Fernduell zwischen Wolfsburg und Frankfurt
- und letzter Spieltag am Pfingstmontag in der Frauen-Bundesliga – und es ist nur noch ein spannender Zweikampf übrig geblieben, der entschieden wird: Zieht der VfL Wolfsburg oder 1. FFC Frankfurt als Vize-Meister in die Champions League ein? Der schon als Absteiger feststehende 1. FC Köln könnte zum Zünglein an der Waage werden.
Ein Punkt beträgt momentan der Vorsprung des VfL Wolfsburg auf den 1. FFC Frankfurt. Der VfL kann die Vize-Meisterschaft im Heimspiel gegen den 1. FC Köln also aus eigener Kraft perfekt machen, darf aber nicht patzen.
Minimalchance nutzen Der 1. FFC Frankfurt hat ebenfalls ein Heimspiel. Möchte der amtierende Champions-League-Sieger erneut in die Königsklasse einziehen, müssen definitiv drei Punkte gegen Bayer 04 Leverkusen her. „Dass es für uns im letzten Saison-Heimspiel gegen Leverkusen noch um die theoretisch mögliche Champions-League-Qualifikation geht, ist ebenso erfreulich wie unerwartet. Mit unserer Niederlage gegen Freiburg war dieses Thema eigentlich schon in weite Ferne gerückt, doch haben wir mit den Siegen gegen Jena und in Sand unseren Teil dazu beigetragen, die Minimalchance am Leben zu erhalten“, sagt FFC-Trainer Matt Ross, der am Montag vor der Partie insgesamt neun Spielerinnen verabschieden wird, die den FFC verlassen – darunter Kerstin Garefrekes (Karriereende) sowie Simone Laudehr und Dzsenifer Marozsan, die zum FC Bayern bzw. Olympique Lyon wechseln.
Überrascht Köln? Wenn der FFC gegen die Werkself drei Punkte holt, sind sie dennoch vom Resultat ins Wolfsburg abhängig. Dass die Kölnerinnen beim VfL punkten, erscheint unwahrscheinlich, allerdings hat der Absteiger die beiden letzten Partien gewonnen, darunter das Heimspiel gegen den 1. FFC Turbine Potsdam, gegen die die Wolfsburgerinnen vor Wochenfrist 0:4 unterlagen. Für den VfL ist das Spiel gegen Köln allerdings nicht die letzte Chance auf eine Qualifikation zur Champions League. Sollten sie das Finale gegen Olympique Lyon gewinnen, würden sie als Titelverteidiger nächstes Jahr erneut international spielen.
Werder empfängt Potsdam Der ebenfalls schon als Absteiger feststehende SV Werder Bremen empfängt den 1. FFC Turbine Potsdam, der zum Saisonfinale hofft, in der Tabelle noch ein wenig klettern zu können. Momentan liegen die Potsdamerinnen auf dem achten Rang,
Hoffenheim zu Gast bei Münchens Meisterfeier Punktgleich mit den Potsdamerinnen liegt die TSG 1899 Hoffenheim auf dem neunten Tabellenrang. Zum Abschluss ist die TSG beim alten und neuen Meister FC Bayern München zu Gast. „Die Hoffenheimerinnen gelten als technisch versiertes und kombinationsstarkes Team, das nach Balleroberung mit schnellen Kontergegenstößen agiert“, sagt FCB-Trainer Thomas Wörle, der nach der Partie mit seiner Mannschaft die Meisterschale erhält.
Diese wird dem Team von DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg, Dr. Rainer Koch, dem DFB-Vizepräsidenten und Präsidenten des Bayerischen Fußball-Verbandes sowie Bundestrainerin Silvia Neid im Rahmen einer feierlichen Zeremonie überreicht. „Wir gehen das letzte Spiel in München ganz entspannt an. Der Gegner ist nicht mehr von der Tabellenspitze zu verdrängen. Deshalb stehen wir gegenüber anderen Teams auch in keinerlei Verantwortung, wir können frei aufspielen“, so TSG-Trainer Jürgen Ehrmann.
Auch Bayern München wird eine Reihe von Spielerinnen verabschieden: Eunice Beckmann (Boston Breakers), Raffaella Manieri (Ziel unbekannt), Ricarda Walkling (North Carolina State University) und Jenny Gaugigl (SC Sand).
Freiburg auf Rang vier Nur noch theoretisch vom vierten Rang zu verdrängen ist der SC Freiburg, der Tabellennachbar SGS Essen empfängt. „Wir wollen mit einem Sieg gegen Essen zeigen, dass wir zurecht auf dem vierten Platz stehen und diese Position untermauern“, sagt Jens Scheuer, Trainer des Sportclubs, der vor der Partie Verena Aschauer, Nicole Banecki, Franziska Jaser, Myriam Krüger, Jobina Lahr, Lotta Ravn und Pia Züfle verabschieden wird.
Duell um Rang 5 Den vierten Rang hatte nach starker Hinrunde auch der SC Sand im Visier, ist nach einer Niederlagenserie in der Rückrunde aber auf den sechsten Rang abgerutscht. Wenn die SGS in Freiburg patzt, ist allerdings der Sprung auf Rang fünf möglich. Nötig dafür ist mindestens ein Punkt beim FF USV Jena, der mit den selben Voraussetzungen in die Partie geht und, wie der SC, 28 Punkte auf dem Konto hat.
„Wir wollen in dieser Saison noch einen raushauen, aber nicht um jeden Preis“, erklärte Alexander Fischinger, der im Hinblick auf das Pokalendspiel auch keine unnötigen Verletzungen riskieren möchte: „Es kann mir keiner verdenken, dass ich in Köln mit dem besten Kader auflaufen will“, sagt Sands Trainer Alexander Fischinger.