Turbine Potsdam siegt beim DFB-Hallenpokal

Von am 12. Januar 2014 – 16.32 Uhr 40 Kommentare

Der 1. FFC Turbine Potsdam hat zum siebten Mal den DFB-Hallenpokal gewonnen. Im Finale setzte sich die Elf von Trainer Bernd Schröder allerdings erst im Neunmeterschießen durch. In der Vorrunde hatte dem Team nach zwei Niederlagen sogar der frühe K.o. gedroht.

In der mit 4 634 Zuschauern ausverkauften Magdeburger GETEC-Arena gewann Potsdam mit 7:6 nach Neunmeterschießen gegen den 1. FFC Frankurt.

Nach der regulären Spielzeit von 1 x 12 Minuten stand es nach Treffern von Meike Weber (3.) und Jennifer Zietz (11.) 1:1. Dzsenifer Marozsán vergab den entscheidenden Neunmeter.

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Müde Turbinen zu Beginn
Der 1. FFC Turbine Potsdam kam in der Vorrunde nur schwer in Gänge. Nach der 1:2-Niederlage zum Auftakt gegen die SGS Essen setzte es gleich darauf gar eine 1:3-Niederlage gegen Bayer 04 Leverkusen. Ein früher K.o. drohte, doch gegen den VFL Sindelfingen kehrte das Team mit einem 6:0-Sieg in die Spur zurück.

Zu hart trainiert
„Die Spielerinnen haben sich selbst wieder an den Haaren herausgezogen“, so Turbine-Trainer Bernd Schröder, der die harte Trainingswoche zuvor für den durchwachsenen Turnierstart verantwortlich machte. „Da haben wir wohl etwas zu viel gefordert.“ In der K.-o.-Runde lief es dann wie aus einem Guss, auch wenn der 3:2-Sieg gegen den FF USV Jena im Viertelfinale und der 4:3-Erfolg gegen Bayer 04 Leverkusen im Halbfinale knapp ausfiel.

Potsdam bejubelt den Sieg beim DFB-Hallenpokal

Potsdam bejubelt den Sieg beim DFB-Hallenpokal © Zetbo / Framba-Fotos.de

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Traumtor von Zietz
Im Finale geriet Turbine durch einen Treffer von Meike Weber in Rückstand (3.), doch ein Traumtor der starken Jennifer Zietz (11.) rettete den Titelverteidiger ins Neunmeterschießen. Während auf Potsdamer Seite nur Maren Mjelde ihren Versuch vergab, verschossen bei Frankfurt Bianca Schmidt und Dzsenifer Marozsán, die dennoch von Trainern bereits zuvor zur besten Spielerin des Turniers gekürt wurde.

Schröder: „Turnier so gut wie noch nie“
Schröder erklärte: „Das Niveau des Turniers war so gut wie nie zuvor. Es gab keine Zeitstrafen und keine Roten Karten, alle Teams wollten Fußball spielen und der Respekt und Achtung sind in der Bundesliga gestiegen.“ Darüber hinaus gab es auch keine Eigentore, den einzigen Neunmeter in regulärer Spielzeit verwertete Essens Irini Ioannidou.

Starkes Turnier der Frankfurterinnen
Finalgegner 1. FFC Frankfurt durfte sich ebenfalls über ein gelungenes Turnier freuen und darüber, in der regulären Spielzeit ungeschlagen geblieben zu sein. Nach einem Sieg und zwei Remis in der Vorrunde ließ man dem FC Bayern München beim 3:0 im Viertelfinale keine Chance, gegen den starken und etwas überraschend bis ins Halbfinale vorgedrungene TSG 1899 Hoffenheim gab es einen 2:0-Sieg.

Ralf Zwanziger, Leiter Frauen- und Mädchenfußball bei derTSG, freute sich: „Unsere Mannschaft hat sich hervorragend verkauft und sicher auch Selbstvertrauen für die Rückrunde in der Bundesliga gesammelt.“

Bell beglückwünscht Potsdam
„Ich bin stolz auf meine Mannschaft“, so Frankfurts Trainer Colin Bell. „Wir hatten nicht unbedingt erwartet, das Finale zu erreichen. Potsdam hat sich gesteigert und es war ein intensives, aber faires Endspiel mit hohem Tempo. Glückwunsch an Potsdam.“

Lisa Schmitz

Beste zwischen den Pfosten: Lisa Schmitz von Bayer 04 Leverkusen © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Lisa Schmitz beste Torhüterin
Einen starken Eindruck hinterließ auch Bayer 04 Leverkusen, das in Lisa Schmitz nicht nur die beste Torhüterin des Turniers stellte, sondern neben dem 1. FFC Turbine Potsdam in der Vorrunde im Viertelfinale den VfL Wolfsburg und somit ein weiteres namhaftes Team im Neunmeterschießen bezwang, ehe man im zweiten Duell mit Turbine nur knapp den Kürzeren zog.

Linda Dallmann beste Torschützin
Mehr drin gewesen wäre für den BV Cloppenburg, der in der Vorrunde nach zwei Niederlagen durch späte Treffer früher als nötig die Segel streichen musste. Ein schwacher Trost war da für die Spielerinnen aus Cloppenburg, zum fairsten Team des Turniers ausgezeichnet zu werden. Beste Torschützin war Linda Dallmann von der SGS Essen, die vier Treffer schoss, dafür aber weniger Spiele benötigte als Melanie Behringer und Ada Hegerberg, die auch vier Mal trafen.

DFB zieht positives Fazit
DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg zog ein positives Fazit. „Es war ein tolles Turnier, die Zuschauerresonanz und die Stimmung waren gut. Die beiden Aufsteiger haben sich wacker geschlagen, es ist toll, dass Hoffenheim das Halbfinale erreicht hat.“

DFB-Hallenpokal, Ergebnisse

Gruppe A

1. FFC Frankfurt – FF USV Jena 4:1
Tore:
1:0 Behringer (1.), 2:0 Tanaka (2.), 3:0 Schmidt (4.), 3:1 Landeka (5.), 4:1 Marozsán (8.)

BV Cloppenburg – TSG 1899 Hoffenheim 0:1
Tore:
0:1 Eberhardt (11.)

TSG 1899 Hoffenheim – 1. FFC Frankfurt 2:2
Tore:
0:1 Behringer (5.), 1:1 Iwabuchi (8.), 2:1 Betz (8.), 2:2 Marozsán (9.)

FF USV Jena – BV Cloppenburg 2:1
Tore:
1:0 Brosius (2.), 1:1 Rochi (7.), 2:1 Hearn (12.)

1. FFC Frankfurt – BV Cloppenburg 1:1
Tore:
0:1 Rochi (4.), 1:1 Marozsán (10.)

TSG 1899 Hoffenheim – FF USV Jena 0:2
Tore:
0:1 Landeka (2.), 0:2 Löser (9.)

Platz Team Punkte Spiele Siege Remis Niederlagen Tore
1 FF USV Jena 6 3 2 1 5:5
2 1. FFC Frankfurt 5 3 1 2 7:4
3 1899 Hoffenheim 4 3 1 1 1 3:4
4 BV Cloppenburg 1 3 1 2 2:4

Gruppe B

1. FFC Turbine Potsdam – SGS Essen 1:2
Tore:
1:0 Hegerberg (2.), 1:1 Ioannidou (8. Neunmeter), 1:2 Dallmann (9.)

VfL Sindelfingen – Bayer 04 Leverkusen 2:4
Tore:
0:1 Prießen (4.), 0:2 Simon (6.), 0:3 Weber (7.), 1:3 Selensky (9.), 2:3 Wörner (10.), 2:4 Widak (12.)

Bayer 04 Leverkusen – 1. FFC Turbine Potsdam 3:1
Tore:
1:0 Barth (2.), 2:0 Simon (3.), 3:0 Weber (10.), 3:1 Mjelde (12.)

SGS Essen – VfL Sindelfingen 5:1
Tore:
1:0 Doorsoun-Khajeh (3.), 2:0 Dallmann (4.), 2:1 Schneider (5.), 3:1 Dallmann (7.), 4:1 Hartmann (9.), 5:1 Martini (11.)

1. FFC Turbine Potsdam – VfL Sindelfingen 6:0
Tore:
1:0 Zietz (4.), 2:0 Kemme (6.), 3:0 Hegerberg (8.), 4:0 Anonma (8.), 5:0 Göransson (10.), 6:0 Mjelde (12.)

Bayer 04 Leverkusen – SGS Essen 1:2
Tore:
0:1 Dallmann (2.), 0:2 Hartmann (7.), 1:2 Weber (11.)

Platz Team Punkte Spiele Siege Remis Niederlagen Tore
1 SGS Essen 9 3 3 9:3
2 Bayer Leverkusen 6 3 2 1 8:5
3 1. FFC Turbine Potsdam 3 3 1 2 8:5
4 VfL Sindelfingen 3 3 3:15

Gruppe C

VfL Wolfsburg – MSV Duisburg 5:0
Tore:
1:0 Keßler (2.), 2:0 Fischer (6.), 3:0 Keßler (9.), 4:0 Goeßling (11.), 5:0 Hartmann (12.)

SC Freiburg – FC Bayern München 0:3
Tore:
0:1 Holstad (6.), 0:2 Romert (7.), 0:3 Maier (11.)

FC Bayern München – VfL Wolfsburg 0:1
Tore:
0:1 Popp (4.)

MSV Duisburg – SC Freiburg 2:2
Tore:
0:1 Störzel (3.), 1:1 Kalkan (4.), 2:1 Nati (7.), 2:2 Maier (9.)

VfL Wolfsburg – SC Freiburg 4:2
Tore:
1:0 Goeßling (2.), 2:0 Hartmann (7.), 3:0 Popp (9.), 3:1 Däbritz (9.), 4:1 Magull (10.), 4:2 Däbritz (11.)

FC Bayern München – MSV Duisburg 0:0
Tore:
Keine

Platz Team Punkte Spiele Siege Remis Niederlagen Tore
1 VfL Wolfsburg 9 3 3 10:2
2 FC Bayern München 4 3 1 1 1 3:1
3 MSV Duisburg 2 3 2 1 2:7
4 SC Freiburg 1 3 1 2 4:9

Viertelfinale

FF USV Jena – 1. FFC Turbine Potsdam 2:3
Tore:
0:1 Simic (2.), 1:1 Beil (2.), 1:2 Bremer (3.), 2:2 Arnold (8.), 2:3 Hegerberg (8.)

VfL Wolfsburg – Bayer 04 Leverkusen 3:4 n.N.
Tore:
0:1 Prießen (10.), 1:1 Goeßling (12.)
Neunmeterschießen: 2:1 Hartmann, 2:2 Simon, Schmitz hält gegen Keßler, 2:3 Panfil, 3:3 Popp, 3:4 Prießen
Gelbe Karte: Petzelberger (Leverkusen, Foulspiel, 4.)

SGS Essen – TSG 1899 Hoffenheim 0:1
Tore:
0:1 Eberhardt (12.)
Gelbe Karte: Ioannidou (Essen, Handspiel, 9.)

1. FFC Frankfurt – FC Bayern München 3:0
Tore:
1:0 Behringer (3.), 2:0 Reinhardt (12.), 3:0 Behringer (12.)
Gelbe Karte: Garciamendez (Frankfurt, Foulspiel, 11.)

Halbfinale

1. FFC Turbine Potsdam – Bayer 04 Leverkusen 4:3
Tore:
0:1 Petzelberger (1.), 1:1 Hegerberg (2.), 2:1 Widak (3.), 2:2 Draws (5.), 3:2 Nagasato (6.), 4:2 Draws (7.), 4:3 Hendrich (12.)

TSG 1899 Hoffenheim – 1. FFC Frankfurt 0:2
Tore:
0:1 Kuznik (10.), 0:2 Kuznik (12.)

Finale

1. FFC Turbine Potsdam – 1. FFC Frankfurt 7:6 n.N.
Tore:
0:1 Weber (3.), 1:1 Zietz (11.)
Neunmeterschießen: 2:1 Zietz, 2:2 Marozsán, 3:2 Draws, Gunnarsdóttir hält gegen Schmidt, Mjelde schießt über das Tor, 3:3 Behringer, 4:3 Zietz, 4:4 Marozsán, 5:4 Draws, 5:5 Schmidt, 6:5 Mjelde, 6:6 Behringer, 7:6 Zietz, Marozsán schießt daneben

DFB-Hallenpokal, Abschlusstabelle

1. 1. FFC Turbine Potsdam (5 000 Euro Siegprämie)
2. 1. FFC Frankfurt (3 000 Euro)
3. Bayer 04 Leverkusen (1 000 Euro)
3. TSG 1899 Hoffenheim (1 000 Euro)
5. VfL Wolfsburg
6. FF USV Jena
7. SGS Essen
8. FC Bayern München
9. MSV Duisburg
10. BV Cloppenburg
11. SC Freiburg
12. VfL Sindelfingen

Auszeichnungen

Beste Spielerin: Dzsenifer Marozsán (1. FFC Frankfurt)
Beste Torhüterin: Lisa Schmitz (Bayer 04 Leverkusen)
Torschützenkönigin: Linda Dallmann (SGS Essen, 4 Tore)
Fair-Play-Preis: BV Cloppenburg

Statistik

Tore (gesamt ohne Neunmeterschießen): 86 (3,44 pro Spiel)
Gelbe Karten: Ramona Petzelberger (Bayer 04 Leverkusen), Irini Ioannidou (SGS Essen), Alina Garciamendez (1. FFC Frankfurt)
Rote Karten: Keine
Zeitstrafen: Keine
Eigentore: Keine
Schiedsrichterinnen: Monique Elsner (Duisburg), Imke Lohmeyer (Holtland), Katrin Rafalski (Bad Zwesten), Marina Wozniak (Herne)

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

40 Kommentare »

  • waiiy sagt:

    @Sheldon: Das war ein Scherz, wie man am Smiley erkennen kann (zumal zu diesem Zeitpunkt keiner wissen, konnte, ob Potsdam bester oder zweitbester Gruppendritter wird).

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  • Sheldon sagt:

    @laasee: Who cares? Wie gesagt, es war ne Spaßveranstaltung!

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  • waiiy sagt:

    @Sheldon: Dass Potsdam immer mit bestem Kader antritt und darüber hinaus alle anderen verfügbaren Spielerinnen auch mitnimmt zum Hallenpokal liegt an einer anderen Gewichtung des Turnier und einer anderen Philosophie, die der Verein dabei vertritt.

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  • grammofon sagt:

    Ich konnte leider nur teile der Gruppenphase sehen und hoffe, dass DFB-TV wie im letzten Jahr die Spiele noch ins Netz stellt. Inzwischen vielen Dank an @frek für den MDR Link.

    Weiß jemand warum Potsdams zweites Tor im ersten Spiel gegen Essen nicht gegeben wurde?

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  • Sheldon sagt:

    Das mit der Gewichtung kann ich verstehen, aber wie genau meinst du das mit der Philosophie?

    Wenn ich mir so Geschichten aus früheren Zeiten über den Abend des Hallenmasters durchlese, kann ich mir durchaus vorstellen, dass insbesondere Spielerinnen wie Sasic und Alushi darauf nicht unbedingt erpicht sind.

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  • xXx sagt:

    Naja, dass Frankfurt viele der Topspielerinnen nicht dabei hatte, dürfte eher daran liegen, dass einige von denen verletzt sind (bzw. kurz nach einer schweren Verletzung nicht auf Kunstrasen antreten sollten).

    Deswegen standen z.B. Kulig, Peter, Huth, Alushi gar nicht zur Verfügung. Von den wirkichen FITTEN Stammspielerinnen waren also lediglich Laudehr, Schumann und Bartusiak nicht dabei.

    Bei Turbine Potsdam war es ja durchaus auch nicht so, dass man mit den besten Spielerinnen angetreten wäre. Spielerinnen, wie Singer, Wälti, Evans, Andonova, Cramer oder Elsig, die sonst auf dem Feld viel Spielzeit bekommen, waren ja auch nicht dabei.

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  • Sheldon sagt:

    @xXx: Du vergisst einige: Was ist mit Crno, Ando, Garefrekes und Sasic? Das ist die komplette Stammoffensive der Hinrunde! Dazu kommen noch Schumann, Laudehr und Bartusiak. Von Peter, Alushi oder auch Huth braucht man also gar nicht mal zu sprechen.

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  • FFFan sagt:

    Noch ein Detail ist mir aufgefallen: Turbine Potsdam war nicht nur mit 16 Toren die ‚torhungrigste‘ Mannschaft; es haben sich auch alle (!) Feldspielerinnen mindestens einmal in die Torschützenliste eingetragen. Das hat es in der Geschichte des Hallenpokals vermutlich vorher auch noch nicht gegeben!

    Der Kaderaufstellung des 1.FFC Frankfurt kann man schon entnehmen, dass der Hallenpokal für den Verein nicht unbedingt oberste Priorität hat. Schließlich trat man sogar nur zu zehnt an, da Crno zum Nati-Lehrgang musste und Sasic ganz kurzfristig auch noch gestrichen wurde (ich weiß nicht, ob bei Celia ein akutes gesundheitliches Problem vorlag oder ob man einfach überhaupt nichts riskieren wollte, da sie wohl die wichtigste Spielerin für die Restrunde ist).

    @ Sheldon:
    „Wenn ich mir so Geschichten aus früheren Zeiten über den Abend des Hallenmasters durchlese, kann ich mir durchaus vorstellen, dass insbesondere Spielerinnen wie Sasic und Alushi darauf nicht unbedingt erpicht sind.“

    Ich kann mir denken, worauf du anspielst, aber ich glaube, dass sich die Zeiten geändert haben…
    Übrigens waren Lira und Celia gestern in Magdeburg anwesend, sie haben nur nicht mitgespielt.

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  • Neutral77 sagt:

    @ Sheldon

    das war der erste Teil das deine Übermannschaft Zweiter geworden ist !
    Und es werden noch welche folgen und dann bin ich auf deine Analysen / Ausreden gespannt 🙂

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  • Sheldon sagt:

    @FFFan: Wollen wir es hoffen, dass sich die Zeiten geändert haben… Was damals dort ablief, wenn man den Berichten Glauben schenken darf, das geht einfach überhaupt nicht und hat sicherlich ein ganzes Stück weit die Vorurteile gegen den FF weiter befeuert. Deswegen hat und wird der Hallencup in Magdeburg immer ein gewisses Geschmäckle haben, solange bei diesen Geschichten die Betroffenen nicht klar Stellung beziehen und die Vergangenheit dieses Turnieres lückenlos aufgearbeitet wird. Gerade bei solchen Berichten hätte man von vornherein transparent sein müssen und darlegen, was dort hinter verschlossenen Türen passiert!

    Ich hoffe, es wird bald eine neue Generation geben, die sich anders positionieren wird und sich von diesen Dingen distanzieren wird und sie aufarbeitet!

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  • Anniko sagt:

    Auch von meiner Seite herzlichen Glückwunsch an Turbine zum Turniersieg, trotz der durchwachsenen Leistung im Turnierverlauf.
    Ich hatte zwar auf eine Überraschungsmannschaft gehofft, aber mit Hoffenheim und Leverkusen sind ja zwei Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte der Bundesliga bis ins Halbfinale gekommen und haben dabei streckenweise guten Fußball gespielt.
    Bei den drei Jenaer Spielerinnen möchte ich mich noch bedanken, die im Spiel gegen Potsdam die letzten 5-6 Minuten durchgespielt haben. Sie haben ihrem Team einen Bärendienst erwiesen und natürlich waren die zahlreichen Jenaer Fans auch verärgert darüber.

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  • Sheldon sagt:

    @Neutral: Solange der Cup dann an Turbine geht und Wolfsburg nicht unter die Top 4 kommt, kann ich sehr gut damit leben^^

    Und wenn Frankfurts 2. Garde soviel Qualität hat, dass sie in einem solchen Turnier 2. werden kann, dann brauch mir nicht angst und bange sein.

    Und wenn man insgesamt 31 Saisontore in Gestalt von Sasic (14), Garefrekes (6), Ando (4), Alushi (3), Crno (3) und Laudehr (1) sowie die Stammtorhüterin zuhause gelassen hat und dennoch sooo gut abschneidet, muss man sich nicht schämen, sondern dann ist so ein zweiter Platz ohne Turnierniederlage aller Ehren wert.

    Wenn dann draußen die Offensive wieder dabei ist, dann werden die Spiele wieder ganz anders aussehen, so wie das Tor zum 1:1 gegen Cloppenburg beispielsweise 😉

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  • tanne sagt:

    Danke, dass die gelben Karten im Bericht ergänzt wurden. Ich bin mir sicher, dass es eine 4. Gelbe gab, und zwar im Spiel Potsdam gegen Essen, und zwar in der Szene, die zum Neunmeter führte. Die Schiedsrichterin zog nach dem Foul die gelbe Karte, aber bevor sie sie zeigte, änderte sich der Bildausschnitt. Es muss die Potsdamer Spielerin gewesen sein, die das Foul begang.

    Hat das jemand beobachtet wund weiß, wer hier gelb bekam?

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  • Neutral77 sagt:

    @ Sheldon,

    bloß Wolfsburg und Potsdam machen wieder die ersten beiden Plätze unter sich aus und Freiburg, Essen oder Sand holt sich den DFB Pokal !!

    Da halten auch all deine schönen Statistiken nicht mit 🙂

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  • Aldur sagt:

    Dank der Terminierung auf den Sonntag habe ich mir das Ganze erstmals live vor Ort gegeben. Insgesamt ist das schon ’ne nette, gut organisierte Veranstaltung. Direkt in der Halle fand ich es auch viel kurzweiliger, als am Bildschirm. Die gut 6 Stunden sind jedenfalls wie im Flug vergangen, und ich fühlte mich uneingeschränkt gut unterhalten, obwohl ich sonst eher kein Freund von Hallenfussball bin. Auch die ungezwungene Atmosphäre fand ich gut. Die Spielerinnen, die gerade Pause haben, laufen mitten unter den Zuschauern herum, bleiben hier und da für ein Schwätzchen mit Fans stehen, und erfüllen mit Engelsgeduld die Autogrammwünsche der vielen Kinder – so jedenfalls meine Beobachtungen – habe anderswo auch Gegenteiliges gelesen.

    Mit dem Auftritt der SGS war ich insgesamt auch zufrieden. Schade nur, dass nach der überzeugenden Vorrunde ausgerechnet im VF eine eher durchwachsene Leistung folgte, gegen einen Gegner aus Hoffenheim, der in jenem Spiel auch keine Bäume ausgerissen, aber immerhin das eine Tor gemacht hat.

    Mit Frankfurt und Potsdam sind dann zwei Team ins Finale gekommen, die in der Gruppenphase nur wenig geglänzt haben, den Einzug ins Endspiel durch die konstanten Leistungen in den k.o.-Spielen aber dann durchaus verdient haben. Im Neunmeterschießen gewinnt dann natürlich immer der Glücklichere, aber so war es zumindest für die vielen Fans aus der Region ein erfreuliches Ergebnis. Neben den bereits gewürdigten Spielerinnen sind mir vor allem noch Jenas Landeka und Hoffenheims Iwabuchi positiv aufgefallen.

    Insgesamt ’ne runde Sache. Mal abwarten, wie im kommenden Jahr die Terminierung aussieht, aber grundsätzlich komme ich gern wieder.

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  • Ute sagt:

    Ende gut, alles gut. Glückwunsch! 🙂
    meine Torbinchen haben es aber echt spannend gemacht…
    weiß eigentlich jemand, warum das Tor von Mjelde im 1.Spiel gegen Essen abgepfiffen wurde? Das hatte mich sehr gewundert (am PC) zumal es dfb.tv auch erst recht spät gecheckt hat.
    ich denke das Spiel wäre nicht verloren gegangen, wenn es gegolten hätte. – so lieber das Turnier gewonnen…;-)

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  • Jan sagt:

    @grammofon: Das Tor wurde wurde m.E. wegen eines Fouls kurz zuvor nicht anerkannt. Auch ich hatte da ein Foul gesehen (sofern es jenes nicht gegebene Tor ist, um welches es sich handelt).

    Wie Aldur war auch ich das 1. Mal vor Ort. Und dann gleich zum 1. Mal ausverkauft – wobei stets 10-20% der Plätze leer blieben, weil diejenigen Zuschauer gerade für Autogramme od. an Sponsoren- od. Verpflegungs-Ständen anstanden, Toiletten aufsuchten, umher bummelten od. draußen rauchten. Auf dem Hinweg sah ich die Busse von Hoffenheim, Frankfurt, Freiburg u. Wolfsburg Richtung Arena fahren, wo dann sämtliche Busse hübsch nebeneinander gereiht geparkt standen. (Deshalb sehe ich die WM 2022 in Katar optimistisch, weil sich dort wirklich ALLE Fans quasi an einem Ort treffen.)

    Es war ein prima Turnier, mit manch dramatischen Spielen und Überraschungen. Jeder konnte Jeden schlagen (Freiburg u. Sindelfingen mal ausgenommen). So holte Potsdam als schlechtester VF-Qualifikant aus der Gruppenphase den Pokal, während Wolfsburg als beste Mannschaft der Gruppenphase gleich im VF scheiterte. Dabei hatte der VfL in seinen ersten 30 Spielminuten kein Gegentor kassiert und als einziges Team alle seine Gruppenspiele gewonnen.

    Ich könnte nicht beurteilen, wer insgesamt beste Spielerin od. Torfrau war; dazu hab ich all die Spiele nicht stundenlang aufmerksam genug verfolgt. Es gab da immer mal Spielerinnen u. Torfrauen, die im ein od. anderen Spiel auftrumpften. So brachte z.B. die Torfrau von Bayer Leverkusen mit einer ganzen Reihe von Glanztaten die Turbinen schier zur Verzweiflung. War’s Lisa Schmitz od. Anna Klink? – ich saß zu weit weg, trotz kl. Fernglas.

    Im Finale schien bis kurz vor Schluss Meike Weber die Matchwinnerin zu sein, die ein tolles Tor schoss und eine Riesenchance von Potsdam vereitelte – bis Jennifer Zietz kam, traf und siegte: 1x mit Traumtor + 3x beim 11m. Da Potsdam geografisch bedingt die meisten Fans ‚mitbrachte‘, war deren Turnier-Sieg letztlich gerechtfertigt. Später nach der Siegerehrung strahlte Bernd Schröder jedenfalls aufrichtig mit dem Pokal vor zwei Medienleuten mit Kamera u. Mikrofon; das war kein aufgesetztes Lächeln (behaupte ich mal).

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  • enthusio sagt:

    @Jan:

    Auch Essen hat in der Vorrunde alle drei Gruppenspiele – mit einem unwesentlich schlechteren Torverhältnis als Wolfsburg – gewonnen, das kannst Du weiter oben schön nachlesen 🙂 .

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  • grammofon sagt:

    Danke, Jan. Das war im Stream nicht wirklich zu sehen. (Oder ich hab’s verpasst.)

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  • Jan sagt:

    @enthusio: Da hab ich die guten Essenerinnen doch glatt übergangen. Auch die Leistungen von Hoffenheim, Jena und Leverkusen seien lobend erwähnt. Dass mir Essens 9-Punkte Gruppensieg entgangen war, hat wohl mehrere Gründe. Mit Sitznachbarn wurde diskutiert, ob Turbine noch zweitbester Gruppendritter werden würde ; der Turbine-Fanblock saß direkt unter uns. Kaum auszumalen, wenn TPs letzter Gruppengegner nicht Sindelfingen gehießen hätte… Dann bummelte ich umher und verfolgte die letzten Gruppenspiele nur nebenbei.

    Hauptsächlich besuchte ich das Turnier jedoch, um Frau Neid ein Geschenk zu überreichen, und zwar prophylaktisch aus einem baldigen „Entschuldigungs“-Grund, sodass ich dauernd DARAN dachte als an Ergebnisse u. Tabellen. Doch wegen des Goldenen Balls am Tag darauf brach die Bundestrainerin schon Anfang des 3. VF auf. So gab ich es Anouschka Bernhard (sie kann es bezeugen) – doch stand es am Ende noch unter unter/neben ihrem Sitz, und ich nahm es wieder mit.

    Naja, immerhin besser, als wenn Silvia Neid es vllt. ebenso leicht irgendwo in der VIP-Lounge vergessen hätte. Denn ich wollte es Ihr auch nicht zu früh schenken, damit sie es nicht dauernd mit sich rumschleppen muss. Auch Frau Ratzeburg war nach der Siegerehrung plötzlich entschwunden, der ich es evtl. noch hätte geben können. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. 🙂

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