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2014

Frankfurt verteidigt Tabellenspitze

Aufgrund eines Kantersiegs des 1. FFC Turbine Potsdams am Mittag und eines Spiels, in dem sich der 1. FFC Frankfurt bei der SGS Essen mehr als schwer tat, sah es am 13. Spieltag der Frauen- Bundesliga lange nach einem Wechsel an der Tabellenspitze aus. Doch mit einem Last-Minute-Sieg verteidigten die Frankfurterinnen ihren Platz. Am anderen Ende des Klassements baute die TSG 1899 Hoffenheim den Vorsprung auf die Abstiegsränge aus.

Mit 12:0 (5:0) siegte der 1. FFC Turbine Potsdam gegen Tabellenschlusslicht VfL Sindelfingen, Genoveva Anonma traf allein sechs Mal.

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Sindelfingen ohne Chance Den Torreigen eröffnete Pauline Bremer in der 20. Minute. Bis zur Halbzeit schraubten Anonma (28., 39.) und Asano Nagasato (31., 33.) das Ergebnis weiter in die Höhe. Aber auch nach dem Seitenwechsel hörten die Potsdamerinnen vor 1 380 Zuschauern nicht auf, Tore zu schießen. Anonma (47., 62., 83., 86.), Natasa Andonova (77.) und Julia Simic (58., 60.) stellten den 12:0-Endstand her.

Frankfurt dreht das Spiel Um mit dem Erfolg nicht nur etwas für das Torverhältnis zu tun, sondern auch auf den ersten Platz vorzurücken, hätte der 1. FFC Frankfurt bei der SGS Essen nicht gewinnen dürfen. Zunächst sah auch alles genau danach aus: Durch einen Treffer von Charline Hartmann (45.) lagen die Gastgeberinnen zur Halbzeit mit 1:0 in Führung. Kerstin Garefrekes glich in der 54. Minute aus, aber erst die Nachspielzeit brachte dem FFC den Sieg. Kozue Ando traf in der 92. Minute zum 2:1. Durch die späte Niederlage enttäuscht zeigte sich Torschützin Charline Hartmann: „Das Ergebnis ist enttäuschend, vor allem wenn man mit einer so jungen Mannschaft gegen Frankfurt führt. Wir haben uns sehr gut präsentiert und sicher glücklich das 1:0 gemacht. Die Jungen haben das heute sehr gut gemacht, aber uns fehlt ein bisschen die Erfahrung.“

Alushi verletzt FFC-Trainer Colin Bell zeigte sich erleichtert: „Kompliment an meine Mannschaft. Wir haben bis zum Schluss versucht, das Tor zu erzwingen. Das sind Spiele, die viel Nerven kosten, aber der Sieg war hoch verdient. Aber Riesenkompliment auch an Essen, sie haben bis zum Schluss gefightet und uns das Leben schwer gemacht.“ SGS Trainer Markus Högner: „Frankfurt war über 90 Minuten überlegen, aber man darf nicht vergessen, dass wir acht Langzeitverletzte haben. Wir haben einen großen Kampf abgeliefert.“ Auf Frankfurter Seite könnte Fatmire Alushi auf die Verletztenliste kommen. Die Nationalspielerin musste in der 86. Minute mit einer Fußverletzung ausgewechselt werden.

Wolfsburg siegt gegen den USV Die Verhältnisse auf den ersten beiden Tabellenplätzen haben sich also nicht verschoben – gleiches gilt für Verfolger VfL Wolfsburg. Mit 3:2 (2:0) gewann der Meister gegen den FF USV Jena und liegt somit weiter mit vier Punkten Rückstand auf die Potsdamerinnen auf dem dritten Rang. Vor 989 Zuschauern brachte Martina Müller die „Wölfinnen“ in der 28. Minute in Führung, Alexandra Popp erhöhte nur sieben Minuten später zum 2:0-Halbzeitstand. In den zweiten 45 Minuten gelang Lena Goeßling in der 80. Minute zunächst das 3:0, ehe Jena mit zwei schnellen Treffern der Sensation nahe war: Julia Arnold (84.) und Carolin Schiewe (87.) verkürzten schnell auf 2:3, doch der Ausgleich sollte in den letzten Minuten nicht mehr gelingen. Jena rutschte dadurch auf den sechsten Tabellenplatz ab.

FCB gewinnt in Freiburg Hinter den Wolfsburgerinnen bleibt der FC Bayern München nach einem 2:0 (1:0)-Sieg beim SC Freiburg auf dem vierten Rang. Für den FCB, bei dem Neuzugang Oliva Schough erstmals in der Startformation stand und Lena Lotzen nach überstandener Verletzung ihr Comeback gab, traf Sarah Hagen in der 38. Minute zur 1:0-Halbzeitführung. In der 88. Minute traf Katharina Baunach per Freistoß zum 2:0.

Leverkusen klettert auf Rang fünf Vom siebten auf den fünften Rang kletterte Bayer 04 Leverkusen durch einen 4:1 (2:1)-Sieg gegegen den BV Cloppenburg. In der turbulenten Partie, in der mit Anna Klink (Leverkusen; Notbremse) und Imke Wübbenhorst (Cloppenburg; wiederholtes Foulspiel) gleich auf beiden Seiten Spielerinnen vom Platz gestellt wurden, gingen die Leverkusenerinnen in der 24. Minute durch Lisa Schwab in Führung. Francesca Weber erhöhte in der 36. Minute auf 2:0, ehe Mandy Islacker (42.) kurz darauf nach Klinks Notbremse den fälligen Strafstoß zum 1:2-Anschlusstreffer verwandelte. Die Entscheidung fiel dann in der Schlussphase: Lisa Schwab (83.) und Turid Knaak (88.) machten mit zwei späten Treffern den Sieg klar.

Hoffenheim in Unterzahl zum Remis Der BVC liegt dadurch weiter auf dem vorletzten Tabellenrang, der Abstand auf die TSG 1899 Hoffenheim hat sich auf drei Punkte vergrößert, denn die Kraichgauerinnen konnten gegen den MSV Duisburg einen Punkt mitnehmen. 1:1 (0:0) trennten sich die Teams. Agata Tarczynska (50.) brachte den MSV in Führung. Zwei Minuten später sah Hoffenheims Madita Giel wegen Handspiels die gelb/rote Karte, und die Gastgeberinnen mussten die Partie in Unterzahl zu Ende bringen. Tatsächlich gelang Leonie Keilbach in der 70. Minute der Ausgleich.

„Unser Plan war gut. Das Problem war, dass wir unsere Torchancen in der ersten Halbzeit nicht genutzt haben“, so TSG-Trainer Jürgen Ehrmann und fügt an: „Die überflüssige Gelb-Rote Karte hat unseren Plan natürlich zerstört. Dann lagen wir in Rückstand und waren zu zehnt. Nach zehn Minuten hatten wir uns aber wieder sortiert. Hintenraus waren wir dem Tor wieder näher. Der eine Punkt ist vielleicht zu wenig, aber wir sind trotzdem froh. Gar kein Punkt wäre für die Mannschaft eine Katastrophe gewesen.“