Wolfsburg macht Champions-League-Teilnahme perfekt

Von am 16. Mai 2016 – 16.19 Uhr 49 Kommentare

Der VfL Wolfsburg hat sich am 22. und letzten Spieltag der Frauen-Bundesliga durch einen Sieg gegen den 1. FC Köln einen Startplatz für die Champions-League-Saison 2016/17 gesichert. Dabei mussten die „Wölfinnen“ in der zweiten Halbzeit kurz zittern. Meister FC Bayern München verhinderte mit Mühe eine Niederlage gegen die TSG 1899 Hoffenheim.

Die Wolfsburgerinnen gewann im heimischen AOK-Stadion mit 5:2 (3:1) gegen den 1. FC Köln und sicherten sich damit den zweiten Platz in der Liga. Wolfsburg-Trainer Ralf Kellermann erklärte: „Wir sind froh, dass wir es heute geschafft haben, das haben wir uns hart erarbeitet. Köln hat sich teuer verkauft, in der zweiten Halbzeit haben wir es unnötig noch einmal spannend gemacht.“

Doppeschlag durch Bernauer

Vanessa Bernauer brachte Wolfsburg früh auf die Siegerstraße (9., 12.), ehe Virginia Kirchberger verkürzte (33.). Alex Popp stellte den Zwei-Tore-Abstand wieder her (42.), doch die Domstädterinnen kamen durch Lise Munk noch einmal heran (77.). Einen weiteren Gegentreffer hätte sich Wolfsburg nun nicht mehr leisten dürfen, doch Kapitänin Nilla Fischer (80.) und die eingewechselte Ewa Pajor (82.) zerstreuten die letzten Zweifel.

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Frankfurt siegt bei Garefrekes-Abschied

Der 1. FFC Frankfurt hatte trotz eines 4:0 (2:0)-Siegs gegen Bayer 04 Leverkusen als Tabellendritter am Ende das Nachsehen. Im letzten Spiel von Kerstin Garefrekes trafen Yuki Ogimi (28.) und Jackie Groenen (45.) vor der Pause, in der zweiten Halbzeit gelang Mandy Islacker ein Doppelpack (77., 79.). Die FFC-Stürmerin krönte sich somit mit 17 Treffern zur Torschützenkönigin.

Vanessa Bernauer jubelt

Vanessa Bernauer (li.) jubelt über einen ihrer beiden Treffer © foto2press / Michael Täger

Bayern nur remis zum Abschluss

Meister FC Bayern München kam zum Saisonabschluss im heimischen Grünwalder Stadion nicht über ein 1:1 (0:0) gegen die TSG 1899 Hoffenheim hinaus. Die von den Bayern an Hoffenheim ausgeliehene Isabella Hartig erzielte die Gästeführung (55.), die Ex-Hoffenheimerin Mana Iwabuchi sorgte fünf Minuten später für den Ausgleich (60.).

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Bayern München gewinnt Verfolgerduell

Turbine Potsdam trotz Sieg nur Siebter

Der 1. FFC Turbine Potsdam gewann beim SV Werder Bremen mit 4:1 (4:0). Bereits in der ersten Halbzeit entschieden die Gäste die Partie durch Treffer von Tabea Kemme (6., 35.), Laura Lindner (33.) und Lia Wälti (43.) für sich. In der Schlussminute gelang den Gastgeberinnen durch Reena Wichmann der Ehrentreffer (90.). Turbine beendete die Saison somit als Tabellensiebter.

Siege für Jena und Essen

Der FF USV Jena bezwang DFB-Pokalfinalist SC Sand durch einen verwandelten Handelfmeter von Iva Landeka (43.) mit 1:0 (1:0). Die Gäste, vor wenigen Wochen noch Tabellenvierter, beschließen die Saison somit nur als Tabellenneunter. Die SGS Essen kam beim SC Frieburg zu einem 2:1 (1:0)-Auswärtssieg. Zwar gingen die Freiburgerinnen durch Anja Maike Hegenauer in Führung (17.), doch in der zweiten Halbzeit drehten die Gäste die Partie durch zwei Tore von Charline Hartmann (60., 73.).

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Tabelle Frauen-Bundesliga

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

49 Kommentare »

  • Alise sagt:

    Lotta Schelin bestätigte in einem Interview mit schwedischen Medien, dass sie verhandelt auch mit einem Team ausserhalb Schwedens und sagte folgendes: „Sweden beckons, but ultimately you decide based on what you have to work with and in this situation it feels perfect.“

    Also obwohl Schweden lockt, letztendlich muss sie sich dafür entscheiden womit/mit wem sie arbeiten muss und in dieser Situation fühlt sich [dieser andere Verein] perfekt an.

    Entscheidung pro Bayern?

    Mit Harder und Ericsson verhandelt der FCB oder hat zumindest positive Antworten auf die Anfragen bekommen.

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  • shane sagt:

    @alise: eine genauere quellenangabe, bitte. am besten nen link.

    edit: ok, selbst gefunden. dort: https://www.svt.se/sport/fotboll/goteborg-forhandlar-med-schelin-rosengard-avvaktar/

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  • shane sagt:

    @alise: und weiter – bestaetigen tut sie da nix. mensch kann da reinlesen, dass sie anderes in betracht zieht. aber dass sie verhandelt, nope, das ist da nicht gesagt. (und schwedische foristInnen lesen das gaaanz anders).

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  • F.B. sagt:

    Zur Einstimmung auf das Finale ein Direktvergleich der Spielerinnen zwischen Wolfsburg und Lyon: https://www.ndr.de/sport/fussball/Wolfsburg-Lyon-Der-Frau-gegen-Frau-Vergleich,wolfsburglyon100.html.

    Der Vergleich geht 8:3 aus und das ist bei der aktuellen Form einiger VfL-Spielerinnen schon geschönt. Lena Gößling ist dabei die einzige, die überhaupt ein Duell gewinnt.
    Ein paar Einschätzungen hat der Verfasser des Vergleichs aber exklusiv. Dass Elise Bussglia in dieser Saison in der Innenverteidigung eingesetzt wurde, scheint mir entgangen zu sein;-) Dass Luisa Wensing für Joelle Wedemeyer spielt, halte ich für extrem unwahrscheinlich. Schleierhaft ist mir auch, warum der derzeit wohl besten Mittelfeldspielerin der Welt, Amandine Henry, „nicht ganz das Niveau“ ihrer verletzten Teamkollegin Aurélie Kaci zugesprochen wird.

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  • enthusio sagt:

    @F.B.:

    2013 dürfte der Direktvergleich der Spielerinnen zwischen beiden Vereinen ähnlich ausgefallen sein, aber: „Grau is alle Theorie – entscheidend is auf’m Platz.“ (Adi Preißler)

    In diesem Sinne: Macht’s noch einmal, „Wölfinnen“ !

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  • Detlef sagt:

    @F.B.,
    es wird auf jeden Fall interessant zu sehen sein, wie Wolfsburg mit der Underdog-Rolle klarkommt!!! 😉

    Gespannt bin ich vor allem auf die Abwehr und Almuth Schult!!!
    Auch im MF dürfte Lyon klar den Ton angeben!!!
    Und mit der Chancenverwertung der letzten Spiele ist gegen Olympic auch kein Blumentopf zu gewinnen!!!

    Aber vielleicht geht es ja so aus wie in Potsdam, wo vorher niemand auch nur einen Pfifferling auf den Underdog gesetzt hat!!! 😉

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  • F.B. sagt:

    @Detlef:
    Das Problem ist nur, dass Lyon nicht so auftretten wird wie Wolfsburg gegen Potsdam;-) Wir hatten ja in dieser Saison viele Schwankungen drin, so dass der Auftritt in der zweiten Halbzeit gegen Potsdam sich zwar nicht angekündigt, aber auch keine völlige „Überraschung“ war. Wenn Lyon gegen Wolfsburg untergeht, wäre das aber sehr wohl eine Sensation, die sich durch nichts angekündigt hätte. Wenn der VfL seine absolute Top-Leistung abruft, d.h. so wie im CL-Hinspiel gegen Frankfurt spielt, hinten keinen Fehler macht und vorne jede Möglichkeit nutzt, hat man eine Chance. Aber auch mit einer solchen Leistung kann es gut sein, dass es dennoch nicht reicht.

    @enthusio:
    Das würde ich so nicht sagen, da Wolfsburg damals eine extrem konstante Saison gespielt hat, wie Butter durch die Meisterschaft ging und insbesondere in der Defensive sehr stabil war. Mit Gößling/Kessler war man darüber hinaus im Mittelfeld stärker besetzt als Lyon.

    Ich gehe auch davon aus, dass die Aufstellung nicht so wie im Direktvergleich ausfallen wird, sondern dass das Trainerteam eine weitere Defensivspielerin aufstellt. Alles andere wäre in Hinblick auf die aktuelle Schwäche in der Defensive Harakiri. Ich könnte mir etwa vorstellen, dass man mit einer Triple-Sechs im Mittelfeld spielt, um dort Lyon ein wenig die Räume zu nehmen.

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  • holly sagt:

    ein Schützenfest sehe ich nicht, egal von wem in dem Finale. Vermute das es von beiden Seiten ein von Taktik geprägtes Spiel werden wird.
    Man muss sehen wie die Abwehr von Lyon ist, die wird ja meist nur einmal im Jahr ernsthaft geprüft.
    Offensiv sehe ich Lyon auch im vorteil, vermute aber mal das sie das gleiche Chancenproblem haben werden wie Wob.
    Aus deutscher Sicht drücke ich natürlich dem VFl die Daumen.
    Für Wob wird dieses Spiel sicher einfacher zu spielen sein wie das Pokalfinale. Da die Ausrichtung des Gegners eine ganz andere ist.

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  • shane sagt:

    @F.B.: grundsaetzlich stimme ich dir zu. was allerdings fuer wob spricht (oder besser: wob nicht gar so underdog-artig ausschauen laesst), ist dass auch lyon in dieser saison immer schwierigkeiten gegen defensivstarke teams hatte – montepellier, juvisy, teils auch psg. psg’s hohe niederlagen kamen dann zustande, wenn deren defensive stark geschwaecht war (anfang der saison georges nicht dabei, im CL-hinspiel drei defensivspielerinnen innerhalb der ersten 30min ausgefallen. das ist schon sehr speziell). also, wob: defensive konzentrieren! tore kann frau dann immernoch im elfmeterschiessen machen 😉

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