WM-Aus für DFB-Elf
#Titeltraum adé! Die deutsche Nationalelf hat bei der Frauenfußball-WM in Kanada durch eine Halbfinalniederlage gegen die USA den Einzug ins Finale verpasst. Dabei hatte Célia Sasic die deutsche Führung auf dem Fuß, doch sie vergab einen Foulelfmeter. Danach wendete sich das Blatt endgültig zugunsten der USA.
Die DFB-Elf unterlag vor 51 176 Zuschauer im Olympiastadion von Montréal gegen die USA mit 0:2 (0:0). Carli Lloyd (69.) und die eingewechselte Kelley O’Hara (84.) erzielten die Treffer der Amerikanerinnen, die somit als erstes Team ins Finale am 5. Juli in Vancouver eingezogen sind, wo es gegen den Sieger des zweiten Halbfinales zwischen Japan und England gehen wird. Deutschland bestreitet zuvor in Edmonton am Samstag das Spiel um Platz 3 gegen den Verlierer der der zweiten Halbfinalpartie.
Wenig Veränderungen Bundestrainerin Silvia Neid veränderte die DFB-Startformation auf einer Position: Für die nach Gelbsperre zurückkehrende Saskia Bartusiak musste Babett Peter auf der Bank Platz nehmen. US-Trainerin Jill Ellis ließ wie schon im Viertelfinale gegen China Abby Wambach draußen, Kelly O’Hara und Amy Rodriguez mussten ebenfalls mit der Ersatzbank Vorlieb nehmen, da Megan Rapinoe und Lauren Holiday nach Gelbsperre in die Startelf zurückkehrten.
Angerer rettet glänzend Nach einer Ecke von Lena Goeßling hatte Melanie Leupolz per Kopf die erste Torchance, doch der Ball ging über das Tor (3.). Doch nur kurz darauf hatten die USA in einer von beiden Seiten aggressiv geführten Partie eine Großchance zur Führung. Nach einer Ecke von Rapinoe parierte Angerer glänzend einen Kopfball von Julie Johnston aus fünf Metern (7.). Auch Rapinoes Schuss wurde sichere Beute von Angerer (9.). Fünf Minuten später brannte es wieder vor dem deutschen Tor, doch Angerer reagierte glänzend im 1:1 gegen die durchgestartete Alex Morgan (14.).
Verletzungsunterbrechung Die USA übernahmen mehr und mehr das Kommando und gewannen mehr Zweikämpfe, Leupolz bekam den Ball im Strafraum an den angelegten Arm, doch der Elfmeterpfiff blieb zurecht aus (22.). Nach einem Freistoß von Goeßling prallten Alex Popp und Morgan Brian mit den Köpfen zusammen, die Wolfsburgerin zog sich eine klaffende Platzwunde zu, beide konnten nach kurzer Behandlung weiterspielen (29.).
Deutschland zu harmlos Ein von Bartusiak abgefälschter Schuss von Klingenberg hätte Angerer fast auf dem falschen Fuß erwischt (34.). Die Amerikanerinnen drängten die DFB-Elf unter dem ohrenbetäubenden Lärm der Zuschauer immer mehr zurück, die DFB-Elf schwamm gehörig in der Abwehr. Tabea Kemme und Anja Mittag versuchten mit Schüssen für etwa Entlastung zu sorgen (40., 41.). Doch die klareren Torchancen hatte weiter das US-Team, Morgan vergab aus aussichtsreicher Position (43.).
DFB-Elf kommt besser ins Spiel Die Amerikanerinnen hatten auch die erste Chance der zweiten Halbzeit, nach Ecke Rapinoe köpfte Cheney am Tor vorbei (47.). Die DFB-Elf erarbeitete sich nun ein leichtes Übergewicht, Mittag scheiterte per Kopf (53.). Nach einem Missverständnis zwischen Julie Johnston und Hope Solo riss Johnston Alex Popp zu Boden, Schiedsrichterin Teodora Albon zeigte auf den Elfmeterpunkt, doch Sasic schob den Ball am Pfosten vorbei (60.).
Sasic verschießt Elfer, Lloyd trifft vom Punkt Deutschland blieb trotzdem am Drücker, Mittag schoss übers Tor (63.). Doch die Amerikanerinnen blieben gefährlich, Morgan ließ Krahn aussteigen, schoss den Ball aber am Tor vorbei (66.). Nach einem Foul von Krahn an Morgan gab es Elfmeter für die USA. Carli Lloyd verwandelte sicher zum 1:0 für die USA (69.).
Einwechselspielerin O’Hara sorgt für Entscheidung Die DFB-Elf biss auf die Zähne und versuchte, sich ins Spiel zurück zu kämpfen, für Anja Mittag kam spät Dzsenifer Marozsán (77.). Auch die USA wechselten, unter dem Jubel des Publikums kam Abby Wambach für Rapinoe (80.). Maier versuchte es mit einem 20-Meter-Schuss, doch zwingende Chancen gab es für die DFB-Elf weiter nicht (81.). Doch dann fiel die Entscheidung: Die eingewechselte O´Hara erzielte eingeleitet von Lloyd aus kurzer Distanz den zweiten US-Treffer (84.).