1. FFC Frankfurt folgt Essen ins Pokalfinale

Von am 13. April 2014 – 15.02 Uhr 29 Kommentare

Nach der SGS Essen hat auch der 1. FFC Frankfurt das Endspiel im DFB-Pokal erreicht. Doch gegen den SC Sand fiel der Sieg knapper aus, als von manchem erwartet.

Bereits gestern sicherte sich die SGS Essen mit einem knappen 1:0-Sieg gegen den SC Freiburg die erstmalige Endspielteilnahme. Mit einem 2:0 (1:0)-Erfolg gegen Zweitligist SC Sand folgte nun der 1. FFC Frankfurt.

Frankfurt mit frühen Chancen
Vor 2.040 Zuschauern übernahm der FFC von Beginn an das Kommando auf dem Rasen und verlagerte die Partie weitgehend in die Hälfte der Gäste. In der dritten Minute versuchte es Simone Laudehr erstmals mit einem Schuss aus der zweiten Reihe – er wurde allerdings sichere Beute von SC-Torhüterin Mallori Lofton-Malachi. In der sechsten Minute klärte Jeanne Haag auf der Linie, und kurz darauf war es Melanie Behringer, die mit einem Distanzschuss an Lofton-Malachi scheiterte (12.).

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Kerstin Garefrekes (l.) zeigte sich wie immer treffsicher (Archivbild) © Nora Kruse, ff-archiv.de

Kerstin Garefrekes (l.) zeigte sich wie immer treffsicher (Archivbild) © Nora Kruse, ff-archiv.de

Sand gut organisiert
Die Frankfurterinnen konnten aus ihrer Überlegenheit zunächst keinen Profit schlagen, denn die Gäste zeigten sich gut organisiert, hinzu kam eine hohe Fehlpassquote des FFC. In diesen Situationen war der SC aber oft nicht gedankenschnell genug, sodass die Frankfurterinnen bei gegnerischen Ballbesitz meist schnell wieder organisiert waren. In der 17. Minute fiel die zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung der Frankfurterinnen. Nach einer Flanke von Fatmire Alushi von der rechten Seite köpfte Kerstin Garefrekes am langen Pfosten zum 1:0 ein.

Eigentor von Wendlinger
Nach dem Seitenwechsel war es Garefrekes, die auch am zweiten Treffer beteiligt war. Mit einer Flanke von der rechten Seite wollte sie eigentlich Ana-Maria Crnogorcevic anspielen, doch Sands Stephanie Wendlinger verwandelte die Hereingabe mit einem Eigentor zur Frankfurter 2:0-Führung (51.). Anne van Bonn hätte es in der 59. Minute noch einmal spannend machen können, doch die langjährige Erstligaspielerin traf mit ihrem Distanzschuss lediglich den Pfosten.

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Šašic scheitert knapp
In der Folge spielte der FFC das Ergebnis routiniert nach Hause und ließen die Gästse zu keinen Möglichkeiten mehr kommen. Stattdessen hätte Célia Šašic in der 69. Minute auf 3:0 erhöhen können, doch nachdem sich sich die Stümerin im Laufduell gegen Julia Zirnstein behauptet hatte, verfehlte ihr Ball den gegnerischen Kasten nur um Zentimeter. In der Schlussphase rettete Lofton-Malachi gegen Behringer (88.) Und so blieb es beim 2:0-Sieg, bei dem sich der SC Sand insgesamt sehr gut verkaufte.

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29 Kommentare »

  • Sheldon sagt:

    @SF: Turbine hat von Lyon schon mal ne Klatsche bekommen, das wäre also keine Katastrophe gewesen. Turbine konnte völlig frei aufspielen, und wenns schief gegangen wäre, wäre das kein Beinbruch gewesen, da jeder wusste, dass es gegen Lyon schwer werden würde. Gegen keinen Verein der Welt hätte man eine Klatsche einfacher erklären oder rechtfertigen können als gegen Lyon, und zwar wegen der Stärke des Gegners.

    Und zu dem Wendlinger-Tor: Schau dir an, wie Crno läuft und wo sie beim Tor steht. Den könnte selbst Gomez nicht mehr vergeben…

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  • Maskal69 sagt:

    Das beste an der Partie war der Spruch von Stadionsprecher Töpperwien: „Match of the Game“.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Richtig, Maskal69, jetzt wo ich das lese, fällt es mir auch wieder ein, wie Töppi Natze loben wollte und dabei ungewollt diese Stilblüte zum Besten gab! 😀
    Eigentlich sollte ja „player of the match“ dabei rumkommen, um mal den Ahnungslosen eine Hilfestellung zu geben.

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  • Detlef sagt:

    @Frau Fußball,
    Wollte Töppi etwa NATZE zum „Player of the Match“ machen??? 🙂
    Das würde ja ein vernichtendes Urteil auf Frankfurts Offensive werfen!!! 🙂

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  • FFFan sagt:

    @ enthusio:
    “ Wie soll ein Trainer nach einem Spiel mit gut 20 eigenen Torchancen und drückender Überlegenheit gegen einen ambitionierten, aber in allen Belangen hoffnungslos unterlegenen Zweitligisten zufrieden sein, wenn nur zwei Tore (darunter ein Eigentor) daraus resultieren?“

    Mit dem ERGEBNIS kann er zufrieden sein, mit der Chancenverwertung natürlich nicht.

    Dass das zweite Tor ein Eigentor der Gäste war, schmälert den Erfolg des FFC nicht, zumal eine Frankfurter Spielerin einschussbereit dahinter stand.

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  • Sheldon sagt:

    @Detlef: […] Töpperwien verkündete, dass Angerer „Player of the Match“ in ihrem ersten Spiel für Portland Thorns gegen Houston Dash wurde. Ist interessant, mit welcher Arroganz hier Potsdam-Fans (@Detlef/waiiy) einfach in Unwissenheit völlig falsche Annahmen über das Spiel abliefern. Einfach nur irgendwas schreiben, was den Gegner diffamiert, das hat man gerne… Aber dann schimpfen, wenn es andere genauso machen…

    […]

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon.

    „.. mit welcher Arroganz hier … einfach in Unwissenheit völlig falsche Annahmen über das Spiel abliefern . Einfach nur irgendwas schreiben, was den Gegner diffamiert, das hat man gerne… Aber dann schimpfen, wenn es andere genauso machen…“

    Da hast du „deine Art“ zu kommentieren doch sehr trefflich dargestellt.

    @FFFan.

    „…ein Eigentor der Gäste war, .. zumal eine Frankfurter Spielerin einschussbereit dahinter stand.“

    Da liegt meiner Ansicht nach ein Gedankenfehler vor, denn der Ball wurde ja abgewehrt, jedoch so unglücklich ins Tor, nahe dem Torpfosten, wobei 20 cm weiter rechts dann das Tor verhindert worden wäre.
    Wieviele freistehende Spielerinnen des Gegners dahinter standen ist dabei irrelevant, denn sie haben den Ball ja nicht bekommen.
    Und mal ehrlich, eine Garantie, daß der Ball reingeht, gibt es auch da nicht. 🙂
    Wieviele Spieler/-innen haben auch bei 100%igen Torchancen schon aus 2m über das Tor geschossen oder den Ball erst gar nicht getroffen. !!

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  • FFFan sagt:

    @ Altwolf:

    Im Fußball werden die meisten Tore durch Abwehr- oder Torwartfehler begünstigt, ja oft sogar erst ermöglicht! Und natürlich hätte Wendlinger hier den Ball mit etwas Glück auch ins Toraus klären können. Aber darum ging es mir nicht.

    Ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass das Tor nicht weniger ‚wert‘ ist, nur weil es in der Statistik als Eigentor des Gegners geführt wird.

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  • Sokrates sagt:

    Sheldon sagt:
    13. April 2014 um 23.18 Uhr

    Ich erwarte, dass der Kader von Frankfurt noch einige Veränderungen zur neuen Saison erleben wird und Bell mit diesen Spielerinnen (gemeint sind Garciamendez und Wich) gar nicht mehr plant.

    Sheldon sagt:
    14. April 2014 um 10.39 Uhr

    Und das Forum der FFC-Fans, da sind auch längst nicht alle mit Herzblut bei der Sache, sondern mindestens genauso viele Miesepeter und Schwarzmaler wie hier.

    Auch in diesen beiden Zitaten hast du recht. Die Bank vom FFC ist definitiv zu schwach, was noch eine Folge des sportlichen Missmanagements von Siggi Dietrich in den letzten fünf Jahren (!) ist. Turbine und Wolfsburg haben eine deutlich stärkere Bank, was gegen Ende der Saison den Ausschlag geben könnte, Frankfurt muss sich für die neue Saison gezielt und wohlüberlegt verstärken.

    Und über das Fan-Forum des FFC, aus dem sich fast alle Fans mit Herzblut zurückgezogen haben bzw. weggeekelt und rausgemobbt worden sind, hüllen wir lieber beschämt den Mantel des Schweigens.

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