Champions League: Turbine Potsdam stürmt ins Halbfinale
Dem 1. FFC Turbine Potsdam ist nach einer eindrucksvollen Leistung beim ASD Torres Calcio im Viertelfinal-Hinspiel der UEFA Women’s Champions League der Einzug ins Halbfinale nur noch rechnerisch zu nehmen. Ein Eigentor von Torres spielte Turbine früh in die Karten, doch danach gab es ein Turbine-Feuerwerk. Kleiner Wermutstropfen: Gleich zwei Spielerinnen sind für das Rückspiel gelbgesperrt.
Die Potsdamerinnen feierten auf Sardinien im Stadio Vanni Sanna in Sassari einen furiosen 8:0 (4:0)-Erfolg, so dass das Rückspiel im Karl-Liebknecht-Stadion am kommenden Sonntag nur noch Formsache ist. Linda Tucceri Cimini (2. Eigentor), Lia Wälti (27.), Pauline Bremer (28.), Julia Simic (44., 53.), Genoveva Anonma (55.), Johanna Elsig (78.) und Lisa Evans (79.) erzielten die Potsdamer Treffer.
Turbine-Führung durch Eigentor Turbine erwischte einen Auftakt nach Maß: Lisa Evans setzte sich nach einem schnellen Antritt am linken Flügel durch, ihre scharfe Hereingabe lenkte Torres-Verteidigerin Tucceri Cimini ins eigene Tor (2.). Die Italienerinnen hatten ihre erste Chance durch Patrizia Panico (11.), die von der Strafraumgrenze über das Tor schoss. Aber Turbine bestimmte das Geschehen und hatte die Partie im Griff.
Doppelschlag von Wälti und Bremer Genoveva Anonma hatte aus neun Metern die nächste Turbine-Chance, doch Ex-Turbine-Torhüterin Gaëlle Thalmann parierte mit den Fingerspitzen (24.). Drei Minuten später war Turbine jedoch wieder zur Stelle. Ein Anspiel von Johanna Elsig legte sich Lia Wälti zurecht und verwertete aus der Drehung (27.). Und Potsdam ließ nicht locker, nur eine Minute später setzte Evans den Ball an den Pfosten, Pauline Bremer reagierte am schnellsten und verwertete den Abpraller zum 3:0 (28.).
Maendly trifft die Latte Torres hatte seine gefährlichste Aktion aus einer Standardsituation, Sandy Maendly setzte einen Freistoß an die Latte (35.). Anonma hatte mit einem Schuss gar die Chance auf einen vierten Treffer der Potsdamerinnen (40.).
Simic trifft kurz vor der Pause Nach tollem Pass von Bremer traf Julia Simic am Elfmeterpunkt den verspringenden Ball nicht richtig, der knapp am Tor vorbeitrudelte (42.). Doch Sekunden später machte es die Mittelfeldspielerin besser, als sie nach einer Ecke zum 4:0 erhöhte (43.).
Turbine-Druck wird weiter belohnt Potsdam behielt auch anfangs der zweiten Halbzeit die Fäden in der Hand, einem Treffer von Anonma nach Simic-Pass wurde jedoch von Schiedsrichterin Cristina Dorcioman wegen einer Abseitsstellung die Anerkennung verweigert (51.). Doch nur Augenblicke später netzte Simic zum zweiten Mal ein, wuchtig versenkte sie den Ball nach Kopfballablage von Anonma und vorheriger Flanke von Evans aus acht Metern in den Maschen (53.). Und der Turbine-Express rollte weiter, Anonma machte mit einem platzierten Schuss nach Simic-Pass das halbe Dutzend perfekt (55.). Simic sah kurz darauf die Gelbe Karte und wird im Rückspiel gesperrt sein.
Torres vergibt Chancen Potsdam ließ es nun etwas geruhsamer angehen und so fand Torres besser in die Partie. Panico kam einem Ehrentreffer nah, doch ihr Schuss strich um Zentimeter am Pfosten vorbei (72.), und auch Maendly hatte bei ihrem Versuch aus kurzer Distanz das Glück nicht auf ihrer Seite (75.). Auf der Gegenseite verhinderte Giorgia Motta in höchster Not den siebten Gegentreffer (77.).
Turbine trifft weiter Doch der folgte postwenden, denn nach Flanke der eingewechselten Natasa Andonova baute Elsig die Führung per Kopf weiter aus – und fing sich fürs Trikotausziehen beim Jubel prompt die Gelbe Karte ein – auch sie ist somit im Rückspiel nicht einsatzberechtigt (78.). Und Evans setzte noch einen oben drauf, als sie mit hohem Tempo in den Strafraum eindrang und den achten Turbine-Treffer erzielte (79.). Turbine-Torhüterin Gudbjörg Gunnarsdóttir nutzte eine der wenigen Gelegenheiten und zeichnete sich gegen Panico aus (86.).
Neulengbach kommt unter die Räder Der österreichische Meister NÖSV Neulengbach musste in einem weiteren Viertelfinal-Hinspiel bei Tyresö FF eine Menge Lehrgeld zahlen und kam mit 1:8 (0:4) unter die Räder. Christen Press traf noch in der Anfangsminute (1.), Marta (5., 27.) und Lisa Dahlkvist (31.) machten noch vor der Pause alles klar. In der zweiten Halbzeit schraubten erneut Press (64., 80.), Madelaine Edlund (74.) und noch einmal Marta (85.) das Ergebnis in die Höhe, Tseng Shu-O gelang für die Gäste der Ehrentreffer (68.).