VfL Wolfsburg stürmt Richtung Titelgewinn

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Der VfL Wolfsburg hat beim SV Werder Bremen das Nachholspiel vom 17. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga souverän gewonnen. Maßgeblichen Anteil hatte dabei mit vier Treffern Zsanett Jakabfi.

Die Spielerinnen des VfL Wolfsburg bejubeln ein Tor beim 5:0-Sieg in Bremen
Die Wolfsburger Spielerinnen bejubeln einen der vier Treffer von Zsanett Jakabfi © imago / Nordphoto

Mit dem 5:0 (3:0)-Sieg vor 421 Zuschauern auf Platz 11 des Bremer Weserstadions bauten die Wolfsburgerinnen ihren Tabellenführung auf fünf Punkte aus und haben dabei immer noch ein Spiel weniger ausgetragen als der schärfste Verfolger FC Bayern München.

Vier Tore von Jakabfi

Die auf sechs Positionen gegenüber dem 2:0-Sieg gegen die Chelsea Ladies veränderte Wolfsburger Elf war von Beginn an überlegen, Jakabfi erzielte die frühe Führung (13.). Die Ungarin war in der Folge drei weitere Mal erfolgreich (43., 66., 87.), Ella Masar-McLeod war ebenfalls erfolgreich (18.).

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Gieseke verpasst Ehrentreffer

Die Bremerinnen konnten sich erst in der zweiten Halbzeit gelegentlich aus der Umklammerung lösen. Franziska Gieseke hatte bedrängt von Lena Goeßling mit einem Schuss von der Strafraumgrenze die beste Bremer Chance (77.), doch Wolfsburgs Torhüterin Almuth Schult hielt sicher.

Lerch hoch zufrieden

Wolfsburgs Trainer Stephan Lerch meinte: „Mein Fazit zum Spiel fällt sehr positiv aus. (…) An der einen oder anderen Stelle hätte wir die Angriffe noch konsequenter zu Ende spielen können. Aber die Leistung meiner Mannschaft war fokussiert, konzentriert und überzeugend. Wir haben die Tore zu den richtigen Zeitpunkten erzielt. Schon das Polster zur Halbzeit hat uns gutgetan. Auch hinten haben wir heute nichts zugelassen, deswegen bin ich schlussendlich sehr zufrieden mit der Art und Weise, wie wir heute gespielt haben.“

Engagement ok, Ergebnis nicht

Bremens Trainerin Carmen Roth erklärte: „Wir haben heute gegen einen der besten Gegner überhaupt gespielt. Leider sind wir durch einen Stellungsfehler früh in Rückstand geraten. Dennoch hat sich unsere Mannschaft gewehrt und alles reingeworfen. Durch die Ausfälle von Katharina Schiechtl und Michelle Ulbirch, die uns kurzfristig fehlten, mussten wir in der Defensive einiges umstellen. Das ist gegen einen Gegner wie Wolfsburg auf die Schnelle nicht einfach zu kompensieren. Natürlich können wir mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein, aber das Engagement, das wir gezeigt haben, war vollkommen in Ordnung.“

Tabelle Frauenfußball-Bundesliga

Pl.TeamSp.S.U.N.Tore+-Pkt.
1.Logo des VfL Wolfsburg VfL Wolfsburg22182256:84856
2.Logo des FC Bayern München Bayern München22172362:154753
3.Logo des SC Freiburg SC Freiburg22153450:153548
4.Logo des 1. FFC Turbine Potsdam Turbine Potsdam22136350:212945
5.Logo der SGS Essen SGS Essen22123743:301339
6.Logo des 1. FFC Frankfurt 1. FFC Frankfurt221011129:25431
7.Logo des SC Sand SC Sand22931032:34-230
8.Logo der TSG 1899 Hoffenheim 1899 Hoffenheim22811322:32-1025
9.Logo des MSV Duisburg MSV Duisburg22601616:33-1716
10.Logo des SV Werder Bremen Werder Bremen22351426:59-3314
11.Logo des 1. FC Köln 1. FC Köln2232178:78-7011
12.Logo des FF USV Jena FF USV Jena22241612:56-4410

Letzte Aktualisierung am 13.11.2019 / * = Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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never-rest
never-rest

Werder geht zum Ende der Spielzeit leider die Puste aus. Das Verletzungspech kann in Bremen anders als in Wolfsburg nicht einfach von der Bank kompensiert werden. Trotzdem überrascht die Niederlage gegen den kommenden Meister sicher nicht. Bei Wolfsburg konnten sich auch mal wieder die Ersatzspielerinnen beweisen, wobei die überragende Jakabfi eigentlich viel zu schade für die Bank ist. Gut gefallen hat mir auch Wedemeyer, wenn auch nicht alles geklappt hat und sie in der Abwehr nicht all zu sehr gefordert wurde. Sehr schön die zwei punktgenauen langen Bälle auf die linke Außenbahn, die im Anschluss gleich zu zwei Treffern für… Weiterlesen »

Fußball, F1
Fußball, F1

Jetzt kommen die shweren Brocken. In einer Woche Freiburg. München im Doppelpack und Frankfurt sind auch nicht unbebdingt leicht. Und dann noch Lyon als Sahnehäubchen.

FFFan
FFFan

Oft wird erzählt, die Bundesliga sei in den letzten Jahren viel ausgeglichener geworden. Doch davon kann keine Rede sein. Im Gegenteil: die ‚Schere‘ zwischen den Spitzenteams und den abstiegsbedrohten Mannschaften geht immer weiter auseinander! Ein Beispiel dafür war das gestrige Nachholspiel von Werder Bremen gegen Tabellenführer VfL Wolfsburg. Obwohl Wolfsburgs Trainer S.Lerch ihnen den Gefallen tat, einige Stammkräfte zu schonen und andere Spielerinnen z.T. auf ungewohnten Positionen einzusetzen (bspw. Stürmerin E.Masar McLeod als rechte Verteidigerin), hatten die Gastgeberinnen nicht den Hauch einer Chance und waren mit dem Halbzeitstand von 0-3 noch gut bedient (auch wenn das dritte Tor stark abseitsverdächtig… Weiterlesen »

Detlef
Detlef

@FFFan, Deine Aussage ist ziemlich populistisch!!! Wob spielt im Moment in einer anderen Liga!!! Sie werden sehr wahrscheinlich wieder das Triple holen!!! Sie machen halt sehr viel richtig, und ihre Fehlerquote ist daher gering!!! Aber dahinter ist es doch sehr spannend!!! Theoretisch können immer noch drei Mannschaften den ersehnten Platz Zwei belegen!!! Und sehr spannend wird auch wieder der Abstiegskampf, wo immer noch vier Teams involviert sind!!! Duisburg und Bremen haben zudem in der Hinrunde gezeigt, daß sie den Großen durchaus Probleme bereiten können!!! Wenn sie allerdings nicht in Topbesetzung antreten können, fehlt halt schon die Qualität in der Breite!!!… Weiterlesen »

Aldur
Aldur

FFFan sagt: „Oft wird erzählt, die Bundesliga sei in den letzten Jahren viel ausgeglichener geworden. Doch davon kann keine Rede sein. Im Gegenteil: die ‚Schere‘ zwischen den Spitzenteams und den abstiegsbedrohten Mannschaften geht immer weiter auseinander!“ Es ist aber noch keine zwei Wochen her, dass der Tabellenletzte auswärts beim Tabellenzweiten ein Unentschieden geholt hat. Wäre das vor ein paar Jahren denkbar gewesen, als Potsdam und Frankfurt regelmäßig die Spitze bildeten? Ich sehe die höhere Ausgeglichenheit weniger in geringeren Punktabständen zwischen Spitze und Tabellenkeller, sondern eher darin, dass die einzelnen Spiele knapper werden. Es ist für die Großen weniger selbstverständlich, sehr… Weiterlesen »

schorschla
schorschla

Theoretisch könnte bereits beim Spiel der Wölfinnen gegen Freiburg die Messe gelesen und die Wölfinnen wieder Deutscher Meister sein. Geht man davon aus, dass WOB seine Hausaufgaben erfolgreich gestaltet, Siege in Frankfurt und gegen Freiburg einfährt und die Bayern am Sonntag gegen Potsdam patzen, was durchaus realistisch erscheint, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die Turbinchen nochmals so vorführen und abschlachten lassen wie vor 3 Wochen im Pokalhalbfinale, dann ist bei noch 3 ausstehenden Spielen der Vorsprung der Wölfinnen auf 10 Punkte (Wob 52 und Bayern 42 Punkte) angewachsen und nicht mehr einholbar.

holly
holly

ich habe auch nicht geglaubt das Turbine gegen Essen verliert. Auch wenn die sg so ein bisschen der Angstgegner von Turbine ist.

Detlef
Detlef

schorschla schrieb;
„…..und die Bayern am Sonntag gegen Potsdam patzen, was durchaus realistisch erscheint, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die Turbinchen nochmals so vorführen und abschlachten lassen wie vor 3 Wochen im Pokalhalbfinale“

Das sehe ich natürlich ganz genauso, und hoffe auf „Wiedergutmachung“!!! 🙂
Hier gibts schon mal eine klare Kampfansage in Richtung München!!!
https://www.youtube.com/watch?v=KeUW-HKWhHE

SCF Klausi
SCF Klausi

Ich denke mal,dass ganz unten im Südwesten am Sonntag einige den Turbinen die Daumen drücken und auf einen Sieg für Potsdam hoffen.

Witzfigur
Witzfigur

> Ich denke mal,dass ganz unten im Südwesten am Sonntag einige den Turbinen die Daumen drücken
> und auf einen Sieg für Potsdam hoffen.
Das Kontrastprogramm dazu sieht allerdings so aus, das die Potsdamer erstmal dem SC Sand und danach dem Vfl, aber auch Frankfurt noch zwecks Schützenhilfe die Daumen drücken und dem Fussballgott paar Kerzen anzünden werden! 😉
Immerhin stirbt die Hoffnung zuletzt.
Und am letzten Spieltag gastiert ja auch noch der Spielverderber SGS Essen im Breisgau…

FFFan
FFFan

@ Aldur: „Es ist aber noch keine zwei Wochen her, dass der Tabellenletzte auswärts beim Tabellenzweiten ein Unentschieden geholt hat. Wäre das vor ein paar Jahren denkbar gewesen, als Potsdam und Frankfurt regelmäßig die Spitze bildeten?“ Mir war klar, dass dieser Einwand kommen würde. Hast du das Spiel Bayern-Jena gesehen? Das ging zwar 0-0 aus, war aber alles andere als ein ‚Duell auf Augenhöhe‘! Und ja, auch früher hat es vereinzelt solche Überraschungen gegeben! @ Detlef: Deine Aussagen sind genauso „populistisch“! Und sie stehen auch nicht im Widerspruch zu dem, was ich geschrieben habe. Oder sind Freiburg, München und Potsdam… Weiterlesen »

Detlef
Detlef

@SCFKlausi,
Das glaube ich sofort!!!
Wenn die TURBINEN am Sonntag ihre Power auf den Rasen kriegen, werden wir in Potsdam aus dem selben Pragmatismus am Mittwoch den Wölfinnen die Daumen drücken!!!

Fan
Fan

@Hallo SCF Klausi,

nicht nur ganz unten im Südwesten, sondern auch im Südosten!

GG
GG

Ich möchte garnicht weiter darüber nachdenken, dass ein Großteil der in einer Vereinsmannschaft konzentrierten Spielerinnen der deutschen N11 in der kommenden Spielzeit womöglich NICHT in der UWCL antreten darf.
Und doch empfinde ich es momentan so, dass der FCB ganz wesentlich von nur #1 Spielerin – Mel Behringer – abhängig ist. Sollte Turbine am kommenden Sonntag in der Lage sein sie zu neutralisieren, besteht m.E. eine realistische Chance auf den Auswärtssieg. Und dann … kommt es am 27.05. zu einem ganz speziellen Spiel – wie ich vernommen habe, NICHT im Stadion an der Grünwalder Straße ???

Fan
Fan

@GG, es ist leider so dass bei der CL der Frauen die stärksten Nationen wie wir, Frankreich und z.Zt. England nur 2 Vertreter entsenden dürfen. Genau soviel wie z.B. Tschechien, wo es noch kein Verein weiter geschafft hat als bis zum Viertelfinale und dies auch nur durch glückliche Auslosungen. Dies ist meiner Meinung nach äusserst ungerecht! Denn wenn mehrere Spitzenvereine in der CL spielen könnten wäre dieser Wettbewerb schon in den Vorrunden und Achtelfinale spannender. Hier müßte sich mal was ändern! Da wären auch mal die Damen Ratzeburg und Co. vom DFB oder auch Nadine Kessler von der UEFA gefragt… Weiterlesen »

Aldur
Aldur

FFFan sagt:

„Das ging zwar 0-0 aus, war aber alles andere als ein ‚Duell auf Augenhöhe‘!“

Genau das ist ja mein Punkt. Vor 5-10 Jahren sind solche Spiele dann eben 7:0 oder 8:0 ausgegangen.