Turbine Potsdam schlägt FFC Frankfurt

Von am 21. September 2014 – 17.05 Uhr 54 Kommentare

Am dritten Spieltag der Allianz Frauen-Bundesliga hat ein starker 1. FFC Turbine Potsdam das Topspiel gegen den 1. FFC Frankfurt verdient geworden. Auch der VfL Wolfsburg und der FC Bayern München feierten Siege.

Vor 3 260 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion gewann Potsdam mit 2:1 (1:0). Zwei Treffer der Japanerin Asano Nagasato (42., 60.) bei einem Gegentreffer von Simone Laudehr (79.) entschieden den Klassiker zugunsten des Tabellenführers.

Potsdam mit viel Schwung
Turbine-Trainer Bernd Schröder konnte in der Startformation wieder auf Jennifer Cramer und Lia Wälti bauen, Pauline Bremer blieb zunächst auf der Bank. Die Gastgeberinnen starteten von Beginn an druckvoll, Schüsse von Tabea Kemme und Julia Simic sorgten für erste Ausrufezeichen. Zwar hatte auch der Gast durch einen Freistoß von Dzsenifer Marozsán und einen Schuss von Célia Sasic einige Chancen, doch die Frankfurterinnen fanden unter dem Potsdamer Pressing nie richtig ins Spiel.

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Führung durch Nagasato
Nach einer guten halben Stunde senkte sich ein Simic-Querschläger gefährlich Richtung Frankfurter Tor, doch der Ball verfehlte knapp sein Ziel. Nur wenige Minuten später hatte Asano Nagasato die bis dahin beste Chance auf dem Fuß, doch sie traf den Ball nicht voll, nachdem sich zuvor Genoveva Anonma durchgetankt hatte. Doch zwei Minuten später kam die Japanerin nach schöner Vorarbeit von Wälti und Ablage von Anonma erneut an den Ball, diesmal verwertete sie eiskalt mit einem Schuss aus 16 Metern (41.).

Schuss von Asano Nagasato

Turbine Potsdams Asano Nagasato traf doppelt gegen Frankfurt © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Nagasato trifft erneut
Auch nach der Pause ließen die Potsdamerinnen den Gegner zunächst nicht ins Spiel kommen und nach schöner Flanke der eingewechselten Pauline Bremer stand Nagasato im Frankfurter Strafraum sträflich frei und verwertete zum 2:0 (60.). Die über weite Strecken enttäuschend agierenden Frankfurterinnen kamen nur selten gefährlich vors Tor, etwa bei einem Vorstoß von Verónica Boquete (70.).

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Laudehr-Tor kommt zu spät
Doch die Partie wurde noch einmal spannend, als nach einem Marozsán-Freistoß Simone Laudehr der Anschlusstreffer gelang (79.). Frankfurt wachte jetzt ein wenig auf, doch Turbine brachte den Erfolg über die Runden.

Schröder: „Haben toll gespielt“
Turbine-Trainer Bernd Schröder meinte: „Ich bin ja sonst eher sparsam mit Lob, aber heute haben wir wirklich toll gespielt. Wir haben knapp, aber verdient gewonnen und insgesamt eine starke Mannschaftsleistung gezeigt.“

Bell: „Potsdam war klar besser“
Sein Gegenüber Colin Bell meinte: „Wenn man verdient verliert, kann man besser damit umgehen. Potsdam war klar besser, vor allem in der ersten Halbzeit. Wir haben dem Druck nicht standgehalten und sind zu spät aufgewacht. Wir müssen uns Gedanken machen, warum und weshalb.“

Wolfsburg neuer Tabellenführer
Meister VfL Wolfsburg kam bei Bayer 04 Leverkusen zu einem ungefährdeten 3:0 (1:0)-Sieg und setzte sich damit dank des ein Tor besseren Torverhältnisses gegenüber Potsdam an die Tabellenspitze. Vanessa Bernauer gelang die frühe Führung (4.) und die Schweizer nach einer guten Stunde erneut zur Stelle (65.). Die eingewechselte Alex Popp sorgte für den Schlusspunkt (88.).

Jubel des FC Bayern München

Vanessa Bürkis Treffer sorgte für die Vorentscheidung © FCB Frauenfußball

Klarer Heimsieg für Bayern München
Ebenfalls 3:0 (1:0) gewann der FC Bayern München gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Caroline Abbé brachte die Münchnerinnen durch einen Kopfball nach Flanke von Rückkehrerin Amber Brooks in Führung (21.), die eingewechselten Vanessa Bürki (81.) mit einem Schlenzer in den Winkel und Vicki Schnaderbeck (84.) sorgten in der Schlussphase für die Entscheidung.

Martina Moser verschießt Elfmeter
Martina Moser hatte Pech, für Hoffenheim beim Stand von 0:1 einen Elfmeter an die Querlatte zu setzen. Bayern-Trainer Thomas Wörle meinte: „Wir müssen in den Anfangsminuten das Tor zum 1:0 schon machen. Letztendlich ist das 3:0 verdient, es war aber lange umkämpft. Der Ausgleich durch den Elfmeter wäre unverdient gewesen,“

Herford holt Punkt in Jena
Für das trefferreichste Spiel des Tages sorgten der FF USV und der Herforder SV beim 3:3 (1:0). Christina Julien sorgte für den Führungstreffer der Elf aus Thüringen (16.), Jessica McDonald gelang der Ausgleich (50.). Die erneute Führung von Julien (54.) glich dann Lena Wermelt aus (64.). Und der Aufsteiger durfte nach dem Tor von Kirsten Nesse (68.) gar vom ersten Sieg im Oberhaus träumen, doch Ivonne Hartmann verhinderte für Jena eine vollkommene Pleite (72.).

Essen feiert zweiten Auswärtssieg
Die SGS Essen kam beim zweiten Aufsteiger SC Sand dank eines späten Treffer von Jacqueline Klasen (87.) zu einem 1:0 (0:0)-Erfolg und damit auch ihr zweites Auswärtsspiel in dieser Saison gewonnen.Klasen spitzelte das Leder nach einer Ecke von Sabrina Dörpinghaus zwischen den Beinen von Torfrau Lofton-Malachi hindurch ins Netz. Für den SC Sand war es nach 22 Monaten die erste Liganiederlage.

„Ich musste erst mal tief Luft holen und bin überzeugt, dass hier noch viele Mannschaften Probleme bekommen werden“, zollte Essens Trainer Markus Högner dem Gegner Lob. Sands Trainer Niko Koutroubis haderte: „Es ist bitter für uns, zwei Minuten vor Spielende durch eine Standardsituation zu verlieren. Ein Punkt wäre aber sicher verdient gewesen.“

Duisburg unterliegt Freiburg
Bereits am Samstag verlor MSV Duisburg auf heimischem Platz mit 0:2 (0:0) gegen den SC Freiburg und wartet somit auch nach dem dritten Bundesligaspiel unter Führung von Trainerin Inka Grings weiter auf den ersten Punkt.

Allianz Frauen-Bundesliga, Ergebnisse 3. Spieltag

MSV Duisburg SC Freiburg 0:2 (0:0)
Bayer 04 Leverkusen VfL Wolfsburg 0:3 (0:1)
1. FFC Turbine Potsdam 1. FFC Frankfurt 2:1 (1:0)
FC Bayern München TSG 1899 Hoffenheim 3:0 (1:0)
FF USV Jena Herforder SV 3:3 (1:0)
SC Sand SGS Essen 0:1 (0:0)

Allianz Frauen-Bundesliga, Tabelle

Rang Verein Spiele Torverhältnis Punkte
1. VfL Wolfsburg 3 7:0 9
2. 1. FFC Turbine Potsdam 3 7:1 9
3. FC Bayern München 3 6:2 7
4. SGS Essen 3 3:2 6
5. 1. FFC Frankfurt 3 8:3 4
6. SC Sand 3 4:3 4
7. Bayer 04 Leverkusen 3 3:5 4
8. SC Freiburg 3 3:5 3
9. FF USV Jena 3 5:6 2
10. TSG 1899 Hoffenheim 3 1:5 1
11. Herforder SV 3 4:10 1
12. MSV Duisburg 3 1:10

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

54 Kommentare »

  • never-rest sagt:

    OK, die gelbe Karte für Andonova habe ich dann wohl nicht mit bekommen. Jedenfalls war ihr Foulspiel grenzwertig. Wollte auch nur zum Ausdruck birngen, dass TP sich nicht über die Schiedrichterin beklagen kann. Der Sieg von TP geht, wie ich schon gesagt habe, sowieso voll in Ordnung.

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  • enthusio sagt:

    Hier ist ein kurzer Filmbericht des BR zum Spiel Bayern-Hoffenheim:

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  • Eric sagt:

    Wenn man die Szene der gelben Karte von Anonma genau betrachtet erkennt man, dass sie den Ball S. Laudehr vom Fuß spitzelt und nicht einmal den Fuß berührt… die Reaktion ist dann blanke Schauspielerei. Der Pfiff vor dem Freistoß zum 2:1 wahr auch ein Witz, wenn man die Fernsehbilder betrachtet.
    Kurz vor Ende dribbelt eine Frankfurter Spielerin mit dem Ball ins Aus und bekommt einen Einwurf und die Krönung ist der Wechsel von J . Simic, die entgegen jeder Regeln an der Eckfahne den Platz verlassen musste.
    Warum man zum Spitzenspiel nicht Deutschlands beste Schiedsrichterin ansetzt, ist mir jedesmal ein Rätsel.

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  • balea sagt:

    Jetzt habe ich das Spiel nochmal in voller Länge gesehen und da sieht man natürlich, dass Andonovas Einsatz schon recht heftig war. Gleichzeitig sieht man aber auch, dass es mind. 3 bis 4 sehr krasse Aktionen gegen Turbinen gab (Andonova(bereits recht früh), Simic + ich glaube Anonma), bei dem es noch nicht einmal einen Pfiff gab, geschweige eine Karte. Das waren übrigens auch Szenen, die während des Spiels zum Unmut auf den Rängen führten. So gesehen kann man vielleicht sagen, dass die Schiri eben einfach vieles hat durchgehen lassen. Das nehmen dann aber auch die Spielerinnen auf dem Platz zur Kenntnis.


    Aber zu Frankfurt: Das ist wirklich sehr wenig gewesen. Laudehr hat zwar mal unglücklich agiert, aber ein Tor gemacht und zumindest permanent gefightet. Aber wie soll das zB mit so einer Maroszan bei der WM in einem ko Spiel zB gegen die USA gehen? Es gibt jetzt noch ein paar Freundschaftsspiele und da sollte Frau Neid wirklich mal etwas wechseln – und wenn es den heilsamen Effekt hat einigen klarzumachen, dass einen keinen natürlichen Anspruch auf einen Stammplatz gibt…

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  • FF-Tale sagt:

    Zitat sonic: „Mein Kommentar zum Kommentar bezog sich nicht speziell auf dieses Spiel, sondern allgemeiner auf die Kommentierung dieser Begegnung durch die Sender in der Vergangenheit.“

    Falls es noch jemanden interessiert: Der Kommentator Potsdam-Frankfurt war auf beiden Kanälen derselbe, Nikolaus Hillmann, der gehört zum RBB. (Die Sendungsmoderatoren waren allerdings je verschieden.)

    Aber stimmt schon, allgemein ist man solche um Neutralität bemühten Kommentatoren in den Dritten Programmen eher weniger gewöhnt. Da ist die hauseigene Direktive von Sendeanstalt zu Sendeanstalt sehr verschieden.
    Die RBB-Sportredaktion macht grundsätzlich schon einen sehr ausgewogenen Eindruck (wahrscheinlich v.a. bedingt durch die Tatsache, dass sie die Vielfalt der verschiedenen Vereine im Sendegebiet ohne größeren Zwist unter einen Hut bringen müssen).
    Andererseits gehört bei z.B. SWR, BR oder HR „Lokalkolorit“ und „Heimatverbundenheit“ (mit Hang zur Parteilichkeit) zum gängigen Stilmittel der Sportberichterstattung. Da das Programm zielgruppen- und einzugsbereichabhängig ist, ist das ja auch relativ legitim.
    Die MDR-Sportsendungen z.B. „würzen“ das ganze noch zusätzlich mit Ostalgie und alten Insider-Stories (was bei den Kritikern das Image vom „Alte-Leute-Sender“ nur noch weiter verstärkt).
    Und problematisch nur, wenn bei alledem der Bogen zu sehr überspannt wird. Bsp. der NDR-Sport, dem sehr oft in den letzten Jahren vorgeworfen wurde, er würde sein östliches Einzugsgebiet (z.B. Fußball in Meck.-Pomm.) vernachlässigen und sich nur auf den Westen (v.a. Hamburg) konzentrieren. Da wird es dann ganz schnell politisch-brisant und laut im Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk!

    Und wie gesagt: Der Sport im HR ist auch eher von der stärker regionalfixierteren Sorte. Das sieht man ja auch an der FFC-Berichterstattung und v.a. auch bei früheren Duellen Potsdam-Frankfurt war das tatsächlich zuweilen mehr „Hofpresse“ statt kritischer Berichterstattung.
    Aber dieses Mal hat das doch einen ganz seriösen und ausgeglichenen Eindruck gemacht: Der RBB hat den Live-Kommentar bekommen und der „rote Faden“ im ARD-Sportschaubericht war die Geschichte über die Frankfurterin Laudehr (also tendenziell FFC-lastig). So haben beide Seiten ihren Teil gehabt.

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  • dummkopf sagt:

    Ich war traurig.
    Hätte so gerne den
    „Salz in der Suppe zum Kaffee“-Kommentator wieder gehört.
    Ein unvergessenes Highlight deutscher Sportberichterstattung.
    Der RBB hatte auch letztes Mal auf meine Anfrage –
    Hut ab vor der gelungenen Seitennavigation – geantwortet, dass das Turbine-Spiel nicht in der Mediathek geführt wird (Ich glaube es war das CL-Spiel gg Wob).
    Beim HR wurde zB auch das Pokalspiel FFC-Wob noch monatelang dort vorgehalten.

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  • dummkopf sagt:

    Meine Glaskugel hat geraten, statt den Kritisierer zu geben, lieber mal konstruktive Vorschläge (vielleicht wird ja irgendwann was draus, so wie bei den 2TP-Spitzen):

    Also sei den (FF-)Trainern bitte nocheinmal ans Herz gelegt, sich daran zu erinnern, was man als Trainer für Möglichkeiten hat, wenn ein Spiel nicht so läuft, wie man sich das vorstellt.
    Gehen wir einfach mal vom Einfachen aus, und deuten nur an, dass man sich als Trainer sogar Führungsspielerinnen aufbauen könnte, die dann manchmal auch von sich aus aktiv werden können.

    Das Erste: Man stellt fest, was nicht so läuft und überlegt, wie man das abstellen kann.
    Wenn man zum Beispiel im MF unterlegen ist, und kaum einen geordneten Spielaufbau hinbekommt.
    Dann kann man die Spielerinnen einzeln auffordern und Einzelanweisungen geben, inwieweit Stellungsspiel oder Positionierung verbessert werden können.
    Wenn das nichts hilft, stellt man um.
    Man kann Spielerpositionen tauschen, kampf- oder lauf- oder zweikampf- oder spielstärkere (je nach Anforderung) evtl mit Abwehr- oder Angriffsspielerinnen die Positionen tauschen lassen.
    Als nächstes kann man das MF verstärken, indem man zB eine Stürmerin mit zurückzieht. Oder man wechselt innerhalb der MF-Organisation zB von einer Raute zur Doppelsechs indem man einer Spielerin mehr Defensivaufgaben zuteilt.
    Oder man hat die Möglichkeit, diese Veränderungen über Einwechslungen vorzunehmen.

    Was man als Trainer nicht machen sollte, ist tatenlos zusehen bis es zu spät ist.
    Oder gar am Ende noch einräumen, dass man es sehr wohl mitbekommen hat, aber nichts dagegen getan (weil man vielleicht zu aufgeregt war?).

    Wenn man als Trainer diesen Fehler begangen hat, und es dann merkt, weil zB Fishlock in 15Min zum gefühlten Energielevel des ganzen Teams sichtlich mehr beigetragen hat, als manch andere in 90 – dann muss man allerdings Vorsorgemassnahmen ergreifen, um das nächste Mal besser zu reagieren. zB einen Knoten ins Taschentuch binden, den Co-Trainer entsprechend beauftragen, oder eine Erinnerungsfunktion im Smartphone einstellen.
    Aber falsch gemacht werden sollte so etwas nicht dauernd, sondern nur ein Mal, sonst darf man sich nicht wundern, wenn man wie die Spieler ja auch, als Trainer bei andauernd gleichen Fehlern irgendwann einmal ausgewechselt wird.

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  • Jan sagt:

    Heute beginnt in Italien die Frauen-Volleyball-WM. Wäre das nicht eine prima Gelegenheit, um bei all den vielen Spielen da evtl. mal nach potentiellen Torhüterinnen Ausschau zu halten?! 🙂

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  • labersack sagt:

    Wozu, die sind zwar groß aber alle zu alt.

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  • dummkopf sagt:

    Ein Vorteil, mit weniger Stürmern zu spielen ist ja nicht nur, dass man vorne mehr Platz hat zum Rochieren, Kombinieren, Nachrücken, in die Lücken stossen.
    Man hat eben auch im MF mehr Personal zum Verdichten und den Gegner dort mit Überzahl anzugreifen und unter Druck zu setzen.
    Es hat zwar gedauert, aber man muss es auch anrechnen, wenn jemand in der Lage ist, seine Meinung zu korrigieren.
    Wobei es eben die Stärke von TP auch bereits die letzten 2 Jahre gewesen wäre, weil man so am besten mit läuferischer Stärke spielerische Defizite ausgleichen kann.

    Interessant auch, dass man diesmal von TP Seite im Vorfeld gar nicht so sehr gehört hat, dass der Gegner mit seinen vielen Nationalspielerinnen sowieso viel besser besetzt sei. Vielleicht hat auch das dazu beigetragen, die Angst zu nehmen.

    Man muss aber auch sagen, dass die Organisation der Überzahlbildung immer noch viel Luft nach oben hat. Eine gewisse Fusslahmheit (und Schaltlahmheit?) der FFClerinnen hat schon auch dazu beigetragen, dass TP entstehende Löcher schnell genug wieder schliessen konnte.

    Allerdings hat man ansatzweise auch sehen können, was die Glaskugel gemeint hat, als sie gesagt hat, ein guter (Männer-)Trainerstab aus der Buli würde aus dem Stand ohne Geld eine FF-Mannschaft zusammenbauen können, die sofort um die Meisterschaft spielt.

    Gegen ein noch besser organisiertes Pressing (und das geht noch um einiges besser), haben auch die Spitzenmannschaften nämlich allergrösste Probleme.

    Mal ganz abgesehen davon, dass es auch gerade noch genug vorzügliche Spielerinnen selbst in der Buli gibt, die sicher kaum Geld „verdienen“. Man muss sie bloss erkennen.

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  • Detlef sagt:

    Das Problem beim rbb, TURBINE ist das ungeliebte „Kind“ dieses Berliner Senders!!! 🙁
    Es grenzt an ein Wunder, daß man das Spiel überhaupt übertragen hat!!! 🙂
    Darum ist der Kommentator meistens auch sehr reserviert, denn schließlich handelt es sich ja um keinen Berliner Verein!!! 🙁

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  • enthusio sagt:

    @Detlef:

    Deine Probleme möchte ich haben. Ich wäre froh, wenn der WDR mal ein Spiel von Essen, Duisburg, Leverkusen oder Herford live übertragen würde oder der NDR von Wolfsburg. Wie der Kommentator dann drauf ist, ist mir völlig wurscht, denn ich kann mir ja schließlich meine eigene Meinung bilden. Also, sei lieb zum rbb und schreib ihm ein nettes Dankeschön, vielleicht übertragen die dann noch mehr Spiele von Turbine ! 🙂
    Auf diese Weise kannst Du ja etwas für uns nach noch mehr Liveübertragungen lechzenden FF-Fans tun.

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  • Detlef sagt:

    @ enthusio,
    Wir sind da halt ein etwas anderes Engagement vom damaligen ORB gewöhnt gewesen, deshalb ist die jetzige Situation eine klare Verschlechterung!!! 🙁

    Und es hat zumindestens schon Live-Übertragungen vom WDR und vom NDR gegeben!!! 😉
    Natürlich nicht in der Anzahl wie beim heutigen rbb, von daher verstehe ich Deinen Einwand!!! 😉

    Aber eine Verschlechterung bleibt eine Verschlechterung, und darf mM daher betrauert werden!!! 🙁

    Also schreib Du doch den freundlichen Brief, bei mir gibt es da gewisse Hemmschwellen!!! 😉

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  • FF-Tale sagt:

    Sehr guter Einwand von Enthusio bezüglich WDR und NDR. Der NDR verpasst es jetzt schon seit über 2 Jahren, diesen sportmedialen „Goldschatz“ Triple/Double FF-WOB vor der eigenen Sender-Haustüre richtig zu nutzen. Zum WDR und seinem Verhältnis zum FF sei an dieser Stelle einmal mehr geschwiegen. Den SWR (Baden-Württemberg) könnte man da aber auch noch gut in die Aufzählung mitaufnehmen: Mehrere(!) Sportsendungen im Programm und seit der WM 2011 ist die Zahl der FF-Teams aus dem Sendegebiet sogar kontinuierlich angestiegen (Freiburg, Hoffenheim, SiFi/Sand), trotzdem gar nichts im TV zu sehen.

    @ Detlef: Alles vor dem RBB liegt doch nun schon ein Jahrzehnt zurück.
    In den späten 90ern und Anfang 2000er sah die FF-Welt doch noch ganz anders aus: Nur spärliche Zeitungsberichte, die öffentliche Wahrnehmung beschränkte sich sowieso nur auf Frankfurt und Potsdam (+ ein bisschen FCR Duisburg), keine Allianz-sonstwas-Facebookseiten, auch kein Womensoccer.de :-). Darüber hinaus war Turbine Potsdam jahrelang der einzige Ost-Club im FF und dazu noch einer mit Erfolgskonstante (verglichen mit anderen Mannschaftssportarten-Vereinen aus dem Einzugsbereich), also alles sehr schöne „Alleinstellungsmerkmale“, die der medialen Verbreitung geholfen haben. Und Angebote, die die Medien nicht machen (z.B. Online-Liveticker), übernimmt der Verein aus Eigeninteresse und in Eigenverantwortung (so wie es sich anbietet bzw. so wie sich das für einen Branchen-Primus und Verein mit Vorbildfunktion für andere gehört).

    Richtig, es ist noch in allen Bereichen sehr viel Luft nach oben! Aber vergleicht man diese FF-Welt „von damals“ mit den Rahmenbedingungen und der FF-Welt von heute (2010er-Jahre):

    Ist das wirklich eine Verschlechterung? Wird das vom Potsdam-Anhang wirklich in Relation zu früher wirklich so schlimm wahrgenommen? Neutral gestellte Frage zum Erkenntnisgewinn, bitte nicht als rhetorische Frage (in vorwurfsvollem Ton) missverstehen!

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