Frankfurt will sich nicht wieder einlullen lassen

Von am 25. April 2014 – 15.08 Uhr 26 Kommentare

Am 17. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga empfängt Tabellenführer 1. FFC Frankfurt im heimischen Stadion am Brentanobad den FFV USV Jena. Trainer Colin Bell fordert von seinen Spielerinnen, die Lehren aus dem Spiel in München zu ziehen.

Denn beim 1:1 am Ostermontag ließ der 1. FFC Frankfurt erneut auswärts Punkte liegen, nachdem man zuvor schon bei Bayer 04 Leverkusen beim 0:0 nicht als Sieger vom Platz gegangen war und auch bei der SGS Essen erst durch einen Last-Minute-Treffer mit 2:1-gewann. „Man kann die drei Spiele nicht miteinander vergleichen“, sagt Bell, der seinen Spielerinnen aber eine eindeutige Botschaft für das Spiel gegen Jena mitgibt.

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Bell verlangt Konzentration von Beginn an
„Es wird wichtig sein, von Beginn an konzentriert zu Werke zu gehen und uns vom Gegner nicht ‚einlullen‘ zu lassen – so wie es in München phasenweise der Fall war.“ Und so gibt sich Bell zuversichtlich, dass seine Spielerinnen gegen Jena „mit großer Entschlossenheit“ auftreten werden, „um die drei Punkte in Frankfurt zu behalten.“ Im Hinspiel siegten die Frankfurterinnen nach 0:2-Rückstand erst nach einem Kraftakt mit 3:2.

Frankfurts Trainer Colin Bell verlangt "große Entschlossenheit" © Karsten Lauer / girlsplay.de

Frankfurts Trainer Colin Bell verlangt „große Entschlossenheit“ © Karsten Lauer / girlsplay.de

Gewachsenes Team aus Jena
Doch der Tabellenfünfte aus Thüringen gewann sein letztes Auswärtsspiel bei der SGS Essen mit 6:1 und hat sich laut Bell unter der Führung von Trainer Daniel Kraus und dank einer Nationalspielerinnen „von einem Abstiegskandidaten zu einem gewachsenen Team“ entwickelt. „Wir wollen kompakt auftreten, die Zweikämpfe im Mittelfeld annehmen und unser schnelles Kombinationsspiel aufziehen.“

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Bayern will Rückrundenserie fortsetzen
Der in der Rückrunde weiterhin ungeschlagene FC Bayern München will bei Bayer 04 Leverkusen seine Erfolgsserie trotz der Verletztenmisere fortsetzen. „Das wird ein schweres Spiel für uns, Leverkusen ist ein absolut ebenbürtiger Gegner“, so die Einschätzung von Bayern-Trainer Thomas Wörle.

Ungebrochene Moral
„Durch all die Ausfälle sind wir als Team noch näher zusammengerückt. Auch gegen Leverkusen versuchen wir wieder alle Kräfte zu bündeln und als Team intensiv zu arbeiten”, verspricht Wörle auch nach der schweren Verletzung von Sarah Romert eine ungebrochene Moral seines Teams. Neben Romert fehlen weiterhin Sarah Hagen (Handbruch), Leonie Maier (Kreuzbandriss), Laura Feiersinger (Schien- und Wadenbeinbruch), Niki Cross (Anbruch des Sprungbeins), Carina Wenninger (Kreuzbandriss), Katja Schroffenegger (Kreuzbandriss) und Olivia Schough (krank).

Letzte Hoffnung für Cloppenburg
Der BV Cloppenburg will im Heimspiel gegen den VfL Sindelfingen den letzten Strohhalm ergreifen und mit einem Sieg womöglich bis auf drei Punkte an den rettenden 10. Platz herankommen, den derzeit die TSG 1899 Hoffenheim belegt, die zu Gast beim SC Freiburg ist.

Alisa Vetterlein

Hoffenheims Torhüterin Alisa Vetterlein will in Freiburg ihr Comeback feiern © Zetbo / Framba-Fotos.de

Hoffenheim wieder mit Vetterlein
Hoffenheims Trainer Jürgen Ehrmann meint: „Ein Punkt wäre gut, aber wir können in Freiburg auch gewinnen.“ Zumal Hoffenheim wieder auf eine wichtige Stütze im Team bauen kann, den Torhüterin Alisa Vetterlein kehrt nach ihrer Schulterverletzung in den Kader zurück und könnte in Freiburg ihr Comeback geben.

Viele Spielerinnen verletzt
Für alle anderen Spielerinnen auf der Verletztenliste kommt die Zeit für ein Comeback noch zu früh. Selina Häfele, Silvana Chojnowski und Leonie Keilbach befinden sich nach ihren Kreuzbandrissen in der Reha, Susanne Hartel konnte zuletzt mit Lauftraining beginnen. Das Hämatom an der Leber zwingt Fabienne Dongus weiterhin zum Zuschauen und auch Madita Giehl wird erneut fehlen.

Topspiel erst Mitte Mai
In einer weiteren Partie empfängt Pokalfinalist SGS Essen den MSV Duisburg zum Revierderby. Das Topspiel zwischen dem VfL Wolfsburg und dem 1. FFC Turbine Potsdam wurde wegen des Champions-League-Duells beider Teams am Sonntag (ab 17.15 Uhr live auf Eurosport) auf Freitag, 16. Mai, 19 Uhr, verlegt.

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

26 Kommentare »

  • holly sagt:

    @ gerd.karl was ist an dem Bericht schlimm? Sofia möchte N11 spielen in Dt. ist das nicht möglich für sie.
    Falls es dir nicht aufgefallen ist, diese junge Frau hat eine schwere Zeit hinter sich.
    Wenn ihre ganzen Verletzungen nicht gewesen wären und man sie dann vielleicht zur N11 eingeladen hätte dann wäre sie dieser auch gefolgt.
    Das eine Spielerin die in all den Jahren viel Zeit geopfert hat und auf vieles verzichtet hat gerne in einer N11 spielen möchte ist doch klar.
    Sie hat nunmal das Glück das sie zwischen zwei Nationen wählen kann. Ich freu mich für sie. Sehe sie total gerne spielen. Auch im Trikot der griechischen N11.

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  • dia sagt:

    @gerd karl
    Wäre es nicht auch möglich zu sagen: Danke Sofia Nati, was Du in den U-Nationalmannschaften für Deutschland getan hast, ich wünsche Dir viel Glück in der griechischen Nationalmannschaft????
    Aber eine solche – in meinen Augen – normale Reaktion hat wahrscheinlich in Deinem deutschtümelnden Weltbild keinen Platz.

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  • tpfn sagt:

    Nochmal zu Mjelde
    Mensch @dummkopf denk doch mal nach! Die Kernaussage des norwegischen Artikels lautet „was in aller Welt kann ein Grund sein, dass eine Spielerinn den Verein verlassen möchte der berechtigte Ansprüche auf den Uefa Champions League Titel und den Meisterschaftstitel der derzeit besten Liga der Welt hat“ und da geht es noch nicht mal um Necib, Schelin oder Marta, nein hier geht es um Mjelde eine norwegische Spielerin deren größter Erfolg mit ihrem Ex-Verein, ein einmaliger dritter Platz in der norwegischen Liga war.

    Also wie um alles in der Welt kann man das den vielen Nachwuchsspielerinnen in Norwegen erklären die von solchen Chancen nur träumen können.

    Das wird vielleicht auch ein Grund für ihr Hadern sein. […]

    Vielleicht ist es ja auch anders und sie hat sich schon entschieden, möchte es aber nicht kommunizieren weil sie Angst hat mit der Bank vorlieb nehmen zu müssen. Wer weiß das schon, alles Spekulationen.

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • Detlef sagt:

    @dummkopf,
    Du hast Recht, warten wir es mal ab, wie sich der Sachverhalt mit MAREN und ihren „angeblichen“ Äußerungen wirklich zugetragen hat!!!
    Wieviel der Autor in seinen Artikel hineinerfunden hat, und was MAREN dann tatsächlich geäußert hat, kann von uns niemand wissen!!!
    Von ihrer kranken Mutter steht in dem Artikel gar nichts drin!!!
    MAREN ist ja auch kein Teenie mehr, sondern eine intelligente junge Frau, die ihre Worte mit Bedacht wählt!!! 🙂

    @tpfn,
    dummkopf hat Recht, MAREN ist insofern kein gutes Beispiel, da ja noch nicht feststeht, ob sie geht oder bleibt!!! 😉
    In einem früheren Beitrag hatte ich aber mal einige Beispiele (ALYSSA NAEHER, YUKI OGIMI, ANJA MITTAG, SONJA FUSS, ARIANE HINGST, NATZE ANGERER usw) genannt, wo das bereits feststand, die Spielerin aber trotzdem bis zum Schluß Einsatzzeit bekam!!!
    Diese These ist also schon lange widerlegt!!!

    @gerd karl,
    Eigentlich solltest Du Dich schämen, solche Äußerungen hier zu schreiben!!! 🙁
    Deutschland hat wie alle anderen Einwandererländer massiv vom „Humankapital“ anderer Nationen profitiert, sowohl bei den Herren, als auch bei den Frauen!!!
    Das sich die Einwandererkinder nun dazu entschließen, für die Nation ihrer Eltern und Großeltern künftig aufzulaufen, ist ihr gutes Recht, und hat absolut gar nichts mit mangelnder „Sportlerehre“ zu tun!!!
    Sie sind in Deutschland ausgebildet und gefördert worden, daß ist absolut richtig!!!
    Aber auf diese Art zahlte und zahlt der DFB quasi seine „Schuld“ an die anderen Nationen wieder zurück, denn viele entscheiden sich ja auch anders als Sofia, und möchten gern für den DFB auflaufen, und gehen somit „ihren Nationen“ als SpielerIn verloren!!! 😉
    In dieser Hoffnung hat der DFB sie ja auch in seinen U-Natios auflaufen lassen, obwohl er genau wußte, daß sie sich später auch anders entscheiden könnte!!! 😉

    Wenn Du so willst, ist die Ausbildung eine Art moderner „Ablaßhandel“!!!
    Gerade Griechenland braucht ja besonders unsere Hilfe, da sie (unter anderem) auch von unseren Banken in den Ruin getrieben worden sind!!!

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  • FFFan sagt:

    @ gerd karl:
    „schlimmer bericht in der waz über sofia nati, sie will für die griechische nationalmannschaft spielen.“

    Ich sehe das relativ entspannt. Denn idR wechseln die Spielerinnen erst dann den Nationalverband, wenn sie keine Chance mehr auf eine Nominierung für die deutsche A-Nationalmannschaft sehen. Dem DFB geht also nichts verloren.

    Mit ihrer Entscheidung, für Griechenland zu spielen, macht Sofia Nati immerhin ihren Großeltern eine Freude. Die waren seinerzeit gar nicht begeistert, dass ihre Enkelin ab der U15 für Deutschland auflief.

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  • Sheldon sagt:

    @Detlef: Stimmt, läuft gerade so gut für Turbine, hast recht. CL-Aus, und jetzt, wenn alles schief läuft, verlieren sie auch noch gegen Wolfsburg und dann schmilzt der Abstand auf einen Punkt zu Wolfsburg.

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