Frauen-Bundesliga: Ausblick auf den 22. und letzten Spieltag

Von am 2. Juni 2018 – 13.03 Uhr 1 Kommentar

Alle Entscheidungen in der Frauenfußball-Bundesliga sind vor dem 22. und letzten Spieltag bereits gefallen. Und so geht es für die Teams hauptsächlich noch darum, sich mit einer ordentlichen Leistung aus der Saison zu verabschieden.

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Logo der Frauenfußball-Bundesliga © DFB

Mit ungebrochener Motivation will Meister VfL Wolfsburg ins letzte Heimspiel der Saison gegen den 1. FC Köln gehen (ab 14 Uhr live auf SPORT1, DFB-TV und TELEKOM SPORT). Wolfsburgs Trainer Stephan Lerch meint: „Es ist die letzte Partie der Saison, ein Heimspiel und danach bekommen wir die Meisterschale überreicht, daher ist die Motivation ungebrochen.“

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Frohms statt Schult im Tor

Das Tor wird Merle Frohms anstelle von Almuth Schult hüten. „Das hat sie sich verdient, weil sie in den letzten Jahren einiges geleistet hat und immer da war, wenn wir sie brauchten. Ansonsten werden wir schauen, in welchem Zustand die übrigen Spielerinnen sind“, so Lerch weiter.

Frankfurt verabschiedet sieben Spielerinnen

Der 1. FFC Frankfurt wird vor dem Anpfiff des Spiels gegen den FC Bayern München (ab 14 Uhr live auf TELEKOM SPORT) gleich sieben Spielerinnen verabschieden: Desirée Schumann, Kathrin Hendrich, Sophie Schmidt, Lily Agg, Nadine Anstatt, Celine Brandt und Kumi Yokoyama. Gegen den FC Bayern München soll noch einmal ein Erfolgserlebnis her.

90 Minuten Powerfußball

„Letzte Spieltage bringen die Konstellation mit sich, auf keine danach folgenden Partien mehr Rücksicht nehmen zu müssen, so dass man sich total verausgaben und noch einmal alles in diese finalen 90 Minuten reinlegen kann – nichts anderes erwarte ich von meinen Spielerinnen!

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Bayern will guten Saisonabschluss hinlegen

Bayern-Abwehrspielerin Carina Wenninger meint: „Wir sind gut drauf und wollen einen guten Saisonabschluss hinlegen. Deshalb besteht in Sachen zweiter Tabellenplatz bei uns kein Zweifel. Wenn man in Frankfurt nicht 100 Prozent gibt oder keinen guten Tag hat, hat man dort ganz schnell verloren.“

Freiburg will starke Saison krönen

Der SC Freiburg, der nach der Saison gleich acht Spielerinnen verabschieden wird, hat die SGS Essen zu Gast und will sich bei seinen Fans mit einem Sieg für die großartige Unterstützung während der Saison bedanken. Doch der Gegner ist unbequem und warf die Freiburgerinnen nicht nur im Viertelfinale aus dem DFB-Pokal, sondern hat in der Rückrunde 7 seiner bisher 10 Spiele gewonnen.

Richtig schwere Aufgabe

„Da wartet nochmal eine richtig schwere Aufgabe auf uns“, so Freiburgs Trainer Jens Scheuer. „Wir wollen das Spiel aber gerne gewinnen und die Saison mit 50 Punkten abschließen. Es wäre überragend, wenn uns das gelingt und würde diese Spielzeit krönen.“

Kleinigkeiten werden den Ausschlag geben

Essens Trainer Daniel Kraus meint: „Ich denke, die Zuschauer können sich erneut auf ein interessantes Spiel freuen, bei dem Kleinigkeiten den Ausschlag geben werden. Wir wollen unsere gute Rückrunde gerne krönen und freuen uns auf das Match am Sonntag.“

Sand schielt auf Platz 6

Der SC Sand reist zum 1. FFC Turbine Potsdam und liebäugelt noch ein wenig mit Platz 6 in der Tabelle der Frauenfußball-Bundesliga. Sollte der 1. FFC Frankfurt sein Heimspiel gegen den FC Bayern München nicht gewinnen und der SC Sand in Potsdam gewinnen, würden die beiden Teams noch die Plätze tauschen.

Intensives Spiel erwartet

„Zum jetzigen Zeitpunkt ist das aber reine Rechnerei und diese 90 Minuten in Potsdam werden ganz intensiv, da sich die Turbinen mit einem guten Ergebnis vom Heimpublikum verabschieden wollen. Zudem werden sich unsere Personalsorgen bis Sonntag nicht ändern „, so Sands Geschäftsstellen-Leiterin Claudia von Lanken.

Spielszene zwischen dem FF USV Jena und dem MSV Duisburg

FF USV Jenas Kapitänin Susann Utes (re.) und ihr Team verabschieden sich aus der Bundesliga © Jürgen Scheere [Scheere Photos] / FF USV Jena

Duisburg: Gemeinsam feiern und siegen

Der MSV Duisburg will sich gegen den FF USV Jena nach dem erfolgreichen Klassenerhalt von seinen Fans mit einem Erfolg aus der Saison verabschieden. Duisburgs Trainer Thomas Gerstner, dessen Vertrag unter der Woche um zwei Jahre verlängert wurde, meint: „Wir wollen das Spiel selbstverständlich positiv gestalten und unsere treuen Fans noch einmal mit einem tollen Sieg begeistern.“

Greulich will sich mit Sieg verabschieden

Jenas Trainerin Katja Greulich, deren im Sommer auslaufender Vertrag nicht verlängert wird, sagt: „Für viele Spielerinnen wird es der letzte Tag im Trikot des FF USV sein. Wir setzen noch einmal alles daran, um uns mit einem Sieg aus der Liga zu verabschieden.“

Bremen ohne Druck

Der SV Werder Bremen hat ebenfalls den Klassenerhalt bereits sicher und kann gegen die TSG 1899 Hoffenheim befreit agieren. „Die Mädels können nach dem erreichten Klassenerhalt ohne jeglichen Druck aufspielen. Ein Sieg zum Abschluss wäre natürlich der optimale Abschluss hinter diese lange Spielzeit“, so Bremens Trainerin Carmen Roth.

Ernüchterung in Hoffenheim

Beim Gegner aus dem Kraichgau ist hingegen nach der durchwachsenen Rückrunde Ernüchterung eingekehrt. „Nach der Rückrunde können wir nicht nach Bremen fahren und sagen: Wir gewinnen dort. Wir werden aber alles versuchen, nochmal Punkte zu holen, um wenigstens den Saisonabschluss positiv zu gestalten“, so Hoffenheims Trainer Jürgen Ehrmann.

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

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