Frauen-Bundesliga: Zittersiege für Wolfsburg und Bayern

Von am 18. Februar 2018 – 20.08 Uhr 24 Kommentare

Am 12. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga mussten der VfL Wolfsburg und der FC Bayern München lange um den Erfolg zittern. Der SC Freiburg verlor überraschend beim MSV Duisburg.

Fridolina Rolfö bejubelt ihren Treffer für Bayern München gegen die SGS Essen

Fridolina Rolfö (re.) bejubelt ihren Last-Minute-Treffer gegen Essen © imago /foto2press

Der VfL Wolfsburg kam bei der TSG 1899 Hoffenheim vor 800 Zuschauern im Dietmar-Hopp-Stadion zu einem 1:0 (1:0)-Arbeitssieg und verteidigte damit die Tabellenspitze.

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Harder sorgt für Wolfsburg-Erfolg

Pernille Harder erzielte bereits in der 15. Minute nach einer Ecke von Zsanett Jakabfi den einzigen Treffer der Partie. Die Gastgeberinnen ließen einige hochkarätige Ausgleichschancen liegen, bei einem Kopfball von Nicole Billa, einem Pfostenschuss von Maximiliane Rall und einer guten Möglichkeit der eingewechselten Tabea Waßmuth.

Bayern feiert Last-Minute-Sieg

Bayern Neuer Tabellenzweiter ist der FC Bayern München, der vor der schwachen Kulisse von nur 245 Zuschauern im Grünwalder Stadion gegen die SGS Essen mit 2:1 (0:1) gewann. Die Gäste gingen Mitte der ersten Halbzeit durch Turid Knaak in Führung (23.), doch nach der Pause gelang der eingewechselten Nicole Rolser der Ausgleich (76.). Fast mit dem Schlusspfiff sorgte Fridolina Rolfö dann für den Bayern-Sieg (90.).

Erster Saisonsieg für den MSV Duisburg

Der SC Freiburg rutschte in der Tabelle durch eine überraschende 1:2 (1:1)-Niederlage beim bis dahin punktlosen MSV Duisburg auf Platz 3 zurück. Vor 305 Zuschauern in der Schauinsland-Reisen-Arena gelang dem MSV durch ein Tor von Lucie Haršányová ein Blitzstart (3.). Janina Minge gelang für die Gäste zwar noch vor der Halbzeit der Ausgleich (41.). Doch die erst kurz vor Spielende eingewechselte Danica Wu machte in der Schlussminute den ersten Saisonsieg der Duisburgerinnen perfekt (90.).

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Turbine feiert Kantersieg im Ostderby

Der 1. FFC Turbine Potsdam feierte vor 456 Zuschauern im Ernst-Abbe-Sportfeld im Ostderby beim FF USV Jena einen 5:0 (1:0)-Kantersieg. Viktoria Schwalm brachte die Gäste in Führung (30.). Nach der Pause legten Rahel Kiwic (49.), Johanna Elsig (64. Elfmeter, 66.) und die eingewechselte Nina Ehegötz (84.) nach.

Frankfurt in Köln ohne Mühe

Der 1. FFC Frankfurt kam vor 251 Zuschauern im Kölner Südstadion zu einem 3:0 (1:0)-Sieg beim 1. FC Köln. Lise Munk (29.), Sophie Schmidt (71. Elfmeter) und Kumi Yokoyama (76.) sorgten für einen ungefährdeten Sieg der Frankfurterinnen.

Bremen beweist Moral

Der SV Werder Bremen bewies beim SC Sand vor 460 Zuschauern im Orsay-Stadion Moral und ergatterte nach einem 0:2-Rückstand beim 2:2 (1:2) noch einen Punkt.

Die Gastgeberinnen schienen nach Treffern von Sylvia Arnold (9.) und Nina Burger (30.) bereits auf der Siegerstraße. Doch der Aufsteiger verkürzte zunächst durch Pia-Sophie Wolter (35.) und erzielte dann gar noch durch Katharina Schiechtl den Ausgleich (50.).

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

24 Kommentare »

  • Fan2 sagt:

    Die Zuschauerzahlen nur auf die „Spielverlegungen“ zurückzuführen, finde ich dann doch etwas sehr einfach. Letztlich gehen die Zuschauerzahlen auf ein Allzeit-Tief zu. An einem Spieltag nur auf einem Platz mehr als 500 Zuschauer, gerade einmal etwa 2500 insgesamt. Wann hatten wir das zuletzt? Früher gab es das bei einem Spiel!

    Willkommen auf der Abschiedstournee des FFs in Deutschland! Irgendwann werden wir wieder auf dem Niveau von 1998, dem Beginn der Bundesliga anfangen!

    (-2)
  • enthusio sagt:

    Tabea Kemme und Lia Wälti werden am Saisonende Turbine Potsdam mit unbekanntem Ziel außerhalb der Bundesliga verlassen.

    https://www.sportbuzzer.de/artikel/schock-fur-turbine-potsdam-lia-walti-und-tabea-kemme-verlassen-den-verein/

    Bin gespannt, wohin die Reise geht.

    (1)
  • Pauline Leon sagt:

    in den zweiten ligen ist die zuschauerzahl lächerlich niedrig. in gladbach ist ein tor für jeden zehnten zuschauer/fan gefallen. in leverkusen waren 80 gegen sindelfingen anwesend, in andernach 85 gegen niederkirchen. und das obwohl spannung und klasse geboten wird. zumindest in leverkusen war ein echter FAN aus sindelfingen da. mit bahn 2×4 stunden unterwegs um die sindelfinger… ladies zu sehen. und das schon zum zweiten mal! das erste spiel ist ja wegen schneesturms abgesagt worden.

    ein echter fan von denen es nicht viele gibt. der rest der zuschauer sind „funktionäre“, verwandte, verletzte spielerinnen und familie und freunde. vielleicht schreiben ein paar von diesen, äh, bevölkerungsgruppen auch hier?! aber so ist das halt. es gibt trotz allem teils hochklassigen fussball zu sehen, auch in den ligen 2 (r.i.p.)

    das tor von nina ehegötz war eines mittelsturms mehr als würdig. kurz annehmen und den direkten weg zum tor suchen/abschliessen. das, was immer gerne vermieden wird. vielleicht darf sie jetzt mal von anfang an.
    alles gute, nina.

    (2)
  • Detlef sagt:

    @enthusio,
    Die Gerüchte besagen, daß es beide nach England zieht!!! 🙁

    @cujo,
    So etwas hatte ich mir schon gedacht!!! 😉

    (1)

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