Champions League: VfL Wolfsburg auf Halbfinalkurs

Von am 22. März 2018 – 20.14 Uhr 15 Kommentare

Im Viertelfinal-Hinspiel der UEFA Women´s Champions League hat der VfL Wolfsburg mit einem klaren Sieg gegen Slavia Prag die Weichen für das Halbfinale gestellt. Pernille Harder glänzte als zweifache Torschützin.

Pernille Harder trifft für den VfL Wolfsburg gegen Slavia Prag

Pernille Harder traf früh zur Wolfsburger Führung © imago / regios 24

Beim 5:0 (3:0)-Sieg vor 1.326 Zuschauern im AOK-Stadion eröffnete die dänische Stürmerin früh den Torreigen (12.). Nur Augenblicke später erhöhte Caroline Graham Hansen zum 2:0 (13.). Noch vor der Pause gelang den Gastgeberinnen durch Sara Björk Gunnarsdóttir (39.) ein dritter Treffer.

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Wolfsburg kann fürs Halbfinale planen

Auch nach der Pause ließ der VfL Wolfsburg nicht locker, Harder war erneut zur Stelle (58.). In der Schlussphase sorgte die eingewechselte Ewa Pajor für den Endstand (85.), so dass die Wolfsburgerinnen bereits vor dem Rückspiel in der kommenden Woche mit einem Bein im Halbfinale stehen.

Lerch: „Gute Ausgangslage“

VfL-Trainer Stephan Lerch meinte nach der Partie: „Wir wollten von Anfang an das Tempo hochhalten – und das ist uns ganz gut gelungen. Der Gegner hatte wenig Zugriff auf unser Spiel. Unterm Strich haben wir dem Gegner kaum Raum gelassen. Deswegen haben wir mit diesem Ergebnis eine gute Ausgangslage für das Rückspiel geschaffen.“

Knapper Vorsprung für Lyon

Im zweiten Donnerstagsspiel gewann Olympique Lyon vor 15.104 Zuschauern gegen den FC Barcelona mit 2:1 (1:0). DFB-Kapitänin Dzsenifer Marozsán erzielte den Treffer zur Pausenführung (44.). Den Katalaninnen gelang durch Patricia Guijarro der so wichtige Auswärtstreffer zum Ausgleich (72.). Doch Ada Hegerberg sicherte den Französinnen mit ihrem Treffer den Erfolg (80.).

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Gute Ausgangsposition für englische Teams

Bereits am Mittwoch schufen sich die beiden englischen Vertreter im Wettbewerb eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel. Manchester City gewann gegen Linköpings FC durch Treffer von Nikita Parris (37. Foulelfmeter) und Jane Ross (55.) mit 2:0 (1:0). Ebenfalls 2:0 (0:0) gewann Chelsea Ladies FC bei Montpellier Hérault SC. Ji-So Yun (49.) und Erin Cuthbert (77.) trafen für die Engländerinnen.

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

15 Kommentare »

  • bale sagt:

    wow bekommt lyon doch noch anderekonkurrenz!!!!!! schön das teams FRAUEN!!!!!!
    wie man city ,chelsea,barca auch so weit kommen.

    (-1)
  • Digger Dunn sagt:

    Klasse Tor von Maroszan nach einem Superpass von Bronze. Aber schön zu sehen, daß mal eine Mannschaft dagegenhalten kann und nicht gleich im Hinspiel mit 4:0 von Lyon abgefrühstückt wird. Trotz des knappen 2:1 wird es Lyon wohl doch ins Halbfinale schaffen. Frau Hegerberg wird schon für das nötige Auswärtstor sorgen.

    (6)
  • Zaunreiter sagt:

    Ich hab mir gestern beide Spiele teilweise angeschaut.
    Man City vs. Linköping lief über eine Twitter-Ruckelverbindung, wo ich mir nur die erste Halbzeit gegeben habe. Das zweite Spiel über die Facebook-Seite von Chelsea, bei der die Übertragungsrate sehr gut war, obwohl ich nicht mehr bei fatzebuck gemeldet bin.

    Jedenfalls waren viele Skandinavierinnen im Einsatz, wobei mir die Waräger-Nachfahrinnen auf britischer Seite besser gefallen haben, als die bei den anderen beiden Vereinen.
    Wer eine Sofia Jakobsson im Team hat, der müsste eigentlich darauf bestehen, noch eine weitere Stürmerin einsetzen zu dürfen. Diese jahrelang praktizierte Harmlosigkeit dieser Frau ist faszinierend. Es ist mir unbegreiflich, warum der französische Trainer Blackstenius und Gauvin so spät brachte. Also Chelsea ist ja nicht die Übermannschaft. Die haben hinten Bright und Eriksson, die gut stehen, aber das hatte Montpellier mit Dekker und Sembrant auch, und Chelsea kontrollierte das Spiel. Leider gingen die Chancen von Montpellier ans Aluminium.

    Und dieser Blackout von Liza Lantz auf Seiten Linköpings, da frag ich mich, ob das Naivität oder Kaltschnäuzigkeit war, dass sie nach ihrer ersten gelben Karte den Ball, im Liegen, während des Gewusels im eigenen Strafraum, mit der Hand wegschlug. Hat wohl gedacht, die Schiri sieht es nicht oder darüber hinweg. Jedenfalls hatte sie sich die gelb-rote Karte verdient.

    Über die heutigen Spiele kann ich nicht viel sagen. Über die twitteraccounts von Barca, Lyon und WoSoZone und Wuasa hab ich mich über Tore und Chancen informiert. Von daher weiß ich nicht, ob Barca gleichwertig war.

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  • GG sagt:

    Die Wölfinnen weiter auf der Jagd.
    Angeführt von einer erneut „hungrigen“ PI Harder – die scheinbar ihre Schlagzahl nochmal erhöht hat (nicht mehr „nur“ das 1. Tor der Partie – heute sogar das 1. Tor jeder Halbzeit), sind die Voraussetzungen für eine ganz heiße Endphase in dieser Spielzeit geschaffen – #7 Spiele in max. #23 Tagen (21.04. – 13.05.2018), eingerahmt von den Ansetzungen im DFB-Pokal (15.04. bzw. 19.05.2018).
    Wird es zu #3 Endspielen binnen #9 Tagen (19. – 27.05.2018) kommen ? Oder schaffen die Wölfinnen womöglich den 1. Titel bereits am 20. BuLi-Spieltag ? Und, sind sie in der Lage die Siegesserie 2018 fortzusetzen (5 aus 5) ? Es bleibt spannend – nächste Herausforderung am Sonntag gegen den offekundig wiedererstarkten/-erweckten MSV Duisburg.

    (8)
  • Hanno sagt:

    Tolles Spiel in Wolfsburg. Der VfL spielerisch vom Feinsten. In der zweiten Halbzeit wurde 2x die Taktik der Offensivabteilung komplett gewechselt und auch da waren Aufgabenverteilung und Laufwege klar zu erkennen. Das war super, es hätten eigentlich noch 4-5 Tore mehr fallen müssen.
    Einziger Schwachpunkt: Die Innenverteidigerinnen inzwischen beide nicht mehr die Allerschnellsten. Dafür aber glänzend mit Übersicht und Sicherheit am Ball.
    Und ganz stark gestern: Gunnarsdottir und Popp (letztere hinter den Spitzen besser als später als Stoßstürmerin).

    (6)
  • holly sagt:

    naja man spielt nur so gut wie der Gegner es zu lässt. denke prag war der leichteste Gegner von den im wettbewerb noch spielenden Teams. alles andere wie ein endspiel lyon – wolfsburg wäre eine sensation. auch wenn lyon „nur“ 2:1 gewonnen hat.

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  • hotte sagt:

    was macht eigendlich Luisa Wensing?

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  • Altwolf sagt:

    Bei regnerischem Wetter, 6° u. sehr guten Platzverhältnissen sahen 1326 Zuschauer e. hervorragendes Spiel der Wölfinnen, wenn man sich für e. schnelles, im Spielaufbau passsicheres u. lauffreudiges Kombinationsspiel begeistern kann. St.Lerch hatte gegen die defensiv erwarteten Pragerinnen im Vorfeld genau e. solches Spiel gefordert u. so kam Slavia überhaupt nicht in die Zweikämpfe, obwohl sie versuchten vorne m. 1-3 Spielerinnen immer wieder mal d. Spielaufbau zu stören.
    Die Wölfinnen legten gleich zu Beginn das geforderte hohe Tempo vor u. so ergaben sich schon zu Beginn Torchancen, die jedoch nicht alle genutzt werden konnten.
    Auch nach dem 2:0, wie auch in der 2. HZ, durchgehend „Vollgasfußball“.
    Da es kaum zu harten Zweikämpfen kam, Slavias Spielerinnen liefen eigentlich nur hinterher, hatte d. französische Schiri auch kaum Probleme m.d.Leitung u. kam auch ohne „Gelbe“ aus.

    In d. 1.HZ gelang Slavia 1 Torschuss aus e. Abseitsposition u. i. d. 2.HZ dann auch mal e. wirklich gefährlicher Abschluss, den A.Schult glänzend parierte u. A.Popp dann endgültig klärte.

    Erfreulich, daß E.Pajor wieder fit ist, L.Dickenmann, P.Harder, K.Baunach u. I.Kerschowski ihre gesundheitlichen Probleme überwunden haben u. insbes. auch L.Wensing neben J.Wedemeyer mal wieder im Kader auftauchte.

    Die Spielfreude des Teams war nicht zu übersehen u. insbes. P.Harder zeigte mit ihrem Tempo, der Ballsicherheit, der Beweglichkeit in der Ballführung sich d. Attacken d. Gegnerinnen dabei zu entziehen, dem Auge für die Räume u. d. Mitspielerinnen u. was mich sehr beeindruckte, wie sie das Spiel „liest, wie sie in d. Räume läuft u. diese nutzt. Sie ist auf dem Weg zu e. d. ganz „grossen“ Spielerinnen.
    Dabei helfen ihr natürlich auch, wie an diesem Abend , Spielerinnen wie C.Hansen, mit der sie immer besser harmoniert o. auch S.B.Gunnarsdotier, die das Spiel sehr gut ordnete, kluge Seitenverlagerungen initierte u. ihre Torgefahr in letzter Zeit m.sehr kontrollierten Abschlüssen unter Beweis stellt.
    Nicht zu vergessen e. A.Blässe mit e. überrtagendem Laufpensum , sowohl in der Defensiv, wo sie immer wieder Konteransätze d. Slavia-Spielerinnen ablief, wie sie auch auf d. re. Aussenbahn m. guten Zuspielen u. Tempo d. Druck nach vorn aufbauen konnte.
    Auch auf d. anderen Seite zeigte N.Maritz e. gutes Spiel u. so entwickelt sie auch zunehmend mehr Selbstbewusstsein im Spiel nach vorn u. verzichtet auf die sonst häufigen Rückpässe auf A.Schult.

    T.Wullaert war irgendwie mental nich so präsent, wirkte irgendwie nicht so wach wie ihre offensiven Mitspielerinnen u. d. Torchance im 1:1 gegen Slavias Beste, im Tor B.Voitikova,darf sie nicht so früh abschliessen, da muß sie an der vorbeigehen.

    Auch A.Popp wirkte eher fahrig,auch m. technischen Unsauberkeiten, konnte oft kein „Timing“ in ihre Zuspiele bringen u. ihre Abschlüsse waren zu oft ungefährlich.

    L.Gössling in der Rolle des Spieleröffnens u. als „Antreiberin“ in d. IV, jedoch wieder einmal übersieht sie in der Vorwärtsbewegung (fast schon obligatorisch) e. blau gekleidete Gegnerin ( SC Sand lässt grüssen) u. spielt der d. Ball d.Gegenspielerin i.d.Füsse, doch diesmal lief A.Blässe den resultierende Vorstoß Slavias ab u. Almut musste nicht eingreifen. Neben ihr e. solide N.Fischer, die vom Tempo her bei Slavias Stürmerinnen kein Nachsehen hatte.

    Hatte L.Dickermann d. Vorarbeit für d. 2:0 schön vorbereitet,so gelang es I.Kerschowski von d. gleichen Position d. Vorarbeit zum 5:0 durch E.Pajor.
    Ein insgesamt gelungener Fußballabend.
    Ob nun WOB so gut o. Slavia so schwach war, kann man sehen wie man will.

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  • holly sagt:

    Sie sass gestern auf der bank bei der ersten

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  • enthusio sagt:

    Highlights Lyon-Barcelona:

    https://www.fcbarcelona.com/videos/more-football/women/matches

    Es hätte demnach eigentlich ein Schützenfest für Lyon geben müssen.

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  • enthusio sagt:

    @Altwolf:

    Ich freue mich schon auf die Halbfinalspiele (gegen Chelsea ?) und das DFB-Pokal-Halbfinalspiel gegen die SGS Essen.
    Pernille Harder hat wirklich überragende Qualitäten und Deine Bewertung der übrigen Spielerinnen fand ich auch sehr interessant.
    Es ist immer wieder eine Freude, Wolfsburg auf hohem Niveau spielen zu sehen.
    Hoffentlich kommt es zum Traumfinale Wolfsburg-Lyon !

    (Für das DFB-Pokalfinale wünsche ich mir aber aus verständlichen Gründen meine SGS Essen als Finalisten. Werde mir das Halbfinalspektakel in Wolfsburg vor Ort ansehen. 🙂 )

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  • bale sagt:

    JA,ich bin voll gespannt wer ins Finale kommt,Lyon muss noch in Barca ran

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  • Altwolf sagt:

    @enthusio

    Danke für den Link zum OL:Barca-Spiel.
    Da täuscht das Ergebnis doch sehr u. zeigt auch, daß Barca noch nicht an die Qualität von OL heranreicht. Die Chancenverwertung von OL ließ aber auch sehr zu wünschen übrig.

    Gegen Chelsea wird es auf jeden Fall schwerer,da die viel kompakter u. eher defensiv agieren u. ähnlich wie Bayern auf Fehler warten u./o. eine durch Standards o. um durch schnelleres Umschalten eine sich ergebende Torschance mal nutzen zu können.
    Auch die Einzelspielerinnen haben bei Chelsea mehr individuelle Qualitä als es die Pragerinnen haben.

    Wenn bei Slavia Prag allerdings 8 Nationalspielerinnen im Kader waren, dann muß man sich schon fragen, was unsere N-11 da im Länderspiel geleistet hat.

    Es hätte mich eher irritiert, wenn Du dir deine SGS Essen „nicht“ im Finale wünschen würdest.

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  • spoonman sagt:

    Das Rückspiel wird in Tschechien im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt (auf CT Sport).

    https://www.ceskatelevize.cz/tv-program/28.03.2018/

    In Deutschland gibt es anscheinend wieder keine offizielle Übertragung.

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