VfL Wolfsburg ist DFB-Pokalsieger

Von am 19. Mai 2018 – 18.31 Uhr 34 Kommentare

Der VfL Wolfsburg hat zum vierten Mal in Folge den DFB-Pokal gewonnen. Caroline Hansen sorgte in einem dramatischen Elfmeterschießen für die Entscheidung.

Die Spielerinnen des VfL Wolfsburg bejubeln den DFB-Pokal-Sieg

Der VfL Wolfsburg setzte sich im DFB-Pokal-Finale verdient nach Elfmeterschießen durch © imago / Jan Hübner

Vor 17.692 Zuschauern im Kölner RheinEnergieStadion fielen in der regulären Spielzeit und der Verlängerung keine Treffer. Caroline Hansen verwandelte den entscheidenden Elfmeter zum 3:2-Erfolg nach Elfmeterschießen.

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Fünf vergebene Elfmeter

Zuvor waren Melanie Behringer, Kristin Demann und Lucie Voňková mit ihren Versuchen gescheitert, genauso wie Zsanett Jakabfi und Ella Masar auf Wolfsburger Seite.

Wolfsburg überlegen, aber uneffektiv

Bis auf die Anfangsphase hatte der VfL Wolfsburg mehr vom Spiel, kreierte aber gegen laufstarke Bayern-Spielerinnen nur wenige Chancen. Beide Teams hatten Pech, dass ihnen bei Fouls von Nilla Fischer an Nicole Rolser und Carina Wenninger and Pernille Harder jeweils ein Elfmeter versagt blieb.

Schult hat Glück auf ihrer Seite

Wolfsburgs Torhüterin Almuth Schult meinte: „Ich bin froh, dass wir heute das Glück auf unserer Seite hatten. Wir haben auch schon mal im Champions-League-Finale im Elfmeterschießen verloren.“

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Laudehr enttäuscht

Bayern-Mittelfeldspielerin Simone Laudehr, die nach mehrmonatiger Verletzungspause in der Verlängerung ihr Comeback feierte, meinte: „So eklig kann Fußball sein. Wir haben umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Vielleicht hätten wir die letzten Bälle noch etwas besser ausspielen können.“

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

34 Kommentare »

  • Altwolf sagt:

    Ich hatte nun nochmals in der ARD Mediathek die Möglichkeit das Spiel in voller Länge zu sehen und sehe meine Live-Beobachtung im Stadion im Wesentlichen bestätigt.

    Allerdings habe ich noch keinen so von den Spielerinnen des FC Bayern begeisterten Kommentator vernommen. Ich hoffe er geht auch als Zuschauer demnächst zu den Spielen der FC Bayern Ladys ins Stadion.

    Was mich jedoch überrascht hat, war S.Laudehr, die offenbar keine Lust auf eine Entscheidung im Elfmeterschießen hatte und mit „entschlossenem“ Einsatz im Strafraum dafür sorgen wollte WOB zu einem Elfmeter zu verhelfen und auch ihr gerade erfolgtes Comeback wieder zu beenden.

    Eine Spielerin, die nicht zum ersten Mal, eine wohl überlegte Tätlichkeit (gegen P.Harder im 16er), also eindeutig nicht im Affekt, begeht, möchte ich nicht im Team haben und erst recht nicht in der N-11, denn sie gefährdet nicht nur die Gesundheit der Gegenspielerin, sondern auch den Erfolg des eigenen Teams.
    Mit diesem Kenntnisstand ist auch der Sieg der Wölfinnen umso mehr verdient.

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  • Webcam sagt:

    Ups, neue Kommentare nach 15.36 h werden gar nicht mehr hier angezeigt …

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  • Altwolf sagt:

    @Markus Juchem

    Die beiden, von der Schiri nicht geahndeten, durchaus elfmeterwürdigen Foulspiele werden in der Berichterstattung, wie auch hier im Artikel, erwähnt, nicht aber die Tätlichkeit von S.Laudehr, die zu Recht davon spricht, wie „eklig“ Fußball sein kann, jedoch damit wohl nicht ihr eigenes Verhalten dabei im Sinn hatte.
    Selbst e. B.Schmelzer hatte diese Szene ( im TV doch deutlich erkennbar) in seinem Kommentar aufgezeigt, jedoch in der allgemeinen Berichterstattung wird es übergangen.

    Da die Schiri diese Situation nicht gesehen u. damit auch nicht bewertet hat, müßte da nicht der DFB bzw. das Sportgericht diese Unsportlichkeit doch noch im Nachhinein, wie auch im MF üblich, entsprechend sanktionieren ?

    Mich wundert auch, daß hier im Forum ein solches Verhalten, soweit es User sind, die das Spiel am TV verfolgten, ebenfalls nicht erwähnenswert ist.

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  • Der Zuschauer sagt:

    @Altwolf

    Altwolf,wenn Du das Foul von Lauder an Harder ( in der 111 Minute ) meinst,ich saß auf der Stadionseite,und konnte es genau sehen,haßt Du recht. Ich habe es mir gerade nochmal in Zeitlupe angesehen und muß Dir beistehen,es war ein klarer Elfmeter. Lauder haut Harder den Ellebogen voll in den Bauch.
    Aber das gleiche ist doch auch den Bayern am Abend passiert,trotz Videobeweise wurde kein Elfer gegeben. Dieses Foul wurde bis jetzt vom DFB auch nicht beanstandet.So ist nun mal Fußball,aber Dir brauche ich das ja nicht erklären.

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  • shane sagt:

    „Mich würde allerdings interessieren, warum Stephan Lerch die gegen Essen 2x erfolgreiche Stürmerin Ella McLeod(Masar), die gegen Lyon bekanntlich nicht spielberechtigt ist, fast das ganze Spiel über auf der Bank ließ.“

    mich auch. zumal masar grade in einsatzwillen und „durchtanken“ ihre staerken hat, also aus meiner sicht super dafuer geeignet gewesen waere, dem vfl nochmal ordentlich energie in der verlaengerung zuzufuehren. aber doch nicht (erst) im elfmeterschiessen.

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  • F.B. sagt:

    Ich habe im Stadion das Foul von Simone Laudehr an Pernille Harder auch nicht gesehen. Man kann nur sagen, dass eine solche Spielerin, die schon seit Jahren ihren Zenit überschritten hat und die nach einer mehrmonatigen Verletzungspause und einem Kurzeinsatz nichts besseres zu tun hat, als sich gleich zu einer saudummen Tätlichkeit hinzureißen, die ihrer Mannschaft ja eigentlich eine Niederlage hätte bescheren müssen, wohl besser daran getan hätte, ihre Karriere zu beenden.

    Zum Spiel. Für mich waren gestern die beiden Torhüterinnen und die Abwehrreihen die besten Akteurinnen. Auf Wolfsburger Seite sehr interessant, dass auch bei gegnerischem Ballbesitz oft mit einer Dreierkette agiert wurde, Lena Gößling in der Mitte, Noelle Maritz links und Nilla Fischer rechts. Anna Blässe war auf der rechten Seite in der Regel weiter vorgezogen und fügte sich nur hin und wieder in die Abwehrreihe ein. Ich hätte mir gewünscht, Joelle Wedemeyer von Anfang an zu sehen, sie hat bei ihren Einsätzen in der Rückrunde absolut souverän gespielt und vor allem als zentrale Spielerin in der Dreierkette überzeugt. Ich muss aber auch sagen, dass mich Claudia Neto auf der Sechs überzeugt, im Gegensatz zu Sara Gunnarsdottir und Alex Popp bringt sie mehr spielerische Qualität ein, was dem Mittelfeldspiel gut tut, und vermag auch den Ball meist sicher behaupten.

    Bei Alex Popp selbst muss ich sagen, dass ich sie im Moment nicht vermisse. Auf der Sechs ist sie für mich eine Fehlbesetzung. Das Spiel zu ordnen ist nicht ihre Stärke und sie hat auch nicht die Qualität, um Vertikalpässe zu spielen. Das hat man bereits letztes Jahr gesehen und ich verstehe nicht, warum man sie in der Rückrunde wieder auf diese Position zurückgezogen hat. In meinen Augen besteht dazu keine Notwendigkeit, denn Joelle Wedemeyer besitzt genug Qualitäten der Spieleröffnung, so dass Lena Gößling auf der Sechs spielen kann. Alex Popp bringt natürlich viel Robustheit und Stärke im Kopfballspiel ein, aber letztere fehlt dann auch in der Sturmspitze.

    Was die Offensive am Samstag betrifft, hat mich Lara Dickenmann am meisten überzeugt. Sie spielt wirklich eine ganz starke Rückrunde, hat nicht mehr die Leistungsschwankungen wie in den letzten Jahren. Ewa Pajor fand ich auch recht überzeugend, was ihr im Moment manchmal noch fehlt, ist ein bisschen mehr Entschlossenheit beim Abschluss. Pernille Harder tat sich länger schwer ins Spiel zu finden, drehte aber in der Verlängerung richtig auf und war am nächsten dran, ein Tor zu erzielen. Die große Enttäuschung der Saison ist für mich Caro Hansen. Sie spielte zum ersten Mal seit sie im Verein ist, eine Saison verletzungsfrei durch, ihre Durchschlagskraft vor dem Tor hat sie aber fast komplett eingebüßt. Daran vermag auch der verwandelte letzte Elfmeter nicht hinwegzutäuschen. Sie dribbelt sich zu oft fest, hat nicht den Blick für die Mitspielerin oder spielt den Ball zu spät. Ihre Egomanie hat ihr niemand in den letzten Jahren abgewöhnt und während sie in den vergangenen Spielzeiten oft entscheidende Tore erzielte und vor dem Tor äußerst entschlossen agierte, hat sie letztere Fähigkeit diese Saison stark eingebüßt. Für mich absolut unverständlich, warum sie immer noch eine Stammplatzgarantie hat und Zsanett Jakabfi und Tessa Wullaert auf der Bank sitzen müssen.

    Für das Spiel am Donnerstag wünsche ich mir, dass das Trainerteam entsprechenden Mut aufbringt, Joelle Wedemeyer in der Abwehr spielen lässt und keine Doppel-Sechs aus Gunnarsdottir/Popp bildet. Eine solche Kombination würde dazu führen, dass Lyon ein deutliches spielerisches Übergewicht im Mittelfeld erlangt und Wolfsburg sehr stark auf das Flügelspiel setzen müsste. Der große Vorteil liegt zurzeit freilich in der Defensive und den null kassierten Gegentoren in der Rückrunde.

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  • F.B. sagt:

    Ich habe im Stadion das Foul von Simone Laudehr an Pernille Harder auch nicht gesehen. Man kann nur sagen, dass eine solche Spielerin, die schon seit Jahren ihren Zenit überschritten hat und die nach einer mehrmonatigen Verletzungspause und einem Kurzeinsatz nichts besseres zu tun hat, als sich gleich zu einer saudummen Tätlichkeit hinzureißen, die ihrer Mannschaft ja eigentlich eine Niederlage hätte bescheren müssen, wohl besser daran getan hätte, ihre Karriere zu beenden.

    Zum Spiel. Für mich waren gestern die beiden Torhüterinnen und die Abwehrreihen die besten Akteurinnen. Auf Wolfsburger Seite sehr interessant, dass auch bei gegnerischem Ballbesitz oft mit einer Dreierkette agiert wurde, Lena Gößling in der Mitte, Noelle Maritz links und Nilla Fischer rechts. Anna Blässe war auf der rechten Seite in der Regel weiter vorgezogen und fügte sich nur hin und wieder in die Abwehrreihe ein. Ich hätte mir gewünscht, Joelle Wedemeyer von Anfang an zu sehen, sie hat bei ihren Einsätzen in der Rückrunde absolut souverän gespielt und vor allem als zentrale Spielerin in der Dreierkette überzeugt. Ich muss aber auch sagen, dass mich Claudia Neto auf der Sechs überzeugt, im Gegensatz zu Sara Gunnarsdottir und Alex Popp bringt sie mehr spielerische Qualität ein, was dem Mittelfeldspiel gut tut, und vermag auch den Ball meist sicher behaupten.

    Bei Alex Popp selbst muss ich sagen, dass ich sie im Moment nicht vermisse. Auf der Sechs ist sie für mich eine Fehlbesetzung. Das Spiel zu ordnen ist nicht ihre Stärke und sie hat auch nicht die Qualität, um Vertikalpässe zu spielen. Das hat man bereits letztes Jahr gesehen und ich verstehe nicht, warum man sie in der Rückrunde wieder auf diese Position zurückgezogen hat. In meinen Augen besteht dazu keine Notwendigkeit, denn Joelle Wedemeyer besitzt genug Qualitäten der Spieleröffnung, so dass Lena Gößling auf der Sechs spielen kann. Alex Popp bringt natürlich viel Robustheit und Stärke im Kopfballspiel ein, aber letztere fehlt dann auch in der Sturmspitze.

    Was die Offensive am Samstag betrifft, hat mich Lara Dickenmann am meisten überzeugt. Sie spielt wirklich eine ganz starke Rückrunde, hat nicht mehr die Leistungsschwankungen wie in den letzten Jahren. Ewa Pajor fand ich auch recht überzeugend, was ihr im Moment manchmal noch fehlt, ist ein bisschen mehr Entschlossenheit beim Abschluss. Pernille Harder tat sich länger schwer ins Spiel zu finden, drehte aber in der Verlängerung richtig auf und war am nächsten dran, ein Tor zu erzielen. Die große Enttäuschung der Saison ist für mich Caro Hansen. Sie spielte zum ersten Mal seit sie im Verein ist, eine Saison verletzungsfrei durch, ihre Durchschlagskraft vor dem Tor hat sie aber fast komplett eingebüßt. Daran vermag auch der verwandelte letzte Elfmeter nicht hinwegzutäuschen. Sie dribbelt sich zu oft fest, hat nicht den Blick für die Mitspielerin oder spielt den Ball zu spät. Man hat es nach wie vor nicht geschafft, ihr die Egomanie abzugewöhnen und während sie in den letzten Spielzeiten diese noch durch viele entscheidende Tore kompensierte, hat sie inzwischen ihre Torgefahr weitgehend eingebüßt.

    Für das CL-Finale wünsche ich mir ein bisschen mehr Mut beim Trainerteam. Joelle Wedemeyer sollte in der Innenverteidigung spielen, anstelle von Caro Hansen hätten Zsanett Jakabfi oder Tessa Wullaert einen Einsatz verdient. Ich hoffe hingegen nicht, das man auf eine Doppel-Sechs mit Gunnarsdottir/Popp setzen wird, da man in diesem Falle Lyon spielerisch das Mittelfeld überlassen würde. Hoffnung machen in jedem Falle die Defensive und null kassierte Gegentore in der Rückrunde.

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  • FFFan sagt:

    Spielbericht/-analyse zum Pokalfinale (Quelle: miasanrot.de):

    https://miasanrot.de/wolfsburg-bayern-pokalfinale-frauen/#

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  • holly sagt:

    Altwolf, wenn eine spielerin von wob xas Foul begangen hätte wären sch Seiten gefüllt hier. Tippe für Donnerstag ein 3:1 fur wob bete das wir an bord sport1 haben

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  • Gerd karl sagt:

    17964 Zuschauer sind sehr gut, gut ist auch das der DFB nur zahlende Zuschauer zählt.
    Warum dann der Kicker 3000 Zuschauer weniger anzeigt ist mir ein Rätsel.

    Der VfL Wolfsburg sehr stark,und verdienter Sieger.

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  • bale sagt:

    nein nein nein,es gibt viele Städte zb.im Osten von Deutschland,die auch so was auf die beine stellen könnten!!!!!!!!!!!da gibt es auch Familien,schulen und vereine!
    oder bitte in Köln vermarkten zb.altentagesstätten,Flüchtlingsheime,arme Familien und und und.

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  • balea sagt:

    Es ist doch spätestens seit der WM 2011 bekannt, dass Laudehr permanent unsportliche Mittel nutzt, absolut nichts Neues. Es ist aber wirklich unterhaltsam zu lesen, wie Leute, die ständig die Unsportlichkeiten der „eigenen“ Spielerinnen verteidigen nun plötzlich aufjaulen und ihre „Entfernung“ aus der Natio fordern. Immerhin hat sie ja schon ihre Nr 100 absolviert. Gabs darüber nicht kürzlich auch eine klitzekleine Debatte?

    (-1)
  • GG sagt:

    Nicht nur wegen der hier diskutierten „Tätlichkeit“ (111. Spielminute, Laudehr an Harder), würde ich mir das Spiel gerne nochmal in Gänze anschauen.
    In der von @Altwolf angesprochenen ARD-Mediathek bin ich leider nicht fündig geworden … vielleicht bin ich aber auch nicht entsprechend „beschlagen“ genug.
    Wäre eine Link-Bereitstellung in diesem Forum möglich ??
    Vielen Dank !!

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  • Altwolf sagt:

    @GG

    Die ARD Mediathek hält wohl nur 7 Tage lang die Videos vor, danach mit Datum vom 19.05. nur noch die 11m Entscheidung u. die Kommentatoren nach dem Spiel, so auch in DFB-TV. Deswegen muß man sich, wenn möglich,solche Spiele dann doch auf dem Videorekorder abspeichern

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