Lange Pause für Dzsenifer Marozsán

Von am 31. Juli 2015 – 12.22 Uhr 36 Kommentare

Champions-League-Sieger 1. FFC Frankfurt wird mindestens zwei Monate lang ohne Mittelfeldspielerin Dzsenifer Marozsán auskommen müssen, die somit auch zum Start in die Allianz Frauen-Bundesliga fehlen wird.

Marozsán wird sich am kommenden Montag in der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik in Frankfurt am Main am linken Sprunggelenk operieren lassen.

Dzsenifer Marozsán und der 1. FFC wollen weiter oben dranbleiben. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Dzsenifer Marozsán fällt mindestens acht Wochen aus © Nora Kruse, ff-archiv.de

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Verletzung schon während der WM
Hintergrund ist eine während der Vorbereitung auf die Frauenfußball-WM in Kanada erlittene Verletzung, die sie bereits während des Turniers immer wieder beeinträchtigte.

Konservative Behandlung ohne Erfolg
Eine zunächst eingeleitete konservative Behandlung führte zu keiner Besserung, so dass der nun terminierte Eingriff nach Einschätzung von FFC-Mannschaftsorthopäde Dr. Ingo Tusk unumgänglich ist. Die 23-Jährige wird dem aktuellen Champions-League-Sieger damit mindestens acht Wochen fehlen.

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

36 Kommentare »

  • Altwolf sagt:

    Auch wenn es nicht direkt meine „Wölfinnen“ betrifft, so finde ich es doch „grauslich“ was hier über Verletzungen und ihre Folgen insbes. spekuliert u.postuliert wird.
    Gelenkverletzungen bieten ein weites Spektrum von Bänderdehnung,Kapseleinrisse,Bänderanrisse bzw. Teilanrisse u.Totalabrisse insbes. im Sprunggelenk des Fußes.
    Dabei spielt es schon eine Rolle, das es dabei Außen- u.Innenbänder gibt,die unterschiedlich zur Stabilisierung beitragten.
    Diagnostisch ist es schwierig diese Unterschiede zu differenzieren u. da e.CT die knöchernen Verletzungen eher darstellt, werden Weichteilverletzungen – also auch Bänder, im MRT besser dargestellt.
    Wenn also aufgrund solcher Verletzungen e. ausreichende Stabilität erkennbar wird, versucht man dies durch konservative Maßnahmen wieder einer ausreichenden Belastbarkeit zuzuführen.
    Erst wenn dies im Training o. gar bei Spielen nicht erzeilt werden kann, entscheidet man sich für einen operativen Eingriff.

    Nur bei eindeutig schwerer Verletzung mit klarer Diagnose u. fehlender konservativer Alternative ist die OP Mittel d. 1.Wahl.
    Denn jeder operative Eingriff hilft nicht nur Schäden zu beseitigen o. zu korrigieren, sondern beschädigt dabei auch normale Strukturen u. hinterläßt immer auch das Problem des Narbengewebes.

    Alle diese Einschätzungen benötigen Zeit, ein konstruktives Mitarbeiten der Spielerin u.ein entsprechendes Reha-Team.

    Ein Trainer läßt sich immer davon leiten, in wieweit d. medizinische Abteilung u.d.Spielerin selbst das OK für ihren Einsatz nach entsprechender Trainingsbelastung gibt.
    Eine absolute Gewissheit gibt es auch bei allergrößter Sorgfalt nicht.

    Diese versuchten „Schuldzuweisungen“ sind normalerweise völlig überflüssig und sollten nur nach „absoluter“ Kenntnis d. Einzelfalles geäußert werden.

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  • Dori sagt:

    Nach Popp, Peter und Marozsan muss jetzt also auch Lotzen operiert werden. Mir fehlen langsam die Worte.

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  • Zaunreiter sagt:

    @Detlef:
    Keine Sorge, solange der Troll denkt, ich sei Turbine-Fan, ist mir das im Prinzip egal. Soll er ruhig denken, was er will. Und ab und an müssen Trolle ja auch gefüttert werden. 😉

    Mir tun nur die Spielerinnen leid, die – obwohl sie geschont hätten werden müssen – jetzt trotzdem nochmal operiert werden müssen.

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  • Altwolf sagt:

    @Dori.
    Was B.Peter betrifft, ist sie wohl nicht operiert worden, denn sie spielte gestern beim Testspiel gegen d. 1.FC Lübars volle 90 min. ohne Probleme in der Abwehr.
    A.Popp,L.Wensing u. N.Keßler fehlten jedoch erwartungsgemäß.

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  • never-rest sagt:

    Danke Doktor Altwolf, für die sachdienlichen und sachlichen Informationen. Ich lerne ständig dazu.

    Trotzdem bin ich der Meinung, dass die rekonvaleszente P. Bremer, die bei der WM die Bank drücken musste, wohl Glück gehabt hat, anders als die vor der WM gerade wieder genesene Lotzen oder die bei der WM schon angeschlagenen Maroszan und Popp, die m.E. von SN regelrecht „verheizt“ wurden. Habe schon vor der WM z.B. wegen der Nominierung von Lotzen meine Bedenken gehabt, hätte nicht gedacht dass sich meine Befürchtungen nach der WM so dramatisch bestätigen würde. Allerdings dürfte sich auch der falsche Ehrgeiz der Spielerinnen jetzt rächen.

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  • Altwolf sagt:

    @never-rest.
    Gerne.

    Deinen Einwand, angeschlagene Spielerinnen für solch ein Turnier doch lieber nicht zu nominieren, geschweige denn auch mitzunehmen und auch Einsätze zu erwägen, teile ich.

    Wie auch von einigen anderen Usern hier auch entsprechend geäußert, haben dieses Vorgehen von S.Neid u.ihres Trainerstabes viele nicht nachvollziehen können.

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  • dummkopf sagt:

    Wollte da nur kurz was schreiben, aber jetzt möchte man es auch nicht so stehen lassen…

    Danke Ralligen, habe da in der Tat einiges aus dem Kopf heraus geschrieben, weil ich es nicht genau nachschauen wollte.

    Danke altwolf, da merkt man den Unterschied, ob bei aller (manchmal nervigen) Vereinsbrille eben trotzdem noch ein Interesse an Informationszugewinn vorherrscht.

    Die Verletztenbetrachtung war nun nicht speziell in Richtung TP (da gibt es exklusivere Themen, die da fälschlicherweise nach hinten rücken) sondern ganz allgemein gemeint, (Verletzungsthema kennen ja auch zB Iwabuchi, Holstad, Jakabfi, Hansen, …).
    Es ging ursprünglich um die „Indoktrinations-Verschwörungtheorie“, bzw damit darauf zu verweisen, dass man mit dem Missbrauch solcher (hier Verletzungs-) Themen für unsachlicher Polemik gegen die völlig Falschen eine sinnvolle Ursachenforschung und ein Weiterkommen nur behindert.

    (oder: Die Wunschvorstellung, dass alles auf einmal gut wird, wenn bloss Neid nicht mehr da ist, ist ein verhängnisvoller Trugschluss. Aber darauf werden die meisten leider erst – wie so häufig – danach kommen. Und es wird spannend sein zu beobachten, wie schnell oder langsam diese Erkenntnis bei den einzelnen dann durchsickert. Genauso interessant, wie zu sehen, dass das scheinbar auch dem kleinen „Rest“ der eigentlich „Vernünftigen“ egal ist.
    Eventuelle Parallelen, wonach bei Turbine die meisten nur untätig zuschauen, wie ein einzelner Herr die ganze Mannschaft zerlegt und den ganzen Verein in Schrecken und Aufruhr versetzt, sind rein zufällig)

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  • Detlef sagt:

    @Altwolf,
    Irgendwie passen Deine beiden Beiträge nicht so recht zusammen!!!
    Im ersten schreibst Du wie es eigentlich sein sollte, und meldest im zweiten dann doch ernsthafte Zweifel an, daß es so passiert ist!!!

    Das Popp und Marozsan nicht absolut fit waren wußte die Bundesgöttin!!!
    Bei BABBS PETER und Lena Lotzen hätte sie es zumindest ahnen können!!!
    Bei sorgfältigem Studium der Buli hätte sie auch JENNY CRAMER und PAULI BREMER nicht nominieren dürfen!!!
    Von Bartusiack müssen wir gar nicht erst reden!!!

    Sie hat diese Spielerinnen persönlich ausgesucht, und beschwert sich dann, nachdem es erneut schief gelaufen ist, daß diese in einem „katastrophalen Zustand“ gewesen wären???

    Hallooo!!!
    So einen schlechten Witz kann sich kein Komiker der Welt ausdenken!!! 😉

    Es hat also konservative Behandlungen gegeben, sowohl bei Popp, Marozsan und auch bei Lotzen!!!
    Warum hat man die dafür nicht Zuhause gelassen, anstatt von Ihnen Höchstbelastungen zu fordern???

    Oh nein, diese Kröte muß die Bundesgöttin ganz alleine schlucken!!!

    @Frau Fußball,
    JOJO hatte mW schon bei Bayer einige Probleme mit dem Knie!!!
    Das erzählte sie damals auf dem Fanfest im Kongresshotel, und da war sie mM in Potsdam noch nicht unterm Messer gelegen!!! 🙁

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  • Altwolf sagt:

    @Detlef.

    Ich habe in meinem 1.Beitrag konstatiert, wie diese Verletzungsproblematik,deren Diagnosestellung,Behandlung u. Wiederherstellung der Belastbarkeit ablaufen u.nicht automatisch „Schuld“ der medizinischen Abteilungen sind, wenn es schwieriger als erhofft abläuft.Es war nicht angedacht hierdurch die „Strategie“ von S.Neid u.ihres Teams zu rechtfertigen bzw. verständnisvoller zu machen.

    Mein 2.Beitrag ist doch nur die Bestätigung dessen, was hier schon immer wieder auch geäußert wurde, doch gerade durch die höheren Kunstrasenbelastungen auf angeschlagene Spielerinnen zu verzichten.

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  • Altwolf sagt:

    Auch mal etwas Erfreuliches im Zusammenhang mit der Verletztenmisere.
    Sowohl A.Popp, L.Wensing als auch C.Hansen werden mit in das Trainingslager fahren u.weiter an ihrer Rückkehr arbeiten, so daß nur noch Kessi´s Entwicklung offen und noch unklar ist was die Reha für sie bringen wird.

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  • addictofsports sagt:

    Und wenn dann noch Bachmann nach Wolfsburg kommt… das wäre überragend für die Liga. Bei welchem Verein ist mir in diesem Fall egal. Hauptsache, wir können sie endlich in Deutschland spielen sehen 😉

    https://twitter.com/search?q=bachmann%20wolfsburg&src=typd

    Was Wolfsburg da zusammen hat ist schon stark, München ebenfalls, selbst Potsdam klingt hoffnungsvoll, nur Frankfurt sollte langsam mal nachlegen…

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  • DerDudee sagt:

    @addictofsports

    Da sehe ich Frankfurt anders…nicht zu vergelichen mit Wolfsburg oder Bayern natürlich, die nur gegen ein ander jetzt konkurrenz machen (Wolfsburg klar vorn aber), aber gegenüber Potsdam sieht Frankfurt sehr, sehr gut aus. Die werden dritte (mit gross abstand zu die beste 2 aber auch zu den Verein die vierte wird.

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  • Altwolf sagt:

    @addictofsports.

    Vielleicht doch mehr als nur ein Gerücht,denn ihr Vertrag läuft diese Saison aus und so könnte sie im Winter wechseln, wenn sie denn wollte.

    Will sie doch auch mal die CL gewinnen, so kommen, trotz Marta, nach derzeitiger Einschätzung nur deutsche u.französische Clubs in Frage.

    R.Kellermanns Vorliebe für technisch gute u.schnelle Spielerinnen für sein Spielsystem, findet sich auch in seiner Wertschätzung für R.Bachmann.

    Da auch die schweizer Natio-Trainerin T.T-M. e. gewisse WOB-Affinität hat u. hier schon 3 ihrer Schützlinge im grün-weißen Dress auflaufen, wäre ihre Entscheidung für WOB nicht wirklich überraschend.
    Dann jedoch wird es, meiner Einschätzung nach, für J.Simic sehr schwer hier weiterhin eingesetzt zu werden bzw. ihren Vertrag verlängert zu bekommen, trotz der Ungewissheit um N.Keßler.
    Um dieser hochkarätigen MF-Besetzung besser zu entsprechen wird hier fleißig an einem Spielsystem mit 3-er-Kette hinten geübt, um insbes. gegen tiefstehende Teams mehr Druck u.Torgefahr auszuüben.

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  • djane sagt:

    @Altwolf, muss es nicht MV-T statt TT-M heißen, oder habe ich da was verpaßt ? 😉

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  • Ralligen sagt:

    @Altwolf
    „Vielleicht doch mehr als nur ein Gerücht,denn ihr Vertrag läuft diese Saison aus und so könnte sie im Winter wechseln, wenn sie denn wollte.“
    Sei bitte so nett und lese mal den Artikel von Rainer und danach beurteile deine Aussage nochmal
    https://ffschweden.wordpress.com/2015/08/07/ramona-bachmann-auf-dem-sprung/
    Kannst du mich aut den neuesten gesundheitlichen Stand in Bezug „Nadine Kessler“ bringen,soviel du halt mitteilen kannst.

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  • FFFan sagt:

    @ Ralligen:

    Der Artikel von ‚ffschweden‘ stützt die These doch eher!
    Sofern R.Bachmann ihren Vertrag in Schweden nicht verlängern will, wäre ein sofortiger Wechsel sinnvoll. Wenn Bachmann im Herbst noch CL-Spiele für Rosengard bestreitet, wäre sie bei einem Wechsel im Winter in der ‚Königsklasse‘ nicht mehr spielberechtigt; außerdem ließe sich jetzt evtl. noch eine Ablösesumme erzielen.

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