Julia Simic wechselt zu West Ham United

Von am 20. Juli 2018 – 15.05 Uhr 25 Kommentare

Mittelfeldspielerin Julia Simic wechselt vom SC Freiburg zu West Ham United in die englische Premier League. „Das ist ein Abenteuer“, so Simic über ihren Wechsel auf die Insel.

Julia Simic mit dem Trikot von West Ham United

Reif für die Insel: Julia Simic wechselt zu West Ham United © West Ham United

Die 29-Jährige war zuvor 13 Jahre lang in der Frauenfußball-Bundesliga beim FC Bayern München, dem 1. FFC Turbine Potsdam, dem VfL Wolfsburg und zuletzt dem SC Freiburg aktiv.

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Endlich ins Ausland

„Die Überlegungen ins Ausland zu wechseln gab es auch letztes Jahr schon, doch da war es für mich persönlich noch nicht an der Zeit. Jetzt freue ich mich richtig auf die neue Herausforderung“, verriet Julia Simic bereits zuletzt in einem Interview.

Hoch motiviert

Gegenüber der Website ihres neuen Arbeitgebers äußerte sie: „Das ist vielleicht keiner der großen Clubs wie Manchester City oder Chelsea, aber hier sind alle hoch motiviert und es wird Spaß machen, etwas aufzubauen.“ Ursprünglich war England nicht die erste Wahl, Julia Simic zog es eher in den südeuropäischen Raum.

Frauenfußball im Aufbruch

Vor allem die rasche Entwicklung in England hat Simic überzeugt. „In England ist vieles im Aufbruch. Ich sehe dort die Zukunft des Frauenfußballs. Als Spielerin bekommt man dort das ganze Paket aus besten Trainingsmöglichkeiten, einem riesigen Stuff um das Team herum und so einfach die Gelegenheit tagtäglich professionell zu arbeiten.“

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

25 Kommentare »

  • holly sagt:

    @witzfigur, sheldon odeer wer auch immer.
    da gibt es in England genung beispiele dafür das die teams wahllos zusammen gekauft sind. siehe ergebnisse champions league. in deutschland. die letzten jahre frankfurt und bayern usw.

    […]

    Dieser Beitrag wurde den Womensoccer-Leitlinien entsprechend editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] versehen

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  • Witzfigur sagt:

    …und das ist natürlich nonsens, holly oder wie auch immer! 😀

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  • Altwolf sagt:

    Also die Aussage „Der deutsche Frauenfussball ein Bild des Elends“ ist doch ziemlich daneben und hat mit der Realität in der AFBL nun mal gar nichts Charakterisierendes. Die Liga ist weiterhin in Europa die sportlich stärkste Liga.
    Und genau das ist der Grund, warum es von engagierteren Clubs in England, Spanien u. auch Italien zunehmende Verpflichtungen aus dieser Liga gibt, denn hier sind Spielerinnen vorhanden, die leistungsmäßig höher eingestuft werden, als das Gros in den eigenen Ligen.
    Wenn es umgekehrt nicht in gleichem Maße erfolgt, dann deshalb, da bisher nur einzelene Spielerinnen dieser Ligen höheren o. höchsten Ansprüchen genügen und wenn, dann spielen diese schon hier oder haben hier schon gespielt.
    J.Simic ist sicherlich keine Spielerin, wohl auch entsprechend ihren eigenen Vorstellungen (Vollprofi), die hier in der AFBL irgendeinen Club findet, der glaubt, mit ihr, dem eigenen Team weiterhelfen zu können.

    Wenn sich inzwischen auch OL verstärkt in der AFBL bedient und nicht Talente, sondern gestandene Spüielerinnen verpflichtet, zeigt es doch, das auch in Frankreich u. auch in anderen Ligen, incl. USA u. Canada die gesuchte Qualität nicht zu finden ist.

    Gerade ein Zwang zum Vollprofitum würde hier in der AFBL einigen Teams den Garaus machen u. in England sind auch offenbar nur die MF-Clubs in der Lage das zu gewähren, was eben auch die „Geburt“ von Frauenfußball-Abteilungen erklärt u. andere Clubs nicht das Geld haben , um dort in der 1. Liga zugelassen zu werden.

    Besser Fußballspielen kann man erst einmal damit auch nicht.
    Solange man, wie Chelsea u. ManCity, diese Art Fußball spielt, hinten dicht u. vorne ohne spielerische Qualität auf einzelne schnelle Spielerinnen hofft, wird es wenig sportliche Gründe geben in England zu spielen.

    Wenn man allerdings die N-11 als das Synonym des derzeitigen Status des deutschen FF sieht, dann muß man derzeit eingestehen, daß wir neben einem Qualitätsproblem einzelner Spielerinnen auch ein Trainerproblem haben, denn es ist nicht gelungen ein Team aus den vorhandenen Spielerinnen zu machen und insbes. wurden Spielerinnen nicht da eingesetzt, wo sie ihre idividuelle Stärke haben oder immer noch daran festhalten, z.B. Maro als Spielgestalterinzu zu sehen , was ihr ihre ganzen individuellen Fähigkeiten nimmt und sie davon befreit, so in Lyon, wo es andere Spielerinnen übernehmen, deutlich mehr für ihr Team leistet.

    Vielleicht wird die neue BT ein Spielsystem vorgeben und danach die Spielerinnen berufen und entsprechend einsetzen oder, wenn sie dafür die Spielerinnen nicht findet, das Spielsystem entsprechend anzupassen.

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  • bale sagt:

    Altwolf,ich stimme dir vollkommen zu,aber insgesamt sollten wir anerkennen,das nicht nur beim männer/frauen fussball viele nationen aufholen.
    freue mich sehr auf WM in frankreich mit gut gefüllten stadien wie damals bei uns hoffe es wird sehr gut in presse/schule/vereine vermarktet eine grosse chance ja monsieur macron voila.

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  • ajki sagt:

    Über die Aussage, die *Spielerinnen* in der englischen Frauen-Liga müssten ab der kommendend Saison „Vollprofis“ sein, hatte ich mich auch gewundert. Ich hatte den seit (weiss nicht mehr genau) 2010 oder 11 geltenden Umstellungsplan der FA so verstanden, dass die *Clubs*, die eine Lizenz für die Women’s League haben wollen, sich auf verschiedenen Ebenen zu professionalisieren haben (etwa im Steuerbereich, bei den Geschäftsstatuten, bei den Versicherungen undundund – es gibt da eine ewig lange Liste). Die Voraussetzungen im privatrechtlichen Bereich sind auf der Insel nun mal sehr unterschiedlich etwa zum deutschen BGB in Vbd. mit „Vereinsrecht“. Deshalb waren einige Clubs von ihrer internen Besitz- und Verwaltungsstruktur auch einfach nicht in der Lage zu einem ernsthaften Liga-Betrieb.

    Die *Spielerinnen* erhalten selbstverständlich auch als überall übliche „Semi“-Professionelle (mit Studium/Ausbildung, Zweit-/Drittjobs etc.) oder auch nur als „Amateure“ (z.B. als Schülerinnen) eine Spieler-Lizenz.

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