Turbine Potsdam neuer Tabellenführer

Von am 11. Dezember 2016 – 16.44 Uhr 34 Kommentare

Der 1. FFC Turbine Potsdam hat durch einen verdienten Sieg im Topspiel beim FC Bayern München die Tabellenführung übernommen. Der VfL Wolfsburg siegte knapp gegen den SC Freiburg, der 1. FFC Frankfurt verspielte eine Zwei-Tore-Führung.

Turbine Potsdam gewann bei Meister FC Bayern München mit 2:1 (0:0) und verdrängte die Gastgeberinnen somit von der Tabellenspitze.

Elsig trifft für beide Teams

Johanna Elsig brachte die Gäste vor 1 410 Zuschauer im Grünwalder Stadion per Kopf in Führung (48.), durch ein Eigentor von Nora Holstad bauten die Potsdamerinnen die Führung aus (58.). Ein Eigentor von Elsig nach Flanke von Verena Faißt brachte die Münchnerinnen noch einmal heran (62.), doch die Elf von Trainer Matthias Rudolph brachte den verdienten Erfolg über die Runden.

Anzeige

Dickenmann sorgt für Wolfsburg-Sieg

Der VfL Wolfsburg kam zu einem knappen 1:0 (1:0)-Erfolg gegen den SC Freiburg. Ein einzigen Treffer der Partie erzielte Lara Dickenmann (26.) nach Vorarbeit von Tessa Wullaert. Sarah Puntigam scheiterte bei der besten Chance der Freiburgerinnen in der Schlussphase an Wolfsburgs Torhüterin Almuth Schult (88.).

Frankfurt verspielt Zwei-Tore-Führung

Der 1. FFC Frankfurt musste sich bei der TSG 1899 Hoffenheim mit einem 2:2 (2:0) begnügen. Laura Störzel (24.) und Mandy Islacker (26.) sorgten für eine Zwei-Tore-Führung zur Pause. Doch Leonie Pankratz (52.) und Christine Schneider (70.) retteten den Gastgeberinnen einen Punkt.

Sand souverän

Der SC Sand gewann gegen den FF USV Jena souverän mit 3:0 (1:0). Laura Feiersinger (38.), Isabelle Meyer (75.) und Jana Vojteková (76.) erzielten die Tore für die Elf von Trainer Colin Bell. „Auch wenn wir um die 60. Minute einen Durchhänger hatten, war es für mich eines der besten Heimspiele. Nach dem 2:0 war der Damm gebrochen“, so Bell.

Jetzt lesen
VfL Wolfsburg ist B-Juniorinnen-Meister
Spielszene Bayern München gegen Turbine Potsdam

Turbine Potsdams Johanna Elsig (re.) erzielte die Führung und traf später ins eigene Tor © foto2press / Markus Fischer

Anyomi bringt Essen auf Kurs

Die SGS Essen kam nach Rückstand noch zu einem hohen 5:1 (1:1)-Sieg bei Bayer 04 Leverkusen. Lisa Schwab sorgte zwar für einen Traumstart der Gastgeberinnen (3.), doch noch vor der Pause gelang Nicole Anyomi der Ausgleich (32.). In der zweiten Halbzeit drehte Essen dann mächtig auf. Erneut Anyomi (47.), Manjou Wilde (55.), Irini Ioannidou (82.) und Charline Hartmann (90.+1) schraubten das Ergebnis in die Höhe. Leverkusen musste nach der Gelb-Roten Karte gegen Jessica Wich mit einer Spielerin weniger auskommen.

Hess entscheidet Niederrheinderby

Der MSV Duisburg gewann gegen Borussia Mönchengladbach mit 2:1 (1:1). Sofia Nati sorgte für die Führung der Duisburgerinnen (11.), Nadja Kleinikel gelang der Ausgleich (44.). In der Schlussphase machte dann Lara Hess den Erfolg der Gastgeberinnen perfekt (83.).

[jsoncontentimporter url=“http://tab.fuzball.de/json/?season=27″]

{subloop:ranking:-1}

{/subloop:ranking}
[/jsoncontentimporter]

Tabelle Frauen-Bundesliga

Platz Team Spiele S U N Tore Tordifferenz Punkte
{tab.rank} {tab.team.name} {tab.team.nomatches} {tab.team.wins} {tab.team.ties} {tab.team.loss} {tab.team.goalsfor}:{tab.team.goalsagainst} {tab.team.tordelata} {tab.team.pkt}

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

34 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    @Ellis,
    LIA WÄLTI ist ja Zuhause in Potsdam geblieben!!!
    Ich nehme stark an, daß sie erst wieder zur Rückrunde eingreifen wird!!!

    BIANCA SCHMIDT stand schon wieder mit den anderen TURBINEN beim gemeinsamen Jubeln mit den Fans!!!

    FELI RAUCH hats wohl am Schlimmsten erwischt, aber vielleicht war die Armschlinge nach dem Spiel auch nur eine Vorsichtsmaßnahme!!!

    (10)
  • F.B. sagt:

    Auch aus Sicht des neutralen Beobachters ein absolut verdienter Sieg der Potsdamerinnen. Die Bayern konnten eigentlich nur jeweils ein paar Minuten in der ersten und der zweiten Halbzeit dagegen halten, waren ansonsten aber in allen Mannschaftsteilen unterlegen. Wie bereits wir und der FFC kamen sie mit dem Pressing von Potsdam nicht zurecht. Dennoch erstaunlich, wie sich eine Mannschaft, die insbesondere im Mittelfeld über deutlich mehr Erfahrung und größere Namen (Behringer, Däbritz, Laudehr) verfügt, derart abkochen lässt. Es scheint, als wäre der unbedingte Wille zum Sieg nach zwei Meisterschaften nicht mehr da.
    Für mich war es aber auch ein Duell der Trainer, in dem Matthias Rudolph als klarer Sieger hervorgegangen ist. Es ist beeindruckend, wie es ihm gelungen ist, in so einer kurzen Zeit eine dermaßen spiel- und kampfstarke Mannschaft zu formen. Und dass, obwohl immer noch die ein oder andere Spielerin verletzt fehlt. Auf der anderen Seite scheint Thomas Wörle seinem Team zurzeit nicht mehr wirklich die Freude am Fußball vermitteln zu können. Es hat sich auch gerächt, dass man in München so wenig wert auf das Offensivspiel legt. Die reine Konzentration auf das Spiel gegen den Ball und auf Konter funktioniert nun mal nicht mehr, wenn man 0:2 zurückliegt. Bezeichnend auch, dass Wörle mit Carina Wenninger und Caroline Abbé zwei Innenverteidigerinnen in der zweiten Halbzeit einwechselte. Als wäre mehr Risiko in der Offensive eine unvorstellbare Option. In dieser Form wird es auch schwer, gegen die spielstarken Essenerinnen drei Punkte mitzunehmen.

    (21)
  • FFFan sagt:

    @ S.F.:
    „Mittwochabend 17.55 Uhr gibt es das BL-Spiel Turbine vs. Bayer 04 auf https://www.rbb-online.de/sportplatz im Livestream zu sehen!“

    Danke für den Hinweis! 🙂

    (14)
  • enthusio sagt:

    @SF:

    Hoffentlich gibt es das Spiel auch zeitversetzt noch zu sehen, ich fahre doch lieber zum Spitzenspiel Essen-Wolfsburg.
    Man muß ja schließlich Prioritäten setzen. 🙂

    (9)
  • sam2009 sagt:

    Als Bayern-FF-Fan kann ich nur sagen: Glückwunsch an Turbine Potsdam, schönen Fußball gespielt und hochverdient gewonnen!
    Und Svenja Huth – Klasse! Bei den Bayern klappte nichts, ideenloses Spiel. Ich kann nicht verstehen, warum M. Behringer und S. Laudehr nicht ausgewechselt wurden. Das Mittelfeld fand nur in Teilen statt. Da nützt es dann auch nix, wenn der Rest macht und tut.

    (22)
  • Detlef sagt:

    @F.B.,
    Vielen Dank für die Blumen!!! 😄
    Es war wirklich erschreckend, wie Topnationalspielerinnen wie Däbritz, Holstat, EVANS oder Maier agierten!!!
    Sogar Korpela zeigte hin und wieder Schwächen!!!
    Behringer sah man ihre
    Beste Bayernspielerin war für mich Faißt, mit Abstrichen auch noch van der Gragth!!!

    Die Aufstellung von Behringer war für mich wie russisch Roulette spielen!!!
    Eine Spielerin, die so deutlich sichtbar nicht fit ist, ist ein großer Risikofaktor!!!
    Zum Einen weil sie Gefahr läuft, sich dabei stärker zu verletzen, und für sehr lange Zeit auszufallen!!!
    Zum Anderen weil sie so ständig Gefahr lief, mit ihrer ruppigen Spielweise gelbe Karten einzusammeln, und die Mannschaft somit in Unterzahl zu bringen!!!

    Ich denke auch, daß sie gegen Essen noch nicht gewonnen haben!!!

    Und was spricht man an der Wolfsburger Front über den „grandiosen“ Sieg über den Tabellendritten???

    (6)
  • waiiy sagt:

    In meinen Augen ist schon fast alles gesagt. Kleine Anmerkung von mir in Richtung Steffi Jones: Wenn man in der N11 derartige Unsicherheiten in der Innenverteidigung hat, sollte man vielleicht auf die eingespielte und sehr souveräne Hintermannschaft von Potsdam zurückgreifen. Das Duo Elsig/Wesely steigert sich quasi von Spiel zu Spiel und hat daneben auch noch Spaß, das Spiel von hinten aufzubauen. Dazu kommt eine klasse haltende Schmitz, die die hoch verteidigende Mannschaft sehr offensiv unterstützt.

    (18)
  • jochen-or sagt:

    @waiiy

    Bei der aktuellen Situation der N11 meine ich auch, dass das Duo Wesely und Elsig derzeit die beste Lösung wäre.
    Leider hat auch Elsig – bombenstark im Stellungs- und Kopfballspiel – Schnelligkeitsdefizite.
    Wesely hat leider im Spielaufbau Schwächen ( zu wenig Gefühl im Fuß und damit zu harte Schläge nach vorne).
    Dennoch finde ich beide besser als das, was sich derzeit um die Aufstellung in der N11 bewirbt.
    Jedenfalls hat man mit diesen beiden wegen des ausgezeichneten Kopfballspiels nicht mehr die Angst, die man im FF bei den hohen Standardbällen in den Strafraum ansonsten hatte bzw. haben muss.

    Überhaupt arbeiten alle bei Turbine inkl. Aigbogun und Huth sehr gut nach hinten.
    Nur Gasper gefällt mir da gar nicht, weil sie nicht annähernd so emsig nach hinten arbeitet, selbst wenn sie frisch ins Spiel reinkommt. Das war auch wieder in München zu sehen. Da sollte mal der Trainer ein Wort mit ihr reden.

    (7)
  • waiiy sagt:

    @jochen-or: Es it gut, dass Gasper dabei ist. Sie wird beim Training und den Kurzeinsätzen viel lernen. Und ich habe das Gefühl, sie darf auch mal Fehler machen. Sie wird sicher noch länger brauchen, bis sie mal einen Startelfeinsatz hat. Aber sie hat gute Anlagen. Das haben sowohl Rudolph als auch Jones erkannt. Solche Spielerinnen müssen eingebaut und bei Laune gehalten werden, dass sie nicht irgendwann in Hoffenheim (Demann) oder Freiburg (Starke) spielen. Von daher nehme ich Gasper von der Kritik erstmal aus.

    Was allerdings auch mal ins Auge gehen kann, dass Gasper und Siwinska zugleich auf der Seite spielen. Mit Schmidt dahinter ist es mir bei dem Experiment wohler.

    (12)
  • Altwolf sagt:

    Hallo @Detlef.
    Danke für Deine Nachfrage. Ich war leider am Wochenende nicht in WOB, so daß ich,vom Ergebnis einmal abgesehen, keine persönlichen Eindrücke gewinnen konnte. Das Ergebnis hilft uns natürlich oben dran zu bleiben.

    Aber auch von mir GW an das derzeit überragende Team aus Potsdam.

    (11)
  • waiiy sagt:

    @Altwolf: Turbine hat die Wölfinnen im Kampf um die CL-Plätze wieder in Stellung bringen können. 😉

    (5)
  • F.B. sagt:

    @Detlef:
    Mit Behringer konnte man fast Mitleid haben. Dass sie durchspielen musste, grenzte fast schon an Körperverletzung. Für mich ist auch schleierhaft, warum sie dennoch alle Standards treten musste. Gibt es bei Bayern wirklich niemanden, der diese Aufgabe übernehmen kann? Darüber hinaus ist wirklich auffällig, wie viele Spielerinnen im Moment in einer handfesten Formkrise stecken. Sara Däbritz läuft ja schon seit Saisonbeginn ihrer Form der WM weit hinterher, Leonie Meier bereits seit Monaten. Simone Laudehr scheint über den Zenit zu sein, sie hat ja bereits in Frankfurt eine ganz schwache Saison gespielt. Vor allem ist sie für mich im zentralen Mittelfeld völlig deplatziert. Wörle scheint es aber an Mut zu fehlen, auch mal anderen Spielerinnen eine Chance zu geben. Warum darf z.B. Anna Gerhardt nicht mal auflaufen, die bereits nachgewiesen hat, dass sie für viel spielerischen Schwung sorgen kann. Oder auch Katharina Baunach. Aber das sind ja Spielerinnen, die Kreativität versprühen, also etwas tun, das Wörle nicht zu mögen scheint;-)

    Was unser Spiel gegen Freiburg betrifft, kann ich leider auch nicht mit Live-Eindrücken glänzen. Das Siegtor resultierte aus einer von rechts geschlagenen Flanke von Tessa Wullaert, welche die in den Fünfmeterraum geflitzte Lara Dickenmann zum 1:0 verwertete. Eine weitere Großchance hatte erst Nilla Fischer, die in der Nachspielzeit die Latte traf. Eine wirklich herausgespielte Chance gab es in der Zusammenfassung nicht wahrzunehmen. Die spielerische Armut, die seit dem Ausfall von Lena Gößling herrscht, setzte sich also fort. Die Doppel-Sechs aus Sara Gunnarsdottir und Elise Bussaglia hielt die Freiburgerinnen zwar weitestgehend vom eigenen 16er fern, dass dieses Duo aber keine Kreativität versprühen würde, war zu erwarten. Dass Kellermann im Interview das Fehlen von Lena als Ursache für die fehlenden Offensivimpulse anführte, war sicher auch als Seitenhieb an beide Spielerinnen zu verstehen. Vor allem von Sara muss man einfach mehr erwarten, ihre Auftritte sind bisher – mit Ausnahme des Spiels gegen Bayern – eine einzige Enttäuschung. Freiburg erwischte aber auch keinen Sahnetag und kam erst in der zweiten Halbzeit gefährlicher auf. In der 89. Minute gab es nach der Ecke die große Chance zum Ausgleich, den Kopfball parierte Almuth Schult allerdings stark. Wir nehmen die drei Punkte natürlich gerne mit, gegen Essen wird man sich aber steigern müssen. Es wartet die stärkste Offensive der Liga.

    (7)
  • dummkopf/football-women.com sagt:

    hier unten noch einmal die Erinnerung, dass rbb-online heute überraschenderweise??? Turbine live überträgt. Link s.oben

    Und zur Einstimmung noch der Link zum letzten Spielbericht von jemand der auch eingestehen muss, schon immer befürchtet zu haben, dass es mit Turbine steil bergab gehen würde ohne die 3 auf der Bank. 😉

    https://www.football-women.com/2016/12/12/bayern-munchen-turbine-potsdam-12-00/

    Aber das war ja auch einfach. In München hatte man nicht sehr viel zu verlieren. Heute wirds schwieriger. Da hat man wohl sehr viel zu verlieren …

    (-5)
  • F.B. sagt:

    @dummkopf:
    Ich habe nur mal gerade über die Noten geschaut. Behringer hat ein besseres Spiel gemacht als Kellond-Knight? Sorry, da brauche ich mir den Spielbericht nicht mehr durchzulesen.

    (10)