Kanada holt Gruppensieg

Von am 16. Juni 2015 – 10.02 Uhr 5 Kommentare

Gastgeber Kanada ist bei der Frauenfußball-WM im eigenen Land trotz des zweiten Remis als Sieger der Gruppe A ins Achtelfinale eingezogen. Auch China sicherte sich die Teilnahme an der K.-o.-Runde.

Kanada kam im Olympiastadion von Montreal zu einem 1:1 (1:0) gegen die Niederlande, so dass fünf Punkte zum Gruppensieg reichten.

Niederlande holen glücklichen Punkt
Ashley Lawrence erzielte die frühe Führung (10.), die Niederlande glichen spät durch die eingewechselte Kirsten van de Ven aus (87.), so dass die Niederländerinnen zwar nur Gruppendritter wurden, mit vier Punkten auf der Habenseite ihren Startplatz in der K.-o.-Runde als einer der besten Gruppendritten ebenfalls sicher haben dürften.

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China weiter, Neuseeland ausgeschieden
Im zweiten Spiel der Gruppe A lieferten sich China und Neuseeland beim 2:2 (1:1) einen offenen Schlagabtausch. Neuseeland ging durch Rebekah Stott in Führung (28.), Wang Lisi glich durch einen unberechtigten Handelfmeter aus (41.). Wang Shanshang sorgte dann für die chinesische Führung (60.), die Hanna Wilkinson postwendend ausglich (64.). Doch der Punktgewinn war für die Neuseeländerinnen zu wenig, die als Gruppenletzter die Heimreise antreten. China hingegen qualifizierte sich als Gruppenzweiter für die K.-o.-Runde.

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Norwegen im Achtelfinale, WM-Aus für Elfenbeinküste
Während sich die deutsche Mannschaft mit einem 4:0 (1:0)-Erfolg gegen Thailand den Sieg der Gruppe B sicherte, qualifizierte sich Norwegen durch einen 3.1 (1:0)-Sieg gegen die Elfenbeinküste als Gruppenzweiter für das Achtelfinale. Ada Hegerberg (6., 62.) und Solveig Gulbrandsen (67.) erzielten die Treffer für die Norwegerinnen, die Elfenbeinküste traf durch einen sehenswerten Treffer von Ange Nguessan (71.).

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

5 Kommentare »

  • balea sagt:

    Wieso verweigerte der Trainer NZL zum Schluß den Handschlag mit dem chinesischen Trainer? Das wirkte sehr unsportlich.

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  • FFFan sagt:

    @ balea:

    Unsportlich war, was der chinesische Trainer gemacht hat und wofür er auf die Tribüne geschickt wurde!

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  • FF-Tale sagt:

    @ balea: Naja, der chinesische Trainer Hao ist mehrfach (z.B. in Zusammenhang mit dem Elfmetertor) vor der NZL-Bank herumgesprungen, dass man schon dachte, er hätte bei Pilipovic oder Wörle seinen Trainerschein gemacht. 😀
    Musste nach einem Rempler gegen Percival ja auch auf die Tribüne. Die verbliebene chinesische Bank hat trotzdem noch sehr viel „Pfeffer“ gegen Ende in die Partie gebracht (z.B. zwei sehr langsame Wechsel am Schluss).

    https://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/2426660/China—Neuseeland-2:2-%281:1%29

    Neuseelands Trainer Readings kommt aus England („Trainer-Gentleman der alten Schule“) und er trainiert nunmal das FF-Team einer klassischen Rugby-Nation („Fairplay im Sport geht über alles“). Da ist schon viel Diskrepanz zum überehrgeizigen chinesischen Trainer Hao. Die schlechte Laune von Readings ist also nachvollziehbar.

    Spiel ist Spiel und danach ist danach: Shake-hands hätte trotzdem sein können!

    PS: Wenn eine unerfahrene Schiri Fehler macht, ist das bei einer WM schon blöd, aber warum bei China-Neuseeland ausgerechnet die ungarische FF-CL-Schiri Kulcsar inkl. Wozniak und Rafalski (zwei der prinzipiell weltbesten Linienrichterinnen!) in der Situation „Handelfer“ gepfiffen haben? Ohne Kommentar.

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  • kelly sagt:

    hallo hat bibiana schon ausser dem blitzspiel noch ein spiel gepfiffen?

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  • balea sagt:

    Percival ist ja wohl eher in den Trainer reingerauscht, der daraufhin ins Wanken geriet. Ihn dafür auf die Bank zu schicken – wie auch der neuseeländische Trainer wenig gentlemanlike gefordert hat – ist schlicht lächerlich.
    Die Elfmeterentscheidung war falsch. Die Schiri stand wohl eher im Rücken der Spielerin und hat aus der Körperhaltung etc falsche Schlüsse gezogen. Das wäre eine tolle Gelegenheit für weltbeste Linienrichterinnen gewesen, sich mal zu Wort zu melden…
    Das mit den Spielverzögerungen bei Auswechselungen und vermeintlichen Verletzungen ist ärgerlich. Machen aber leider nicht nur die Chinesinnen. Auch andere Teams haben da von TopTeams der Buli „gelernt“… Aber bislang haben die Schiris immer ordentlich Nachspielzeit gegeben.

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