VfL Wolfsburg mit Sieg gegen Frankfurt Herbstmeister
Der VfL Wolfsburg hat sich am 11. Spieltag der Allianz Frauen-Bundesliga mit einem Sieg im Topspiel gegen den 1. FFC Frankfurt die Tabellenspitze und somit die Herbstmeisterschaft gesichert. Dabei profitierte Wolfsburg vom Patzer des bisherigen Spitzenreiters FC Bayern München bei der SGS Essen.
Beim 2:0 (2:0)-Sieg im VfL-Stadion am Elsterweg erzielten Martina Müller (32.) und Lena Goeßling (43.) die Tore.
Laudehr trifft die Latte In einer vor allem in der Anfangsphase intensiven Partie hatte der VfL Wolfsburg zunächst mehr vom Spiel, die erste gefährliche Torchance hatte aber der 1. FFC Frankfurt, als nach einem Freistoß von Dzsenifer Marozsán Simone Laudehr aus 17 Metern aus der Drehung abzog, der Ball landete an der Latte (17.).
Chancen auf beiden Seiten Alex Popps abgefälschter Schuss von der Strafraumgrenze stellte FFC-Torhüterin Anke Preuß vor keine Probleme (23.), auf der Gegenseite setzte Vero Boquéte einen Schuss neben den Pfosten (24.). Die Wolfsburgerinnen ließen angeführt von der bärenstarken Kapitänin Nilla Fischer hinten nur wenig zu, vorne setzte Fischer einen Kopfball nur knapp am Tor vorbei (26.).
Müller erzielt Führung Nach einer guten halben Stunde spielte Popp dann einen mustergültigen Pass in die Füße von Müller, die fackelte nicht lange und brachte den VfL Wolfsburg mit ihrem siebten Saisontreffer 1:0 in Führung (32.).
Goeßling trifft mit direktem Freistoß Die Schlussphase der ersten Halbzeit verlief für die Gäste dann doppelt bitter: Erst musste Célia Sasic wegen einer Oberschenkelverletzung gegen Mandy Islacker ausgewechselt werden (42.), eine Minute später schlug Goeßling einen direkten Freistoß in den Strafraum, den Preuß irritiert durch Babett Peter passieren lassen musste (43.).
Frankfurt zu harmlos Zur zweiten Halbzeit kam Caroline Graham Hansen für Lina Magull in die Partie, Sekunden nach Anpfiff hatte Müller nach Pass von Anna Blässe die erste gute Chance der zweiten Halbzeit (46.). Vom harmlosen 1. FFC Frankfurt war immer weniger zu sehen, Wolfsburg verpasste bei einem Konter von Popp auf Müller die frühe Entscheidung (50.). Preuß parierte einen Schuss von Hansen (68.).
Schult lässt sich nicht düpieren Einen Schuss von Boquete hielt Wolfsburgs Torhüterin Almuth Schult sicher (74.) und auch bei einem Heber von Bianca Schmidt war sie auf dem Posten (89.). In der Nachspielzeit kam der VfL Wolfsburg einem dritten Treffer nah, doch die eingewechselte Verena Faißt scheiterte an Preuß (90.+3).
Kellermann zieht Hut vor seiner Elf VfL Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann erklärte: „Es war ein verdienter Sieg meiner Mannschaft, vor der ich heute nur den Hut ziehen kann. Dank unseres aggressiven Pressings und einer hundertprozentigen Einstellung haben wir unsere Vorgabe, die spielstarken Frankfurterinnen weit von unserem Tor wegzuhalten, optimal in die Tat umsetzen können.”
Bell beklagt mangelnde Vorbereitung Frankfurts Trainer Colin Bell meinte: „Ich bin enttäuscht über die erneute Niederlage in Wolfsburg, aber man darf auch nicht vergessen, dass wir keine optimale Vorbereitung auf dieses schwere Spiel hatten: Kerstin Garefrekes und Dzsenifer Marozsán waren krank, Célia Sasic angeschlagen. Verónica Boquete, Ana-Maria Crnogorcevic und Jessica Fishlock kamen erst am Donnerstag von ihrer Nationalmannschaft zurück und Simone Laudehr war aufgrund ihres Bundeswehr-Lehrgangs erst gar nicht da. Das alles sind Fakten, keine Ausrede.”
Bayern München verspielt Herbstmeisterschaft Durch ein torloses Remis bei der SGS Essen hat der FC Bayern München die Tabellenführung an den VfL Wolfsburg abgeben und somit die Herbstmeisterschaft verspielt. Die Münchnerinnen, bei denen im Tor Manuela Zinsberger für die an der Schulter verletzte Tinja-Riikka Korpela zum Einsatz kam, hatten zwar die besseren Torchancen, doch ein Treffer wollte an diesem Nachmittag nicht gelingen.
Turbine Potsdam gewinnt Ostderby nach Rückstand Der 1. FFC Turbine Potsdam hat nach einem 1:2-Rückstand das Ostderby beim FF USV Jena noch mit 3:2 (1:1) gewonnen. Die Turbine-Führung durch Asano Nagasato (35.) hatte Amber Hearn kurz vor der Pause für die Gastgeberinnen ausgeglichen (45.). Carolin Schiewe scheiterte mit einem Foulelfmeter an Anna Sarholz, Jena ging dennoch etwas später durch Christina Julien in Führung (68.), ehe Inka Wesely postwendend ausglich (70.) und die erst nach gut einer Stunde eingewechselte Julia Simic die Partie noch für die Potsdamerinnen mit einem verwandelten Handelfmeter drehte (82.).
Jenas Trainer Daniel Kraus meinte: „Ich kann nicht viel Negatives zu diesem Spiel sagen. In der 2. Halbzeit waren wir die aktivere Mannschaft, doch leider hat es trotzdem nicht für einen Punkt gereicht. Wenn wir die fußballerische Leistung in der Rückrunde fortsetzen, können wir an das Niveau der letzten Saison anknüpfen.“
MSV Duisburg gelingt Befreiungsschlag Der MSV Duisburg landete im Kampf gegen den Abstieg mit dem 2:1 (0:0) bei Aufsteiger Herforder SV den ersten Saisonsieg und holte drei wichtige Punkte gegen einen direkten Konkurrenten. Dabei geriet die Elf von Trainerin Inka Grings durch ein Tor der im Nachschuss treffenden Lena Wermelt (58.) zunächst in Rückstand. Doch Dolores Silva mit einem Schrägschuss aus halblinker Position (70.) und Kristina Sundov (88.) nach einer feinen Einzelleistung drehten die Partie für die Duisburgerinnen, die auf Stürmerin Emilie Fillion verzichten mussten. Fillion hatte sich am Mittwoch im Training einen Syndesmose- und Außenbandriss im linken Sprunggelenk zugezogen.
Grings erleichtert Grings erklärte nach der Partie: „Man hat meiner Mannschaft zu Beginn die verständliche Nervosität angesehen; wir wollten auch da schon nach vorne spielen, haben aber die Lösungen noch nicht gefunden. Doch wir haben auch nach dem Rückstand nicht aufgegeben, immer gebissen. Rach Kiwic hat vorne überragend gearbeitet und die drei eingewechselten Spielerinnen haben die Reaktion gezeigt, die man von Auswechselspielerinnen erwarten darf. Gratulation an die gesamte Mannschaft.“
Freiburg siegt im Südderby Im ersten Spiel des Tages setzte sich der SC Freiburg gegen die TSG 1899 Hoffenheim mit 1:0 (1:0) durch. Sylvia Arnold gelang bereits in der 16. Minute der Treffer des Tages, mit dem sich die Freiburgerinnen in der Tabelle an ihrem Gegner vorbeischoben.
Nora Holstad verlängert beim FC Bayern München Tippspiel: „Eisbaer“ und „quarantipuu“ teilen sich Tagessieg Topteams siegen, Sand gewinnt Abstiegsduell Leverkusen gewinnt in Unterzahl Bayer 04 Leverkusen bewies kam beim SC Sand trotz der frühen Roten Karte gegen Rebecca Knaak wegen einer Notbremse zu einem 2:1 (0:1)-Auswärtssieg. Anne van Bonn brachte die Gastgeberinnen mit einem direkt verwandelten Freistoß in Führung (24.), doch Marina Hegering. die per Kopf einen Fehler von Sands Torhüterin Mallori Lofton-Malachi ausnutzte (47.) und Carolin Simon nach einem doppelten Doppelpass mit Ramona Petzelberger (58.) sorgten für einen Auswärtssieg der Leverkusenerinnen.
Koutroubis enttäuscht Die Gastgeberinnen mussten bereits früh auf ihre Torjägerin Iliaria Mauro verzichten, die mit Verdacht auf Muskelfaserriss in der rechten Wade vom Feld musste (12.). „Ich dachte in der zweiten Halbzeit, dass Leverkusen mit zwei Spielern mehr auf dem Feld steht“, so Sands Trainer Niko Koutroubis.