Champions League: VfL Wolfsburg verliert dramatisches Finale

Von am 24. Mai 2018 – 21.01 Uhr 32 Kommentare

Der VfL Wolfsburg hat das Endspiel der Champions League gegen Olympique Lyon trotz Führung in der Verlängerung am Ende deutlich verloren. Knackpunkt war dabei die Gelb-Rote Karte gegen Alex Popp.

Riesengroße Enttäuschung bei den Spielerinnen des VfL Wolfsburg

Riesengroße Enttäuschung bei den Spielerinnen des VfL Wolfsburg © imago / GEPA pictures

Bei der 1:4 (0:0)-Niederlage nach Verlängerung vor 14.237 Zuschauern im Valeriy-Lobanovski-Stadion von Kiew brachte Pernille Harder die Wolfsburgerinnen anfangs der Nachspielzeit in Führung (93.).

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Platzverweis bringt Wende

Doch nach der Gelb-Roten Karte gegen Alex Popp (96.) nach einem Foul an Delphine Cascarino ging es Schlag auf Schlag: Amandine Henry (98.), Eugénie Le Sommer (99.), Ada Hegerberg (103.) und Camille Abily (116.) sorgten für den dritten Champions-League-Sieg Lyons in Folge gegen am Ende sichtlich körperlich und mental erschöpfte Wolfsburgerinnen.

Tor oder kein Tor?

Dabei war Lyon in der regulären Spielzeit bereits die über weite Strecken Spiel bestimmende Mannschaft mit mehr Zug zum Tor als die in vielen Phasen des Spiels nervös wirkenden Wolfsburgerinnen. Mitte der zweiten Halbzeit gab es die umstrittenste Szene der Partie, als Noelle Maritz einen Ball womöglich erst hinter der Torlinie erwischte – doch mangels Torlinien-Technologie lässt sich nicht zweifelsfrei belegen, ob es ein regulärer Treffer der Französinnen war oder nicht.

Spielszene des Champions-League-Finales zwischen dem VfL Wolfsburg und Olympique Lyon

Spielszene des Champions-League-Finales zwischen dem VfL Wolfsburg und Olympique Lyon © imago / Newspix

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Führung durch Harder

Gegen den Spielverlauf brachte die ansonsten eher blasse Pernille Harder die Wolfsburgerinnen zu Beginn der Verlängerung mit einem abgefälschten Schuss in Führung (93.). Doch die sollte nur kurz Bestand haben, denn nur drei Minuten später musste Alex Popp nach einem Foul an Delphine Cascarino mit einer Gelb-Roten Karte vom Platz (96.).

Lyon dreht Partie

Lyon ließ sich nicht zweimal bitten und Amandine Henry gelang nur zwei Minuten später mit einem platzierten Schuss in den Winkel der Ausgleich (98.). Nur eine Minute später brachte dann Eugénie Le Sommer nach Vorarbeit der eingewechselten Shanice van der Sanden die Französinnen in Führung (99.) und kurz darauf sorgte Ada Hegerberg nach erneuter Vorarbeit der niederländischen Europameisterin für die Vorentscheidung (103.). Der eingewechselte Camille Abily war es dann vorbehalten, in ihrem letzten Spiel für Lyon mit dem 4:1 ihre Erfolgskarriere zu krönen (116.).

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

32 Kommentare »

  • Fan sagt:

    Liebe Wob-Hasser,
    wie @balea und @Fisch und wie ihr alle heisst. Mit Genuss habe ich hier eure Hass- und Neidkommentare gelesen, zeigen sie doch euren wahren Charakter. Ihr seit keine Sportsleute, ihr solltet euch schämen für das was ihr hier im Forum von euch gebt. Aber wisst ihr was das Schöne ist? Ihr werdet nichts, aber auch gar nichts bewirken. Die Wölfinnen werden weiter ihren erfolgreichen Fußball spielen.

    (2)
  • Ludwig sagt:

    @fisch: Muss man dich jetzt eventuell so verstehen, dass in Lyon die Spielerinnnen Geld mitbringen müssen, um da spielen zu dürfen?

    (8)
  • Fan sagt:

    @Ludwig,

    gewisse Leute hier im Forum stehen anscheinend lieber zu Teams welche von Scheichs aus Ländern im Orient finanziert werden wo die Menschenrechte mit Füssen getreten werden und Frauen so gut wie keinerlei Rechte haben.

    (3)
  • Gerd Karl sagt:

    Eine Top besetzte Ersatzbank ist sehr wichtig,siehe Lyon.
    Bei ausländischen Teams motzt keiner die dürfen das, die alte deutsche Krankheit, Deutschland ist immer schlecht,das bekommen wir schon in der Schule beigebracht.
    Zurück zum Fussball,so wie Lyon nach der gelb roten Karte von Popp, Van der Sanden von der Bank bringen könnte ist dies von grossem Vorteil für Lyon gewesen.
    Dies will der FC Bayern München und der VfL Wolfsburg auch machen, denn für die CL und die Bundesliga braucht man eine top Bank für Titel.

    (4)
  • balea sagt:

    @Fan und Gerd Karl

    jaja, die deutsche Herrlichkeit. Scheich Gelder schlecht, aber Dieselgeld moralisch einwandfrei. Ein paar tausend Tote wegen schlechter Luft, ein paar Milliarden Euros, um die man die Verbraucher geprellt hat und die man wegen guter „politischer Beziehungen“ anders als in den USA NICHT erstatten muss — Schwamm drüber.

    Moral und Anstand (und Nation für Gerd Karl) sind keine Kategorien, mit denen WOB oder Bayern Anhänger argumentieren sollten…

    (-10)
  • Altwolf sagt:

    @balea

    Woher nimmst Du dir das Recht heraus hier moralische Belehrungen zu erteilen, das von jemandem, der offenbar in seinem Rechtsempfinden die „Sippenhaft“ immer noch in seinem Inneren trägt.

    Was hat deine „Pauschalverurteilung“ mit der Leistung der Spielerinnen des VFL Wolfsburg zu tun ?

    Sicher ist die VFL WOB Fußball GmbH eine „Tochter“ des VW-Konzerns, aber bist Du dann auch „mitschuldig“, wenn in deinem familiären Umfeld ein „Vergehen“ begangen worden ist ?

    Deine Art mit dem „pseudomoralischen Finger“ ständig wiederholend auf rein sportliche Ereignisse zu zeigen und damit deiner, wie auch @fischs seit Jahren (also auch schon lange vor dem Diesel-Skandal) bekannt grosser Abneigung gegenüber WOB, noch mehr Abfälligkeit Ausdruck zu geben, bestätigt, wie sehr die Enttäuschung über den Wandel im Frauenfußball, nach Jahren des Erfolges, noch in dir steckt.

    Du vermisst „kühle Neutralität, Sachlichkeit und Objektivität“ in Kommentaren von @enthusio ?
    Beurteile mal deine eigenen Kommentare.
    Da nimmst Du dich wohl selbst auf den Arm.

    (2)
  • balea sagt:

    @Altwolf
    Wenn von WOB – Fans gegen die ÖLscheichs von Lyon polemisiert wird disqualifiziert sich Dein Gezeter schlicht und einfach.

    (-5)
  • Fan sagt:

    @balea,

    ich möchte hier nicht mit dir über den Dieselskandal diskutieren. Denn wenn du Nachrichten verfolgst hat nicht nur VW sondern fast die gesamte Autoindustrie hier betrogen. Und wenn du das schon im Zusammenhang mit dem VfL Wolfsburg siehst, dann müßtest du auch gegen die Nationalmannschaft sein, denn da ist seit ein paar Monaten nämlich auch VW als Nachfolger von Mercedes der Hauptsponsor. Auch werden alle Vereine der 1. und 2. Bundesliga von VW mit gesponsert. Das kannst du an den Werbeaufdrucken auf den Ärmeln der Trikots sehen. Also ich würde dir jetzt schon raten dass du den „ball flach halten solltest“. Dass du die Frauenmannschaft des VfL Wolfsburg nicht magst ist dein gutes Recht. Aber hier im Forum Hass- und Neidkommentare abzuliefern ist sportlich gesehen unfair, dafür habe ich dich und Andere kritisiert! Nur zu deiner Info, auch ich mag auch einen Verein nicht besonders, aber im Gegensatz zu dir werde ich hier im Forum keinen Kommentar in der Form wie du es tust abgeben.

    (2)
  • balea sagt:

    @Fan

    Du hast hier angefangen über Menschenrechte zu schreiben, die es ja „im Orient“ für Frauen nicht geben würde… Ball flach halten wäre also für Dich ganz passend, nicht wahr?
    VW investiert in sein Sportmarketing und dabei am prominentesten in die WOB – Clubs, gerade damit eine enge Verbindung zwischen Verein und Marke entsteht. In guten wie in schlechten Zeiten. So ist das nun mal… Alles eine eigene Moral des Geldes.

    (-6)
  • Altwolf sagt:

    @balea

    Und schon bin ich für die Aussagen anderer User „mitschuldig“ ?

    Auf Kritik an deinen Äußerungen könnte man doch etwas mehr Niveau erwarten und du solltest auf abfälliges „Beiwerk“ verzichten.

    “ disqualifiziert sich Dein Gezeter schlicht und einfach“

    Deine Gedankengänge erscheinen wahrlich sehr schlicht und sehr einfach, da nicht willens zu differenzieren oder es nicht zu können.

    Selbst ständige „Pauschalverurteilungen“ zu äussern und dann von „Anstand und Moral“ zu sprechen hat schon etwas „Geniales“ in der Selbsteinschätzung.

    (2)
  • Fan2 sagt:

    So, jetzt möchte ich auch noch ein paar Zeilen zum Spiel schreiben:
    Zunächst sollte man hier mal darauf eingehen, was hier vor dem Spiel groß getönt wurde, nämlich, dass Wolfsburg doch eher Favorit im Finale sei als Lyon. Davon war im ganzen Spiel rein gar nichts zu sehen. Klar, Wolfsburg hatte die ein oder andere Aktion, die man Torchance nennen mag, davon war aber bis zum Tor von Harder nichts auch nur im Ansatz zwingendes dabei, wenn überhaupt irgendeiner der Schüsse tatsächlich aufs Tor ging. Ich kann mich jedenfalls nicht an eine Parade auf Lyoner Seite erinnern.
    Spätestens ab der 60. Minute, nach der Auswechslung von Gunnarsdottir, eine Auswechslung, zu der es vermutlich überhaupt nicht hätte kommen müssen, wenn man ihr während der Saison mal mehr Verschnaufpausen gegönnt hätte und sie nicht auf dem Zahnfleisch gegangen wäre, war es ein Spiel auf ein Tor und Lyon tauchte jede zweite Minute vor dem Wolfsburger Tor auf. Dass Wolfsburg es überhaupt in die Verlängerung geschafft hat, lag nicht nur an der Schiedsrichterin, sondern auch an Schult, die das ein oder andere Mal einen gefährlichen Ball gut pariert hat.

    In der Verlängerung entstand dann das Tor von Pernille Harder dann, wie es zum Spielverlauf passt: Praktisch aus dem Nichts. Ein Distanzkullerschuss, vermutlich noch leicht abgefälscht von Mbock Bathy, bei dem die Torhüterin auf dem falschen Fuß erwischt wurde. Viel anders hätte es auch kaum zu einem Tor von Wolfsburg kommen können. Ich vermute, hätte Wolfsburg diese Führung über die Zeit gerettet, dann wäre es hier viel mehr Thema, wie es zu dem Tor kam und wie schlecht die Abwehr dabei aussah.

    Ich für meinen Teil sehe allerdings nicht so sehr die rote Karte als den Knackpunkt, sondern viel mehr die Einwechslung von Shanice van den Sanden. Ich behaupte mal, dass selbst mit 11 Spielerinnen die linke Seite sie kaum in den Griff bekommen hätte. Maritz und auch Wedemeyer waren sichtlich überfordert von ihrem Tempo, dass an Elodie Thomis erinnerte. Der Sieg wäre vielleicht nicht so hoch ausgefallen, aber ich vermute doch, dass Lyon dieses Spiel noch gedreht hätte.

    Nichtsdestotrotz hat die Rote Karte dies natürlich noch umso mehr begünstigt. Auch sie kam mit Ansage. Bei aller lobenswerten Einsicht, die Popp danach geübt hat, auch und gerade im Sportstudio, eines glaube ich nicht: Ich glaube ihr nicht, dass es nicht wieder passieren wird. Dafür hat sie sich einfach zu wenig im Griff, spielt mit zuviel Emotion und rauscht allgemein zu stark in die Zweikämpfe rein. So wie sie die Gegnerin von vorne umsenst, keine Chance auf den Ball mehr hat, weil sie viel zu spät kommt und den Fuß drauf hält, war das Foul allein schon im leicht dunkelgelben Bereich. Doch auch hier trifft Lerch eine Mitschuld: Eine Spielerin, von der bekannt ist, dass sie so rustikal zu Werke geht, hat auf der „6“, auf der erfahrungsgemäß sehr viele Zweikämpfe geführt werden, einfach absolut nix verloren. Denn damit riskiert man es eben, dass sie irgendwann mal fliegt, weil sie eben zu spät kommt.

    Auch wenn man nicht schadenfroh sein soll, aber ich gönne es Alex Popp mal, dass ein Finale aufgrund ihrer Dummheit entschieden wurde, genauso wie ich und viele andere es wohl einem Sergio Ramos gönnen würden. Beide haben einen Spielstil, der in den Gegner ohne Rücksicht auf Verluste reingeht, die gleichzeitig aber auf Schwalben setzen und bei jedem Foul an ihnen die ersten sind, die reklamieren und die große Show abziehen.

    Vermutlich braucht Popp aber noch zwei bis drei solcher Schüsse vor den Bug, bis bei ihr mal ein Umdenken einsetzt, ob sie ihrem Team mit diesem Spielstil wirklich hilft.

    Wir können Lyon dabei nur dankbar sein, dass sie nach dem 3:1 nicht zurückgezogen haben, sondern das vierte noch draufgelegt haben. Es hätte gerne auch noch ein 5. oder 6. sein können.

    Meines Erachtens hat dieses Finale mal wieder gezeigt, dass der Spalt zwischen Lyon und Wolfsburg nicht etwa kleiner, sondern eher noch größer wird. Lyon hat das ganz abgeklärt gemacht, hat sich natürlich ein Törchen gefangen, das ebenfalls dumm war, konnte aber eben noch von der Bank reagieren, was Wolfsburg in der Form eben nicht konnte, weil nach der 1. Elf eben nicht mehr viel kommt, was da noch mithalten kann. Wedemeyer hat die Abwehr eher geschwächt, Wullaert trat vorne überhaupt nicht in Erscheinung, gleiches gilt auch für Kershowski. Gerade Wedemeyer und Kershowski haben über die Saison, wie viele andere Bankdrücker auch, viel zu wenig Spielpraxis in wichtigen Spielen bekommen, als dass sie sich gut in die Mannschaft integrieren konnten.

    Wolfsburg hat sich also zu einem Großteil auch selbst mit geschlagen. Es wäre nicht notwendig gewesen.

    (-4)
  • bale sagt:

    Wullaert war leider in der Abwehr aufgestellt und ich wünsche ihr vom ganzen herzen,das sie einen findet wo sie auch mal von Anfang an eigesetzt wird.Und ja shanice,die Holländerin kann niemand aufhalten,wenn sie imflow ist.
    schade,das sie nicht in der Bundesliga spielt.
    das waren noch zeiten, mit Ally Kriegern,Hexenberg,midiema,

    (-1)

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