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2014

VfL Bochum: Online-Petition zur Rettung des Frauenfußballs

Anfang Oktober wurde der Frauen- und Mädchenabteilung des VfL Bochum vom Vereinsvorstand mitgeteilt, dass sie in der kommenden Saison vom Verein aus finanziellen Gründen nicht mehr tragbar ist und aufgelöst wird. Das Thema schlägt hohe Wellen und eine Online-Petition soll zur Rettung beitragen.

Ist der VfL Bochum noch zu retten? Viele werden diese Frage grundsätzlich verneinen, betrachtet man die Leistungen der hoch bezahlten Profikicker im Männerfußball in den vergangenen Jahren. Doch während der Profifußball einen Freibrief für seine Daseinsberechtigung genießt, gehen in der Frauen- und Mädchenabteilung womöglich bald die Lichter aus.

Sechs Frauen- und Mädchenteams auf der Kippe Sechs Teams umfasst die Frauen- und Mädchenabteilung des VfL Bochum, rund 120 Spielerinnen werden nach aktuellem Stand der Dinge ab der kommenden Saison ihre sportliche Heimat verlieren. Durch die Auflösung der Abteilung will der Verein rund 150 000 Euro einsparen – es fällt nicht schwer, sich vorzustellen, wem das eingesparte Geld wohl zugute kommen wird.

Neururer: „Diesen Luxus können wir uns nicht erlauben“ Bochums Finanz-Vorstand Wilken Engelbracht erklärt : „Vor dem Hintergrund der finanziellen Belastung aus diesem Bereich und den von uns angestrebten Einsparungen, sehen wir keine andere Möglichkeit, als diesen Schritt zu vollziehen.“ Männer-Trainer Peter Neururer meint: „Traurig für die Frauen und Mädchen. Aber diesen Luxus können wir uns nicht erlauben.“

Schon mehr als 4 000 unterzeichnen Online-Petition Da auf der Jahreshauptversammlung nur Mitglieder die Chance haben, ihre Meinung zu äußern bzw. ihre Stimme abzugeben will eine Online-Petition helfen, der Frauen- und Mädchenabteilung des VfL Bochum zusätzliches Gehör zu verschaffen und die Vereinsverantwortlichen zum Umdenken bewegen.

Bereits am ersten Tag fand die Petition mehr als 4 000 Unterstützer, sechs Tage verbleiben, um seine Stimme abzugeben und ein starkes öffentliches Signal auszusenden.