Champions League: Wolfsburg auf Halbfinalkurs
Im Viertelfinal-Hinspiel der UEFA Women’s Champions League hat sich Titelverteidiger VfL Wolfsburg mit einer souveränen Leistung und einem klaren Sieg gegen den FC Barcelona eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in einer Woche verschafft.
Beim 3:0 (1:0)-Sieg vor 7 800 Zuschauern im VfL-Stadion am Elsterweg erzielten Kapitänin Nadine Keßler (34.), Martina Müller (52.) und Zsanett Jakabfi (65.) die Treffer für die Wolfsburgerinnen.
Frühe Druckphase Die erste gute Gelegenheit hatte Wolfsburg bereits nach wenigen Minuten, als Lina Magull nach Hereingabe von Luisa Wensing den Ball herunterpflückte, ihr Schuss allerdings zu zentral ausfiel, so dass Barcelonas Torhüterin Laura Rafols parieren konnte (6.). Und auch Zsanett Jakabfis Schuss knapp am Tor vorbei war Beleg für die Wolfsburger Überlegenheit (9.).
Großchance für die Gäste Doch auch der Gegner war nicht ungefährlich, denn nach einem Freistoß von Melanie Serrano wurde der Kopfball von Virginia Torrecilla lang und länger und nur der Pfosten verhinderte die Gästeführung (13.). Doch Wolfsburg arbeitete sich immer besser in die Partie hinein, nach Lupfer von Keßler scheiterte Müller mit einer Direktabnahme (26.).
Führung durch die Kapitänin Der Druck der Wolfsburger Elf wurde immer stärker und nach tollem Zuspiel von Lena Goeßling legte Magull den Ball auf Keßler ab, die zur verdienten Führung einschob (34.). Wolfsburg blieb weiter am Drücker, Jakabfi konnte eine Flanke von Müller jedoch nicht unter Kontrolle bringen (38.).
Pfosten verhindert zweites Keßler-Tor Zwei Minuten später wäre Keßler um ein Haar der zweite Treffer gelungen, doch ihr Kopfball sprang vom Pfosten in die Arme von Rafols (40.). Magull hatte mit einem Schuss aus 16 Metern, der nur knapp das Ziel verfehlte, die letzte gute Chance in der ersten Halbzeit (42.).
Müller staubt ab In der zweiten Halbzeit knüpfte Wolfsburg dort an, wo man vor der Pause aufgehört hatte. Die Gastgeberinnen setzten die Katalaninnen unter Dauerdruck und das zeigte Wirkung. Nach einer Ecke von Magull war erneut Keßler mit dem Kopf zur Stelle. Rafols konnte zwar noch abwehren, doch Müller drückte den Abpraller per Kopf aus kurzer Distanz zum 2:0 ins Netz (52.).
Wolfsburg macht alles klar Barcelona wurde nun immer mehr in die Verteidigung zurückgedrängt, Keßler scheiterte nur knapp mit einem Schuss (58.), wie auch Jakabfi fünf Minuten später per Kopf. Doch zwei Minuten später war die Ungarin dann zur Stelle, als Müller eine flache Hereingabe von Alex Popp geschickt passieren ließ und Jakabfi aus fünf Metern einschob (65.).
Jakabfi angeschlagen In der Schlussphase ließ die Konzentration der Wolfsburgerinnen sichtlich nach, Jakabfi musste nach einem Tritt auf den rechten Knöchel verletzt ausgewechselt werden (82.). Jelena Čanković gab auf der Gegenseite einen der wenigen Schüsse der Spanierinnen ab (86.). Es blieb jedoch beim 3:0-Erfolg, so dass der VfL Wolfsburg mit einer komfortablen Ausgangsposition zum Rückspiel am kommenden Sonntag nach Barcelona reisen wird.
Deutsches Halbfinale fast schon unter Dach und Fach Bereits zuvor gewann der 1. FFC Turbine Potsdam beim ASD Torres Calcio mit 8:0 , so dass bereits jetzt die Weichen für ein rein deutsches Halbfinale gestellt sind.