. Ist sicher nicht unwahrscheinlich das die Ein oder Andere aus der Natio die Kommentare hier lesen wird.

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  • Bernd sagt:

    @ Volker
    Was soll das mit „eine unfähige Schiedsrichterin, brutale Gegenspielerinnen, Kunstrasen und ein 2 zu 1 Rückstand“?
    Möchtest Du provozieren?
    Dass man in Island mit kalten und windigem Wetter rechnen muss, habe ich geschrieben. War schon in Island im „Sommer“ und jeder Körper braucht etwas Zeit um sich klimatisch umzustellen. Die Isländerinnen sind das zuhause gewohnt. Hoffe die DFB-Mädels kommen gut mit den Bedingungen klar. Es geht mir überhaupt nicht um Gründe für ein „Scheitern“ zu suchen, sondern um die Frage ob eine frühere Anreise nach Island nicht sinnvoll gewesen wäre, anstatt sich erst noch am Chiemsee zu treffen. Das Wetter wechselt in Island sehr schnell. Hoffe die Mädels haben Glück und zur Spielzeit sind die Bedingungen halbwegs passabel. Beim letzten Spiel unter Starkwindbedingungen im Freiburger Mölestadion, kam auf jeden Fall fast kein hoher Ball an, da sich alle Spielerinnen verschätzten. Man gibt beim DFB viel Geld aus um den Nationalmannschsften bestmögliche Unterstützung zukommen zu lassen, aber bei manchen Spielen kann man Erfahrungen am besten vor Ort machen.
    Das hier auch die ein oder andere Spielerin mal liest kann ich mir vorstellen, dass meine Äußerung Einfluss auf deren Leistung hat eher nicht. Da sollten wir Foristen uns mal nicht überschätzen.
    Hoffe sehr auf einen Sieg der DFB-Mädels am Samstag und das Potential dazu haben sie auf jeden Fall. Das Freundschaftsspiel gegen Kanada, ist für mich im Hinblick auf das Qualispiel gegen Island nicht von Bedeutung.

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  • FFFan sagt:

    @ Bernd:

    Auch in weiten Teilen Deutschlands ist es mittlerweile regnerisch und kühl. Der Sommer neigt sich dem Ende zu. Die klimatische Umstellung wird also nicht so wahnsinnig groß sein.
    Nationalspielerin A.Schult freut sich auf das „Endspiel“ – trotz (oder gerade wegen) des Wetters und des fanatischen Publikums:

    https://www.dfb.de/news/detail/schult-vor-island-fuehlt-sich-wie-ein-finale-auswaerts-an-191759/

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  • bale sagt:

    so ich freue mich riesig aufs spiel im welchem Stadion wird gespielt?wieviele passen rein?ja einer der besten hat ja ein kind vor kurzem bekommen Dagny(glück für Deutschland)
    so nebenbei wales gegen England,sie spielen bewusst im kleinem Stadion,damit die England fans nicht in der Mehrzahl sind wird ein heisser tanz.

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  • Volker sagt:

    Sorry Bernd wollte dich sicher nicht provozieren, sind wohl Beide sehr gespannt auf das Spiel. Mir kam dein Kommentar vor wie die Suche nach dem „Haar in der Suppe“.
    Bin aber überzeugt das es ehrliche Sorge ist was Dich für mich schon sympatisch macht.
    Bin auch sehr gespannt auf die Neuen besonders auf Nicole Rolser. Almuth hat recht, fühlt sich wirklich wie ein Endspiel an.

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  • Bernd sagt:

    @FFFan
    Ja, zum Glück ist es in Grassau für unsere Verhältnisse jetzt auch kühl und regnerisch. Der Wind dürfte gerne noch etwas auffrischen :)!
    Nein ernsthaft, bin froh das es hier jetzt keine 36°C mehr hat, denn sonst bekommt man den ersten Schock bereits beim Aussteigen aus dem Flugzeug in Island. Die Höchsttemperatur am Samstag von 9°C fühlt sich bei dem windchill maximal an wie 5°C. Zum Glück bleibt den Mädels die gefühlte Differenz von 30°C nun erspart.
    Nicht umsonst hatte Gunnarsdottir A. Schult gefragt, ob sie wüsste was sie erwartet.
    Es ist schon erstaunlich wie stark Island im Fussball, aber vor allem im Handball ist, wenn man bedenkt, dass im ganzen Land nur soviel Menschen leben wie in Bielefeld.
    War selten so gespannt auf ein Spiel des Frauennationalteams!
    Hoffe, dass zumindest nach dem Spiel für die DFB-Mädels die „Sonne“ wieder scheint!

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  • Bernd sagt:

    @ Volker
    Danke Volker, richtig, so habe ich es gemeint.
    Wäre zu schade, wenn sich die Frauen nicht qualifizieren würden!
    Aber ich hoffe die werden übermorgen alles geben und das Ding klar machen. Der Wetteraspekt kam mir in den Kopf, da ich es selbst schon mal erfahren musste, jedoch ohne Fussballspiel. Kann mir schon vorstellen was die Isländer so tough macht.

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  • shane sagt:

    @bale: es wird in der Laugardalsvöllur-Arena gespielt, da passen wohl um die 15.000 leuts rein und laut twittermeldung des islaendischen verbandes ist es ausverkauft.

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  • bale sagt:

    danke shane für die info,hoffe für beide Länder,das es ausverkauft ist wegen der Stimmung.

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