Frauen-Bundesliga: So lief der 16. Spieltag

Von am 1. April 2018 – 16.59 Uhr 54 Kommentare

Am 16. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga hat der VfL Wolfsburg mit einem Sieg beim 1. FFC Turbine Potsdams einen wichtigen Dreier im Titelkampf gelandet. Der MSV Duisburg setzte mit dem dritten Heimsieg in Folge ein kräftiges Zeichen im Abstiegskampf.

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Die Wolfsburgerinnen setzten sich vor 1.366 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion, darunter Bundestrainer Horst Hrubesch, in einer umkämpften Partie mit 1:0 (0:0) durch. Caroline Graham Hansen erzielten mit einem platzierten Aufsetzer den einzigen Treffer der Partie (65.). Für die Gastgeberinnen war es die erste Saisonniederlage.

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Duisburg weiter heimstark

Der MSV Duisburg hat seinen positiven Trend fortgesetzt und das dritte Heimspiel in Folge gewonnen. Gegen den 1. FFC Frankfurt gab es vor 441 Zuschauern im PCC-Stadion von Homberg einen 2:0 (1:0)-Erfolg.

Anonma trifft doppelt

Winter-Neuzugang Genoveva Anonma traf doppelt (44., 58.). Die Gäste mussten nach der Roten Karte gegen Torhüterin Desirée Schumann (24.) lange Zeit mit einer Spielerin weniger auf dem Platz auskommen.

Bayern souverän

Der FC Bayern München kam vor 1.182 Zuschauern im ORSAY-Stadion zu einem souveränen 4:0 (1:0)-Auswärtssieg beim SC Sand. Fridolina Rolfö brachte die Münchenerinnen nach Vorarbeit von Sarah Däbritz früh in Führung (6.), Däbritz scheiterte kurz darauf von der Strafraumgrenze nur an der Latte (15.). Kurz vor der Pause musste Sands Johanna Tietge nach einem Foul von Jill Roord mit einer Knieverletzung ausgewechselt werden.

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Viele Chancen, späte Tore

Die eingewechselte Mandy Islacker sorgte für die Vorentscheidung (69.), Kristin Demann (90.) und Carina Wenninger (90.+3) schraubten das Ergebnis spät in die Höhe. Wenninger meinte nach der Partie: „Wir haben uns viele Chancen erarbeitet, den SC Sand nie wirklich ins Spiel kommen lassen und verdient gewonnen.“

Knaak sichert Essen-Sieg

Die SGS Essen kam vor 279 Zuschauern im Ernst-Abbe-Sportfeld zu einem 1:0 (0:0)-Sieg beim FF USV Jena. Den Siegtreffer der Gäste erzielte Turid Knaak in den Schlussminuten (85.).

Köln überrascht, Freiburg souverän

Bereits am Donnerstag gewann der 1. FC Köln mit 1:0 bei der TSG 1899 Hoffenheim, am Samstag siegte der SC Freiburg mit 3:0 beim SV Werder Bremen.

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

54 Kommentare »

  • bale sagt:

    Ich war im Stadion,ja beide Teams haben sich neutralisiert und ja es nervt dieser kinderkram eine Turbine hat das und das gemacht,aber eine wölfin hat das und das gemacht.
    DIE Mädels sind im spiel voller adrenalin und ja für beide teams ging es um was,Turbine Anschluss halten und wölfinnen gewinnen,da Bayern um 11 vorgelegt.
    finde alle Spielerinnen nach spiel freundlich und entspannt.
    denke,wenn wetter vorhersagen wie Schnee bzw.eisregen vorausgesagt werden bleiben viele zu hause auch Familien mit Kindern ausserdem Ostern!!!!!
    ja dieser kindischer kram von den fans oder primitives hämisches reinbrüllen nervt,Wechsel oft den platz im karli.
    klasse horst hrubesch zu sehen wie er sich mit Herrn schnöder austauscht super.

    (17)
  • Volker sagt:

    Fan 2: Warum reagieren die Verbreiter von Fake News immer mit der Darstellung von Alternativlosigkeit? “ Mir ist nichts besserers eingefallen“ trifft hier wohl eher den Kern!
    Alex Pop ist Mir durch ihre Aktionen sehr oft auf die Nerven gegangen. Aber in den öffentlichen Medien wird Sie immer wieder als besonders Hart und Kompromisslos gegen sich selbst und den Gegner dargestellt. Eine Art fremdbestimmter Narzissmus.
    Aber ehrlich bei der EM habe ich Sie schmerzlich vermisst! Sie ist zwar keine Führungs Spielerin kann aber durch ihre ungestüme Leidenschaft eine ganze Frauschaft mit sich reißen.
    Allgemein: In den Spielen vom Wochenende gab es harte Aktionen und auch Regelwidrigkeiten. Aber als besonders unfair oder brutal habe ich jetzt kein Spiel wahrgenommen.

    (8)
  • Volker sagt:

    Altwolf: Nehm bitte meine Bemerkung Ironisch, so war sie auch gemeint. Spiele die ich im Stadium gesehen habe sehe ich mir gern noch einmal als Aufzeichnung an. Wenn nötig sogar mehrmals und zeitlich verschoben. Im Stadium bin ich emutional doch sehr abgelengt und viele Dinge übersehe ich oft.

    (3)
  • Altwolf sagt:

    @Volker

    Dann verstehen wir uns. Nach Möglichkeit verfahre ich in gleicher Weise.

    (3)
  • Fan2 sagt:

    @Altwolf: Ach, auf einmal schaut sich auch der große Meister, der meint, der Stadioneindruck sei sowieso der Wesentliche, sich die Spiele nachträglich zur Sicherheit dann doch noch mal im Fernsehen an. Was für eine Scheinheiligkeit! @Volker hat es schon richtig beschrieben, im Stadion ist man häufig emotional, dieser Eindruck ist also mitnichten verlässlich, wie viele nachträgliche Widerlegungen der ersten Eindrücke hier auch schon bewiesen haben. Zudem sollte man dabei nicht vergessen, dass man durch die Aufzeichnungen verschiedene Kameraperspektiven auf strittige Situationen hat, also in den allermeisten Fällen den besseren Blick auf die Situation.
    Deswegen lohnt es sich überhaupt nicht, mit Leuten zu reden, die nur den Stadioneindruck haben, weil sie noch unter dem momentanen emotionalen Eindruck stehen und sie Brille so sehr subjektiv gefärbt ist.

    (-9)
  • SCF Klausi sagt:

    @ Fan2

    Das stimmt so nicht was Du schreibst.

    Unabhängig von Emotionen hat man im Stadion immer den besseren Überblick auf das Spiel,weil man das gesamte Spielfeld im Blickwinkel und so auch die Staffelung der einzelnen Mannschaftsteile und die Laufwege der Spieler/innen im Blickfeld hat.

    Zu Hause am TV oder vor dem PC hast Du nur den Vorteil,dass man strittige oder unklare Szenen anhalten und zurück spulen oder in Zeitlupe ablaufen lassen kann um sie noch einmal zu überprüfen.

    Im Stadion geht das nicht weil das Spiel weiter läuft und keine Wiederholungen strittiger Szenen gezeigt werden können.

    (6)
  • FFFan sagt:

    @ Zaunreiter:
    „…dass beim Spiel zwischen Sand und Bayern ein rüdes Foul von Jill Roord an Johanna Tietge kartenlos blieb.“

    Mit dieser Darstellung wird ein völlig falscher Eindruck erweckt! Ungeachtet der Schwere der Verletzung von J.Tietge war das Foul von J.Roord keineswegs so „rüde“, dass es zwingend eine Karte erfordern würde. Tietge hat sich bei dem Zweikampf unglücklich das Knie verdreht.

    Mithilfe dieses Videos kann man sich selbst ein Bild von der Situation machen:

    https://www.telekomsport.de/event/sc-sand-fc-bayern-muenchen/13223

    (1)
  • Hanno sagt:

    Respekt für Ella Masar (oder von mir aus auch McLeod). Nasenbeinbruch im Potsdam- Spiel durch Ellenbogen und auch als sie später den Ball voll ins Gesicht und auf die gebrochen Nase bekommt, hält sie das nicht ab, bis zum Ende durchzuhalten.

    (5)
  • Oskar Walter sagt:

    @FFFan:
    Um die Situation korrekt zu beurteilen, sollte man unbedingt das Video des DFB ebenfalls heranziehen.

    (3)
  • Altwolf sagt:

    @Sheldon/Fan2

    Den“ Scheinheiligkeits“-Schein kann ich dir nicht streitig machen.
    Auch bin ich nicht so ein „emotionaler“ Mensch, wie es @Volker möglicherweise beim Fußball ist.

    Der Gesammteindruck d. Spieles (siehe auch @SFC Klausi), die Atmossphäre mit der Stimmung unter den Zuschauern, die Witterungsbedingungen usw. all diese Eindrücke fehlen zum größten Teil bei diesem Spielerlebnis auf dem Bildschirm.

    Für mich sind dann einzelne Spielszenen im TV (falls e. Übertragung stattgefunden hat),interessant, wenn diese im Spielverlauf, auch durch gewisse Abstände im Stadion, nicht eindeutig wahrgenommen werden konnten.

    Selbst wenn man eine „gefärbte“ Brille trägt, so kann man zumindest durch sie hindurch „mehr“ erkennen als auf e. Ausschnitt e. Bildschirmes, der auch noch von e. TV-Regie vorgegeben wird, bzw. sich mit dem Live-Ticker o. mit Kommentaren anderer begnügt und evtl. dann auch ohne visuellen Eindruck Statements zum Spiel abgibt.

    Ein Stadionbesuch ermöglicht sich zunächst einen „eigenen“ Eindruck zu verschaffen und sich dadurch auch gegen die „Meinungen/Äußerungen“ mancher Moderatoren u. Kommentatoren abzugrenzen, die in der Regel auch nur auf ihren meist rel. kleinen Bildschirm schauen u. nicht selten ähnlich aussehende Spielerinnen verwechseln, da sie ihre Rückennummern nicht erkennen können.

    Also haben auch die, eine eingeschränkte Sichtweise, die der deinigen schon näher kommt.

    (5)
  • Fan2 sagt:

    @Altwolf: Sry, aber was hat den Stimmung, Witterungsbedingungen usw. mit der sportlichen Beurteilung eines Spiels zu tun? Nix! Zumindest in den meisten Fällen!

    Bei der sportlichen Beurteilung eines Spiels sehe ich nichts, was man im Stadion sehen könnte, was man nicht im TV durch aufmerksame Beobachtung mitbekommt. Selbst das Stellungsspiel kriegt man relativ gut mit, zumindest das Wesentliche. Und die Kommentatoren, als ob da jemand mit Fußballsachverstand noch hinhört.

    Im Vergleich zum Stadion hat man vielleicht nicht immer alles im Blick, um ganz ehrlich zu sein, habe ich hier aber in keinem einzigen Kommentar in den Diskussionen, und das schon über mehrere Jahre, etwas gelesen, was man nicht auch im TV hätte sehen können. Da geht es dann vielleicht um minimale Details, was Laufwege oder was die Abstände in der Abwehr im Stellungsspiel betrifft, wobei ich auch da bestreiten würde, dass da der Stadionblick etwas dran ändern würde, sondern nur mehr Kameras und Bildschirme.

    Alles Wesentliche bekommt man aber im TV geboten, zum Teil sogar aus mehreren Perspektiven (auch ein Vorteil zum Stadion).

    Das einzige, was über die Qualität der Interpretation entscheidet, ist nicht die Frage nach Stadion oder TV, sondern die Qualität des Interpretatoren.

    (-5)
  • Zaunreiter sagt:

    @FFFan:

    Vielen Dank für den Video-Link!
    Aus dieser Perspektive sieht das aus wie ein Allerweltsfoul und Johanna Tietge ist halt unglücklich mit ihrem Knie umgeknickt. Und bemerkenswert ist, dass die Bayern-Medizinabteilung mitgeholfen hat, die Spielerin zu erstversorgen.

    Okay, dafür hätte ich dann als Schiri keine Karte gezeigt.

    Nichtsdestotrotz bleibe ich aber bei meiner Anschauung, dass es zu wenige Karten in Frauenfußballspielen gibt. Das ist nicht nur in Liga 1 so, sondern auch in Liga 2 oder darunter.

    Da stimme ich dann Pauline Leon zu, wenn sie die These aufstellt, dass die Bundesligafrauen wie harte Kerle dastehen wollen oder müssen. Dass ihnen Empathie und Mitgefühl als Schwäche ausgelegt werden könnten. Wenn aber eine (Mit-)Spielerin am Boden liegt, wie im Spiel Potsdam – Wolfsburg geschehen, dann ERWARTE ich, dass sich dann jemand barmt, den Ball ins Aus zu spielen. Das ist Sportmanship. Das erwarte ich von Männern und von Frauen.

    […]

    @strike: Du sprichst das Haareziehen von Anna Blässe gegen Eseosa Aigbogun an. (Ironie an): Vielleicht hat sie ja genügend youtube-videos zu der bösesten Soccer-player der Welt – Elizabeth Lambert – angeschaut. (Ironie aus)

    Dieser Beitrag wurde den Womensoccer-Leitlinien entsprechend editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] versehen

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  • FFFan sagt:

    Noch ein Spielbericht zu SC Sand vs. Bayern München:

    https://miasanrot.de/frauen-sand/

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  • Pauline Leon sagt:

    jetzt, nach sichtung der aktuellen dfb videos zu den letzten spielen, freue ich mich über genovevas leistung gegen frankfurt. das ist genau das, was sie im ersten spiel für den msv im test gegen mönchengladbach gezeigt hat. den zuversichtlichen drang zum tor und treffsicherheit.

    die linda dallmann ist im generieren von torchancen weitaus besser als dm10 und alle anderen. vielleicht die beste nationalspielerin. sie sollte mit melanie leupolz im verbund antreten. beide unverwüstlich und grandios im zweikampf und ballbehaupten. und natürlich torgefährlich.
    auch t.knaak hat schöne tore gemacht. sehr geil gegen jena, mit linda. eine wohlverdiente nominierung.

    viel erfolg gegen tschechien!!

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