Champions League: VfL Wolfsburg auf Achtelfinalkurs

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Titelverteidiger VfL Wolfsburg hat im Hinspiel des Sechzehntelfinales der UEFA Women’s Champions League beim norwegischen Meister Stabæk FK knapp gewonnen und sich somit einen kleinen Vorteil für das Rückspiel in acht Tagen verschafft. Doch die Hinspiele hielten auch einige faustdicke Überraschungen bereit.

Den Treffer des Tages beim 1:0 (0:0)-Auswärtssieg im Nadderud-Stadion von Bekestua erzielte Nilla Fischer per Kopf nach Freistoß von Caroline Graham Hansen (56.).

Goeßling zunächst auf der Bank
Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann beließ Mittelfeldspielerin Lena Goeßling zunächst auf der Bank, dafür konnte Alex Popp nach ihrem Bluterguss in der Wade von Beginn an spielen.

Wolfsburg kommt nur schwer ins Spiel
Die Gastgeberinnen zunächst besser in die Partie und unterbanden das Aufbauspiel des VfL Wolfsburg geschickt, obwohl sie bereits nach zehn Minuten ihre zentrale Mittelfeldspielerin Ingvild Isaksen verletzungsbedingt ersetzen mussten.

Nilla Fischer in Nahaufnahme
Nilla Fischer erzielte den einzigen Treffer der Partie © Frank Gröner / girlsplay.de

Fischer erzielt Tor des Tages
In der zweiten Halbzeit kam Lena Goeßling in die Partie und der VfL gewann nach und nach Oberwasser. Nach einem Freistoß von Neuzugang Caroline Graham Hansen stieg Nilla Fischer zum Kopfball hoch und überwand Torhüterin Ingrid Hjelmseth zum einzigen Mal an diesem Abend (56.). Das Rückspiel wird am Donnerstag, 16. Oktober, 17 Uhr, im VfL-Stadion am Elsterweg ausgetragen.

Krahn und Alushi siegen mit PSG
Annike Krahn und Lira Alushi feierten mit Paris Saint-Germain beim FC Twente einen 2:1 (2:0)-Auswärtssieg. Kosovare Asllani (10.) und Shirley Cruz Traña (20.) trafen für die Französinnen, Ellen Jansen gelang für die Gastgeberinnen nur noch das 1:2 (61.). Bei Paris gab Linda Bresonik in den Schlussminuten nach längerer Pause ihr Comeback, Josephine Henning durfte in der Nachspielzeit nur noch für ein paar Sekunden auf den Platz.

Mittag und Schmidt schießen Rosengård zum Sieg
Anja Mittag, Kathrin Längert und Katrin Schmidt standen beim 3:1 (0:0)-Sieg des FC Rosengård beim russischen Meister Ryazan VDV alle in der Startformation. Schmidt sorgte anfangs der zweiten Halbzeit für die Führung (52.) und nach dem 2:0 durch Marta (64.) setzte Anja Mittag in der Nachspielzeit den Schlusspunkt (90.+2), für die Russinnen traf Kapitänin Ksenia Tsybutovich zum zwischenzeitlichen 1:2 (75.).

Neulengbach auf Achtelfinalkurs
Österreichs Meister SV Neulengbach verschaffte sich durch einen 2:1 (1:0)-Auswärtssieg ebenfalls eine ordentliche Ausgangsposition zum Erreichen des Achtelfinales. Nina Burger (35.) und Daniela Tasch (47.) sorgten für die Führung der Österreicherinnen, Ungarns Titelträger gelang durch Rita Méry nur noch der Anschlusstreffer (61.).

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FC Zürich Frauen mit einem Bein weiter
Der Schweizer Meister FC Zürich Frauen kam trotz zweimaligen Rückstands beim kroatischen Meister ZNK Osijek zu einem 5:2 (1:1)-Sieg. Nach der frühen Führung der Gastgeberinnen durch Maja Joščak (10.) gelang Fabienne Humm in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit der Ausgleich (45.+2). Den neuerlichen Rückstand durch Mateja Andrlić (52.) glich Barla Deplazes postwendend aus (54.), ehe erneut Humm (66.) und ein Eigentor von Osijeks Kapitänin Dragica Cepernić (69.) die Schweizerinnen auf Kurs brachten. Den Schlusspunkt setzte Meriame Terchoun (88.).

Konin, Apollon und BIIK überraschen
Die Hinspiele lieferten einige überraschende Ergebnisse. So gewann Polens Meister KKPK Medyk Konin gegen Glasgow City LFC durch Treffer von Ewa Pajor (53.) und Aleksandra Sikora (64.) souverän mit 2:0, Apollon LFC setzte sich durch einen Elfmeter in der Schlussminute mit 1:0 gegen den dänischen Meister Brøndby IF durch. Bereits zur Mittagszeit hatte der FC BIIK-Kazygurt dem 1. FFC Frankfurt ein 2:2 (0:0) abgetrotzt.

Logo der UEFA Women's Champions League
Offizielles Logo der UEFA Women’s Champions League © UEFA

Sechzehntelfinale, Ergebnisse Hinspiele (Rückspiele am 15./16. Oktober)

Mittwoch, 8. Oktober

FC BIIK-Kazygurt  – 1. FFC Frankfurt  2:2 (0:0)
Ryazan-VDV – FC Rosengård 1:3 (0:0)
Apollon LFC – Brøndby IF 1:0 (0:0)
KKPK Medyk Konin – Glasgow City LFC 2:0 (0:0)
Gintra Universitetas – AC Sparta Praha 1:1 (0:1)
MTK Hungária FC – NÖSV Neulengbach 1:2 (0:1)
ŽNK Osijek – FC Zürich Frauen 2:5 (1:1)
Stabæk FK – VfL Wolfsburg 0:1 (0:0)
SK Slavia Praha – FC Barcelona 0:1 (0:0)
ŽNK Pomurje – ASD Torres Calcio 2:4 (0:2)
FC Twente – Paris Saint-Germain FC 1:2 (0:2)
Liverpool LFC – Linköpings FC 2:1 (1:1)
Clube Atlético Ouriense  – Fortuna Hjørring 0:3 (0:2)
Stjarnan – WFC Zvezda 2005 2:5 (1:3)

Donnerstag, 9. Oktober

20.30 Uhr: Raheny United – Bristol Academy WFC
20.30 Uhr: ACF Brescia – Olympique Lyon (FRA) (live auf Eurosport 2)

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StatistikerAltwolfStefanwaiiynever-rest Neueste Kommentartoren
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Liza
Liza

Bin ein wenig über das Ergebnis des Frankfurt-Spiels schockiert. Ohne den Gegner herabwürdigen zu wollen: ich hatte eher mit einem deutlichen Sieg des FFC gerechnet.
Der Sieg von Apollon Limassol freut mich sehr! Ich hoffe die Mädels kommen weiter.

Schenschschtina Futbolista
Schenschschtina Futbolista

Sehr wohltuend, mal ein VfL-Spiel zu erleben, wo die Schiri eine souveräne Leistung ablieferte, sich nicht in den Vordergrund drängte. Ansonsten war das Spiel selbst ein eher höhepunktearmer, fast langweiliger Kick. Nichts was einem aus dem Sitz riss oder gar zu Jubelausbrüchen verleitete.
Noch schlimmer war das PSG-Spiel, was echt grottig daherkam.

Statistiker
Statistiker

Generell erstaunlich knappe Ergebnisse für die erste Runde. Ich bin allerdings auch über das 1:0 von Wolfsburg gegen Stabaek überrascht. Stabaek hat bisher erst dreimal CL gespielt und ist dort auch erst einmal über die 1. Runde hinausgekommen. Da hätte ich doch ein etwas klareres Ergebnis erwartet. Die Ergebnisse von Apollon und Konin überraschen mich erstmal nicht so sehr, da hat sich in beiden Vereinen abgezeichnet, dass es da aufwärts geht. Dass Frankfurt sich allerdings auch noch in Bestbesetzung so blamiert, ist allerdings etwas verwunderlich. Da muss man hoffen, dass dies von der Anstoßzeit wie von dem Jetlag kommt, ansonsten… Weiterlesen »

Jan
Jan

…wobei die Namen der meisten von Apollons Kickerinnen nicht grad hellenisch klingen.

waiiy
waiiy

Nach dem Spiel von Wolfsburg gestern ärgere ich mich immer noch mehr über die unnötige Niederlage von Potsdam am Samstag… Gestern hat bei Wolfsburg quasi nur Keßler gefehlt. Trotzdem darf man mit der Leistung nicht zufrieden sein. Staebak hat eigentlich immer viel Platz gelassen. Aber es gab kaum zwingende Tormöglichkeiten. Eigentlich Hätte man bei so einem Resultat haufenweise Glanzparaden der Torhüterin sehen müssen. Aber dem war nicht so. Was mich bei Wolfsburg beunruhigt, dass man immer alles auf das Fehlen von Keßler zurückführt, als sei sie das Allheilmittel. Was passiert, wenn sie nach Genesung eine ähnliche Anpassungszeit benötigt wie viele… Weiterlesen »

Tom
Tom

@waiiY,

neben Kessler fehlten auch noch Odebrecht und Jakabfi. Einen wirklich hochklassigen Backup wird man für so eine Ausnahmespielerin nicht finden. Selbst wenn es sie gebe, was sollte sie machen wenn Kessler gesund ist – keine wirkliche Klassespielerin setzt sich dann kommentarlos auf die Bank.

enthusio
enthusio

Ich habe den Eindruck, dass die Gegner der beiden deutschen Mannschaften von einigen hier für „Fallobst“ gehalten wurden. So klingt es in den Kommentaren immer wieder durch. Immerhin reden wir hier aber vom norwegischen Meister und von einer kasachischen Mannschaft, die in der Liga ihre Gegner teilweise mit zweistelligen Ergebnissen nach Hause schickt. Wenn man aber andere europäische Spitzenmannschaften wie Rosengárd oder Paris zum Vergleich heranzieht, stellt man fest, dass auch sie keine Kantersiege erzielt oder spielerisch besonders überzeugt haben. Von anderen skandinavischen Mannschaften wie Bröndby oder Linköping möchte ich erst gar nicht reden. Zur Erinnerung: Wolfsburg und Frankfurt haben… Weiterlesen »

waiiy
waiiy

@enthusio: Staebak ist mit Sicherheit kein Fallobst, gehört aber auch nicht zur Spitzenklasse, zumal das Team in den letzten 3 Jahren immer wieder besten Spielerinnen abgeben musste. Außerdem war die Leistung von Staebak gestern auch nicht wirklich so gut. Da spielen viele Mannschaften aus der Bundesliga deutlich besser und aggressiver. Die Wolfsburger Spielerinnen haben doch viel Platz gehabt und konnte ihre Verspieltheit ausleben. Dafür war die Anzahl der tatsächlich zwingenden Torchancen zu gering.

Und dass man auf Kasachstan aufpassen muss, ist doch klar… 😉

tpfn
tpfn

@enthusio
Diese ständige Schönrederei geht mir mächtig aufn Keks, ist ja kein Wunder das die TV-Quoten rückläufig sind bei solchen Kritiken.

FFFan
FFFan

@ waiiy: „Wenn sie [L.Magull] es jetzt nicht reißt, wird Wolfsburg nicht umhin kommen, nach einem anderen Backup für Keßler zu suchen.“ Der VfL Wolfsburg hat doch mit Vanessa Bernauer bereits einen solchen ‚Back-Up‘ verpflichtet. Wegen der Verletzungen von N.Keßler und L.Goeßling hat die Schweizerin bisher in dieser Saison noch keine Bundesligaminute verpasst! Damit hätte vor der Saison niemand gerechnet, sie selber wahrscheinlich auch nicht. Selbst wenn Keßler in einigen Wochen wieder zur Verfügung steht, bleibt Bernauer wichtig, denn ob V.Odebrecht noch einmal ‚zurückkommt‘, ist fraglich, und L.Magull sowie S.Wagner sind auf der ‚Doppel-Sechs‘ nur Notlösungen. @ tpfn: Ach, und… Weiterlesen »

holly
holly

@ FFFan, naja Lina an den jetzigen Leistungen zu messen ist nicht fair.
Sie ist nach langer Verletzungzeit ohne Aufbautraining zur U20 WM gefahren und danach gleich in der BL gespielt. Von einem ordentlichen konditionellen Aufbau kann also gar keine Rede sein.
Ich hoffe das sie die Hinrunde ohne Verletzung durch spielen kann und mit einer ordentlichen Vorbereitung in der Rückrunde dann wieder ihr wahres können zeigt.
Obwohl meiner Meinung nach sie sich von spiel zu Spiel zumindest steigert und auf einem guten Weg ist.

never-rest
never-rest

Ich finde, dass WOB die 2. Hz richtig gut und dominant gespielt hat, es fehlten nur mal wieder der letzte Pass, überhaupt mehr kreative Ideen, um das Abwehrbollwerk von Stabaek zu überwinden und wenn es doch einmal gelang, die Effizienz beim Torabschluss. Das Spiel über die Aussen mit Blässe und Hansen funktioniert jedenfalls immer besser, auch weil sie ständig die Seiten wechseln. Wenn Hansen ab und zu auch noch mal eine besser postierte Mitspielerin vor dem Tor anspielt, wird WOB noch viel Spass an ihr haben. Ich gebe waiiy Recht, dass Wagner und insbesondere Magull allmählich liefern müssen. Von beiden… Weiterlesen »

Altwolf
Altwolf

@waiiy. Ich denke nicht, daß das WOB-Spiel nur allein von Kessi abhängig ist und sich auch die spielerische Leistung oder „Nicht“-Leistung nicht durch Kessi allein erklärt. Sie ist zweifellos ein wichtiger stabilisierender Faktor und insbes. kann sie in engen Spielen das Team aufrütteln und alle im Team zu einer Steigerung der Leistung mitreissen, wenn es die Lage erfordert. Aber niemand sollte die Fähigkeiten der anderen im Team dadurch abqualifizieren, denn WOB hat mit Kessi auch schon weniger gute Spiele abgeliefert. Da ist mir die „Symbiose“ zwischen N.Keßler und L.Gößling viel bestimmender auf das Spiel der Wölfinnen, da sie, „ordentliche“ Form… Weiterlesen »

Statistiker
Statistiker

Es ziemt sich nicht, bei Wolfsburg von einer Krise zu sprechen. Sie stehen in der Liga auf Platz 1 und haben ihre Pflicht in der CL getan. Allerdings zeigt sich doch, dass sich das Spiel ohne Keßler doch verändert hat. Hinten steht die Abwehr 1A und das ist bis jetzt auch die Lebensversicherung von Wolfsburg. Nur durch die sichere Abwehr konnten beispielsweise Spiele wie gegen Hoffenheim und Bayern erfolgreich bestritten werden. Ähnlich stark gelingt das diese Saison nur Bayern, weswegen sie auch eine ernstzunehmende Gefahr für Wolfsburg darstellen werden. Vorne hingegen ist das Wolfsburger Spiel keine Werbung für den Frauenfußball.… Weiterlesen »

waiiy
waiiy

Sicher ist es schwer für Bernauer, Magull, Wagner, die Leistungen des Duos Keßler / Goeßling abzufangen. Dazu ist die Wertigkeit der Beiden zu hoch, was man ja auch an den einschlägigen Wahlen für die besten Spielerinnen ablesen kann. Aber jetzt wird es auch leichter, weil ja eine Hälfte des Duos wieder dabei ist. Aber mich stört etwas anderes. Vielleicht verkläre ich das auch. Aber ich bin der Meinung, dass es im Leistungssport immer so ist, dass ein jüngerer Sportler, der Backup ist, immer nur dann eine Chance nutzen kann, wenn der Sportler, der davor steht, ausfällt. Und wenn man ein… Weiterlesen »

Altwolf
Altwolf

@waiiy.

Deiner letzten Einschätzung kann ich folgen, zumal die wirklich großen,herausgespielten Torchancen derzeit nicht so zahlreich sind, allerdings auch aussichtsreiche Spielsituationen vorne durch teils miserable „letzte“ Pässe zunichte gemacht wurden.

Was L.Magull u.S.Wagner betrifft, sind diese einfach noch nicht wirklich „durchsätzungsfähig“,weder mental noch körperlich – die sind einfach „zu nett“ !.

Statistiker
Statistiker

@Altwolf:

Wagner und Magull brauchen ein 4-2-3-1-System, indem zwei Spielerinnen hinter ihnen den Platz freihalten. Dieses Hängen zwischen Offensive und Defensive mit unklarer Priorität ist nix für sie, sie sind beide eher Wirbelwinde, ähnlich wie die kleine Mana Iwabuchi und gehören meines Erachtens eher dort vorne in den freien Raum.
Beide fallen scheinbar dem System mit Popp und Müller vorne im Sturm zum Opfer.

Altwolf
Altwolf

@Statistiker.

Da kannst du mit deiner Einschätzung durchaus Recht haben.

Mal sehen was sich Trainer R.Kellermann für die beiden ausgedacht hat, wenn sie denn immer mal wieder zum Einsatz kommen.

Stefan
Stefan

Ich finde es gut, dass die Ergebnisse knapper werden, und es „Fallobst“ eigentlich nicht mehr gibt, auch wenn dann mitunter eine deutsche Mannschaft dann statt des erwarteten Sieges nur unentschieden spielt oder gar verliert. Tolle Ergebnisse! Wer zwei Tore gegen Frankfurt schießt, der zeigt eine gewisse Klasse…

Statistiker
Statistiker

@Stefan: Soweit ich das beurteilen kann, liegt die Tatsache, dass es weniger Fallobst gibt, nicht an der Tatsache, dass Mannschaften sportlich aufgeholt hätten, sondern dass die Spitzenklubs mit zunehmender Zeit kein Mittel mehr gegen Defensivblöcke finden. In Europa gibt es außer Schelin vllt keine wirklich überragende Stürmerin mehr, gerade auch in Deutschland in den letzten Jahren nicht mehr. Das ist der entscheidende Knackpunkt.