Gastgeber Kanada eröffnet Frauenfußball-WM
Mit dem Spiel Kanada gegen China wird heute Abend im Commonwealth Stadium von Edmonton (ab 23.45 Uhr live im ZDF) die siebte Frauenfußball-WM eröffnet. Dabei gehört der Gastgeber unter Trainer John Herdman zum erweiterten Favoritenkreis. Im zweiten Spiel des Tages messen sich Neuseeland und die Niederlande.
Nur dreimal bei den letzten zehn großen Turnieren konnte Kanada die Vorrunde überstehen, doch seit Trainer John Herdman nach der Frauenfußball-WM 2011 das Zepter übernommen hat, weht im Team ein neuer Wind. Und bereits beim Olympischen Frauenfußball-Turnier 2012 überzeugten die Kanadierinnen mit der Bronzemedaille, nachdem sie in einem denkwürdigen Spiel im Halbfinale nur knapp am späteren Olympiasieger USA gescheitert waren.
Herdman sorgt für frischen Wind Der 39-jährige Engländer hat dem Team neues Leben eingehaucht und es geschafft, die Spielerinnen an ihre Grenzen zu bringen. Ein ganzes Volk setzt auf die 31-jährige Ausnahmestürmerin Christine Sinclair, die im internationalen Frauenfußball noch immer zu den unterschätzten Spielerinnen gehört.
Einmalige Chance im Leben Die Kanadierinnen wittern die Chancen, mit einem positiven Abschneiden den Frauenfußball im Land voranzubringen. „Wir können etwas in unserem Land bewegen, wir wollen die jungen Mädchen inspirieren. Diese Gelegenheit erhält man einmal im Leben“, sagt Sinclair , die mit 153 Toren in 222 Länderspielen die drittbeste Torschützin aller Zeiten ist.
Neuseeland hofft auf ersten WM-Sieg Im zweiten Spiel des Eröffnungstages treffen die beiden anderen Teams der Gruppe A aufeinander, Neuseeland und die Niederlande (ab 2.45 Uhr live im ZDF). Die Neuseeländerinnen wollen bei ihrer vierten WM-Teilnahme endlich ihren ersten Sieg landen. Ein 2:2 gegen Mexiko vor vier Jahren war bisher das beste WM-Ergebnis.
Miedema-Einsatz fraglich Doch WM-Neuling Niederlande wird den Neuseeländerinnen das Leben schwer machen, allen voran dank der Offensivstärke von Vivianne Miedema, Lieke Martens und Manon Melis. Allerdings bangt Niederlandes Trainer Roger Rejners um den Einsatz von Miedema, die zuletzt an einer Fußverletzung laborierte.