U20-WM: DFB-Frauen ausgeschieden

Von am 17. August 2018 – 21.33 Uhr 20 Kommentare

Die deutsche U20-Frauenfußball-Nationalelf ist bei der U20-WM in Frankreich im Viertelfinale klar gegen Japan ausgeschieden.

Logo der U20-WM 2018 in Frankreich

Logo der U20-WM 2018 in Frankreich © FIFA

In Vannes verlor die Elf von DFB-Trainerin Maren Meinert gegen die Asiatinnen mit 1:3 (0:0) und muss damit vorzeitig die Heimreise antreten.

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Überlegener Gegner

Für die über weite Strecken dominierenden Japanerinnen trafen Jun Endo (59.), Riko Ueki (70.) und Saori Takarada (73.), Janina Minge gelang in der Schlussphase der Ehrentreffer (82.).

Meinert: „Bitterer Moment“

„Ich denke, in der ersten Halbzeit haben wir das Spiel ausgeglichen gestalten können. Es war nur die Frage, wer das erste macht. Man hat gesehen, dass Japan eine superstarke Mannschaft hat und wir sind dann in eine Kontersituation gelaufen, in der die Japanerinnen das auch wirklich clever machen. Letztendlich hat meine Mannschaft alles gegeben und man muss sagen, dass Japan am Ende verdient gewonnen hat. Wir hatten ein bisschen wenig Durchschlagskraft nach vorne und dann kann man so ein Viertelfinale nicht gewinnen. Es ist natürlich ein bitterer Moment, weil wir uns vorgenommen hatten, bis zum Ende zu bleiben.“

Halbfinale am Montag

Im Halbfinale bekommt es Japan am Montag, 20. August (16 Uhr, Eurosport live) mit England zu tun, das sich mit 2:1 gegen die Niederlande durchsetzte.

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Das zweite Halbfinale bestreiten dann am Abend ab 19.30 Uhr Uhr (Eurosport live) Frankreich und Spanien. Die Gastgeberinnen gewannen bereits am Donnerstag gegen Nordkorea mit 1:0, Spanien setzte sich mit 2:1 gegen Nigeria durch.

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

20 Kommentare »

  • Der Zuschauer sagt:

    So,England, Spanien,Frankreich und zuletzt Japan haben aus meiner Sicht verdient die HF erreicht. Das deutsche Team hat heute gut dagegen gehalten.Aber die Kraft das Spiel noch zu drehen, hat die Mannschaft nicht gebracht. Und das ist ein Problem nicht nur bei den Frauen, sondern auch bei den Männern. Die Japanerinnen mit Ihrer Spielweise hätten so noch fünf Stunden weiter spielen können.Und das ihre Stärke. Warum können die deutschen Mädels nicht die Physis so abrufen,obwohl sie in der AFBL spielen?
    Aber jetzt eine Frage an alle ,die hier besser im FF kundig sind als ich.
    Es ist eine U20 WM,warum nimmt Deuschland Kinder mit nach Frankreich?
    16/17 jährige im Kader sind für mich noch Kinder.Gibt es in der FBL keine 20 jährigen
    Spitzensportelerinnen, die M.Meinert verpflichten könnte?
    Nicht das 16/17 jährige keinen gute Fußball spielen können,aber dafür gibt es ja die U16 und U 17 EM und WM.
    Warum werden hier Kinder in eine U 20 Mannschaft integriert, die die Kräfte für 90 Min nicht erbringen können. Bitte um Antworten von Euch Experten.

    (7)
  • bale sagt:

    gute frage wie sieht es denn bei den 4 teams aus,die in die nächste runde gekommen sind.
    Ich persönlich finde zb.u20 und u19 unnötig ,1 u 20 und gut iss.
    war bei Haiti nicht ein ganz junges Mädel an Bord?

    (1)
  • Bernd sagt:

    Heute war für mich relativ schnell klar, dass die Mannschaft sehr wahrscheinlich gewinnt die das erste Tor schießt. Vor der Pause kam enormer Druck von den Japanerinnen und die Führung war verdient. Die Asiatinnen konnten danach hinten noch sicherer stehen und waren durch schnelles Umschalten weiterhin gefährlich. Der Sieg geht absolut in Ordnung, wobei die deutsche U20 nie aufgesteckt hat.
    Schade! Aber Japan hat auch gegen England eine gute Finalchance.
    Was mir auf beiden Seiten imponierte, war die Laufbereitschaft, die intensiv, aber fair geführten Zweikämpfe. Kein übertriebenes Zeitspiel der Japamerinnen. Kaum Reklamieren beim Schiedsrichter und keine Thetralik, wie bei den Männern leider sehr üblich.
    Lebbe geht weiter, bei mir auf jeden Fall. 🙂 Die Unigaststätte hier in München, wo wir das Spiel schauen durften war nett und das Essen lecker. Den Mädels wünsche ich, dass auch diese Niederlage sie in ihrer Entwicklung weiterbringt!
    Bin kein Experte, aber die beiden 16jährigen waren nicht die schlechtesten im Team. Körperliche und geistige Entwicklung verlaufen bei Menschen unterschiedlich. War selbst mit 15 der Kleinste in der Klasse und mit 18 der Größte, zumindest körperlich. Die meisten Teams haben auch jüngere Spielerinnen in der Mannschaft, Haiti sogar zwei 14jährige. Da sind Vor-und Nachteile natürlich sorgfältig abzuwägen. Was für die Eine gut ist, muss es für eine Andere nicht sein.

    Kann nicht beurteilen, ob dies das bestmögliche deutsche U20-Frauenteam war, dazu kenne ich bis auf die Freiburgerinnen die Spielerinnen zu wenig.

    (16)
  • FFFan sagt:

    Schade, dass das Turnier für die deutsche U20-Nationalmannschaft beendet ist, aber wir müssen die Überlegenheit der Japanerinnen an diesem Tag anerkennen. Der Asienmeister war – wie befürchtet – eine Nummer zu groß. 30 Minuten lang konnte das Team von Maren Meinert erstaunlich gut mithalten, stand in der Defensive kompakt und erschwerte dem Gegner so das Kombinationsspiel durchs Mittelfeld. Dann aber übernahm die ‚Young Nadeshiko‘ mehr und mehr die Kontrolle und hätte zur Pause eigentlich schon führen müssen. Die Tore nach dem Seitenwechsel waren dann folgerichtig, mögen sie auch für sich gesehen vermeidbar gewesen sein. Obwohl die DFB-Elf alles versuchte, um die Niederlage abzuwenden – der Qualitätsunterschied war am Ende zu deutlich.

    @ Zuschauer:
    „Warum werden hier Kinder in eine U 20 Mannschaft integriert, die die Kräfte für 90 Min nicht erbringen können.“

    16/17-jährige sind Kinder? Da bin ich etwas anderer Meinung…
    Und wenn sie das Leistungsniveau der Mannschaft haben, warum sollen sie dann nicht eingesetzt werden? Bei Haiti spielten sogar 14-jährige mit!

    Und wenn du z.B. L.Oberdorf meinst: die war mit 14 schon körperlich sehr robust, jetzt mit 16 ist sie erst recht ein ziemlicher ‚Brocken‘. An der nötigen Physis fehlt es ihr bestimmt nicht!

    (9)
  • Volker sagt:

    Es ist wohl so das das Bild der all überragenden deutschen Fußballnation in den letzten Jahren einige Kratzer abbekommen hat! Bei den Männern sowohl auch bei den Frauen.
    So wird dann schnell aus arroganter Selbstgefälligkeit die Erkenntniss das Erfolg keine nationale Eigenschaft ist. Das mal allgemein und an die Adresse derer die immer noch einem Pathos hinterher trauern.
    Auch wenn die Raumaufteilung und die Defensive Ausrichtung unserer Mädels recht gut war so gab es doch einige grobe Fehler die immer wieder zu unnötigen Ballverlusten führten.
    Es wirkte auf mich sehr nervös und hektisch, nur schnell den Ball weg egal wohin, so landete dieser auch häufig wieder beim Gegner. Wie lange geht das noch gut war die Frage die schon in der 1HZ im Raum stand. Offensiv gab es so gut wie Nichts. So wurde die deutsche 11 mehr und mehr in den eigenen Strafraum gedrängt. Die Konsequenz war dann auch das Tor für die Japanerinnen. Dann war es auch vorbei mit der Defensiv Ordnung jetzt waren unsere Mädels gezwungen den „Hintern“ in Richtung gegnerisches Tor zu bewegen was für die Japanerinnen natürlich viel Raum brachte, den sie mit wunderbaren Kontern auch zu nutzen wussten. Fazit: auch wenn unsere Mädels tapfer gekämpft haben Japan war die deutlich bessere Frauschaft und verdienter Sieger. Es ist auch KEINE Schande gegen so einen Gegner zu verlieren!

    (17)
  • Altwolf sagt:

    Auch wenn ich die Thematik des „frühen Hochziehens“ in die nächste bzw. übernächste Altersklasse an anderer Stelle aufgeworfen hatte, so sehe ich das Auscheiden gegen Japan darin nicht die Ursache.

    Für mich war auch der stimmige kämpferische Einsatz und auch die Laufbereitschaft nicht entscheidend, sondern die spieltechnischen Fähigkeiten, die die Japanerinnen insbes. in d. 2 HZ zeigten, da sie im Spielaufbau geordneter und gerade auch aus dem MF heraus in die Spitzen, wesentlich präziser passten u. man auch erkennen konnte, welche Laufwege genommen werden sollten.

    Funktionierte das Paßspiel bei unserer U-20 noch im hinteren Bereich, so gab es ab dem MF keinen strukturierten bzw. präziseren Spielaufbau mehr und die Angriffsbemühungen glichen eher Zufallsprodukten u. ohne erkennbaren Plan. Zuviele Pässe wurden zu Mitspielerinnen versucht, obwohl erkennbar war, daß e. Gegenspielerin noch dazwischen positioniert war, vielleicht mangelt es da aber auch an der nötigen Spielintelligenz, das auch wahrzunehmen.
    Hier stellt sich mir auch die Frage, ob die insbes. im OMF u. DMF hier eingesetzten Spielerinnen, diese Position denn auch in ihren Heimclubs überhaupt spielen.

    Auch frage ich mich, warum bei der schon in den ersten beiden Spielen erkennbaren Schwächen im Spielaufbau u. insbes. im Zusammenspiel aus dem MF heraus F.Meinert gegen Hawai 8 Spielerinnen neu aufstellte und so ein Zusammenspiel nicht weiter eingeübt wurde.
    Man kann sicherlich 2-3 Spielerinnen schonen und es ist auch anerkennenswert, wenn man allen Spielerinnen e. Einsatzzeit ermöglichen will, aber nicht bei dem bis dahin gezeigten Leistungsstand.
    Auch St.Jones hatte mit solchen „Gesten“ schon „Schiffbruch“ erlitten.
    „Nun können sie sich alle schonen u.erholen.“

    (21)
  • Cait sagt:

    @Zuschauer,

    17 jährige „Kinder“ sind sehr oft schon weiter als Du denkst. Birgit Prinz, Martina Voss, Sandra Smisek u.a. haben in dem Alter schon A-Nationalmannschaft gespielt (nicht „nur“ U20). Giula Gwinn hat seit Jahren einen Stammplatz in Freiburg (Frauen – nicht U20). Pele hat Brasilien als 17 Jähriger zum WM Titel geschossen, Pulisic, Sahin, Thon, Matthäus, Havertz und sehr, sehr viele andere spielten in dem Alter schon bei den Herren.

    Ich befürchte, dass die Altersdiskussion vom eigentlichen Thema ablenkt Das waren die besten U20 Spielerinnen, die wir haben.

    Das Problem ist nicht, dass 1-2 Spielerinnen noch zu jung gewesen sein könnten.
    Das Problem ist, dass wir seit Jahren (seit etlichen Jahren) ganz wenige (oder sogar keine) Spitzenspielerin mehr aus dem Nachwuchsbereich bekommen, welche die A-Nationalmannschaft wirklich weiter bringen (internationale Topspielerin).

    Die diesjährige U20 und die U20 von vor 2 Jahren waren die mit Abstand schlechtesten U20 Mannschaften, die Deutschland jemals hatte. Andere U-Mannscahften spielen teilweise noch recht erfolgreich (U19 kommt ins Finale) – aber wen man sich die Spiele ansieht, kann einem um die Zukunft der deutsche Nationalmannschaft Angst und Bange werden.

    Seit unzähligen Jahren warten wir auf eine (nur eine) gute Innenverteidigerin aus dem Nachwuchsbereich (eine Annike Krahn hatte auch schon als 19 Jährige A-Nationalmannschaft gespielt).

    Ich frage mich, was eine Silvia Neid so macht?. Ein weiter so kann es meiner Meinung nach nicht geben. Die U17 Frauen Bundesliga in ihrer jetzigen Form gehört dringend auf den Prüfstein (wahrscheinlich noch viel mehr -> Auswahltrainerinnen, etc)

    (15)
  • Per.Larssen sagt:

    Zunächst einmal: Kudos nach Japan für eine wirklich überzeugende Vorstellung und einen in allen Belangen hochverdienten Sieg. Das war schon großes Kino, was die Nadeshiko da gestern auf den Platz gebracht hat. Ich habe im Frauenfussball selten ein so sicheres, schnelles und technisch versiertes Kombinationsspiel gesehen. Gleichzeitig war es faszinierend zu beobachten, wie die Japanerinnen den Ball selbst auf engstem Raum (teilweise über mehrere Stationen mit jeweils nur einem Kontakt) laufen gelassen haben und dabei bis weit in die zweite Spielhälfte so gut wie keinen Ballverlust zu verzeichnen hatten.

    Das deutsche Team hat gestern auf jeden Fall großen Einsatzwillen gezeigt und ordentlich gefightet. Allerdings fehlte ihnen im Hinblick auf die gezeigten (und wohl auch vorhandenen) spielerischen Fähigkeiten doch eine ganze Menge, diesem japanischen Team gestern so viel entgegenzusetzen, dass es am Ende eine wirkliche Chance auf einen Sieg gegeben hätte. Insofern finde ich die Aussage von Maren Meinert, man habe das Spiel in der ersten Halbzeit ausgeglichen gestalten können, doch – und das ist noch sehr wohlwollend ausgedrückt – sehr fragwürdig. Gegenhalten können? Ja, ok, aber ausgeglichene Spielgestaltung sieht doch etwas anders aus.

    Das deutsche Team konnte in der ersten Halbzeit – und das war auf den Gesichtern einzelner Spielerinnen, wenn man sie aus der Nähe betrachtet hat, deutlich abzulesen – mehr als froh sein, dass sie zum Ende der ersten Hälfte nicht bereits mit 0:2 hinten lagen. Ich konnte mindestens vier sehr gute Torchancen Japans in der ersten Halbzeit ausmachen, wobei die beiden Kopfbälle von Saori Takarada und Rico Ueki schon unter die Kategorie „Hochkaräter“ fielen. Auf Seiten der deutschen Mannschaft konnte ich hingegen nur eine „halbe“ Torchance beobachten.

    Insbesondere ab der 30. Minute fand das Spiel mehr und mehr ausschließlich in der deutschen Hälfte statt, wobei das Mittelfeld eindeutig von den Japanerinnen dominiert wurde. Es war (vor Ort) und ist (in der Live-Auszeichnung) schon faszinierend anzusehen (gewesen), mit welcher Leichtigkeit, Sicherheit in Ballannahme, Ballkontrolle und Ballmitnahme, Wendigkeit und Schnelligkeit (auch im Denken) die Japanerinnen hier agiert haben. Insofern taten sich die deutschen Spielerinnen nachvollziehbarerweise sehr schwer damit, in der Vorwärtsbewegung über das Mittelfeld überhaupt in den gegnerischen Strafraum zu gelangen. Meistens wurde versucht, das Mittelfeld mit zwei, drei längeren Pässen zu überspielen. Dies gelang aber nur zum Teil, da sich auch hier die Japanerinnen einige Bälle zurückerobern konnten.

    Zum Ende der ersten Hälfte hatte man dann auch den Eindruck, dass die zu Beginn durchaus noch erkennbare Grundordnung des deutschen Teams mehr und mehr verloren ging. Gleichwohl war der deutschen Mannschaft auch in dieser Phase hinsichtlich ihres Einsatzwillens und ihrer kämpferischen Leistung nicht unbedingt ein Vorwurf zu machen. Insbesondere die beiden Jüngsten, Sjoeke Nuesken und Lena Oberdorf, haben sich hier überhaupt nichts vorzuwerfen.

    Auch in der zweiten Hälfte war Japan dann weiterhin die spielbestimmende Mannschaft. Das 0:1 lies entsprechend auch nicht lange auf sich warten. Auch hier versuchte das deutsche Team, das Mittelfeld durch einen langen, aus der Innenverteidigung heraus gespielten Ball, zu überbrücken. Leider war der Ball der fast bis an die Mittellinie aufgerückten Innenverteidigerin Sophia Kleinherne dann aber viel zu ungenau und landete bei einer japanischen Spielerin. Deren Diagonalpass war dann um einiges präziser, so dass Kleinherne dann letztlich von Jun Endo (die zudem um einiges schneller und wendiger als Kleinherne war) mustergültig ausgespielt wurde, bevor sie dann zum verdienten 0:1 einnetzen konnte. Kurze Zeit später folgte dann fast schon das 2:0, als Riko Ueki auf der linken Seite mustergültig zuerst Tanja Pawollek und dann Sophia Kleinherne ausspielen konnte, auch die nachgerückte Janina Hechler ihren Fuß nicht rechtzeitig dazwischen bekam, der Torschuss Uekis aber zum Glück nur am Außennetz landete.

    Die kurz darauf vollzogene Einwechslung von Stefanie Sanders war dann im Hinblick auf die Notwendigkeit, nun umso mehr ein eigenes Tor erzielen zu müssen, sicherlich folgerichtig. Gleichwohl hat die Herausnahme von Sjoeke Nüsken und die (Quasi-)Umstellung auf eine Dreierkette nun nicht gerade zur weiteren Stabilisierung der Defensive beigetragen. Als Folge musste Giulia Gwinn zunehmend häufiger auf der rechte Defensivseite aushelfen, was ihr bis dahin schon beachtliches Laufpensum nochmals steigerte. Auch sie konnte aber den mustergültig von Saori Takorada und die Spitze gespielten Pass auf Riko Ueki, die dann souverän das 0:2 machte, nicht verhindern – ebensowenig wie die kurz darauf folgende Flanke von Nanami Kitamura auf Saori Takarada, die sich gleich gegen zwei deutsche Defensivsoielerinnen (Janina Hechler und Tanja Pawollek) durchsetzte und ihrerseits das 0:3 machen konnte.

    Das im weiteren Verlauf folgende 1:3 durch einen satten Schuss von Janina Minge änderte letztendlich nichts am weiteren Spielverlauf. Das deutsche Team konnte bis Spielende lediglich nur noch eine weitere gute Torchance durch einen Kopfball von Stefanie Sanders verzeichnen, so dass im gesamten Spielverlauf gerade mal drei Torchancen auf deutscher Seite (den eigenen Treffer mitgezählt) zu Buche standen 🙁

    Festzuhalten bleibt eine über die gesamte Spielzeit sehr deutliche Überlegenheit der Japanerinnen. Neben dem exzellenten Kombinationsspiel (welches ein sehr gutes taktisches Verständnis und große Spieldisziplin voraussetzt) wurde insbesondere deutlich, dass die japanischen Offensivspielerinnen unseren Defensivkräften in Puncto Technik, Antrittsschnelligkeit, Wendigkeit und Antizipation deutlich überlegen waren. Zudem war in der Innverteidigung mit Tanja Pawollek und Sophia Kleinherne doch der eine oder andere Stellungsfehler erkennbar, so zum Beispiel beim 0:1, aber auch schon bei den beiden dicken Kopfballchancen Japans in der ersten Hälfte, bei denen in einem Fall gleich zwei Japanerinnen sträflich frei standen.

    Am Rande sei noch erwähnt: Sehr gefreut habe ich mich über die Einwechslung von Anna-Lena Rieke, die so endlich zu ihrem ersten verdienten WM-Einsatz kam (nachdem sie schon bei der U17-WM komplett von Anouscka Bernhard ignoriert worden war). Gleichzeitig wünsche ich ihr, dass sie nach ihrem langen verletzungsbedingten Ausfall in Jena, aufgrund dessen sie fast die komplette, vergangene Saison aussetzen musste, nach ihrem Wechsel nach Essen nun endlich von Verletzungen verschont bleibt.

    (15)
  • Zaunreiter sagt:

    Ich will mal so sagen: Das Aus ist verdient, weil die Töchter Nippons das Spiel dominierten, auch wenn die Deutschen zuweilen dagegen halten konnten. Wären die japanischen Chancen in der ersten Halbzeit konsequenter genutzt worden, hätte das Ergebnis auch höher ausfallen können.
    So stehen für mich mit Frankreich, Spanien, England und Japan die besten im Halbfinale.

    @ Der Zuschauer:
    Dieses Selbstverständnis, von 16-jährigen noch als Kindern bzw. „Kids“ auszugehen, dass ist eher so ein nordamerikanisches. Da werden die „Youngster“ auch erst mit 23, 24 in das A-Team integriert, mit Ausnahme von Mal Pugh, die den Weg über College und Uni nicht gehen wollte. Aber bei ihrem Fußballgenie kann man ja auch mal eine Ausnahme machen. Die hätte – wenn sie denn gewollt hätte und dafür extra abgestellt worden wäre – noch für die USA beim U-20 Turnier mitspielen können. Die ist erst am 29. April 20 geworden.
    Hier dagegen wurden ja z.b. Birgit Prinz, Ariane Hingst schon mit 17 in das A-Team integriert.
    Und die USA hat halt ein Riesen-Reservoir an Spielerinnen.

    (3)
  • Gernot Stoltzenberg sagt:

    Ich bin trotzdem stolz auf unsere Mädels wie sie für Deutschland alles gegeben haben.
    Aber Frau Meinert muss in dankbahrkeit gehen.Zwar diesmal immerhin ausgewechslet sogar. Aber kein Plan B gehabt. Nur ein immer weiter so und wir werden das schon schaffen reicht,im heutigen Fussball nicht mehr heutzutage. Die falschen Schwehrpunkte und in keinem Spiel der richtige deutsche Zug zur Torgefar. Die Mannschaft war,als U17 noch besser und ist inzwischen unter ihrer Fürung nur noch abgesagt und,als der erste gute Gegner kam war Ende Gelende. Nur Glück.In der Japan Gruppe währe Meinert letzte geworden mit Abstand.

    (0)
  • Witzfigur sagt:

    Zu den spielerischen Defiziten will ich mich nicht mehr äußern, aber zu dem offensichtlichen Vercoachen von Meinert!
    Daher stelle ich die Frage in den Raum, weshalb man eine Offensive durch eine zusätzlichen Angreiferin zu Lasten der Defensive zahlenmäßig verstärkt, wo doch vorn gar keine Bälle zur Verwertung ankamen? Wenn dem so gewesen wäre, hätte man ja auch einen internen Offensivwechsel anstreben müssen!
    Wenn Wechsel, dann im MF, um die Offensive mehr zu unterstützen.
    Auch muss ich feststellen, dass z.B. eine Kleinherne sich mit den Qualitäten der Japanerinnen ungenügend auseinandergesetzt hat, sprich ausführliches Videostudium verschlafen hat, denn dann hätte sie sich nicht dermassen blamabel mit dem einfachsten Trick nass machen lassen und sich hingelegt. Kann mir auch schlecht vorstellen, dass die Erkenntnis bzgl. der Ballgewandheit der Japanerinnen nicht mehrfach angesprochen wurde, schliesslich sind das Dinge die diese mehrjährig auszeichnen und dorthin gebracht, wo sie jetzt stehen, in die Weltspitze.

    Da ich auch noch keine Antwort auf die Frage nach dem Weshalb werden Kinder aufgestellt gefunden habe, hier mal die offizielle Begründung für den Einsatz der beiden Youngster:
    Man will damit ein nächstes U20-Team mit mehr Erfahrungen in diesem Wettbewerb ausstatten! …und das nach lediglich 4 WM-Spielen? Reicht das? Macht das überhaupt Sinn? Andere Nationen setzen ja auch teilweise noch jüngere Spielerinnen ein und das sogar in aller Regel erfolgreicher, weil diese im HF stehend!
    Es ist kein guten Abbild, wenn der souveränste Gruppenerste, das einzige ausgeschiedene Team abgibt, aber die Meinertschen „Leute“ gaben nunmal nicht mehr her – Hauptsache Tatoos und die Haare schön, etwas überspitzt geschrieben.
    Die Spielfreude der Japerinnen, denen deutlich ins Gesicht geschrieben, hätte ich auch gern im dt. Team festgestellt…
    Übrigens, darf man als U20 nach so einer verdienten Niederlage überhaupt minutenlang heulend auf dem Rasen sitzen? Wenn’s unverdient und unglücklich gewesen wäre, aber so?

    (3)
  • Detlef sagt:

    Es war ein deutlicher Klassenunterschied zu sehen!!!
    Japan war in allen Mannschaftzsteilen der DFB-Elf deutlich überlegen, und brauchte nur etwa 20 min, um den Gegner auszugucken, und seine Schwächen zu finden!!!
    Das es zur Halbzeit noch 0:0 stand, schmeichelte der Meinert-Truppe doch sehr!!!
    Sie konnten in 45 min keine einzige Torchance erarbeiten, Japan hatte dagegen 3-4 klare Möglichkeiten!!!

    So ging es weiter, und es war nur eine Frage der Zeit, wann die DFB-Elf in Rückstand geraten würde!!!
    Denn man konnte auch nach der Pause keine zwingende Chance auf deutscher Seite verzeichnen!!!

    Nach dem 0:1 ging es dann Schlag auf Schlag, und man mußte schon ein Debakel befürchten!!!
    Deutschland machte aus seiner einzigen Tormöglichkeit dann doch wenigstens ein Tor!!!
    Ein schöner Treffer von Minge, der leider nur eine Kosmetik darstellte!!!

    Es wird immer deutlicher, daß der deutsche FF seit Jahren stagniert, und andere Nationen sich weiterentwickelt-, und uns überholt haben!!!
    Für mich ist die Tatsache, daß es Oberdorf und Nüsken in diese Mannschaft geschafft haben ein Zeichen dafür, daß es entweder keine besseren 19-20 jährige Spielerinnen gibt, oder man es ihnen schlicht nicht zutraut, was in etwa aufs Gleiche kommt!!!

    Für mich war dieses Ausscheiden vorhersehbar, da die Gegner in der Vorrunde einfach zu schwach waren, um unsere Fehler zu bestrafen!!!
    Wie der Kommentator richtig sagte, sah das Spiel der DFB-Elf schon da nicht souverän aus, und hatte gegen Nigeria und China viel mit Glück zu tun!!!

    Spätestens jetzt müßte der DFB die Notbremse ziehen, ähnlich wie er es bei der A-Natio getan hat!!!
    Aber Maren Meinert und ihre Cousinenwirtschaft werden weiter machen dürfen, so wie Silvia Neid dies lange Zeit auch durfte!!!
    2 mal hintereinander in der KO-Phase rausgeflogen, will heißen, nicht unter die besten Vier der Welt zu gehören!!!

    (17)
  • Volker sagt:

    Der Zuschauer, ich finde es schon richtig gerade junge Spielerinnen bei solchen Turnieren einzusetzen. Wenn man diese U Meisterschaften als das sieht was sie sind Nachwuchsförderung. Sicher so eine Niederlage ist Bitter aber auch eine Erfahrung aus der die Mädels einiges für ihre Zukunft mitnehmen können. Man sieht es ja das ein „Tritt in den Arsch“ auch positiv sein kann. Z.B: Es scheint so als würde der DFB in Sachen Frauenfußball was unternehmen, mehr als nur Lobpreisung und Blumen verteilen. Die Trainertagung zum Beginn der Saison fand ich sehr erfreulich.
    https://tv.dfb.de/page/allianz-frauen-bundesliga/310/1/#filter

    (1)
  • Jochen-or sagt:

    „Erste halbe Stunde gut mitgehalten!“

    Dann habe ich ein anderes Spiel gesehen oder genügt dafür, dass man nur verteidigt und kein Tor zulässt.

    Japan war schlicht eine Klasse besser und hätte schon zur Pause führen müssen. Nach vorne ging schlicht nichts.
    Da ich mehr auf Nachwuchs für die N11 schaue, sehe ich hier zunächst bei Oberndorf gutes Potential, auch weil sie sehr viel – auch körperlichen – Einsatz zeigt, also robust, aber auch technisch stark spielt.
    Sonst sehe ich da nichts Überragendes.
    Gerne hätte ich Siems hinten links gesehen.

    (8)
  • GG sagt:

    Es ist also das eingetreten, was ich bereits prognostiziert hatte: Deutschland – unter M. Meinert – wird den WM-Titel nicht erreichen.
    Mit einem so frühen Ausscheiden (Viertelfinale, 1. KO-Runde) jedoch hatte ich nicht gerechnet.
    Ich habe das Spiel gestern nicht gesehen … insoweit beziehe ich mich mit den folgenden Darlegungen und Einschätzungen in erster Linie auf die hier dokumentierten, zum Teil sehr ausführlichen (Vielen Dank !) Berichte:

    Auf die hier wiederholt angesprochene „fehlende Durchschlagskraft“ – sogar von M. Meinert selbst ! – hatte ich bereits mit Bekanntgabe des nominierten Kaders hingewiesen. Es hat sich für mich wieder bestätigt, dass M. Meinert „Ihren Stamm“ an Spielerinnen hat, welcher jedoch letztlich nicht konkurrenzfähig (Turnier-gewinnend) ist. Diese Erfahrung haben in den vergangenen Jahren auch die von mir sehr eng begleiteten „Wölfinnen“ immer wieder machen müssen (vgl. R. Bachmann, A. Mittag, J. Simic, L. Goeßling), allein, dass selbst der DFB diese Ursache nicht zu erkennen in der Lage ist … ist schon sehr frustrierend.
    Andererseits aber eigentlich auch wieder nicht allzu überraschend, hat doch S. Neid dieses Prinzip etabliert (und verteidigt es vielleicht heute noch ?).
    Was für mich in diesem Kader auffällig war, in der Abwehrarbeit war ein FFC Frankfurt-, im Mittelfeld ein SC Freiburg-Block gesetzt. Beide jedoch waren nicht in der Lage, der Mannschaft eine wirkliche Stabilität zu geben. Es fehlt an der „Leader“-Persönlichkeit; die jüngste im Kader (L. S. Oberdorf) ist dafür momentan einfach noch zu jung, J. Feldkamp überfordert und L. Freigang nicht demütig genug. Beim letzten großen Titel – U20-Weltmeister 2015 – waren es insbesondere S. Däbritz, R. Dieckmann, R. Knaak und P. Bremer die die Mannschaft geprägt haben …
    Was den Blick in die Zukunft eröffnet:
    Sogenannte „Talente“ sind in meinen Augen ausreichend vorhanden … allein, sie müssen a) berufen und b) ihren Stärken gerecht eingesetzt werden. M. Loeck, A. Geistert, A. Brunner, M. Wittje, S. Nuesken, G. Stegemann, L. Wohlfarth, L. Cordes, S. Lohmann, L. S. Oberdorf, P. Krumbiegel, N. Kowalski, A.-L. Stolze, M. Kössler … mit solchen/diesen Spielerinnen ist Deutschland absolut konkurrenzfähig. Es ist an der Zeit, die nötigen Veränderungen – und sei es auch nur in der Denkweise – vorzunehmen/umzusetzen.

    (10)
  • vikkybummsy sagt:

    Zeit für Veränderungen. Jetzt hat hoffentlich auch der letzte gesehen was in unseren Nachwuchsabteilungen alles nicht richtig läuft. Ich gebe sowohl der N-Trainerin (Auswahl der Spielerinnen) so wie auch den Heimtrainern eine Mitschuld an dieser Misere. Es ist schon erschreckend mit anzusehen wie einfachste Dinge wie Ballannahme, Weiterleiten zu freistehenden Mitspielerinnen, Übersicht und Spielwitz (Spass an der Freud) auf der Strecke bleiben. Sicherlich haben die Spielerinnen Kampfkraft bewiesen und wahrscheinlich auch Kondition für 180 Minuten. Aber das ist international viel zu dünn wie man gesehen hat. Wenn ausgefuchste Teams wie Japan, Spanien den deutschen Spielrinnen den Ball abjagen oder kämpferisch ebenbürdige Mannschaften England und Frankreich dann auch noch Bälle stoppen und weiterspielen können bleibt halt nur das man ständig hinterherhetzten muss und mit einfachsten Körpertäuschungen ins Kino geschickt wird. Was in der Jugend versaut (versäumt) wird später nur schwer bis gar nicht zu korrigieren sein. Die munteren Japanerinnen haben in beeindruckender Weise von der ersten bis zur letzten Minute miteinander geflachst und Spass gehabt. Und so haben sie auch gespielt. Eine Lehrstunde für Videoanalysten. Evtl. sollte auch der eine oder andere Heimtrainer der Ausbildungsvereine nachdenken was diesbezüglich verbessert werden kann und muss. Ein weiter so sehe ich als kaputtmachen des immer noch zarten Pflänzchens FF.

    (21)
  • Pauline Leon sagt:

    ich fand den live-kommentar zum spiel unterste kajüte. eher sport1-niveau. das kann/konnte eurosport weitaus besser. sie hatten doch kommentatoren, die sich bei den juniorinnen auskennen!? warum zum viertelfinale so eine fehlbesetzung? wo sind so typen wie marco hagemann, daniel lerche oder ralf itzel? auch gerne bernd schmelzer?
    leute, die mit der angebrachten euphorie und dem nötigen wissen solche spiele moderieren?
    immerhin ein weltmeisterschaftsviertelfinale zwischen deutschland und den immer nahe an der perfektion spielenden nadeshikos!

    schönes spiel auch. mit den verdienten siegerinnen.

    zum eher gespenstischen gesamteindruck vom stadion (3211 zuschauer? das stadion sah halb leer aus..) passte dann der blutleere kommentar.

    das kann nur besser werden.

    (4)
  • Pauline Leon sagt:

    hallo herr juchem,
    ich lasse gerade die u-20 wm geistig revue passieren und bin überrascht, beim spiel um platz 3 keine informationen zu einer fälligen verlängerung gefunden zu haben. leider konnte ich das spiel nicht sehen, aber die fifa-seiten weisen in keiner weise auf eine extra-time hin.
    gab es keine? wenn ja, warum nicht?? warum gab es die im finale 2014?
    gruß,
    pl

    (0)
  • Markus Juchem sagt:

    @Pauline Leon: Siehe Regelwerk: https://bit.ly/2Mxvyi3

    Siehe 20/2. Beim Spiel um Platz drei finden bei unentschiedenem Spielstand nach der
    regulären Spielzeit eine Verlängerung (zweimal 15 Minuten) und gegebenenfalls
    ein Elfmeterschiessen statt. Findet dieses Spiel jedoch unmittelbar vor dem
    Endspiel statt, wird der Sieger bei unentschiedenem Spielstand nach der regulären
    Spielzeit direkt durch ein Elfmeterschiessen ermittelt.

    (2)
  • Pauline Leon sagt:

    herr Juchem,
    danke schön!
    hört sich erstmal schlecht an. es wäre eine überprüfung wert, wie oft es bei den jungens vorkam.

    (0)

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