Champions League: Wolfsburg gelingt Titelverteidigung
Die richtigen Worte gefunden “Klar waren wir geschockt, als wir so schnell zwei Gegentore bekommen haben”, so VfL-Spielführerin Nadine Keßler , die zur besten Spielerin der Partie gewählt wurde. Aber “wir haben in der Kabine klare Worte gefunden und die Dinge angesprochen, die einfach nicht gut waren.” Dass diese Worte tatsächlich den richtigen Nerv getroffen haben mussten, zeigte sich nach dem Wiederanpfiff. Schon in der 47. Minute erzielte Alexandra Popp per Kopf den Anschlusstreffer. Und statt zu jubeln, schnappte sich die Nationalspielerin den Ball und trug ihn zur Mittellinie – Aufbruchstimmung war angesagt. Und nur sechs Minuten später gelang Martina Müller der dann umjubelte Ausgleichstreffer.
Erneuten Rückstand weggesteckt Es entwickelte sich eine spannende zweite Halbzeit, denn Tyresö steckte noch nicht auf, sondern kam schon in der 56. Minute mit der erneuten Führung zurück – auch diesmal hieß die Torschützin Marta. “Ich habe gesehen, dass die Körpersprache der Mannschaft so überragend war, dass ich mir nach dem 2:3 nicht wirklich große Sorgen gemacht habe, weil ich gemerkt habe, dass wir jederzeit wieder in der Lage sind, zurückzukommen.” So war es dann auch, Verena Faißt erzielte in der 68. Minute den Ausgleich und Martina Müller in der 80. Minute den Treffer zum 4:3-Endstand. Und mit nun zehn Treffern ist die Stürmerin die erfolgreichste Torschützin der Champions-League-Saison. “Ich freue mich für Martina”, so Kellermann. “Sie ist das Aushängeschild des VfL Wolfsburg und spielt bereits seit 2005 für den Verein. Sie gibt alles und hat sich so etwas von verdient, dass sie jetzt Torschützenkönigin wurde.”
Ein außergewöhnliches Spiel Durch den Titelgewinn spielt der VfL in der kommenden Saison erneut in der Champions League – unabhängig vom Abschneiden in der Liga. Dort geht es am Sonntag mit der Partie gegen die SGS Essen weiter, wobei so weit beim VfL an diesem Abend noch niemand denken will. “Wir werden heute Nacht keine Rücksicht auf das Spiel am Sonntag nehmen”, versprach Kellermann, “denn das muss gefeiert werden, das war ein außergewöhnliches Spiel.”