Terminkollision: Bayern München weicht auf den Campus aus

Von am 20. April 2018 – 14.49 Uhr 4 Kommentare

Ausgerechnet das möglicherweise titelentscheidende Topspiel vom 21. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga zwischen Bayern München und dem VfL Wolfsburg wird nicht im Grünwalder Stadion, sondern auf dem Campus des FC Bayern München ausgetragen. Hintergrund ist eine Terminkollision, bei welcher der Frauenfußball den Kürzeren zieht.

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Die Partie zwischen dem FC Bayern München und dem VfL Wolfsburg am Sonntag, 27. Mai, kollidiert terminlich mit den Aufstiegsspielen zur 3. Liga.

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Zieht der TSG 1860 München in die Aufstiegs-Playoffs ein, müssen die Frauen des FC Bayern München auf den Campus ausweichen. Darauf haben sich die beiden Vereine mit dem DFB verständigt.

Terminkollision am Sonntagnachmittag

Beide Partien sind für Sonntagnachmittag terminiert, beide Teams bestreiten ihre Heimspiele normalerweise im Grünwalder Stadion. Eine terminliche Verlegung des Bayern-Spiels stand nicht zur Diskussion, da an den letzten beiden Spieltagen die Partien in der Frauenfußball-Bundesliga zeitgleich ausgetragen werden müssen.

Ausnahmegenehmigung nötig

Da die Spielstätte auf dem Bayern-Campus die Vorgaben der Frauenfußball-Bundesliga nicht erfüllt, muss der DFB eine Ausnahmegenehmigung erteilen.

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

4 Kommentare »

  • SCF Klausi sagt:

    Ja ne,da baut man für 70 Millionen einen Campus und das Stadion ist nicht mal für die Frauenbundesliga geeignet.Wer hat den das geplant ?

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  • FFFan sagt:

    „Da die Spielstätte auf dem Bayern-Campus die Vorgaben der Frauenfußball-Bundesliga nicht erfüllt, muss der DFB eine Ausnahmegenehmigung erteilen.“

    Das überrascht mich dann doch. Angesichts der niedrigen Zuschauerzahlen bei den Heimspielen der Bayern-Frauen hatte es zuletzt ja immer mal wieder Diskussionen gegeben, ob man nicht ab nächster Saison die Heimspiele auf dem Campus austrägt. Aber das wäre damit ja dann wohl ‚vom Tisch‘?!

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  • Helmut sagt:

    Ich habe nichts über eine erteilte Ausnahmegenehmigung gefunden, weder auf der DFB- noch auf der FCB-Homepage wird darauf eingegangen.
    Es würde mich zwar wundern den in dem Stadion finden A-Jugend und UEFA Youth League Spiele statt.
    Es wäre allerdings für mich auch ein blanker Hohn das man auf dem Sportplätzen in Sand und in Köln-Kurtekotten (Leverkusen) die AFBL uneingeschränkt ihre Spiele austragen darf, durfte und wahrscheinlich wieder dürfen wird und auf dem FCB-Campus nicht.
    Was sind denn eigentlich die Bedingungen für eine Zulassung?
    Vielleicht wurde von Seiten des FCB einfach noch keine Genemigung beantragt?

    Ich habe hier noch was heftiges über Sandra Starke gefunden! Mit Diabetes kann man aber durchaus Leistungssport betreiben. Ich erinnere nur an Mathias Steiner!

    https://www.eurosport.de/fussball/frauenfussball-freiburgs-starke-an-diabetes-erkrankt_sto6720267/story.shtml

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  • ajki sagt:

    Ich nehme einfach mal als gegeben an, dass ein Zertifizierungsprozess in jedem Fall Geld kostet – unabhängig davon, ob beim Bau des recht glutneuen Campus alle möglichen Auflagen schon berücksichtigt wurden. Und daraus ergibt sich für den FCB derzeit wahrscheinlich ein guter Grund zum Aufschub solcher Prozesse. Denn wenn ich mich recht erinnere, wurde soeben erst (in 2017?) mit der Stadt und anderen Vereinen das „Grünwalder“ in komplizierten Vertragsgesprächen (vorläufig) „gerettet“. D.h. auch der FCB ist im Rahmen des „Grünwalder“-Erhalts mit Mitteln für noch einige Jahre eindeutig gebunden. Erst wenn sie da aussteigen (vorzeitig, mit entsprechender Kompensation, oder bei Nichtverlängerung) käme der eigene Campus als reguläre Spielstätte in Betracht.

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