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2014

Bundesliga-Finale: das Restprogramm der Titelkandidaten

Selten zuvor war das Finale in der Frauenfußball- Bundesliga so spannend wie in dieser Saison. Zwei Spieltage vor Schluss kämpfen noch drei Teams um den Titel. Das Restprogramm der Titelkandidaten im Überblick.

  1. FFC Frankfurt , 50 Punkte, 77:12 Tore (+65) 21. Spieltag: 1. FFC Frankfurt – 1. FFC Turbine Potsdam 22. Spieltag: VfL Wolfsburg – 1. FFC Frankfurt

Derzeit hat Tabellenführer 1. FFC Frankfurt die Nase mit 50 Punkten vorne, für die Hessinnen spricht dazu das beste Torverhältnis der drei Titelaspiranten. Die Elf von Trainer Colin Bell hat es also in der eigenen Hand, sich eine Top-2-Platzierung und somit einen Startplatz für die UEFA Women’s Champions League in der kommenden Saison zu sichern und Deutscher Meister zu werden.

Einziger Haken: Der 1. FFC Frankfurt hat von der Papierform her das schwerste Restprogramm, empfängt am Sonntag, 1. Juni, 14 Uhr, zunächst den 1. FFC Turbine Potsdam um dann eine Woche später am Sonntag, 8. Juni, 14 Uhr, beim VfL Wolfsburg anzutreten. In der Rückrunde konnte das Team nicht immer überzeugen, ließ etwa beim FC Bayern München und bei Bayer 04 Leverkusen unnötig Punkte liegen.

Fazit: Man kann alles gewinnen, aber auch am Ende mit leeren Händen dastehen.

VfL Wolfsburg, 49 Punkte, 64:15 Tore (+49)

  1. Spieltag: BV Cloppenburg – VfL Wolfsburg 22. Spieltag: VfL Wolfsburg – 1. FFC Frankfurt

Der VfL Wolfsburg hat sich mit dem Heimsieg gegen den 1. FFC Turbine Potsdam im Titelrennen zurückgemeldet. Das Team hat sich im Saisonverlauf zunehmend gesteigert und strotzt nach dem neuerlichen Sieg in der Champions League vor Selbstvertrauen. Die Wolfsburgerinnen können befreit aufspielen, da sie als Titelverteidiger ihren Champions-League-Startplatz bereits in der Tasche haben. Der Meistertitel ist noch aus eigener Kraft möglich, zunächst gilt es für die Elf von Ralf Kellermann aber einen möglichen Stolperstein aus dem Weg zu räumen. Denn beim zuletzt starken BV Cloppenburg darf sich die Elf keinen Patzer erlauben. Der Aufsteiger ist seit vier Spielen ohne Niederlage und trotzte zuletzt dem 1. FFC Turbine Potsdam einen Punkt ab, kein Selbstläufer für die Wolfsburgerinnen.

Fazit: Der VfL Wolfsburg hat dank bereits gesicherter Champions-League-Teilnahme und des Heimspiels zum Saisonfinale die besten Karten im Titelkampf.

  1. FFC Turbine Potsdam, 48 Punkte, 62:17 Tore (+45)

  2. Spieltag: 1. FFC Frankfurt – 1. FFC Turbine Potsdam 22. Spieltag: 1. FFC Turbine Potsdam – FC Bayern München

Der 1. FFC Turbine Potsdam hat seine gute Ausgangsposition durch die Niederlage beim VfL Wolfsburg und den Patzer gegen den BV Cloppenburg verspielt, Meister kann die Elf von Trainer Bernd Schröder nur noch werden, wenn die Konkurrenz patzt. Allerdings haben es die Potsdamerinnen noch immer in der eigenen Hand, Platz 2 zu erobern und sich damit einen Startplatz für die europäische Königsklasse in der kommenden Saison zu sichern. Doch dazu ist wohl ein Sieg beim 1. FFC Frankfurt vonnöten. Personell kann Potsdam aufgrund einiger Verletzungen und Sperren zwar nicht aus dem Vollen schöpfen, doch das Team bewies bereits in der Champions League beim 2:1-Sieg in Lyon seine Stehaufmännchen-Qualität.

Fazit: Um den Meistertitel zu holen müssten viele Dinge zusammenkommen, doch Platz 2 ist für Turbine noch nicht ganz aus der Welt.

Dreikampf um die Meisterschaft - wer holt den Titel?