U19-EM: DFB-Frauen verlieren gegen Spanien

Von am 30. Juli 2018 – 20.29 Uhr 64 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf hat das Finale der U19-EM im Schweizer Biel gegen Spanien verloren.

Spielszene des U19-EM-Finales zwischen Deutschland und Spanien

DFB-Torhüterin Stina Johannes hatte alle Hände voll zu tun © UEFA

Freistoßtor entscheidet Finale

Bei der 0:1 (0:0)-Niederlage erzielte Maria Llompart mit einem direkten Freistoß aus 20 Metern den einzigen Treffer der Partie für die überlegenen Spanierinnen, die insgesamt vier Mal Pfosten oder Latte trafen.

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DFB-Elf zu harmlos

Die DFB-Frauen erspielten sich eine einzige echte Torchance, doch Nicole Anyomi und im Nachschuss Sydney Lohmann konnten die spanische Torhüterin Maria Echezarreta nicht bezwingen (26.).

Wertschätzung für Turnierleistung

Joti Chatzialexiou, Sportlicher Leiter Nationalmannschaften beim DFB, sprach dem gesamten Team trotzdem seine Glückwünsche aus: „Trotz der Niederlage im EM-Finale möchte ich unserem gesamten Team der U 19-Juniorinnen meine Wertschätzung für eine tolle Turnierleistung aussprechen. Die Spielerinnen können stolz sein auf ihre Turnierleistung.“

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

64 Kommentare »

  • Witzfigur sagt:

    @Fan2
    Keine schlechte Taktik, aber dennoch leicht durchschaubar, mit den beiden Schlußakkorden Kemme und 10x so abgehärtet sein müssen, zu versuchen, die Turbinefans auf seine Seite zu ziehen, da diese ja sowieso bekanntermassen ein gespaltenes WOB-Verhältnis haben!
    Dennoch lasse ich die Kirche im Dorf und stehe eher Altwolf bei, der für mich persönlich hier über Gebühr und auch teils übertrieben, wie auch zu Unrecht in den Fokus gerückt wird. Wenn ein Verein bzw. ein Team Fans braucht, dann solche wie Altwolf, aber auch Detlef, und Beide können sich sicher auch ohne Probleme an einen Tisch setzen und gemeinsam ein Bier trinken, was ich bei und mit Dir eher als sinnlos einschätzen würde.

    (2)
  • Fan2 sagt:

    @Witzfigur: Ich persönlich kann nicht erkennen, wo Altwolf hier zu Unrecht kritisiert würde. Das hätte ich doch gerne dann an Beispielen gezeigt. Schlag nicht in die gleiche Kerbe wie er und verharmlose oder begatellisiere durch Verallgemeinerungen! Dann sage das, wo er zu Unrecht kritisiert wurde, und lass das stehen, wo er zurecht kritisiert wird. Dann ist das ein konstruktiver Umgang damit und dann kann man darüber reden. Aber diese Generalrechtfertigungen führen zu nichts.

    Dass @Altwolf und @Detlef ein Bier miteinander trinken können, habe ich auch gar nicht bestritten. Kann mir durchaus vorstellen, dass das gut funktioniert. Problematisch wird es vermutlich erst dann, wenn sie dabei den Mund aufmachen und ein ernstes Gespräch über den FF beginnen bzw. über die unterschiedlichen Sichtweisen auf den FF. Ein solches Gespräch würde nur im Chaos versinken, weil beide aus Angst, ihre eigene Position angreifbar zu machen, nur aneinander vorbeireden würden. Altwolf würde alle Kritik nur in der altbekannten Weise relativieren und beschönigen, bis es Detlef irgendwann zu bunt würde oder er klein bei gibt und sich auf diese Art der Gesprächsführung einlässt, dann mag daraus ein schönes Gespräch entstehen, verloren hat aber dann der FF und zwar an Streitkultur.
    Und anders rum kann ich mir schwerlich vorstellen, wo Detlef in einem solchen mündlichen Gespräch die drei Frage- und Ausrufezeichen her bekommen will, die für ihn scheinbar unerlässlich sind, bzw. wie sich ein solches Gespräch dann anhören würde.
    Die Qualität der Fans kann einem Klub wie Wolfsburg auch schlicht und ergreifend egal sein, wenn sie nur immer schön brav zu den Spielen kommen und nach Möglichkeit alles abknicken und rechtfertigen, was von oben kommt, ganz egal, ob es dem FF nun gut tut oder nicht. Solange sie sich weiter zu dem Konsumentenvolk erziehen lassen, dass so wichtig für die Konzerne ist, um in Ruhe Geld mit ihnen zu machen.

    Dann soll man sich aber nicht wundern, dass der FF keine Führungsspielerinnen mehr hat und dass unsere N11s gelinde gesagt am ab****** sind, das ist dann ein notwendiges Übel, dass bei einer solchen Fankultur dann eben in Kauf zu nehmen ist. Führung geschieht nur da, wo Führung von außen gefordert wird. Wo Druck, entweder von den Sponsoren oder vom Verein, sprich den Fans, auf die Vereinsführung ausgeübt wird und die diesen wiederum an die Spielerinnen in Form von Erfolgsdruck weitergibt. Nur da werden sich dann die Spielerinnen durchsetzen, die in der Lage sind, Führung zu übernehmen.

    Wo das aber nicht mehr passiert und jede intrinsische Erfolgsmotivation schon lange in Form des Geldes abgetötet wurde, für das die Spielerinnen anscheinend als einziges bereit sind, wirklich aufzustehen und Konsequenzen zu ertragen (siehe Dänemark), da wird man sich am Ende auch mit einer verpassten WM-Qualifikation zufrieden geben und mit einem Platz auf irgendeiner Ersatzbank in England, solange die Zahl auf dem Scheck nur stimmt.

    Bei dieser Einstellung sind die Fans daran schuld, dass es nur noch verzogene und pflegeleichte Prinzessinnen in die BL schaffen, die keinen Mut haben, in den wirklich entscheidenden Momenten mal den Mund auszumachen. Momenten wie bei der EM, wo sich keine Spielerin nach der spielerisch wenig überzeugenden Hinrunde hingestellt hat und gesagt hat, dass man zwar Gruppensieger geworden ist, dass das, was man spielerisch aber abgeliefert hat, nicht der Anspruch sein kann, den man als deutsche Mannschaft an sich haben muss, dass man nicht da spielerisch ist, wo man eigentlich sein wollte und müsste, dass man sich von den 7 Punkten nicht blenden lassen sollte, dass das alles nicht mehr zählt, sondern das Turnier jetzt erst richtig anfängt, dass man vielleicht auch die Entwicklung, was spielerisch und taktisch betrifft, in Deutschland ziemlich verschlafen hat in den vergangenen Jahren und selbst daran Schuld ist, dass andere Teams so massiv aufgeholt haben, dass spielerisch bei der EM andere Teams bislang klar besser waren und man schauen muss, dass man jetzt im Training die richtigen Schlüsse ziehen muss, dass man jetzt richtig ranklotzen muss, wenn man wirklich bis ins Endspiel kommen will, und dass es jetzt richtig schwer wird.
    Und die nach dem Ausscheiden dann auch klar zu Protokoll gegeben hätte, spätestens nach dem unmöglichen Interview von Jones, dass es als Trainerin ne Sauerei ist, ihre Mannschaft so darzustellen in der Öffentlichkeit, dass es keinen wirklichen Matchplan gab, den man hätte umsetzen können, dass man in der Tat schlecht gespielt hat und der ein oder andere sicher nicht seinr beste Leistung abgerufen hat, dass aber auch die Vorbereitung nicht wirklich zielgerichtet und professionell war und die Mannschaft vom Training bei weitem nicht bei 100% war und dass dann eben keine Glanzleistungen zu erwarten sind, dass man nicht entsprechend taktisch auf das Konterspiel Dänemarks vorbereitet worden war, dass die vielen Rotationen nicht unbedingt dazu hilfreich waren, dass die Mannschaft eingespielt war, vielleicht auch durchblicken lassen, dass nicht unbedingt das richtige Personal immer auf dem Platz stand, und dass das eigene Spiel insgesamt einfach zu viele Mängel aufgewiesen hat, die man versäumt hat, im Vorfeld zu beheben, dass diese Niederlage keinesfalls überraschend kam, sondern sich angekündigt hatte, und dass man nach der Führung die Zügel mächtig hat schleifen lassen bzw. dass man hätte wissen müssen, dass es trotz der Führung noch ein hartes Stück Arbeit werden würde, weil man defensiv einfach aktuell nicht die Stabilität hat, um ein solches Ergebnis einfach runterzuspielen, und dass man insgesamt einfach die Abstimmung zwischen Offensive und Defensive während des ganzen Turniers nicht vernünftig hin bekommen hat.

    Die in so einer Situation dann auch ein klares Bekenntnis zur Trainerin vermeidet, sondern eher offen lässt, ob sie, falls das so weitergeht, sich die Nationalmannschaft noch antut.
    So, das wäre die angemessene Reaktion einer Führungsspielerin, einer Spielerin, die sich für das Kapitänsamt empfiehlt. Wenn die Spielerinnen so drauf wären und immer kritisch auf die eigene Arbeit geschaut hätten in der ganzen Zeit und wirklich das auch vom DFB eingefordert hätten, zuerst von Steffi Jones und wenn es von der Stelle nicht gekommen wäre, dann von den Bossen und denen wirklich auf den Füßen gestanden hätten, dann wäre es nie soweit gekommen, dass Deutschland gegen Dänemark rausgeflogen wäre. Denn dann hätte der DFB schon aus Selbstschutz den FF viel viel ernster genommen, weil die Spielerinnen ihm permanent auf den Füßen gestanden hätten und im Falle eines Scheiterns die gesamte Schuld bei ihm gelegen hätte, weil er die Spielerinnen nicht ernst genommen hat.

    Noch ein Beispiel dazu: Nach dem 2:1 von Italien hätte ich als allererstes erwartet, dass die Stimmung nicht positiv gewesen wäre, sondern jeder, aber absolut jeder sich über das unnötige 2:1 geärgert hätte und das kritisiert hätte, sowohl die Trainerin als auch die Spielerinnen in kritischer Selbstanalyse. Denn das ist ein Tor, das gegen einen solchen Gegner nie soo einfach fallen darf.

    Man könnte noch Stunden lang so weiter machen. Es geht auch hat nicht darum, dass alles jetzt exakt so geschehen hätte müssen, sondern es geht vielmehr um die grundsätzliche Einstellung. Und die fehlt mir hier überall: Bei der ehemaligen Bundestrainerin und beim derzeitigen, bei den Spielerinnen und ganz besonders bei den Wolfsburg-Fans wie Altwolf.

    Wir sollten uns nochmal klar machen, womit wir es hier zu tun haben: Das sind aus über 1 Million jungen Frauen diejenigen, die für die besten 23 befunden wurden, und damit die Ehre erhalten, Deutschland vertreten zu dürfen. Etwas, was allen anderen Mädchen, die diesen Traum hatten, verwehrt geblieben ist. Alle diese Spielerinnen sind Vollprofis und können sich damit voll und ganz auf den Sport konzentrieren. Aber anstatt mit einer professionellen Einstellung damit umzugehen und dafür zu sorgen, dass ihnen alle Ressourcen zugänglich gemacht werden, um sich dieser Ehre würdig erweisen zu können, und diese dann auch zu nutzen bzw. es selbstbewusst anzusprechen, wenn diese fehlen, in dem Selbstbewusstsein, alles auf den maximalen Erfolg ausrichten zu wollen und sobald diese Wertschätzung nicht mehr geschieht, indem dieser Erfolg durch einen mangelhaften Trainer oder durch verweigerte Ressourcen beeinträchtigt wird, auch so frei zu sein, das anzusprechen und dann eben von diesem Privileg zurückzutreten, klammern sich die Spielerinnen wie Besessene an ihr N11-Trikot, egal, wie tief sie dafür im fußballerischen und charakterlichen Niveau sinken müssen, und kuschen vor jedem, der ihrem N11-Trikot in irgendeiner Weise gefährlich werden könnte, allen voran der Bundestrainerin.

    Wenn sie das machen, kann ich das ja irgendwo noch verstehen, doch wenn Fans das tun, die eigentlich vollkommen ungebunden sind und niemandem verpflichtet, dann ist das einfach nur unterwürfig.

    (-6)
  • Witzfigur sagt:

    @Fan2
    Wenn ich überhaupt nochmal mich zu diesem Rundumschlag äußere, warte ich mal lieber ab, wie sich der Kritisierte selbst positioniert und wie sich die Tendenz der Stimmung hier im Portal, gemessen an den Daumen, entwickelt!
    Zu Unrecht kritisierst Du definitiv sein Verständnis von einer Fanbeziehung im Guten wie im Schlechten und seine Art, Verständnis zu entwickeln im Sinne von Brücken bauen! Dafür das Altwolf grundsätzlich nicht alles durch die grün-weisse Brille sieht und verklärten Blickes schönschreibt, gehst Du zu weit in Deiner anmassenden Kritik!

    (3)
  • SCF Klausi sagt:

    Eigentlich ist die vergangene Saison für mich abgehackt und ich freue mich auf die neue Spielzeit.Und eines noch vorweg,ich hege weder Sympathien für Wolfsburg,noch wünsche ich ihnen die Pest;Wolfsburg ist für mich einfach nur einer von 10 anderen Mitbewerbern in der AFBL,die auf Grund ihrer finanziellen Möglichkeiten unter verbesserten Rahmenbedingen arbeiten können.

    Der hier wieder erhobene Vorwurf gegen Wolfsburg wegen Wettbewerbsverzerrung ist einfach absurd.Um diesen Vorwurf zu widerlegen reicht ein kurzer Blick auf die damalige Tabellenkonstellation.

    Freiburg hatte am besagten Spieltag auf Bayern drei Punkte Rückstand und 14 Tore weniger auf dem Konto.Selbst bei einer Niederlage der Bayern gegen Wolfsburg wären wir auf Grund des Torverhältnisses nur Tabellendritter geblieben.

    Wer nun glaubt Bayern spielt in Frankfurt mit angezogener Handbremse und die SGS reist am letzten Spieltag besoffen nach Freiburg um uns die nötigen Punkte und fehlenden Tore 11 + x zu schenken lebt dann doch an der realität vorbei.

    Die realistische Teilnahme an der CL hat sich Freiburg spätestens nach der Niederlage in Potsdam selbst verspielt,dazu noch die völlig unnötige Niederlage zu Rückrundenbeginn gegen den damaligen Tabellenletzten Duisburg und auch vielleicht noch durch einen unnötigen Punktverlust in Wolfsburg,wo sich Scheuer mMn gewaltig vercoacht hat.

    Parallel dazu hat Bayern nach der Rückrundenniederlage in Freiburg kontinuierlich gepunktet und Tore geschossen und sich keinen Patzer mehr erlaubt.Wie oben erwähnt hat Freiburg im selben Zeitraum drei mal gepatzt.

    Wenn man nun alle Faktoren in seine Argumentation einbezieht entfällt der Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung auch wenn man dabei noch berücksichtigt,das der VFL in München nicht in Bestbesetzung aufgelaufen ist.Wer gibt uns den die Gewissheit,das der VFL in Bestbesetzung in München gewonnen hätte,das lässt sich doch nicht ermitteln.

    Gesetz dem Fall,es wäre damals alles zu Gunsten von Freiburg gelaufen,Wolfsburg gewinnt in München und Freiburg holt gegen Jena und Essen die fehlenden 14 Tore auf Bayern auf und erreicht die CL,dann möchte ich nicht wissen was in diesem konkreten Fall im Frauenfußball und hier im Forum los gewesen wäre.Nämlich dann hätte man von Wettbewerbsverzerrung seitens Freiburg und Essen sprechen können.Gut das es nicht so gekommen ist.

    Letztlich bleibt auch aus meiner Sicht die berechtigte Kritik gegen Alexandra Popp wegen ihres nächtlichen Auftritts im ASS.Da bin ich auch bei @ Bernd und @ Fan2 dass man diesen Auftritt anders hätte händeln können.Sich aber deshalb noch darüber aufzuregen lohnt sich nicht.

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