Frauen-Bundesliga: Vorschau auf den 21. Spieltag

Von am 27. Mai 2018 – 1.42 Uhr 5 Kommentare

Zwei Spieltage vor Saisonende spitzt sich der Kampf um den zweiten Champions-League-Startplatz und gegen den Abstieg zu. In München kommt es zum Topspiel gegen den VfL Wolfsburg. Für Bremen, Duisburg, Jena und Köln geht es um wichtige Punkte für den Klassenerhalt.

Spielszene des DFB-Pokal-Finales zwischen Bayern Müchen und dem VfL Wolfsburg

Nur acht Tage nach dem DFB-Pokalfinale stehen sich Fridolina Rolfös (li.) Bayern München und Ewa Pajors VfL Wolfsburg erneut gegenüber © imago / Hartenfelser

Am ungewohnten Spielort FCB-Campus (14 Uhr, SPORT1, DFB-TV, TELEKOM SPORT live) hat der Tabellenzweite FC Bayern München die Chance, gegen den bereits feststehenden Meister VfL Wolfsburg mit einem Sieg aufgrund des klar besseren Torverhältnisses gegenüber dem SC Freiburg den europäischen Startplatz nahezu sicher in der Tasche zu haben.

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Zumal der Gegner nach der Niederlage gegen Olympique Lyon im Champions-League-Finale körperlich und mental angeschlagen sein dürfte. „Nach der schmerzlichen und unglücklichen Niederlage im DFB-Pokalfinale vor einer Woche, wollen wir einen neuen Anlauf nehmen und versuchen, das Wolfsburger Topteam zuhause zu schlagen“, so Bayern-Trainer Thomas Wörle.

Enges Spiel erwartet

Wolfsburgs Trainer Stephan Lerch sagt: „Wir stellen uns wieder auf ein enges Spiel ein und wissen, dass es für Bayern noch um die Sicherung des zweiten Platzes und somit die Qualifikation zur Champions League geht. Wir sind froh, dass wir als Meister nach München reisen und daher befreit aufspielen können.“

Freiburg will Hausaufgaben erledigen

Der SC Freiburg will beim FF USV Jena seine Hausaufgaben erledigen, um den Druck auf den FC Bayern München aufrechtzuerhalten. „Wir müssen unser Spiel durchbekommen, vom Kopf her sofort da sein und die Situation annehmen. Wenn uns das gelingt bin ich sicher, dass wir die drei Punkte mitnehmen können“, so Freiburgs Trainer Jens Scheuer.

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Jenas Trainerin Katja Greulich meint: „Im Fußball ist alles möglich und ich gehe davon aus, dass wir für unseren schweren und steinigen Weg belohnt werden. Wir müssen dieses Spiel als eine Chance begreifen. Wir sind immer noch im Rennen und haben die Möglichkeit, diese Liga zu halten.“

Frankfurt will Essen ein Bein stellen

Der 1. FFC Frankfurt ist zu Gast bei der SGS Essen und geht voller Optimismus ins letzte Auswärtsspiel. „Wir haben das Potenzial, den Essenerinnen ein Bein zu stellen und es wäre eine tolle Sache, mit einem Erfolg von der letzten Auswärtsreise der Saison zurückzukehren!“, so FFC-Trainer Niko Arnautis.

Essens Trainer Daniel Kraus meint: „Ich denke, dass wir bisher eine gute Rückrunde gespielt haben. Daraus wollen wir in den verbleibenden zwei Partien eine sehr gute machen.“

Duisburg kann Klassenerhalt perfekt machen

SC Sands Trainer Sascha Glass meint vor dem Heimspiel gegen den MSV Duisburg: „Es gilt jetzt nochmal, alle Kräfte für die letzten beiden Spiele zu bündeln, um uns für die harte Arbeit in den letzten Wochen und Monaten mit Platz 7 zu belohnen.“

Doch der MSV dürfte etwas dagegen haben, denn mit einem Sieg kann der Klassenerhalt perfekt gemacht werden. „Wir können aus eigener Kraft jetzt den Klassenerhalt perfekt machen und dafür wollen wir die wichtigen drei Punkte einfahren“, so Duisburgs Trainer Thomas Gerstner.

Hoffenheim will kleine Brötchen backen

TSG 1899 Hoffenheims Trainer Jürgen Ehrmann ist nach der durchwachsenen Rückrunde seines Teams vorsichtig. „Es wäre schön, wenn wir gegen Potsdam etwas Zählbares holen könnten. Wir sollten derzeit aber lieber kleine Brötchen backen, deshalb ist es uns zunächst einmal wichtig, dass wir uns mit einer guten Leistung von den Fans verabschieden.“

Abstiegskrimi Köln gegen Bremen

Ein packendes Duell dürften sich der 1. FC Köln und der SV Werder Bremen liefern (ab 14 Uhr live auf TELEKOM SPORT), denn beide Teams benötigen die Punkte im Kampf gegen den Abstieg gleichermaßen. Bremens Trainerin Carmen Roth meint: „Wir wissen um die Wichtigkeit des Spiels und werden bereit sein, 90 Minuten zu kämpfen. Wir reisen mit Vorfreude nach Köln und mit dem Ziel, am Sonntag mit einem Sieg dem Klassenerhalt einen Schritt näher zu kommen.“

Kölns Trainer Will Breuer gibt sich kämpferisch: „Es ist für uns ein Endspiel. Wir müssen zwei Mannschaften in der Liga hinter uns lassen und das ist noch möglich.“

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

5 Kommentare »

  • Digger Dunn sagt:

    Schade für Freiburg, daß der Vfl Wolfsburg mit dezimierter Kapelle zu den Bayern fährt. Und ob beim Rest der Wölfinnen noch der nötige Biss vorhanden ist, den Bayern unbedingt drei Punkte abknöpfen zu wollen, ist doch sehr fraglich.

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  • Altwolf sagt:

    @Digger Dunn

    Was kannst Du von den Wölfinnen nach so einem Spielplan der letzten Wochen erwarten ?

    Grössere Chancen jetzt gegen WOB zu gewinnen gibt es doch kaum für d. FC Bayern und somit kann auch der SC Freiburg „Opfer“ dieses unglücklichen Ablaufes werden. Selbst mit einem „CL-Gewinn“ wäre es kaum anders.

    Natürlich muß der SC auch erst einmal seine „Hausaufgaben“ gegen Jena machen und möglichst auch das Torverhältnis deutlich verbessern.

    Aber hat bei solch einer Konstellation irgend jemanden interessiert, was der VFL vor dem CL-Finale ableisten musste ? Somit war es für OL schon ein ziemlicher Vorteil körperlich wesentlich fitter in das Spiel zu gehen.

    Deshalb kann ich den Wölfinnen nur nochmals für diesen Kraft- u. Willensakt meine Bewunderung aussprechen und ich bin mir sicher, daß sie auch heute gegen den FC Bayern Alles geben werden, auch wenn man kaum noch etwas zuzusetzen hat.

    Ich bin sehr gespannt, mit welcher Aufstellung WOB spielen wird, wobei sicherlich die 3 Neuverpflichtungen dabei sein werden, sicher auch Z.Jakabfi, genauso werden S.Björg G. u. C.Hansen fehlen.

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  • vikkybummsy sagt:

    ..ob das mal nicht so gewollt ist… kaputte WOB gegen fitte Bayern. Wer sich den Spielplan ausgedacht hat alle Achtung. Die Leidtragenden könnte die“graue Maus SCF“ ohne Namen im internationalen Geschäft sein. Ich hoffe und wünsche das man sich am Ende seitens der Macher kräftig verspekuliert hat. Gerechter wäre es jedenfalls gewesen die entscheidenden Spiele am letzten Spieltag auszutragen. Die 4-5 Favoriten-Teams waren von Anfang an bekannt. WOB muss jedenfalls im letzten Spiel gegen „Mitfavorit“ Köln ran.

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  • SCF Klausi sagt:

    @ Digger Dunn , @ Altwolf

    Die Situation das der SC Freiburg auf Schützenhilfe von Wolfsburg und Frankfurt angewiesen ist um die CL noch zu erreichen haben sie sich durch die unnötigen Niederlagen in Duisburg und Potsdam,vielleicht auch in Wolfsburg selbst zu zu schreiben.

    Aber egal in welcher Startaufstellung die Wölfinnen in München antreten sollte diese immer noch stark genug sein um wenigstens ein Remis zu holen.Und ich hoffe doch,das der VfL gerade gegen seinen größten Rivalen das Spiel freiwillig abschenkt weil es für sie außer um Prestige um nichts mehr geht.

    München steht mehr unter Druck,weil Freiburg will und München muss in die CL,das könnte ein Vorteil für Freiburg sein.

    (2)
  • SCF Klausi sagt:

    @ vikkybummsy

    Für diese Konstellation kann man den Saisonplanern beim DFB keinen Strick drehen.Das hat sich einfach aus den erzielten Ergebnissen der Teams so ergeben und ist so nicht vorhersehbar.

    Einzig über die Terminierung des Pokalendspiels kann man diskutieren.Da dieser vom Endspiel der Herren abgekoppelt wurde hätte er auch auf die Woche nach Saisonende gelegt werden können und stattdessen an diesem Tag einen regulären Spieltag ansetzen können.Auf die anstehende und unnötige Kanada Reise des N11 Teams hätte dies keinen Einfluss gehabt.

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