Turbine Potsdam will FFC Frankfurt auf Distanz halten
Eröffnet wird der dritte Spieltag der Allianz Frauen-Bundesliga heute um 11.30 Uhr mit der Begegnung des MSV Duisburg gegen den SC Freiburg (live auf DFB-TV), doch im Mittelpunkt steht der Klassiker zwischen dem 1. FFC Turbine Potsdam und dem 1. FFC Frankfurt. Dabei geht es für die Frankfurterinnen bereits darum, den Anschluss an die Spitze nicht zu verlieren.
Sechs Punkte haben sowohl die Potsdamerinnen als auch der VfL Wolfsburg auf dem Konto, auf Rang drei folgt der 1. FFC Frankfurt mit vier Zählern. Und so könnte im Fall einer Niederlage der Rückstand bereits auf fünf Punkte anwachsen.
Die mentale Stärke entscheidet Früher wurde das Prestigeduell der Liga oftmals schon im Vorfeld von Wortgefechten beider Lager begleitet. Da “ist auch viel von außen hereingetragen worden. Das hat sich gelegt, und man hat aus der Vergangenheit gelernt”, sagt Potsdams Jennifer Zietz im Womensoccer-Interview . Es ist stiller geworden, die Konzentration liegt auf dem Spiel, und da sieht Frankfurts Trainer Colin Bell beide Mannschaften auf vergleichbarem Niveau, “so dass letztlich die mentale Frische ein wichtiger Faktor ist. Wer bereit ist, mehr zu investieren als der Gegner und den größeren Siegeswillen an den Tag legt, der wird gute Chancen haben, dieses Spitzenspiel für sich zu entscheiden.”
Potsdam wartet auf den Sieg Die Bilanz ist dabei nahezu ausgeglichen. 32 Mal standen sich beide Teams in der eingleisigen Bundesliga gegenüber. 14 Spiele gewannen die Frankfurterinnen, zwölf die “Turbinen”, sechs Partien endeten remis. Der letzte Sieg der Potsdamerinnen in der Liga liegt allerdings schon über zwei Jahre zurück. “Wir wären eigentlich mal wieder dran”, sagt Trainer Bernd Schröder. Auf welchen Kader er dabei zurückgreifen kann, steht noch nicht fest. So kehrten Jennifer Cramer (Rückenprobleme) und Lia Wälti angeschlagen von ihren Nationalmannschaften zurück. Die Begegnung wird am Sonntag ab 14 Uhr live im HR und RBB übertragen.
Wolfsburg kann profitieren Sollten sich beide Mannschaften die Punkte teilen, könnte der VfL Wolfsburg am meisten profitieren. Einen Sieg bei Bayer 04 Leverkusen vorausgesetzt, könnte der VfL die alleinige Tabellenführung übernehmen.
Duell der Punktlosen Bereits heute um 11.30 Uhr wird die Begegnung zwischen dem MSV Duisburg und dem SC Freiburg angestoßen. Es ist das Duell zweier bislang punktloser Mannschaften, und beide wollen den ersten “Dreier” der Saison holen. „Aus meiner Sicht erleben wir das erste richtungsweisende Spiel der Saison, dem ein ähnlich einzuordnendes am Donnerstag in Hoffenheim folgt. Beide Gegner sind meiner Meinung nach auf Augenhöhe. Da müssen wir punkten, da müssen wir uns für unseren Aufwand belohnen“, sagt MSV-Trainerin Inka Grings. SC-Trainer Dietmar Sehrig verspricht Offensivfußball: “Wir wollen gegen Duisburg unser Spiel spielen und drei Punkte holen. Das bedeutet, dass wir unser Heil in der Offensive suchen und uns auf keinen Fall verstecken werden.”
München empfängt die TSG Der FC Bayern München tritt am Sonntag um 14 Uhr gegen die TSG 1899 Hoffenheim an. “Wir wissen um die Qualitäten von Hoffenheim und sind gewarnt”, sagt FCB-Trainer Thomas Wörle, denn in der vergangenen Spielzeit konnte die TSG immerhin vier Punkte gegen die Bayern mitnehmen – darunter ein 3:2-Erfolg in München. “Wir müssen versuchen, eine kompakte Lösung zu finden, um es den Bayern so schwer wie möglich zu machen. Auch gegen den FCB werden wir Glück brauchen”, sagt Hoffenheims Trainer Jürgen Ehrmann.
Herford wartet auf den ersten Punkt Zeitgleich treffen der FF USV Jena und der Herforder SV aufeinander. Der USV hat momentan einen Zähler auf dem Konto, die Herforderinnen warten nach ihrem Aufstieg weiter auf den ersten Punktgewinn.
SGS reist in die Ortenau Da geht es Mitaufsteiger SC Sand schon weit besser. Mit vier Punkten ist der Sportclub bislang noch ungeschlagen. Am Sonntag empfängt er die SGS Essen, die mit einem Sieg und einer Niederlage in die Saison gestartet ist.