DFB-Frauen: WM-Quali mit Hrubesch, danach mit Voss-Tecklenburg

26

Die derzeitige Schweizer Nationaltrainerin Martina Voss-Tecklenburg wird im September Bundestrainerin der deutschen Frauenfußball-Nationalelf und somit Nachfolgerin von Steffi Jones und Interimstrainer Horst Hrubesch, der die DFB-Frauen bis zum Ende der WM-Quali betreuen soll.

Martina Voss-Tecklenburg in Aktion bei der EURO 2017
Martina Voss-Tecklenburg wird ab September neue Bundestrainerin © Brendan Moran / Sportsfile


Wie FAZ.net berichtet
und in Einklang mit Womensoccer-Informationen, wird Voss-Tecklenburg nach Abschluss der Qualifikation zur Frauenfußball-WM 2019 in Frankreich im September das Amt von Interimstrainer Horst Hrubesch übernehmen, der die Mannschaft im Testspiel in Kanada (11. Juni) und in den verbleibenden WM-Qualifikationsspielen auf Island (1. September) und den Färöer-Inseln (4. September) betreuen wird.

Schweiz auf WM-Kurs

Derzeit ist Voss-Tecklenburg noch Trainerin der Schweizer Nationalelf, mit der sie nach fünf Siegen in fünf Spielen voll auf WM-Kurs liegt. Eine endgültige Entscheidung über die direkte WM-Qualifikation fällt allerdings aller Voraussicht nach erst am 30. August, wenn die Schweiz zum Rückspiel in Schottland antritt (Hinspiel: 1:0 für die Schweiz).

Women´s-Cup-Siegerin mit Duisburg

Die 50-Jährige bestritt als Spielerin zwischen 1984 und 2000 insgesamt 125 Länderspiele für die deutsche Frauenfußball-Nationalelf.

Nach Stationen als Verbandssportlehrerin trainierte sie ab 2008 den Frauenfußball-Bundesligisten FCR 2001 Duisburg, mit dem sie 2009 den UEFA Women´s Cup, den Vorläufer der UEFA Women´s Champions League, gewann. Bis zur Einstellung 2012 war sie zudem Chefredakteurin der Frauenfußball-Zeitschrift FF-Magazin.

Seit 2012 Nationaltrainerin der Schweiz

Von 2011 bis 2012 stand sie in Diensten des FF USV Jena, bevor sie 2012 Schweizer Nationaltrainerin wurde. Unter Voss-Tecklenburg qualifizierte sich die Schweiz erstmals für eine Frauenfußball-WM. In Kanada stieß die Elf 2015 bis in die K.-o.-Runde vor. Seit 2018 hat Voss-Tecklenburg einen Sitz im Aufsichtsrat von Fortuna Düsseldorf.

Mein Leben als Hope Solo
7 Bewertungen
Mein Leben als Hope Solo
  • 340 Seiten - 01.07.2013 (Veröffentlichungsdatum) - Edel Books - Ein Verlag der Edel Germany GmbH (Herausgeber)

Letzte Aktualisierung am 28.01.2020 / * = Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

26 KOMMENTARE

  1. Das ist genau die richtige Lösung. Qualifikation mit Hrubesch und eine sehr qualifizierte Trainerin als Nachfolgerin. Ich kenne sie noch als Spielerin und habe während ihrer Trainerzeit mich mit ihr mehrmals unterhalten, wobei die Meinungen ziemlich beieinander lagen. Die Sache wäre nur noch zu verbessern, wenn eine Stelle im Sichtungsbereich anders besetzt würde.

  2. Optimal! Meine Wunschlösung, das Daumendrücken hat also geholfen! Dennoch tut es mir für die Mäadels um Wälti, Dieckenmann, Kiwic, Maritz u.a.m. auch ein bisschen leid, die werden ganz sicher deprimiert sein und MVT muss ganz viel Trost und Verständnis aufbringen. Hoffentlich kann der SFV einen guten Ersatz finden – Gernot Rohr wäre so einer. Dann bliebe der Job wenigstens in dt. Hand.

  3. Ich bin sehr erstaunt und verwundert!!!
    Ich hätte sicher sehr viel Geld darauf verwettet, daß Martina und der DFB niemals ein „Traumpaar“ werden würden!!!

    Naja, so kann man sich irren!!! 😉

    Sehr gut finde ich es, daß Horst Hrubesch für den Rest der Quali noch Trainer bleibt!!!

    @Oskar Walter,
    Deinem letzten Wunsch kann ich mich zu 100% anschließen!!! 🙂

  4. Für mich ohne Worte!
    Warum tut sich MVT sowas an? Der freie Fall mit hartem Aufschlag ist doch vorprogrammiert.
    Abgesehen sie nimmt die Sense und macht mit einem radikalen Schnitt im N11 Kader den Rasen wieder bespielbar. Das hoffe ich.Potenzial steht zur Verfügung, aber auch der altgediente Schrott muß weg, sonst geht sie baden. S. Neid hat nach Olympia das rettende Boot noch erreichen können. Mir tun die Schweizerinnen leid.
    Also MVT lerne schwimmen.
    Schönes Wochenende an alle!

  5. Ich bin auch sehr zufrieden mit dieser Entscheidung.
    Außerdem freue ich mich sehr für die „Wölfinnen“ und ihre Fans, dass sie Ralf Kellermann nicht verlieren.

    Frau Hrubesch hat also ihrem Mann zum Glück für uns und die Spielerinnen noch drei schöne Reisen nach Kanada, Island und auf die Färöer ermöglicht. Und die „Scheidung“ ist auch abgewendet. 🙂

  6. Gute Entscheidung! Endlich mal eine Personalie ohne Frankfurter-Kaffekraenzchen- Geruch. Wenn MVT jetzt auch noch im N11 Kader gründlich aufräumt und ein paar Altlasten verabschiedet, wäre es perfekt! Bissel schade finde ich es für die Schweizer Nati. Die Trainerin hat da hervorragende Aufbauarbeit geleistet. Hoffentlich entsteht jetzt aktuell nicht zu viel Unruhe bei den noch ausstehenden Spielen

  7. Interessant wäre auch zu wissen wer letztendlich diese Entscheidung getroffen hat, evtl. Oliver Bierhoff und Co?
    Vielliecht wird ja dann beim DFB im Frauenbereich doch noch einiges anders.

  8. frau hrubesch wird sich die reisen sicher auch geschenkt haben. die „reiseziele“ hören sich aber irgendwie an wie gleiche klimatische gegebenheiten.

    ich freue mich auch, das die wölfinnen und -fans den herrn kellermann nicht verlieren. in den verein passt er besser mit seiner überheblichen und arroganten art (nicht rumheulen, ist meine persönliche meinung im kommentar)

    komisch, das der dfb noch nichts dazu geschrieben hat…

    frau voss-tecklenburg, ich wünsche ihnen viel erfolg, glück und gute arbeit und natürlich den wm titel!!

  9. ICH BIN SEHR ZUFRIEDEN MIT DER ENTSCHEIDUNG,JA HOFFE DIE SUISSE MÄDELS ZIEHEN DIE QUALI DURCH UND JA HOFFE SIE BEKOMMEN AUCH EINE ODER EINEN KOMPETENTEN NACHFOLGER,DENN QUALITÄT IST JA IM TEAM.
    JA SUPER,DAS H.HRUBESCH DIE RESTLICHEN SPIELE NOCH COACHT.
    HOFFE MVT LÄSST SICH NICHT REINREDEN.

  10. Es war fast klar, dass H.Hrubesch noch bis (mindestens) September weitermachen muss, denn in der aktuellen Situation, wo praktisch alles an einem Spiel hängt, wird kein(e) Nachfolger(in) anfangen wollen. Der/die wäre im Fall eines Scheiterns ja sofort ‚verbrannt‘!

    Kann mir schon vorstellen, dass M.Voss-Tecklenburg sich ‚gebauchpinselt‘ fühlt, wenn sie als neue Bundestrainerin gehandelt wird. Aber ist ihr klar, worauf sie sich da einlässt? Das ist nicht wie in der ‚beschaulichen‘ Schweiz, wo man auch mal in der EM-Vorrunde ausscheiden darf. In Deutschland wäre das ein Riesendrama! Das Problem ist: das Potential des deutschen Frauenfußballs ist nicht mehr so groß wie früher, die Erwartungshaltung aber unverändert hoch!

    Außerdem ist es noch gar nicht sicher, dass sich das DFB-Team für die WM qualifiziert. Die Chancen der Schweiz stehen da derzeit besser. Auch deshalb ist für mich schwer nachvollziehbar, warum ‚MVT‘ das aufgibt. Ich würde es an ihrer Stelle nicht machen.

    Was passiert eigentlich, wenn Deutschland und/oder die Schweiz in die Playoff-Spiele müssen, womöglich sogar gegeneinander? Bleibt Hrubesch dann doch bis Jahresende (und was sagt seine Frau dazu? 😉 )? Und würde Voss-Tecklenburg in diesem Fall wirklich noch auf der Schweizer Trainerbank sitzen und alles daran setzen, ihrem künftigen Arbeitgeber (und damit sich selbst) die WM-Teilnahme zu vermasseln??

    Mir sind da noch zu viele Unwägbarkeiten, um in die allgemeinen ‚Jubelarien‘ einzustimmen!

  11. Ich zitiere aus der Artikelüberschrift: „Danach deutet alles auf Martina Voss-Tecklenburg als Bundestrainerin hin.“ Sicher ist der Einsatz von Horst Hrubesch für die nächsten drei Spiele. MVT hat bisher nichts unterschrieben und auch der Artikel sagt eigentlich nur, alle Zeichen deuten auf sie hin. Aber manchmal pfeifen die Spatzen nicht die richtige Melodie vom Dach. Abwarten. Aber es wäre schon eine gute Lösung.

  12. Wie ich schon im ersten Post schrieb: gute Entscheidung. Aber MVT wird starke Nerven brauchen, wenn es zum endgültigen Ja für sie kommt. Ich denke da an die nicht sehr rühmliche Behandlung, die man ihr 2003 nach den ja eher persönlichen und nicht sportlichen Konflikten seitens Trainerin und DFB angedeihen ließ. Und einige der Protagonisten sitzen noch in verantwortlicher Position beim DFB. Da braucht man schon ein dickes Fell. Ich wünsche es ihr!

  13. Ist das eigentlich sicher was hier kolportiert wird? Im ARD Videotext wird der Fakt als solcher beschrieben (15.10 Uhr), aber mit der Einschränkung, dass der DFB die Sache nicht (noch nicht!) bestätigt hat. Ich selbst würde mich aber riesig freuen wenn MVT
    die Natio trainieren würde.

  14. Auf der einen Seite freue ich mich, dass Hrubesch erstmal noch bleibt. 1. weil er dann tatsächlich in der Bringschuld steht und gerade gegen Kanada und Island zeigen muss, ob er wirklich in der Lage ist, eine Mannschaft zu formen, die international wieder konkurrenzfähig ist. 2. weil ein neuer Trainer wie schon gesagt keine Chance hätte, wenn er praktisch mit dem alles entscheidenden Spiel anfangen müsste.

    Die Frage wird sein, was passieren wird, wenn das Island-Spiel wider Erwarten doch verloren wird. Bleibt er dann für die Playoffs?

    Zur Neubesetzung: MVT ist FF-intern sicher eine der besten Lösungen, gerade auch um mal gründlich aufzuräumen. Die Frage ist, ob eine FF-interne Lösung tatsächlich das beste ist. Der FF hat in den letzten Wochen allein durch die Verpflichtung von Hrubesch soviel an Prestigegewinn erhalten, an medialer Beachtung, was man jetzt droht wieder zu verlieren, indem man in seine kleine, unbedeutende Welt zurückkehrt. Da wäre es doch eine Idee gewesen, einen prominenten Trainer wie vllt Thomas Schaaf zu verpflichten, um den FF medial weiter zu stärken und einen starken Mann zu haben, um ein bisschen Ruhe und Stabilität rein zu bekommen.

  15. Die Schweizer Seite hat zumindest Gespräche bestätigt. Eine Entscheidung wird es eh erst nach dem 30.08. geben, wenn die Nati die entscheidenden Vorrundenspiele absolviert hat. Ich muss mich auch korrigieren: der Konflikt MVT und DFB war schon bei Olympia 2000. Egal, ohnehin dürfte entscheidend sein, wie der heutige Verband mit der kompetenten Trainerin umgeht. Eine bequeme Ja-Sagerin, die Entscheidungen der Herren Grindel, Bierhoff & Co. mal so abnickt, werden sie nicht bekommen. Wenn man jetzt auch die Scouting- Abteilung des FF ernsthaft professionalisiert, sehe ich tatsächlich Hoffnung für die N11

  16. @ Fan2:
    „Da wäre es doch eine Idee gewesen, einen prominenten Trainer wie vllt Thomas Schaaf zu verpflichten, um den FF medial weiter zu stärken…“

    Unter diesem Aspekt wäre wahrscheinlich Lothar Matthäus die optimale Lösung! 😀

  17. @Fan2,
    ich schließe mich deiner Meinung oben voll an. Aber ob Schaaf das machen würde glaube ich weniger, er ist nämlich bei Werder Bremen in führender Stelle im Gespräch. Es gibt aber sicher noch andere gute Trainer-/Innen die diese Aufgabe übernehmen könnten.
    @FFFan,
    Ich weis jetzt zwar nicht ob du das mit Lothar Matthäus ernst gemeint hast? Aber Lothar war einer der besten Fußballer der Welt und ich glaube er wäre mit Sicherheit kein schlechter Trainer, ob er für unsere Mädels der Richtige wäre sei mal dahin gestellt.

  18. @FFFan: Du hast ja gemerkt, dass der Satz noch weiterging ;). Und da glaube ich eher, dass unter Loddar das Gegenteil passieren würde.

    @Fan: Schaaf war nur ein Beispiel, weil er für mich Prominenz und Ruhe gleichermaßen mitbringt. Aber ich könnte mir auch einen Jupp Heynckes nochmal für ein paar Jahre vorstellen, der ja vertragslos im Sommer wird. Da fände sich sicher auch noch der ein oder andere.

  19. Was das Island-Spiel angeht…

    Ich hab auf equalizer-soccer gestöbert, weil dort auch die „injury-list“ für die NWSL-Teams immer angegeben wird. Da ist mir aufgefallen (zugegeben erst da, weil ich der Copa femenina und dem Asien-Cup den Vorzug gab 😉 und mir nicht auffiel, dass die Thorns ihre Saison ohne sie eröffneten), dass Dagny Brynjarsdottir schwanger ist. Vor 2 Wochen war sie in der 27. Woche.
    Wenn ich mich nicht verrechnet habe, wird sie im September fehlen. Das ist ein Nachteil für Island aber ein Vorteil für Deutschland.

    Ich finde das bizarr, wenn eine Hochleistungssportlerin in wichtigen Qualifikationsspielen fehlt, nicht weil sie verletzt ist, sondern weil sie schwanger ist.
    Bizarr ist vielleicht das falsche Wort und ich hoffe, das bekommt ihr nicht in den falschen Hals. Im isländischen oder im nordamerikanischen Sinne werden ja die jungen Fußballerinnen während ihrer Karriere schwanger, wie auch in Skandinavien. Nicht so wie bei uns in Deutschland. Wo dann mit dem Kinderkriegen das Fußballspielen auf hohem Niveau vorbei ist.

    • @Zaunreiter: Ich gehe davon aus, dass sie im September spielen wird, wenn mit der Schwangerschaft alles glatt läuft. Zwischen Geburt und Spiel ist meines Erachtens genug Zeit.

  20. @Der Zuschauer

    „aber auch der altgediente Schrott muß weg“

    Wer Spielerinnen als „Schrott“ bezeichnet disqualifiziert sich selbst und ist als Diskussionspartner nicht mehr ernst zu nehmen.

  21. lieber detlef, ein traumpaar sind mvt und der dfb nur darum geworden weil die momentane führungs-und entscheidungsspitze des dfb mit der vergangenheit von mvt nichts anfangen können

Comments are closed.