Fernduelle an beiden Tabellenenden
Die Partie zwischen dem FF USV Jena und dem FC Bayern München eröffnet am Samstag den 18. Bundesligaspieltag, tags darauf kommt es sowohl im Kampf um die Tabellenspitze zu Fernduellen als auch im Kampf gegen den Abstieg.
“Unsere Spiele in Jena waren stets eng und hart umkämpft, ich erwarte auch diesmal einen kompakt und aggressiv spielenden Gegner,” erklärt Bayern-Trainer Thomas Wörle vor dem Gastspiel beim FF USV Jena, der bislang eine beachtliche Saison spielt.
Wörle fordert mehr Laufbereitschaft und Aggressivität Derzeit liegt der USV auf dem fünften Tabellenrang, nur einen hinter dem FCB, allerdings beträgt der Vorsprung der Münchnerinnen immerhin sieben Punkte. Am letzten Spieltag musste das Wörle-Team allerdings eine 2:3-Niederlage bei Bayer 04 Leverkusen einstecken. “Im Vergleich zur verdienten Niederlage in Leverkusen müssen wir mit deutlich mehr Laufbereitschaft, Willen und Aggressivität agieren, um Zählbares aus Jena mitbringen zu können”, so Wörle. Zumindest spricht aber auch die Statistik für den FCB: Von zwölf Aufeinandertreffen konnten die Münchnerinnen elf gewinnen, einmal gab es ein Remis.
Potsdam will vorlegen Die weiteren fünf Partien am Sonntag werden von der Begegnung des 1. FFC Turbine Potsdam gegen den SC Freiburg um 11 Uhr eröffnet. Für die Potsdamerinnen geht es darum, gegen Tabellenführer 1. FFC Frankfurt vorzulegen, denn der tritt drei Stunden später bei Tabellenschlusslicht VfL Sindelfingen an, wo alles andere als drei Punkte eine faustdicke Überraschung wären. Der SC Freiburg liegt momentan auf dem achten Tabellenrang. Abhängig von den Resultaten auf anderen Plätzen wäre im Erfolgsfall ein Sprung bis auf den sechsten Platz möglich.
Frankfurt kann Sindelfingens Abstieg besiegeln Für den VfL Sindelfingen dürfte am Sonntag der Abstieg aus der Ersten Bundesliga endgültig besiegelt sein. Die Chancen auf den Klassenverbleib waren in den letzten Wochen ohnehin nur noch theoretischer Natur, im Falle einer Niederlage gegen den 1. FFC Frankfurt wäre auch rechnerisch alles klar. Die Voraussetzungen beim Duell Schlusslicht gegen Tabellenführer könnten unterschiedlicher nicht sein. „In dem Bewusstsein, dass es für einen Sieg gegen den VfL Sindelfingen nicht mehr oder weniger Punkte als für Erfolge gegen Potsdam oder Wolfsburg gibt, werden wir uns auf diese Aufgabe ebenso gewissenhaft und konzentriert wie auf jedes andere Spiel vorbereiten. Der Sieg steht über allem, nur darum geht es. Um dieses Ziel zu realisieren und damit auch den eigenen Anspruch an uns selbst zu erfüllen, ist es erforderlich, mit dem gleichen Elan und Ehrgeiz wie im Hinspiel zu Werke zu gehen und den Widerstand des Gegners möglichst schnell zu brechen”, sagt FFC-Trainer Colin Bell.
Hoffenheim hat etwas gutzumachen Während für den VfL Sindelfingen der Kampf um den Klassenerhalb verloren ist, ist er zwischen der TSG 1899 Hoffenheim und dem BV Cloppenburg neu entfacht. Drei Punkte trennen die beiden Teams, und ein direktes Duell steht noch aus. Doch zuvor ist es ein Fernduell, in dem aber beide ihre Chancen haben dürften. Die TSG empfängt die SGS Essen. 50:50 bewertet Hoffenheims Trainer Jürgen Ehrmann die Chancen seiner Mannschaft. „Gegen Essen haben wir noch etwas gutzumachen“, sagt Torhüterin Alisa Vetterlein. „Im Hinspiel haben wir wahrscheinlich unsere schwächste Saisonleistung abgeliefert.“
Cloppenburg muss nachlegen Der BV Cloppenburg tritt zeitlich beim MSV Duisburg an. Das Hinspiel zwischen beiden Teams war umkämpft, emotional und endete mit 2:2. Während die Duisburgerinnen mit einer Niederlage aus dem Ruhrderby gegen die SGS ins Spiel gehen, konnte der BVC in der Vorwoche seine lange Niederlagenserie mit einem klaren Erfolg gegen den VfL Sindelfingen beenden. Jetzt gilt es für die Niedersächsinnen nachzulegen, um im Abstiegskampf die Chance zu wahren.
Englische Woche beenden Außerdem kommt es zum Duell zwischen Meister VfL Wolfsburg und Bayer 04 Leverkusen. Für beide Mannschaften ist es der Abschluss einer Englischen Woche, denn sowohl der VfL als auch die Werkself aren auch schon unter der Woche im Bundesligaeinsatz. Die Partie wird ab 14 Uhr auf DFB-TV übertragen.