Lisa Weiß verlässt die SGS Essen

Von am 7. Mai 2018 – 16.46 Uhr 4 Kommentare

Torhüterin Lisa Weiß wird nach elf Jahren im Trikot von Frauenfußball-Bundesligist SGS Essen den Verein zum Saisonende verlassen und sich einer neuen Herausforderung stellen.

Lisa Weiß Aktion für die SGS Essen gegen den SV Werder Bremen

Lisa Weiß sagt nach elf Jahren der SGS Essen adé © imago /Nordphoto

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Die 30-jährige dienstälteste Spielerin der Essenerinnen wird somit offiziell beim Heimspiel gegen den 1. FFC Frankfurt am 27. Mai im Sportpark am Hallo verabschiedet – dort, wo sie am 7. Oktober 2007 ihr Ligadebüt feierte.

Über die Stationen Lohausener SV 1920 und FCR 2001 Duisburg wechselte die gebürtige Düsseldorferin 2007 zur SGS Essen.

Bereits in ihrer ersten Spielzeit absolvierte sie elf Einsätze im Erstligakader und entwickelte sich schnell zur Stammkraft. Insgesamt stand die Torfrau bisher wettbewerbsübergreifend in 204 Partien für die Essener auf dem Rasen. Zudem bestritt Weiß vier Spiele im Dress der DFB-Frauen.

Essen als zweite Heimat

Weiß erklärt: „Als ich mit 19 Jahren an der Ardelhütte stand, hätte ich nie gedacht, dass Essen meine zweite Heimat wird. Hier bin ich zur Bundesliga- und Nationalspielerin geworden. Für das entgegenbrachte Vertrauen bin ich unendlich dankbar. In elf Jahren haben wir viel zusammen gelacht, geweint und stets zusammen gehalten. An unser Pokalfinale 2014 werde ich trotz Niederlage immer wieder gerne zurückdenken. Meine Entscheidung, dieses tolle Team zu verlassen, ist mir unglaublich schwer gefallen. Doch manchmal kommt ein Zeitpunkt im Leben, wo es ein bisschen Mut braucht, um noch einmal eine neue Herausforderung anzunehmen.“

Aushängeschild der Frauenfußball-Bundesliga

SGS-Geschäftsführer Philipp Symanzik meint: „Lisa Weiß ist nicht nur sportlich, sondern insbesondere auch charakterlich ein Aushängeschild der SGS Essen und der gesamten Allianz Frauen-Bundesliga. Seit 2007 spielt sie mit unendlich viel Herzblut für uns und hat sich dabei auf und auch abseits des Platzes zu einer starken Persönlichkeit entwickelt. Insofern bedauern wir natürlich Lisas Entschluss, dass sie unser Vertragsangebot nicht überzeugen konnte. Gleichzeitig ist es bewundernswert, dass sie sich auch nach über einem Jahrzehnt Bundesliga noch einmal einen neuen Reizpunkt setzen möchte. (…) Wir wünschen ihr schon heute alles Gute sowie natürlich viel Erfolg für das nächste Kapitel in ihrer sportlichen Vita. (…)“

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Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

4 Kommentare »

  • bale sagt:

    wo geht es hin?

    (4) 6 Gesamt – 5 hoch – 1 runter
  • Aldur sagt:

    Die Aussage „…nach über einem Jahrzehnt Bundesliga noch einmal einen neuen Reizpunkt setzen…“ klingt nicht unbedingt nach einem Wechsel innerhalb Deutschlands. Bei allen Bundesligisten, die eine sportliche Verbesserung wären, sind die Planstellen im Tor auch (teils doppelt) vergeben.

    Interessant wird sein, wie die SGS das auffängt, da die bisherige Nr.2 Jill Strüngmann ja ebenfalls geht. Wird man mit den beiden Youngstern Lisa Klostermann und Kim Sindermann in die neue Saison gehen, oder noch eine erfahrenere Keeperin holen. Mal schauen…

    (9) 11 Gesamt – 10 hoch – 1 runter
  • enthusio sagt:

    Ich könnte mir Desiree Schumann gut in Essen vorstellen, ihr Vertrag in Frankfurt läuft am Saisonende aus.

    (-1) 9 Gesamt – 4 hoch – 5 runter
  • holly sagt:

    Vermute das lisa ins Ausland wechselt in Deutschlands würde es keinen Sinn machenm Find es aber sehr schade das lisa die sg verlässt

    (11) 13 Gesamt – 12 hoch – 1 runter