Champions League: Showdown zwischen Wolfsburg und Potsdam
Am Sonntagnachmittag (live ab 17.15 Uhr auf Eurosport) kämpfen der VfL Wolfsburg und der 1. FFC Turbine Potsdam um den Einzug ins Finale der UEFA Women’s Champions League . Beide Teams sind nach dem 0:0 im Hinspiel vor einer Woche optimistisch.
Der Gastgeber aus Wolfsburg setzt nicht nur auf rund 10 000 Fans, die die Volkswagen Arena zum Hexenkessel machen sollen, sondern auch auf seine Heimstärke – seit 36 Pflichtspielen sind die „Wölfinnen“ auf eigenem Platz ungeschlagen.
Gefährliches Ergebnis Doch das Hinspiel-Ergebnis ist laut Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann „gefährlich“, denn etwa ein 1:1 oder ein 2:2 würde den 1. FFC Turbine Potsdam dank der Auswärtstorregel ins Finale am 22. Mai im Estádio do Restelo in Lissabon befördern.
„Partie des Jahres“ „Wir hatten die Chancen auf das Auswärtstor, die haben wir nicht genutzt. Jetzt müssen wir gewinnen, wenn wir ins Finale wollen“, so Kellermann, der sich freut, dass die „Partie des Jahres“ mit dem Umzug ins große Stadion einen würdigen Rahmen erhält. „Der Spielstätten-Wechsel verspricht deutlich mehr Atmosphäre und ich bin der felsenfesten Überzeugung, dass ein neuer Zuschauerrekord aufgestellt wird.“
Potsdam oder Wolfsburg - welches deutsche Team erreicht das Champions-League-Finale?
Wolfsburg ohne Magull und Jakabfi Wolfsburg muss allerdings weiterhin auf seine beiden verletzten Mittelfeldspielerinnen Lina Magull und Zsanett Jakabfi verzichten, so dass Kellermann weniger Optionen zur Verfügung stehen, zumindest einem Einsatz der zuletzt angeschlagenen Anna Blässe steht nichts im Weg. Für die Spielerinnen gilt es auch, eine mögliche Sperre fürs Finale aus den Köpfen zu kriegen, Stephanie Bunte, Nilla Fischer, Alex Popp und Conny Pohlers droht bei der nächsten Gelben Karte dasselbe Schicksal wie Viola Odebrecht in der vergangenen Saison.
Zehn Spielerinnen droht Finalsperre Beim Gast aus Potsdam sind sogar sechs Spielerinnen mit einer Gelben Karte vorbelastet – Johanna Elsig, Genoveva Añonma, Nataša Andonova, Antonia Göransson , Tabea Kemme und Pauline Bremer – doch zurückziehen wird sicherlich keine Spielerin, denn für beide Seiten gilt es in der erneut zu erwartenden körperbetonten Partie keine Zweifel aufkommen zu lassen.
Möge der Bessere gewinnen Turbine-Trainer Bernd Schröder meint: „Ich hoffe, dass wir den Zuschauern ein gutes Spiel zeigen und sich am Ende die Mannschaft durchsetzt, die das bisschen besser ist als der Gegner.“ Schröder kann personell nahezu aus dem Vollen schöpfen, einzig Alex Singer steht ihm nicht zur Verfügung. „Unsere Spielerinnen haben die letzten Wochen sehr gut trainiert. Die Nationalspielerinnen, die zuletzt mit den Auswahlteams unterwegs waren, sind wieder in unserem Rhythmus, den wir auch als Gesamtteam brauchen.“
Zietz: „Wolfsburg hat besonderen Druck“ Turbine-Urgestein Jennifer Zietz sieht ihr Team psychologisch im Vorteil. „Ich denke aber, es ist schwieriger, Titel zu verteidigen, als sie zum ersten Mal zu erkämpfen. Daher glaube ich, dass Wolfsburg einen besonderen Druck hat.“ Und Julia Simic meint: „Wir werden uns vor Wolfsburg nicht verstecken sondern, wie man es auch von uns kennt, nach vorn spielen. Ich denke die Chancen zum Weiterkommen stehen 50/50.“