SheBelieves Cup: DFB-Team unterliegt dem Weltmeister

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Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat den Gesamtsieg beim SheBelieves Cup in den Vereinigten Staaten verpasst. In Boca Raton unterlag die DFB-Elf dem Team der Gastgeber mit 1:2 (1:2) und beendet das Turnier damit auf dem zweiten Rang.

 

Bereits über 13 Jahre liegt der letzte Erfolg (nach regulärer Spielzeit) gegen die US-Amerikanerinnen zurück, und auch diesmal behielt der dreifache Weltmeister die Oberhand. Dabei hatte Anja Mittag zunächst für die Führung gesorgt.

Der Treffer von Anja Mittag hat nicht gereicht. (Archivbild) © Mirko Kappes, footograph.net
Ein Treffer von Anja Mittag hat nicht gereicht. (Archivbild) © Mirko Kappes, footograph.net

USA überlegen
In der 29. Minute traf Mittag mit einem Flachschuss aus über zwanzig Metern zum 1:0. Die deutsche Mannschaft versuchte in der Folge, Druck zu machen. Doch nach einem Ballverlust von Anna Blaesse ging es für die US-Amerikanerinnen schnell. Und nach einem Zuspiel auf Alex Morgan behielt diese im Strafraum gegen Babett Peter und Saskia Bartusiak die Oberhand und traf sehenswert zum Ausgleich (35.).

Sechs Minuten später nahm Samantha Mewis Melanie Behringer den Ball ab, machte sich selbst auf den Weg nach vorn und traf mit einem von Peter abgefälschten Schuss zum 2:1. Auch nach dem Seitenwechsel waren die US-Amerikanerinnen das bessere Team; die deutsche Auswahl, die sich zu viele Fehler erlaubte, fand kaum Mittel gegen den Gastgeber.

Solo und Morgan ausgezeichnet
Auch bei den individuellen Auszeichnungen sahnte das US-Team ab. Hope Solo wurde zur besten Torhüterin des Turniers gewählt. Alex Morgan war nicht nur beste Torschützin, sondern wurde auch als beste Spielerin ausgezeichnet.

England auf Rang drei
Im zweiten Spiel des Tages trennten sich England und Frankreich 0:0, wodurch die Engländerinnen das Turnier auf dem dritten Rang beenden.

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Hannis
Hannis

Quo vadis Deutscher Frauenfussball? – mein Eindruck ist, dass wir uns immer mehr von der Weltspitze entfernen (auch wenn die Ergebnisse das noch nicht zeigen) – sowohl physisch als auch technisch werden unsere Defizite immer größer (und mental scheinen wir zumindest ein schwerwiegendes USA Trauma zu haben) – wir sind seit Jahren nur in der Anzahl der Verletzten Weltspitze (trainieren wir falsch?) – Die Stützen dieser Mannschaft werden älter und werden in absehbarer Zeit auch nicht mehr da sein (Laudehr, Goessling, ect) – Wir haben akute Nachwuchsprobleme – viele der früheren Nationalspielerinnen waren schon im Alter unter 20 Stützen der… Weiterlesen »

Fritz W.
Fritz W.

Was sollte dann die Alternative zur U17 Bundesliga sein?

Wie sollen die Juniorinnen weiter gefördert werden?

Hannis
Hannis

Fritz W., die Turbine U17 zum Beispiel hat bevor es die U17 Bundesliga gab in der Brandenburg-Liga der C-Junioren gespielt. Schröder war bei der Einführung der U17 Bundesliga damals schon sauer, dass die U17 diese Möglichkeit nicht mehr hatte. In beinahe jedem Interview mit einer Nationalspielerin kann man die Einschätzung lesen, dass es ungemein wertvoll ist, solange wie möglich mit oder gegen Jungs zu spielen. Wenn eine U17 Juniorinnen Bundesliga hochklassig wäre, wäre das sicherlich auch eine Alternative. Aber zur Zeit spielen dort 30 Mannschaften (ich gebe zu, dass eine Liga mit den besten 10-12 Mannschaften wohl wegen der Reisekosten… Weiterlesen »

GG
GG

Ganz so pessimistisch wie @Hennes sehe ich die Zukunft nicht. Allerdings, Handlungsbedarf, und zwar in erster Linie mit mehr Spielpraxis auf hohem Niveau, mag ich doch zu erkennen. Hier verweise ich auf das Beispiel Lina Magull, die in Freiburg förmlich auflebt. Diesen Ortswechsel hätte es aber überhaupt nicht bedurft, wenn ihr in WOB häufiger – und wie auch von uns Fans gefordert – das Vertrauen geschenkt worden wäre. Zur Niederlage heute Nacht: Seit wann diskutieren wir darüber, dass Maro keine Spielerin für die 6er-Position ist ? Und seit wann moniere ich, dass Mel hier grundsätzlich ihre Schwierigkeiten hat ? Aktuell,… Weiterlesen »

enthusio
enthusio

Das Spiel gegen die USA zeigte seitens unserer Mannschaft eine deutliche Steigerung gegenüber den beiden vorangegangenen Spielen. Allerdings erwiesen sich die Amerikanerinnen als einen Tick ballsicherer und passgenauer als unsere Mannschaft. Auch mit den schnellen, wendigen Stürmerinnen hatte unsere Abwehr ihre liebe Not. Nach Torchancen gerechnet war das Spiel eigentlich relativ ausgeglichen, spielentscheidend waren die Fehler von Behringer und Schult, die zum Siegtor führten. Klingenberg, Lloyd und Morgan ragten in einer starken amerikanischen Mannschaft heraus, auch Solo spielte fehlerlos. Die Amerikanerinnen sind offensichtlich in der Lage, in entscheidenden Spielen immer noch einen Zahn zuzulegen. In dieser Hinsicht ging vor allem… Weiterlesen »

Fritz W.
Fritz W.

@Hannis

An eine jüngere Juniorenklasse hatte ich noch nicht gedacht. In meinem Verband dürfen die Mädels nur gegen gleichaltrige Jungs kicken und kommen dann nicht über die niedrigen Klassen hinaus.
Und ab der B muss man dann fast ganz auf ein Team aus Leichtathletik-Sprinterinnen zurückgreifen…

Sollte man vielleicht nicht doch mal wieder eine A-Juniorinnen Bundesliga ins Auge fassen oder ist das vollkommen abwegig. Im Moment scheint mir der Weg von der U17 bis an die Spitze doch arg lang!?

Bei den Eliteschulen tut sich ja auch nicht mehr viel: Bad-Neuenahr wurde z.B. nach kurzer Zeit wieder geschlossen.

Schenschtschina Futbolista
Schenschtschina Futbolista

Nach dem verlorenen finalen SB Cup-Spiel ist mir endlich bewußt geworden, weshalb auch hier immer wieder vom Testspielcharakter dieses Cup geschrieben wird, es betrifft nämlich nicht die N11 bzw. die Spielerinnen, sondern uns Zuschauer! Man will nämlich testen, wie belastbar und leidensfähig der geschätzte FF-Betrachter inzwischen ist, wenn er diese Grütze von Gekicke zu sehen bekommt! Überwiegend unterste Schublade war das, was da auf einem unmöglichen Spielfeld geboten wurde. Das Wort „Spiel“ wäre dafür eine deutliche Fehlinterpretation, da es bestenfalls Gestückwerke war, wo kaum eine Spielerin Normalform zu bieten hatte. Ecke- und Freistoßausführungen absolut lächerlich ausgeführt, Zusammenspiel mit Ballstafetten und… Weiterlesen »

Gerd karl
Gerd karl

Die leistung der deutschen mannschaft war gut, wenn mann bedenkt das alle drei tage gespielt wurde und die langen anreisen dazwischen lagen, sollte man auch bedenken. Mich hat die leistung der englischen und der französischen mannschaft sehr geschockt. England kann nur mit haerte spielen andere Möglichkeiten haben sie nicht, auch der e englische nachwuchs kommt nicht nach. Frankreich, dieses vo n einigen usern zum besten Team der Welt hochgejubelt , spielte schlecht und wenn sie bis zur 70 minute nicht führen dann gaben sie auf. Silvia neid kann mann vorwerfen das nicht magull, dallmann, gidion, schueller oder petermann fuer die… Weiterlesen »

Tedesco68
Tedesco68

@GG
Auf dem Niveau sollte rechte oder linke IV kein Kriterium sein.

Entscheidend sind doch heute gute Technik und Spieleröffnung. Deswegen spielt bei den Bayern Herren dort z.B. ein J. Kimmich.
Vollkommen unverständlich ist daher auch die Nichtberücksichtigung von Kristin Demann, die in diesem Bereich für mich die beste IV der Liga ist.

Bei Turbine, wo sie eher im MF gespielt hat, hat man ihr Potenzial leider nicht erkannt. Zusammen mit der kampfstarken B. Peter wäre das ein Test bei diesem Turnier wert gewesen.

never-rest
never-rest

Kein Fortschritt bei der N11, nirgends. Leider. SN hat personell eine Menge ausprobiert, aber ich konnte dahinter keinen Plan erkennen. Immerhin kamen fast alle Spielerinnen wenigstens einmal zum Einsatz. So richtig neue Erkenntnisse gab es aber nicht, keine Spielerin konnte nachhaltig überzeugen. Für mich immer wieder erschreckend die einfachen Ballverluste durch krasse Fehlpässe oder Mängel bei der Ballannahme bzw. Verarbeitung. Magull würde ich gerne öfter sehen, bei ihren letzten Kurzeinsätzen konnte sie das einfallslose Spiel der N11 immerhin beleben. Bei Krahn scheint SN allmählich ein Einsehen zu haben, so dass verschiedene Varianten ohne sie getestet wurden. Popp würde ich eine… Weiterlesen »

holly
holly

@Hannis, das Argument greift doch nicht. Gute B-Mädchen Mannschaften gewinnen auch gegen C-Junioren. Wenn dann müssten sie schon gegen B-Junioren spielen. Gegen C-Jungs sind sie auch nicht gefordert. Es wird ja auch kein Mädchen gezwungen B-Mädchen BL zu spielen. Die Mädchen sind in den Altersgruppen was Technik und Passspiel angeht den Jungs klar überlegen. Sicher haben sie da enorme Nachteile bei Laufduellen und dem Kopfballspiel.Fast alle Trainer der Jungsmannschaften loben immer die gute Technik der Mädchen und ihr gutes Passspiel.

Detlef
Detlef

@holly, Manchmal gewannen die B-Mädchen gegen die C-Jungs, aber oft genug auch nicht!!! Es gibt viele Beobachter die klar sagen, daß es damals viel schwieriger war sich durchzusetzen!!! Darum reagierte zB auch TURBINE mit der Gründung des Perspektivteams, um die Besten noch mehr zu fördern und vor allem zu fordern!!! Die Idee der U17-Buli ist grundsätzlich nicht schlecht, berücksichtigt aber die unterschiedlichen Entwicklungsstadien der Vereine nicht!!! TURBINE hat in dieser Leistungsklasse immer davon profitiert, ausschließlich gegen männliche Teams antreten zu müssen!!! So haben sie Ausdauer und Durchsetzungsvermögen frühzeitig geschult!!! Andererseits, und da gebe ich Dir auch zT recht, fehlte es… Weiterlesen »

holly
holly

@Detlef, meiner Meinung und Erfahrung nach reicht es wenn die Mädchen bis zu den C-Mädchen gegen Jungs spielen. Dann haben sie im besten Fall schon mehrere Jahre gegen Jungs gespielt und haben das Durchsetzungsvermögen. Die Ausdauer dafür ist der Vereinstrainer zuständig nicht das Spiel gegen Jungs. Ausdauer grundlagen muss ich in der Vorbereitung schaffen. Wenn ich das in der Vorbereitung nicht gemacht habe ist es egal gegen wenn und wo ich spiele. Dann geht es immer schief wenn man deine Ausdauer hat. Ich finde den jetzigen Modus schon gut. Bloß müssen die Vereine mehr unterstützt werden, nicht mit Geld. Sondern… Weiterlesen »

Frenchi
Frenchi

Holly, dass kommt auf die Junioren Liga an. Sehr, sehr gute C Junioren können selbst gegen Bundesliga Frauen mithalten.

Es gibt sicherlich ausreichend viele gute C Junioren Mannschaften, gegen welche die U17 Juniorinnen sowohl technisch, als auch körperlich und in Bezug auf Tempo wesentlich mehr gefordert werden würden als in etlichen Juniorinnen Bundesliga Spielen.

Dein Argument, dass keine gezwungen wird, U17 Bundesliga zu spielen kann ich leider nicht ernst nehmen. Niemand wird im Fußball zu irgendwas gezwungen. Wenn die Mädels gegen Jungs spielen würden und das jemand nicht gefallen würde, würde diejenige auch nicht gezwungen werden, das zu tun.

holly
holly

@frenchi, es ist aber wirklich so. Der DFB gibt da ja nix vor. Eine Gwinn und Minge z.B. haben bevor sie zu Freiburg gewechselt sind nie B-Mädchen BL gespielt. Und waren und sind trotzdem N11 Spielerinnen. Ebenso sind Spielerinnen die B-Mädchen BL spielen nicht besser oder schlechter wie die beiden genannten und spielen auch N11. Woran erkennen wir nun das der deutsche Nachwuchs schlechter ist wie früher. das gab es schon immer das man mal einen schwächeren Jahrgang hat. Das passiert auch bei Vereinen die immer oben mitspielen um die Meisterschaft das sie mal einen schwächeren Jahrgang haben. Ich denke… Weiterlesen »

Jan
Jan

Insgesamt hat sich die dt. Elf im Turnier sehr wacker geschlagen. Allein die Körpersprache war überzeugender als zur WM 2015 (etwa ähnlich wie damals beim Schweden-Spiel). Da die USA taktisch immer überlegen sind, kann man sie wohl nur strategisch schlagen. Denn die simple Taktik der USA lautet: POWER-FUSSBALL! Die 3 Tore waren meisterlich! (Jemand nannte Alex Morgan hier mal Sonntags- od. Schönwetter-Fußballerin o.s.ä. Dem ist natürlich mitnichten so!) Wer meint, der dt. FF würde nun den Bach runtergehen, dem sei die Frage gestattet: Ja was ist denn besser für den Frauenfußball: eine dt. Dominanz? – oder ein höheres internationales FF-Niveau?!… Weiterlesen »