Frauen-EM: DFB-Elf ringt Italien nieder

Von am 22. Juli 2017 – 1.08 Uhr 58 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf ist nach dem hart erkämpften Erfolg gegen Italien im zweiten Gruppenspiel der Frauen-EM auf Viertelfinalkurs, während die Italienerinnen als erstes Team im Turnier ausgeschieden sind. Auch in der zweiten Partie der Gruppe B setzte sich Favorit Schweden gegen Russland durch.

Die DFB-Elf gewann im Willem-II-Stadion von Tilburg gegen Italien mit 2:1 (1:1). Josephine Henning brachte Deutschland nach einem kapitalen Schnitzer von Italiens Torhüterin Laura Giuliani in Führung (19.), Ilaria Mauro gelang nach einem Konter überraschend der Ausgleich (29.), ehe sie noch vor der Pause verletzt ausscheiden musste.

Peter verwandelt sicher vom Punkt

In der zweiten Halbzeit vergaben die Deutschen zunächst einige gute Möglichkeiten, ehe Babett Peter mit einem verwandelten Foulelfmeter (67.) für die Entscheidung sorgte. Giuliani hatte zuvor Anja Mittag von den Beinen geholt. Nur kurz darauf sah Elisa Bartoli nach einem Foul an Mittag die Gelb-Rote Karte (69.), so dass die Italienerinnen die Partie in Unterzahl beendeten mussten.

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Schult hält Punkte fest

Dennoch wäre ihnen fast noch der Ausgleich gelungen, hätte nicht DFB-Torhüterin Almuth Schult einen direkten Freistoß von Barbara Bonansea mit einem prächtigen Reflex über die Latte gelenkt (79.). Am Ende blieb es beim verdienten DFB-Sieg, der die Tür zum Viertelfinale weit aufgestoßen hat. Dort wird Italien erstmals nicht vertreten sein.

Logo der Frauenfußball EM 2017

Logo der Frauenfußball EM 2017 © UEFA

Schweden übernimmt Tabellenführung

Im zweiten Spiel des Tages gewann Schweden gegen Russland mit 2:0 (1:0). Lotta Schelin (22.) und Stina Blackstenius (51.) erzielten die Treffer beim schwedischen Erfolg. Die Schwedinnen übernahmen damit in Gruppe B nach dem zweiten Spieltag die Tabellenführung.

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U19-EM: DFB-Elf trifft auf Dänemark, Italien und die Niederlande

Die Spiele am Samstag:

18.00 Uhr: Island – Schweiz (Doetinchem)
20.45 Uhr: Frankreich – Österreich (Utrecht)

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

58 Kommentare »

  • Zaunreiter sagt:

    tom ist ein Troll, dessen wirres Geschreibsel sich so lesen soll, wie das eines 15-jährigen Legasthenikers, der die Tastatur nicht beherrscht. In Wirklichkeit scheint er aber ein schon erwachsener WS-Insider zu sein, der hier spielen möchte.

    (13)
  • Hanna Hinrich sagt:

    Meine Start-Elf steht …
    ====================
              Islacker
     Däbritz  Marozsan  Mittag
          Demann  Kemme
    Simon  Peter  Henning  Maier
              Schult
    ====================

    … notfalls offensiv nachlegen von der Bank …

    … und der Weg zeichnet sich ab:
          RUS  NED  FRA  SWE

    Ich bin optimistisch …

    (-3)
  • holly sagt:

    sehe ich auch so zaunreiter. der mann mit den ganz vielen idenditäten.

    (7)
  • sangokaku sagt:

    Detlef schrieb:
    „Das ist Blödsinn!!!
    Ein Team besteht niemals nur aus 11 Spielerinnen!!!“
    und
    „Nicht umsonst geht bei den meisten Teams der komplette Kader zum Einschwören auf das Feld!!!“

    … und wieviele von den „Eingeschworenen“ dürfen dann tatsächlich auf dem Feld bleiben?

    Hättest du meinen Kommentar wirklich gelesen, dann wäre dir vielleicht aufgefallen, dass ich den Stellenwert des Team-hinter-dem-Team-Geistes nie in Frage gestellt habe: („was auch wichtig ist!“).

    Vor lauter Selbstverliebheit in das vermeintlich Eigene ist es natürlich verständlich, das man das ‚Andere‘ nur noch an der Peripherie wahrnehmen kann.

    Wenn es nur noch um das Rechthaben geht, anstatt um einen (erfrischenden) Meinungsaustausch wird es einfach nur noch langweilig.
    (Und diese, fast schon peinlichen 3-fach Ausrufezeichen machten eine Aussage noch nie nicht ‚richtiger‘.)

    Anyway, Detlef, weiterhin viel Spaß beim Rechthaben.

    (3)
  • Karl sagt:

    @Hanna Hinrich: Mit deiner Startelf koennte es tatsaechlich den von dir abgezeichneten Weg weitergehen, ich befuerchte aber eher dass die Startelf anders aussehen wird und der abgezeichnete Weg auch vielleicht eher RUS, NOR , AUT, aus …..

    (-1)
  • GG sagt:

    Die Aufstellung von @Hanna Hinrich kommt einer Erfolgs-Elf schon recht nahe, und doch weist sie in meinen Augen eine erhebliche (entscheidende) Schwachstelle sowie noch #3 Qualitätssteigerungspotentiale auf:
    1) Die Schwachstelle ist Josie Henning. Wie auch wieder beim Gegentor im Italien-Spiel gesehen, ihr fehlt es an der nötigen Schnelligkeit. Hier musste K. Demann nach außen um die Flanke von Boninsea zu verhindern. Und gleich der nächste Fehler von J. Henning: Wie auch von der BT im ARD-Interview angesprochen, Josie war mindestens 10 m zu weit von K. Demann weg, stand förmlich im Niemandsland. Babs Peter hätte die Hereingabe noch wegschlagen können, war aber offenkundig nicht ganz im Bilde über die heranstürmende I. Mauro. Almuth Schult ohne jedwede Chance.
    Meine Lösung für die Zukunft: Josie auf die Bank – Kristin Demann auf die rechte IV-Position.
    2) Auch eine Bestätigung aus dem o.g. Gegentreffer: NIEMAND ist schneller in der Rückwärtsbewegung als Anna Blässe. Boninsea wäre nicht zur Flanke gekommen, wäre Anna aufgeboten gewesen.
    Folglich, Anna als rechte IV, Leo Maier rückt vor ins rechte MF.
    3) Anja Mittag ist nach meiner Überzeugung nicht mehr wettbewerbsfähig.
    Die Konsequenz: Auswechselbank … und Lina Magull in die Mannschaft.
    4) Abschließend ein positionsgerechter Wechsel – um insofern von mehr Erfahrung und der bereits im Verein geschulten Abstimmung zu profitieren: Isy Kerschowski an Stelle von Carolin Simon. Letztere könnte in meinen Augen auch 1. Einwechseloption für das linke MF – in meiner Startelf von Sara Däbritz besetzt – sein.

    Mit dieser Elf im nächsten Spiel beginnend, kann zunächst jeder Gegner mehr oder weniger erfolgreich (i.S. Torabschluß) bespielt werden, durch situationsgerechte Einwechselungen (v.a. Simon, Dallmann, Kayikci, Doorsoun – bedingt Mittag und Petermann) ist man in der Lage den positiven Spielausgang herbeizuführen.

    Noch ein abschließendes Wort zur TV-Übertragung:
    Bis kurz nach der Halbzeit habe ich mir die ARD „angetan“ – dann wurde mir die Inkompetenz der Kommentatorin doch zu viel. Wie wohltuend dagegen Marco Hagemann auf Eurosport1.
    (Obwohl auch dort Kommentatoren unterwegs sind, die aber mal sowas von schlecht gebrieft sind, u.a. wiederholt zum Besten geben, Dagny Brynjarsdottir sei bereits 3-fache Mutter und habe zuletzt vor 5 Monaten entbunden. Ojeoje …)

    (7)
  • Aldur sagt:

    Insgesamt geht der deutsche Sieg wohl in Ordnung. Das Chancenplus war deutlich. Allein Islacker, die ihre Treffsicherheit offenbar mit dem Vereinstrikot abstreift, hätte es wieder im Alleingang klar machen können.

    Mit der Entstehung der Treffer haben wir dann natürlich etwas Glück. Es wird nicht immer eine Torhüterin auf der anderen Seite haben, die sich so einen Ball mehr oder weniger selbst reinwirft. Auch den Elfmeter gibt vielleicht nicht jede Schiri, obwohl er nach Ansicht der Zeitlupe wohl in Ordnung geht, weil Mittag den Ball noch leicht mitnimmt, bevor sie mit Giuliani zusammenrasselt.

    Nach der berechtigten Hinausstellung von Bartoli gab es eine fast vergleichbare Situation, wo Mittag die italienische Verteidigerin, die den Ball ins Toraus geblockt hatte, mit beiden Händen zu Boden stößt, aber ohne Gelb davon kommt. Hier hätte eine einheitliche Linie der Schiedsrichterin später zum Problem werden können, da Mittag später nochmal Gelb für ein taktisches Foul sah.

    Für die Italienerinnen ist das Match von der Dramaturgie her, mit Torwartpatzer, Verletzung der auffälligsten Akteurin und Platzverweis, natürlich blöd gelaufen. Trotzdem haben sie zumindest in diesem zweiten Spiel wohl alles aus ihren Möglichkeiten herausgeholt.

    Für unsere Mannschaft wird es darum gehen, gegen die Russinnen mit einem hoffentlich mal klaren Erfolg etwas Sicherheit für die k.o.-Runde zu holen. Eine solche Energieleistung, wie die der Italienerinnen, traue ich den Russinnen bei allem Respekt eher nicht zu.

    (10)
  • Aldur sagt:

    Nachtrag:
    Etwas verwundert hatte es natürlich, dass mit Magull, Blässe und Simon drei der auffälligsten Akteurinnen des Auftaktspiels aus der Startelf gerutscht sind. Zumindest im Fall Blässe/Maier hat das keinen großen Unterschied gemacht. Maier hat eine ähnlich gute Vorstellung abgeliefert, und hat wohl gegenüber der Wolfsburgerin den Vorteil, die präziseren Hereingaben liefern zu können.

    Dallmann hat ihre Chance ebenfalls genutzt. Man würde sie sich mal gemeinsam mit Magull, statt anstelle dieser wünschen.

    Kerschowski konnte in meinen Augen auf der LV-Position nicht ganz an die Vorstellung von Simon aus dem Auftaktspiel anknüpfen. Hier sehe ich die Freiburgerin im Vorteil.

    (16)
  • rogerfehlerer sagt:

    fast egal wer auf welcher Position gebracht wird,es ändert an unserem Spiel kein iota.
    Bald haben alle mal etwas gespielt aber niemand hat sich WIRKLICH „aufgedrängt“(auch Dallmann kann’s besser).
    Die Spiel Philosophie ist der Chef,da müssen sich alle reinfügen und für Individualität ist kein Raum.
    Fazit:keinerlei Aufbruch,keine Emotionen und wenig bis nichts über den Kampf.Mauro z.B. läuft Demann locker davon,Petermann war wie oft am Ball?Endlich Hendrich,endlich Kerschowski?
    Die können alle so viel mehr aber werden nicht von der Leine gelassen?

    (2)
  • waiiy sagt:

    Im Prinzip ist alles gesagt. Mir sind nur zwei Kleinigkeiten aufgefallen:

    1. Wenn ich meine, ich will der Chef sein und Verantwortung übernehmen (und bin außerdem noch die beste Schützin im Team), dann gebe ich ein völlig falsches Signal, wenn ich den Strafstoß einer anderen Spielerin überlasse. Und damit wurde auch gezeigt, wer die wahre Chefin auf dem Platz ist: Babett Peter! Sie auch die Einzige, die sich ärgert, wenn etwas nicht so klappt.

    2. Ja, Maier hat eine gute Offensivleistung geboten auf der rechten Seite. Nur an einer (fast entscheidenden Stelle) war sie nicht zu sehen, als ihre Gegenspielerin mutterseelenallein auf der linken Angriffsseite bis zur Grundlinie lief und die beste Flanke im Spiel reinbrachte. Da kommt wieder bei mir durch, dass eine Verteidigerin als erste und wichtigste Aufgabe das „Verteidigen“ hat und auch daran gemessen werden sollte. Das Gegentor hat uns fast den Sieg gekostet und die Italienerinnen wieder ins Spiel gebracht.

    (10)
  • Detlef sagt:

    @sangokaku,
    Wenn Du es nicht so meinst, wie Du es schreibst, dann setze es bitte in „“, oder mache ein 😉 dahinter!!!
    Ansonsten muß man wirklich annehmen, daß Du nach dem blödsinnigen Spruch „11 Freundinnen sollt ihr sein“ handelst, und der Rest darf sich dann ruhig hassen!!! 😉

    @waiiy,
    Ich gebe Dir absolut Recht, was Frau Maier betrifft!!!
    Offensiv sehe ich sie stärker als Blässe, da ihre Flanken genauer kommen, und sie auch ab und zu direkt den Abschluß sucht!!!
    Aber sie ist als Abwehrspielerin aufgestellt, und hat somit eine andere Hauptaufgabe!!!

    Anna Blässe ist für mich die bessere Wahl dafür, da sie diese Hauptaufgabe viel ernster nimmt als Maier!!!
    Hier stimme ich GG zu, daß das Gegentor nie gefallen wäre, wenn Blässe auf dem Platz gewesen wäre!!!

    Vielleicht wäre es praktischer, Maier vor Blässe zu stellen???
    Dann wären beide positiven Eigenschaften vereint!!!

    @rogerfehlerer,
    Ich sehe es nicht so pessimistisch wie Du!!!
    Steffi Jones hat ja wohl nicht umsonst gesagt, daß diese EM noch etwas zu früh kommt!!!
    Es dauert eben, ein Spielsystem völlig umzukrempeln!!!
    Ich gebe zu, auch für mich sieht es manchmal etwas konfus aus!!!
    Aber wenn es kein festes Schema gibt/geben soll, dann muß jede Spielerin sich daran auch erst gewöhnen!!!
    Zumal es auf Vereinsseite sich auch noch nicht durchgesetzt hat, daß die Akteurinnen auf dem Platz die Richtung vorgeben, und nicht die Leute daneben!!!

    (0)
  • waiiy sagt:

    @Detlef:

    „Vielleicht wäre es praktischer, Maier vor Blässe zu stellen???
    Dann wären beide positiven Eigenschaften vereint!!!“ –> Dann wäre praktischerweise auch das Problem mit Däbritz gelöst. Für sie wäre dann kein Platz mehr. 😉

    (4)
  • Andi sagt:

    @Detlef
    Gabs die Ausrufezeichen im Sonderangebot? Drei für eins? 😉

    (3)
  • Rogerfehlerer sagt:

    @Detlef:
    ich fand es nicht konfus,ich fand es vorhersehbar und kaum druckvoll.Nicht mal gegen 10 Italienerinnen wurde eine andere Gangart versucht.Laufwege gleich,Tempowechsel Fehlanzeige,Kampf und Tempo weiter nur von Italien. Kurzpass Spiel,Kurzpass Spiel,Kurzpass Spiel- eine Mauro könnten wir gar nicht brauchen.

    (3)
  • holly sagt:

    hm, sicher hat die deutsche mannschaft oft den zug nach vorne vermissen lassen. chancen hatten sie aber genung. schade das sie die nicht genutzt haben. denke aber dann hätten die kritiker sich sicher über die farbe der schnürsenkel odere sowas aufgeregt.

    (7)
  • Detlef sagt:

    @waiiy:
    So einfach löst Du das Problem Däbritz damit nicht!!!
    Die Frau ist im Mannschaftsrat, und hat somit eine uneingeschränkte Stammplatzgarantie ohne Leistungsnachweis!!!

    Bei mir wäre sie nicht einmal in den großen Kader nominiert worden, geschweige denn in den dezimierten EM-Kader, geschweige denn in die Startelf, geschweige denn in die Stammformation!!!
    Aber träumen darf man natürlich!!! 😉

    (0)
  • Detlef sagt:

    @Rogerfehlerer,
    Mit Deiner Analyse hast Du sicher nicht Unrecht!!!
    Ich fands manchmal aber schon etwas konfus, wenn im MF die Anspielstationen gesucht, und meist nicht gefunden worden!!!
    Dann stehen alle Stürmerinnen mit dem Rücken zum Tor, und können den Ball höchstens wieder klatschen lassen, und kurz darauf das Selbe nochmal, bis der Gegner seine Reihen wieder geordnet hat!!!

    Da wird kaum ein Ball in den Lauf, oder mal in den freien Raum gespielt, weil die Stürmerinnen gar nicht erst loslaufen, weil sie wissen, da kommt sowieso nix, oder viel zu spät, und dann stehe ich im Abseits!!!
    Das „klei-klein“, was Steffi Jones so bemängelt, und was durch mangelhaftes Paßspiel oft zu gefährlichen Ballverlusten führt, siehe vor dem 1:1, geht mir total gegen den Strich!!!

    Dieses Spiel wird in keinem Verein der Buli so praktiziert, und deshalb klappt es auch nicht in der Natio!!!

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  • Jokus sagt:

    Keine Frauschaft spielt so unattraktiv wie unsere deutsche, immer dieses ‚hinten herum‘ und dann dauert es viel zu lange, bis der Ball endlich in die Spitze gespielt werden kann. Wenn Anja Mittag spielerisch nichts bewirken kann, dann fällt sie eben durch Unsportlichkeiten wie dem geschundenen 11er und dazu noch Provokation der Gegenspielerin auf, damit diese gelb-rot erhält.
    Dann dieses dauernde Gequatsche von der ‚jungen Mannschaft‘! Die Mädels sind im Durchschnitt 25 1/2 Jahre alt, wann sollen sie denn sonst in der A-Natio spielen? Ausserdem haben doch so gut wie alle Erfahrungen in den U-17 und U-19 Teams gesammelt.

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