U17-WM: DFB-Elf rettet Remis

Von am 16. März 2014 – 11.13 Uhr 8 Kommentare

Die deutsche U17-Frauenfußball-Nationalelf ist mit einem Remis gegen Kanada in die U17-WM in Costa Rica gestartet. Dabei sah es lange Zeit sogar nach einer Niederlage aus, denn die DFB-Elf lag zur Pause mit zwei Toren in Rückstand.

Im Estadio Edgardo Baltodano Briceño in Liberia kam die Elf von Bundestrainerin Anouschka Bernhard zum Auftakt der Gruppe zu einem 2:2 (0:2) gegen Kanada.

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Früher Rückstand
Kapitänin Jessie Fleming sorgte früh mit einem Freistoß für Kanadas Führung (3.) und Marie Levasseur erhöhte kurz vor der Pause nach einem Fehler von DFB-Torhüterin Vivien Brandt zur 2:0-Führung (44.).

DFB-Elf kämpft sich zurück
Doch Deutschland kämpfte sich ins Spiel zurück, Nina Ehegötz (65.) nach Vorarbeit von Saskia Meier und Kim Fellhauer per Kopf (68.) konnten mit ihren Treffern einen Fehlstart ins Turnier verhindern. Kurz vor Schluss überstand die DFB-Elf noch eine kritische Szene im eigenen Strafraum schadlos.

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DFB-Frauen auf WM-Kurs
Offizielles Logo der FIFA-U17-Weltmeisterschaft Costa Rica 2014 © FIFA

Offizielles Logo der FIFA-U17-Weltmeisterschaft Costa Rica 2014 © FIFA

Sehan erleidet Gehirnerschütterung
Wermutstropfen für das deutsche Team: Zwischen den beiden deutschen Toren musste Kapitänin und Top-Torschützin Jasmin Sehan ausgewechselt werden, sie erlitt eine Gehirnerschütterung.

Ghana überrascht Nordkorea
Im zweiten Gruppenspiel setzte sich Ghana überraschend mit 2:0 (1:0) gegen Nordkorea durch. Jane Ayieyam (16.) und Sandra Owosu Ansah (50.) erzielten die Treffer für die Westafrikanerinnen. In der Gruppe A gewann Italien durch zwei Treffer von Annamaria Serturini (41., 53.) mit 2:0 (1:0) gegen Sambia.

Venezuela schockt Gastgeber
Costa Rica unterlag Venezuela klar mit 0:3 (0:0). Deyna Castellanos schockte mit ihrem schnellen Doppelpack anfangs der zweiten Halbzeit die Gastgeberinnen (49., 52.), Lourdes Moreno stellte kurz vor Schluss den Endstand her (88.).

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

8 Kommentare »

  • Marcel sagt:

    Die 2 Gegentore waren aber auch recht unglücklich alle bei Freistösse entstanden.
    Beim Ersten hätte nur die Mauer mal hochspringen sollen dann wäre der niemals reingegangen.Der Zweite klarer Torwartfehler.
    Das war ziemlich ärgerlich den ich fand das Spiel jetzt nicht so schlecht vom deutschen Team nur der letzte genaue Pass kurz vorm 16er hat gefehlt.Das Pressing sah auch ganz gut aus zumindest hat sich Kanada nicht viel entfalten können leider hat mans manchmal nicht immer konsequent durchgezogen vor allem 1.HZ.
    Dann kam auch noch Pech dazu dass das dritte Tor angeblich Abseits war auch Schade drum da es ein richtig toller Treffer war.
    Nichtsdestotrotz brauchen die Mädels nicht den Kopf hängen lassen, wer ein 0:2 aufholt hat ne richtig gute Moral und Teamgeist bewiesen.Noch dazu brauch man jetzt auch keine Angst haben vor den beiden anderen,hab mir das Spiel angeschaut sehr Welt bewegend war das jetzt auch nicht.

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  • H2O sagt:

    @Marcel:
    Da kann ich dir nur zustimmen.
    Der Freistoß beim ersten Gegentor war ehrlich gesagt aber auch nicht schlecht geschossen. Das ist wieder das Thema, Fouls in diesem Bereich des Spielfeldes zu vermeiden. Das zweite war ein klassischer Torwartfehler.
    Hoch anzurechnen ist aber den Spielerinnen und dem Trainerteam, in der Halbzeit die entschiedenden Probleme angesprochen zu haben und dann als Konsequenz auch wirklich besser zu spielen. Auch die Tatsache nicht aufzugeben und sich zurück zu kämpfen zeugt von der richtigen Einstellung.
    Unglücklich war das, zurecht, nicht gegebene Tor am Ende. So ein 3:2 wäre natürlich super.

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  • pinkpanther sagt:

    Erstmal Glückwunsch an die Mädels für die tolle Aufholjagd im zweiten Abschnitt und das Abwenden der drohenden Niederlage!
    Stimme meinen beiden Vorrednern weitestgehend zu: Die Moral nach dem unglücklichen Verlauf der ersten Halbzeit war intakt, das Pressing stimmte über weite Strecken, die Mannschaft zeigte einen tollen Kampfgeist. Spätesten nach dem Anschlusstreffer habe ich phasenweise ein richtig gutes Spiel der deutschen Juniorinnenauswahl gesehen – schade nur dass sie die deutliche Überlegenheit im zweiten Spielabschnitt nicht mehr in einen Sieg umwandeln konnten.
    Die erste Halbzeit fand ich allerdings – nicht nur wegen der zwei Gegentore – sehr enttäuschend! Nicht das Bemühen war das Problem, sondern die vielen Stockfehler, taktischen Unzulänglichkeiten oder auch fehlende Cleverness (ist in diesem Alter aber unbedingt verzeihbar!). Besonders stark fand ich die Kanadierinnen nämlich nicht. Ich vermute, dass die zwei nächsten Gegner ein anderes Kaliber sind.
    Ghana mit dem Auftaktsieg im Rücken und einer wohl körperlich sehr robusten Mannschaft wird bestimmt sehr schwierig werden. Da wird über 90 Minuten mindestens eine Leistung wie gestern in der 2. Hz vonnöten sein!
    Und Nordkorea: In allen drei bisherigen WM-Turnieren traf Deutschland auf diese Mannschaft und konnte noch nie gewinnen. 2008 zum Abschluss der Vorrunde immerhin noch mit einem gerechten 1:1 gegen den späteren Weltmeister. 2010 das unglückliche Aus im Viertelfinale und 2012 dann die hochverdiente Niederlage im HF. Wenn es – wie zu vermuten – im letzten Spiel zum „Endspiel“ ums Weiterkommen zwischen diesen beiden Mannschaften kommt, halte ich ein Scheitern bereits in der Vorrunde für sehr gut möglich. Irgendwie ist Nordkorea ja schon fast so eine Art Angstgegner für das deutsche Team …
    Ich hoffe natürlich, dass ich mich Irre, aber so richtig optimistisch bin ich nicht 🙁
    @Marcel: Wo hast du eigentlich das andere Spiel gesehen? Auf ES (bzw. ES2) gab es doch nur die kurze Zusammenfassung. Sind die Spiele noch irgendwo anders live zu sehen?

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  • Marcel sagt:

    @pinkpanther

    Auf der FIFA-Homepage kann man jedes Spiel live verfolgen:

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  • pinkpanther sagt:

    @Marcel: Wow, danke!

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  • Matthew sagt:

    On a side note, das Auftaktspiel der Japanerinnen war wieder mal recht beeindruckend, vor allem was Passpiel und Technik angeht. Völlig verdienter Sieg gegen Spanien!

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  • Jan sagt:

    Ghana u. Nordkorea wissen sicher, wie man gegen Deutschland besteht. Diese Pläne gilt es zu durchkreuzen! Könnte man beide Gegner nicht mit deren Mitteln überraschen?! Ghana u. Nordkorea werden wohl versuchen, den dt. Spielfluss zu unterbinden. Genau das sollte man gar nicht erst zulassen.

    Im Schach z.B. muss man nicht immer den vermeintlich besten Zug wählen – auf den der Kontrahent höchstwahrscheinlich wartet u. eingestellt ist – sondern lieber einen Zug, den der Gegner gerade NICHT erwartet, der ihm vermutlich am unangenehmsten ist, und der ihn aus dem Konzept bringt!

    Die dt. U17 muss also nicht unbedingt versuchen, ihren besten Kombinationsfußball zu zeigen! Denn unangenehmer für Ghana u. Nordkorea wäre es vielmehr, anfangs eben NICHT das eingeübte dt. Spiel aufziehen zu wollen – auf das beide Teams warten u. gut eingestellt sein dürften – sondern evtl. in den ersten 15-25 Minuten selbst einfach bloß das Spiel Ghanas u. Nordkoreas zu stören u. zu zerstören, u. sie so erstmal gehörig aus deren geplanten Konzept zu bringen – um anschließend allmählich selbst wesentlich befreiter aufspielen zu können.

    Auch Japan, das gegen Spanien auftrumpfte, scheint wohl nur zu bezwingen zu sein, indem man massiv deren geliebte gewohnte Ordnung stört bzw. zerstört. Aber vllt. irre ich mich ja auch total, und unsre U17 besiegt beide Teams nach gewohntem Lehrbuch-Schema…

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  • dummkopf sagt:

    @jan
    Ich mag ja Quergedanken.
    Wenn ich mir allerdings die taktische Flexibilität unsere Buli-Clubs ansehe…
    Da wird wohl eher häufig, egal bei welchem Spielstand, egal bei welchem Gegner, egal wie das Spiel läuft immer ein starres Einheitssystem durchgezogen.

    Und bei U-Mannschaften (m. und f.) sind takt Varianten umso schwieriger. Je jünger, desto weniger sind die einzelnen Spieler in der Lage, konstant ihre Leistung zu bringen.
    Und du musst meist froh sein, die bekommen ihre eigene Leistung und ihr vorgegebenes Mannschafts-Grundsystem einigermassen hin.

    Da ist wirklich dann die Gefahr gross, dass auch noch Feinabstimmungen auf den Gegner zugeschnitten oder im Spielverlauf wechselnd eher die eigene Truppe verwirren, als den Gegner.

    Ganz besonders afrik. Mannschaften spielen auch einen Tag so, dann wieder anders. Das gibt es zwar bei Erwachsenen auch, aber viel seltener. In der U17EM hat Spanien zB in der Gruppe 4:0 gegen unsere Mädels gewonnen und im Finale ging es dann 1:1 aus, also der Spielfluss ist ohnedies schon sehr wechselnd mal vorhanden und mal weniger, auch ohne dass der Gegner darauf besonderen taktischen Einfluss nimmt.

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