Frauen-WM 2015: Schweiz in Torlaune, Schweden erkämpft Remis
Am zweiten Spieltag der Gruppen C und D hat die Schweiz einen Kantersieg gegen Ecuador gefeiert. Die Schwedinnen konnten gegen die USA punkten, und Weltmeister Japan steht sicher im Achtelfinale.
Die Schwedinnen standen nach dem 3:3 gegen Nigeria zum Auftakt gegen die USA unter Zugzwang. Dort stand am Ende ein 0:0 zu Buch. Wieviel das wert ist, wird sich noch zeigen.
USA bleiben an der Spitze Gegen den Olympiasieger begann die schwedische Auswahl gut und hatte in der ersten Halbzeit Pech, als ein Handspiel von Sydney Leroux im Strafraum nicht gepfiffen wurde und der fällige Handelfmeter somit ausblieb. In der zweiten Halbzeit machten die USA mehr Druck, Schweden verlagerte sich vor allem auf die Defensive. Das Chancenplus lag auf Seiten der USA, doch immer wieder war Hedvig Lindahl im schwedischen Tor zur Stelle – entsprechend wurde sich auch zur besten Spielerin der Partie gewählt. Chancenlos waren aber auch die Schwedinnen nicht. Nachdem US-Torhüterin Hope Solo bereits geschlagen war, lenkte Meghan Klingenberg einen Schuss noch an die Latte und verhinderte die schwedische Führung. In der Tabelle liegen die USA nun weiter an der Spitze, Schweden liegt mit zwei Zählern auf dem dritten Rang.
Schweden auf Rang drei Der abschließende Spieltag verspricht in Gruppe D also, mehr als spannend zu werden. Denn nach der Auftaktniederlage gegen die USA hat Australien sein zweites Gruppenspiel gegen Nigeria mit 2:0 (1:0) gewonnen und den zweiten Platz in der Gruppe übernommen. Beide Treffer gingen auf das Konto von Kyah Simon. In der 28. Minute traf sie zum 1:0, in der 69. Minute zum 2:0-Endstand.
Schweiz schießt Ecuador ab Die Schweizerinnen sind in Gruppe C ihrer Favoritenrolle gegen Ecuador gerecht geworden und haben einen 10:1 (2:0)-Sieg gefeiert. Nachdem sich die Mannschaft von Trainerin Martina Voss-Tecklenburg in der ersten Halbzeit noch schwer getan hatte, feierte sie in den zweiten 45. Minuten ein wahres Torfestival. Auch in der ersten Halbzeit waren die Schweizerinnen überlegen, spielten jedoch oftmals umständlich und ließen zahlreiche Möglichkeiten liegen. Die 1:0-Führung fiel erst in der 24. Minute durch ein Eigentor von Angie Ponce – sie traf insgesamt dreimal ins Tor, davon zweimal ins eigene. Eseosa Aigbogun ließ in der Nachspielzeit das 2:0 folgen, was den Knoten scheinbar platzen ließ.
Schnellster Hattrick der WM-Geschichte Nach dem Seitenwechsel ließ die Schweiz dem Gegner keine Chance mehr. Zwischen der 47. und 52. Minute erzielte Fabienne Humm einen lupenreinen Hattrick – gleichzeitig der schnellste in der Geschichte der Frauen-WM. Weitere drei Treffer steuerte Ramona Bachmann, die später zur besten Spielerin der Partie gewählt wurde, bei. Sie traf in der 60. Minute vom Elfmeterpunkt sowie in der 61. und 81. Minute zwei weitere Male. Die weiteren Schweizer Treffer erzielten Martina Moser (76.) sowie Ponce (71./ET). Neben ihren beiden Eigentoren sorgte Ponce auch für den Ehrentreffer Ecuadors: In der 64. Minute verwandelte sie einen Strafstoß – gleichzeitig das erste WM-Tor für ihr Team.
Japan im Achtelfinale Als einziges Team mit sechs Punkten liegt Weltmeister Japan auf dem ersten Rang der Gruppe C und ist damit bereits sicher für das Achtelfinale qualifiziert. Gegen Kamerun feierten die Japanerinnen einen 2:0 (2:0). Bereits in der 6. Minute ging Japan durch einen Treffer von Aya Sameshima in Führung, noch vor der Halbzeit legte Yuika Sugasawa das 2:0 nach (17.). Insgesamt war der Weltmeister überlegen, Kamerun konnte jedoch immer wieder Nadelstiche setzen und sein Potenzial zeigen. In der 90. Minute kamen sie durch Ajara Nchout zum Anschlusstreffer, und fast währe dem WM-Neuling in der Nachspielzeit noch der Ausgleich gelungen. Der Kopfball ging nur knapp am Tor vorbei.