Dezimierte DFB-Elf bittet Brasilien zum Tanz
Ohne neun Spielerinnen wird die deutsche Frauenfußball-Nationalelf heute Abend in Fürth gegen Brasilien (ab 18 Uhr live in der ARD) ihr letztes Heim-Länderspiel vor der Frauen-WM in Kanada bestreiten. Die dezimierte DFB-Elf will dabei Selbstvertrauen für die heiße Phase der WM-Vorbereitung tanken.
Für manche gilt die Partie gegen Brasilien bereits als Klassiker, obwohl die beiden Teams erst zum elften Mal aufeinandertreffen. Das mag daran liegen, dass sich die Frauenfußball-Fans vor allem an zwei denkwürdige Partien erinnern: den 2:0-Sieg im Finale der WM 2007 in China sowie die bittere 1:4-Niederlage ein Jahr später im Halbfinale des Olympischen Fußballturniers ebenfalls im Reich der Mitte.
Leistung vom Algarve Cup wiederholen Zuletzt spielten beide Teams erst vor rund einem Monat beim Algarve Cup gegeneinander, die DFB-Elf gewann 3:1. “Da haben wir sehr gut gegen Brasilien gespielt, das müssen wir einfach wiederholen. Das würde uns als Team gut tun, wenn wir diese Leistung wieder abrufen können”, so Bundestrainerin Silvia Neid , die auf insgesamt neun Spielerinnen verzichten muss. Denn nach den Ausfällen von Leonie Maier, Lena Goeßling und Pauline Bremer , mussten am Wochenende sechs weitere angeschlagene Spielerinnen vorzeitig die Heimreise antreten .
Spiel von großer Bedeutung Célia Šašić, die im Rahmen des Algarve Cups zuletzt ihr 100. Länderspiel bestritt und gegen Brasilien den wichtigen Treffer zum 2:1 erzielte, meint: Dieses Spiel hat eine große Bedeutung. Es ist das letzte Länderspiel in Deutschland vor der WM und gegen eine solche Spitzenmannschaft ist das natürlich besonders attraktiv für die Zuschauer. Ich hoffe, dass wir entsprechend ein gutes Spiel liefern können.”
Selbstvertrauen tanken Richtung WM Wie das gelingen soll, steht für Šašić bereits fest: “Wir müssen wie immer hoch konzentriert sein, kompakt stehen und die starke Offensive der Brasilianerinnen ausschalten. Wir müssen einfach mit unseren Stärken agieren, ein gutes Mittelfeld-Pressing zeigen und vorne die Tore machen. Wir wollen Selbstvertrauen tanken, um mit einem guten Gefühl in die direkte WM-Vorbereitung zu gehen.”