Schweiz verliert, Schweden patzt
Zum Auftakt der Frauenfußball-WM in Kanada musste die Schweizer Frauenfußball-Nationalelf eine knappe Niederlage gegen Weltmeister Japan einstecken. Die USA siegten nach anfänglichen Schwierigkeiten sicher gegen Australien , für die meisten Tore des Spieltags sorgte Kamerun. Enttäuschend verlief der erste WM-Auftritt von Schweden .
Im BC Place von Vancouver musste sich die Auswahl von Trainerin Martina Voss-Tecklenburg gegen Weltmeister Japan mit 0:1 (0:1) geschlagen geben. Ein verwandelter Foulelfmeter von Kapitänin Aya Miyama (29.) machte den Unterschied, nachdem die Schweizer Torhüterin Gaëlle Thalmann Kozue Ando regelwidrig im Strafraum von den Beinen geholt hatte. Ando verletzte sich bei der Aktion und musste kurz darauf ausgewechselt werden.
Bachmann vergibt Chance zum Ausgleich Die Schweizerinnen hielten, angetrieben von Ramona Bachmann, gut mit dem Weltmeister mit, die Stürmerin des FC Rosengård vergab in der zweiten Minute der Nachspielzeit die große Chance zum Ausgleich, als ihr Schuss aus aussichtsreicher Position über die Latte ging (92.).
Chancen gegen den Weltmeister Von Beginn an lieferten sich die Schweizerinnen mit Japan einen Schlagabtausch auf Augenhöhe. Japan warf seine gewohnten Qualitäten in die Waagschale, ein gepflegtes, geduldiges Kurzpassspiel. Doch die Schweizerinnen hatten durch Bachmann nach feinem Zuspiel von Rachel Rinast die erste gute Chance (12.). Auch nach dem Rückstand ließen sich die Schweizerinnen nicht aus der Ruhe bringen, Bachmann scheiterte nach feinem Solo nur knapp von der Strafraumgrenze (44.).
Voss-Tecklenburg: “Leider das Tor nicht gemacht” In der zweiten Halbzeit steigerten sich die Schweizerinnen sogar und kamen häufiger gefährlich vor das japanische Tor. So in der 78. Minute, als Bachmann jedoch zu eigensinnig agierte und die besser postierte Ana Maria Crnogorcevic übersah. „Die zweite Halbzeit war klasse, wir haben leider nur das Tor nicht gemacht. Mit unserer Einstellung hätten wir uns heute mehr verdient. Ich ziehe den Hut vor meinem Team. Wenn wir so weitermachen, werden wir auch weiterkommen“, so die Schweizer Trainerin Martina Voss-Tecklenburg.
Auftaktsieg für die USA Die USA kamen gegen Australien zu einem 3:1 (1:1)-Erfolg. Nach starkem Beginn der Australierinnen und einer Glanzparade von Hope Solo, die den frühen Rückstand verhinderte, erzielte Megan Rapinoe mit einem abgefälschten Schuss die US-Führung (12.), doch Lisa De Venna konnte für die Australierinnen mit einem platzierten Schuss ausgleichen (27.). Nach der Pause wurden die Amerikanerinnen dann ihrer Favoritenrolle gerecht, Christen Press (61.) und erneut Rapinoe (78.) sorgten für einen Auftaktsieg der Amerikanerinnen.
Schweden kommt mit blauem Auge davon Eine schwache schwedische Mannschaft kam in ihrem ersten Spiel gegen eine offensivstarke nigerianische Auswahl nicht über ein 3:3 (2:0) hinaus und verspielte dabei eine bereits zur Pause schmeichelhafte Zwei-Tore-Führung. Der Afrikameister war von Beginn an die spielerische bessere Mannschaft, geriet aber durch Eigentor von Desire Oparanozie in Rückstand (21.). Nilla Fischer erhöhte aus kurzer Distanz gegen Nigerias wacklige Defensive auf 2:0 (31.). Die überragenden Ngozi Okobi (50.) und Asisat Oshoala (53.) konnten anfangs der zweiten Halbzeit binnen drei Minuten ausgleichen und ließen sich auch durch den neuerlichen Rückstand durch Linda Sembrant nicht aus der Ruhe bringen (60.). Francisca Ordega machte den verdienten Punktgewinn perfekt (87.).
Ein fulminantes WM-Debüt zauberte Kamerun beim 6:0 (3:0)-Sieg gegen Ecuador auf den Rasen. Überragende Spielerin war mit drei Toren Gaëlle Enganamouit (36., 73., 90.+4 Foulelfmeter), die weiteren Tore gegen überforderte Südamerikanerinnen erzielten Madeleine Ngono Mani (34.), Christine Manie (44. Foulelfmeter) und Gabrielle Onguene (79. Foulelfmeter).