Spitzenspiel und Kellerduell zum Abschluss
Zum Abschluss der Hinrunde in der Allianz Frauen-Bundesliga steht am Sonntag das Duell zwischen Meister VfL Wolfsburg und dem 1. FFC Frankfurt im Fokus. Aber auch andernorts ist Spannung geboten, unter anderem empfängt der Herforder SV den MSV Duisburg zum Kellerduell.
In der Tabelle trennt den VfL Wolfsburg und den 1. FFC Frankfurt nur ein Zähler. Beide Teams könnten am Sonntag die Tabellenführung übernehmen.
Enges Spiel erwartet Als der VfL und der FFC zum Abschluss der vergangenen Saison in Wolfsburg aufeinandertrafen, behielten die Gastgeberinnen die Oberhand und sicherten sich dadurch den erneuten Titelgewinn. FFC-Trainer Colin Bell hat vor, „die Heimreise aus Wolfsburg diesmal mit einem positiven Gefühl anzutreten“, sieht die Favoritenrolle aber beim VfL. „Wenn aber auf beiden Seiten alle Leistungsträgerinnen gesund sind, ist der Qualitätsunterschied zwischen beiden Teams nicht groß.“ An eine enge Partie glaubt auch Wolfsburgs Lena Goeßling im Womensoccer-Interview , wenngleich sie leichte Vorteile bei ihrer Mannschaft: „Beide Mannschaften sind stark, beide haben ihre Qualitäten. Ich glaube aber, wir sind die geschlossenere Mannschaft.“
FCB reist nach Essen Sollte in Wolfsburg eine Mannschaft als Sieger vom Platz gehen, wäre sie aber wohl nur dann Tabellenführer, wenn der FC Bayern München bei der SGS Essen nicht punkten kann. Nach gutem Saisonstart schwächelt die SGS momentan. FCB-Trainer Thomas Wörle warnt aber davor, sich davon blenden zu lassen: „Auch wenn sie zuletzt eine kleine Schwächephase hatten, haben sie davor gute Ergebnisse abgeliefert. In Essen haben wir uns oft nicht leicht getan, und wir werden dort sehr gefordert sein. Natürlich fahren wir dahin und werden versuchen, unsere bestmögliche Leistung zu bringen.“
Turbine will nichts verschenken Die SGS hat zwar einen Sieben-Punkte-Rückstand auf den vor ihr platzierten 1. FFC Turbine Potsdam, führt aber auf der anderen Seite das Mittelfeld hinter den Top-4 an. Dieser Abstand könnte sich am Sonntag weiter vergrößern, sollten sowohl der FCB als auch der 1. FFC Turbine Potsdam ihrer Favoritenrolle gerecht werden. Die Potsdamerinnen treten ab 14 Uhr beim FF USV Jena an. „Das Spiel gegen Jena ist für uns einmal mehr ein Gradmesser, wo wir stehen. Wir wollen keine Punkte mehr verschenken, sondern alle drei Zähler mitnehmen. Das haben wir in Jena immer gemacht, wenngleich oft genug mit Glück und Verstand. Es wird ein sehr schweres Spiel für uns“, so Turbine-Trainer Bernd Schröder.
Nachbarschaftsduell in Freiburg Wenn der SC Freiburg auf die TSG 1899 Hoffenheim trifft, ist die Partie am Sonntag in Nachbarschaftsduell in doppelter Hinsicht, denn es ist nicht nur ein Derby, sondern auch in der Tabelle liegen beide Vereine nahezu gleichauf. Momentan hat die TSG einen Punkt mehr. „Wir spielen gegen einen Gegner, der mit uns uns in der Liga um die gleichen Plätze spielt“, sagt SC-Trainer Dietmar Sehrig. Im Pokal behielt seine Mannschaft in dieser Saison schon die Oberhand gegen die TSG, aber Sehrig warnt: „Der Sieg im Pokal ist kein Vergleich. Ich sehe Hoffenheim zum jetzigen Zeitpunkt wesentlich stärker als vor zwei Monaten.“ Zuletzt lief es für den Sportclub zwar nicht rund, aber TSG-Trainer Jürgen Ehrmann will darin keinen Vorteil für seine Mannschaft sehen: „Ich denke, Freiburg ist nach den vergangenen Spielen auf Wiedergutmachung vor dem eigenen Publikum aus, und ich erwarte sie deshalb sehr angriffslustig“, blickt TSG-Trainer Jürgen Ehrmann voraus.
Bayern siegt, Hoffenheim stürmt an die Spitze Saisonauftakt: Frankfurt ringt Potsdam nieder Frauen-Bundesliga: Sportlich hui, Außenwirkung pfui Kellerduell in Herford Der Herforder SV und der MSV Duisburg sind bislang die einzig sieglosen Mannschaften der Liga – am Sonntag stehen sie sich in Herford gegenüber. „Wir haben die Intensität der Einheiten und die taktische Variabilität noch einmal erhöht, alle ziehen konzentriert mit, und da inzwischen auch Kämper, Kiwic und Pulver von ihren internationalen Einsätzen zurück sind, ist der Kader in den entscheidenden Trainingseinheiten komplett“, so MSV-Trainerin Inka Grings, die allerdings auf Laura Neboli verzichten muss.
Sand empfängt Werkself Sollte es auch zum Abschluss der Hinrunde zwischen Herford und Duisburg keinen Sieger geben, könnte der SC Sand profitieren. Der Aufsteiger spielt gegen Bayer 04 Leverkusen und könnte den Abstand auf die Abstiegsränge mit einem Sieg weiter vergrößern.